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THEMA: Seenotrettungsübung - notwendiges Übel oder Sicherheit?

Seenotrettungsübung - notwendiges Übel oder Sicherheit? 15 Jan 2012 17:50 #27946

Hallo zusammen,

Aufgrund des traurigen und tragischen Ereignisses mit der :costa: Concordia hat meine Tochter spontan entschieden, ein Portfolio für den Unterricht zu gestalten. Und dabei ist die Frage der Sicherheit bei uns zuhause immer wieder diskutiert worden. Wie gelangweilt sitzen die Passagiere im Flugzeug und lesen oder beobachten das Rollfeld, obwohl sich die Flugbegleiter bemühen, die Rettungsmöglichkeiten weiterzuvermitteln? Und wie sieht es bei der Seenotübung aus???

Wir haben erst zwei Kreuzfahrten gemacht, und zwei absolut verschiedene Seenotübungen absolviert.

Auf der Costa MAGICA wurde auf Pünktlichkeit, Genauigkeit und Perfektion geachtet. Es wurde nicht mit den Passagieren disskutiert, jeder hatte seinen Platz und fertig. Allerdings war das eine Reise ohne Check-In in anderen Städten. Eine in sich abgeschlossene Kreuzfahrt.

Auf der Costa SERENA war die Seenotübung ein kleines Durcheinander. Die Passagiere diskutierten mit der Crew, warum man diese Übung bei der Abfahrt aus dem schönen Hafen macht und nicht später, die Reihen wurden unvollständig gebildet, die Kinder durften die Pfeifen verwenden und im Nachhinein war das Ganze eher ein Kasperltheater. Auch das Thema Check-in in fast jedem Hafen haben wir besprochen und die Sicherheit der zugestiegenen Gäste, welche die Rettungsübung nicht gleich absolvieren müssen sondern erst wieder in Savona - egal in welchem Hafen sie zugestiegen sind.

Diese Gedanken kamen mir aber nicht auf der Kreuzfahrt, sondern erst jetzt, im Angesicht der Tragödie.

Unsere Frage an Euch - Ist die Seenotübung ein notwendiges Übel und wenn etwas passiert bricht sowieso Panik aus? Oder seid Ihr mit dem notwendigen Ernst bei der Sache?
Falls ihr uns eure Meinung mitteilt, darf die Tochter eure Meinung ins Portfolio schreiben? Natürlich zitiert.

Danke für eure Hilfe. Für uns ist das Thema sehr interessant.
Mit freundlichen Grüßen,
Ulrike
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Aw: Seenotübung - notwendiges Übel oder Sicherheit 15 Jan 2012 20:28 #27951

Hallo,

also ich finde, dass es schon Sinn macht sowas abzuhalten.
Allerdings frage ich mich, ob es Sinn macht, wie es wohl oft abläuft.
Hier meine bisherigen zwei Erlebnisse dazu:

- RCCL - Adventures of the Seas
Ca. 2 Std vor der Abfahrt. Wurde mehrfach durch Lautsprecheransagen in mehreren Sprachen angekündigt. Schwimmwesten müssen zur Übung nicht getragen werden.
Wenn der Signalton ertönt, soll man sich zu dem auf seiner Zimmerkarte angegebenen Sammelpunkt begeben. Im ganzen Schiff verteilt stehen Mitarbeiter, die einem den Weg zeigen - dazu soll man die Zimmerkarte immer schön sichtbar vor sich halten.
Am Sammelpunkt angekommen wird man von weiteren Mitarbeitern eingeordnet - große hinten, kleine vorne. Dann werden die Kabinennummern vorgelesen und abgehakt wenn geantwortet wurde. Es werden noch paar Sätze gesprochen (nur auf Englisch) und dann wars das.

- RCCL - Brilliance of the Seas
Gleich wie auf der Adventures.


Nun meine Fragen/Sorgen dazu:

- Bei der Notfallübung stehen die Leute teilweise schon 30 Minuten vor Signalton am Sammelpunkt. Daher läuft natürlich alles ganz ruhig und geordnet ab. Wir sind beide Mal aus der Kabine direkt bei Signalton zum Sammelpunkt und waren immer mit die Letzten die ankommen (von Deck 3 zu Deck 4 ist nicht gerade weit). Das ist doch sinnlos oder?

