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Ist vielleicht wegen des Vulkanausbruchs derzeit nicht die Traumdestination:
Vulkan bedroht Naturerbe
Leguane und Seebären bedroht
Ein Vulkanausbruch auf den Galapagos-Inseln bedroht die einzigartige Tierwelt. Der Vulkan La Cumbre auf der Insel Fernandina speit seit Samstag Lava, Gas und Rauch. Ein Lavastrom ergiesst sich vom Krater aus bis hinunter an die Meeresküste.
Die Insel Fernandina selbst ist unbewohnt. Die ins Meer fliessende Lava könnte aber Leguane, Seebären und weitere Tiere schädigen, teilte die Nationalparkbehörde mit. Anwohner auf der Nachbarinsel Isabela seien nicht betroffen.
15 Meter dicker Lavastrom
Das Personal des Nationalparks entdeckte den Ausbruch des Vulkans bei einem Überflug der Insel. Die Eruption erfolgte ungefähr 500 Meter unterhalb der Kraterkante an der Südwestflanke des Vulkans.
Daraufhin entwickelte sich ein Lavastrom von 10 Meter Breite, der auf einer Länge von 500 Metern ins Meer abfliesst. An gewissen Stellen erreicht die Lavamasse eine Dicke von fast 15 Metern.
Weltnaturerbe vor allem vom Tourismus bedroht
Der Vulkan La Cumbre reicht auf eine Höhe von 1463 Metern über Meer und umfasst die gesamte Insel Fernandina. Die 642 km2 grosse Insel beheimatet Land- und Meeresleguane, Pinguine, Seebären und verschiedene seltene Vogelarten. La Cumbre brach zuletzt im Mai 2006 aus.
Das Galapagos-Archipel, Namensgeberin der letzten Riesenschildkröten der Erde, zählt 13 Haupt- und 17 Nebeninseln und wurde 2007 zum bedrohten Unesco-Weltnaturerbe erklärt.
Das grösste Risiko für die Inseln geht aber nicht von Vulkanen aus, sondern vom in den vergangenen Jahren entstandenen Massen-Tourismus, der das filigrane Ökosystem gefährdet.