- Wieso muss man nicht mal die Schwimmweste anlegen? So lernt man wenigstens wo diese sind...?!

- Stehen die Mitarbeiter auch wirklich im Notfall in den Gängen und zeigen einem dem Weg zu "seinem" Sammelpunkt? Das würde ich doch stark bezweifeln...

- Die Übung wurde nur am Hauptabfahrtsort abgehalten. Was ist mit denen, die unterwegs zusteigen? Die wissen von nichts?

Wie bereits oben geschrieben, finde ich es als sehr wichtig, dass eine solche Übung gemacht wird - aber wenn sie so ablaufen sehe ich den Sinn nicht ...
Und im Notfall ist eh alles anders...sie jetzt bei der CC - was ist mit den Leuten, die auf der "falschen Seite" ihren Sammelpunkt haben, aber leider die Rettungsboote nicht mehr abgelassen werden können, weil das Schiff schon zu sehr Schlagseite haben? Das dann Panik ausbricht ist doch klar...

Grüße

Jürgen
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Einmal gecruised...niemehr gestoppt!
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Aw: Seenotübung - notwendiges Übel oder Sicherheit 16 Jan 2012 06:05 #27955

Ich bin der Meinung, dass solch eine Seenotrettungsübung sehr wichtig ist und mit allem nötigsten Ernst durchgeführt werden sollte. Bei dieser Übung kann aber nur der technische Teil vermittelt werden. Z.B.: Sammelpunkt oder das Anlegen und den Gebrauch der Rettungswesten u.s.w..
Im Ernstfall wird das Ganze dann doch etwas anders aussehen und stattfinden, denn die aufkommende Panik kann man nicht trainieren. Die Besatzung und die Passagiere sind dann in einer ganz anderen Situation. Und wenn dann der technische Teil solch einer Rettung nicht sitzt, dann gibt es noch mehr Opfer.
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Liebe Grüße,
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Vorsicht, Kreuzfahrten machen süchtig!

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Aw: Seenotübung/Rettungsübung - notwendiges Übel oder Sicherheit? 16 Jan 2012 10:45 #27963

Ich schließe mich dem an, das es nötig ist die Übung zu absolvieren. Alleine weil man sich bewusst macht, dass kein Schiff unsinkbar ist. Weil man an der Kabinentür den Rettungsplan studiert und sich versichert, dass im Kasten der Kabine auch die Westen wirklich da sind. Das mit dem Anlegen der Weste: das kann ich für mich auch in der Kabine ausprobieren. Ist ja kinderleicht! Und es geht auch kein Alarm an wie bei Notausgangs-Türne oder Feuerlöschern *gg*

Für meinen Teil, ich habe die Übungen bei allen 3 TAs ernst genommen. Klar beim ersten Mal aufgeregt mitgewuselt, und ehrlich da war das GEdränge teilweise schon krass, obwohls nur ne Übung war. Beim zweiten Mal war ich 10 Minuten vorher beim Rettungsboot. Hat mir ganix gebracht, laut wars genauso (ich krieg von dem Alarm immer Tinnitus) und Füße in den Bauch gestanden hat man sich auch. Jetzt beim dritten Mal war ich total verwundert, das wir bei einem Glas Wasser in der Ixtapa Lounge gewartet haben. Erst dachte ich, es geht dann in Grüppchen zu den Booten aber nein. Wir warteten da sitzend und tratschend, dass der Kapitän die Übung für beendet erklärt. Ehrlich gesagt, so unangenehm das Gedränge bei den andren Übungen war, besser fand ichs sich beim Boot einfinden zu müssen. So ist man den Weg einmal gegangen, und im Notfall wüsste man, wohin man gehen muss um schnell im Boot zu sein. Kein panisches rumgerenne 'Oh Gtt wo muss ich bloß hin??'. Vielleicht seh das auch nur ich so, weiß ich nicht

Last but not least fand ich es auch sehr interessant, dass vor unserer Abfahrt in Cartagena (Spanien), wo wir dann über den Atlantik starteten, eine Übung für die Crew abgahlten wurde! Dem Reden nach haben die richtig einige Rettungsboote zu Wasser gelassen und sind damit rumgeschippert. Obs stimmt weiß ich nicht war da von Bord in der Stadt, hat mir nur mein stateroom attandend am Abend berichtet. Sowas ist doch auch was feines, damit es eben Leute gibt die wissen, wie diese Winden funktionieren usw.

Kurzum: auf dem Schiff finde ich es gut und wichtig, die Übung abzuhalten. Damit man eben weiß wo das Boot sich befindet. Rettungswesten dabei anlegen finde ich persönlich bei der Übung eher Risiko, dass das Gedränge nur noch größer wird und sich damit jemand verletzen könnte. Wer die probieren will, kann das ja auf der Kabine machen. Aber klar, wenn wie im Falle der Concordia sich das Schiff beginnt zur Seite zu neigen, wird da nicht jeder entspannt seines Weges zum Boot tappsen und die Crewmembers grüßen, sondern eher panisch drängeln und schubbsen.

Bezüglich Flugzeug, auch da sollte man sich immer Mal wieder bewusst machen das etwas pssieren kann. Nur ehrlich wenn man mehrmals im jahr fliegt und diese Sicherheitsanweisungen sieht, verinnerlicht man das. Dann brauch ich es mir nicht jedesmal anzusehen, wenn die mir erklären wo die Schwimmweste ist... die Wahrscheinlichkeit über Österreich im Wasser zu landen (und es zu überleben) ist wohl gering.
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04.05.- 11.05.2013 - westl. Mittelmeer - Legend of the Seas
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Aw: Seenotübung/Rettungsübung - notwendiges Übel oder Sicherheit? 16 Jan 2012 10:59 #27966

Letzte Cruise Nov. 11 auf der Allure: 17 Uhr auslaufen, 16.30 h Rettungsübung, Signalton, auf der Cruisecard war die Station aufgedruckt, zu der man sich begeben mußte. Lifte waren gesperrt, auf jedem Stockwerk stand Personal, das aufpaßte und einem dem Weg wies. An der Sammelstation wurde die Cruise-Card eingescannt, so wurde festgehalten, daß auch niemand fehlte. Sicherheitsanweisungen in englisch, auf dem Fernseher in der Kabine wurde aber in allen Sprachen nochmals alles gezeigt und erklärt.
Auf der Radiance: gleiches Szenario, wir konnten aber beobachten, wie das Personal Unterricht im Rettungsbootfahren bekam. Sah von oben sehr lustig aus, muß aber harte Arbeit gewesen sein. Das ging den ganzen Tag. Boot runter, Boot rauf, fahren, usw.
Also wir fühlten uns sicher.
Flugzeug: schon so oft gesehen, kann man ja auch am Bildschirm nachsehen, lustig ist aber der Gebrauch von Schwimmwesten über Land zu zeigen.
Gruß Ginatessy
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Aw: Seenotübung/Rettungsübung - notwendiges Übel oder Sicherheit? 16 Jan 2012 18:43 #27985

Bei :tui: Cruises auf der Mein Schiff war es vergleichbar, wie bei Ginatessy. Zur Rettungsübung bestand keine Rettungswestenpflicht. Der Sammelplatz hängt in jeder Kabine aus. Auch hier waren die Fahrstühle außer Betrieb und Besatzungsmitglieder wiesen den Gästen den richtigen Weg. Am Sammelplatz wurde anhand der Bordkarte jeder Ankommende auf einer Liste abgehakt. Leider hielten es einige Gäste nicht für notwendig an der Übung teilzunehmen, sodass erst noch die Kabinen der nicht Erschienenen von Besatzungsmitgliedern abgesucht werden mußten. Dies verlängerte die Übung unnütz. Danach wurde man dann zu dem jeweiligen Rettungsboot geführt und bekam eine Einweisung. Erst als Kapitän Holm auf seinem Rundgang von den Verantwortlichen an den Rettungsbooten Vollzug gemeldet bekam, wurde die Rettungsübung für beendet erklärt. Was ich nicht so gut fand war, dass die Uhrzeit der Rettungsübung schon vorher bekanntgegeben wurde, sodass schon viele Gäste vor Ertönen des Signals am Sammelpunkt waren.

LG Rainer
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Aw: Seenotrettungsübung - notwendiges Übel oder Sicherheit? 16 Jan 2012 19:06 #27988

Hallo zusammen,

an dieser Stelle möchten wir uns wirklich herzlich bedanken, dass ihr euch bei dieser, für uns wirklich interessanten, Umfrage beteiligt.

Für uns ist es aber sehr befremdlich, dass diese Übung bei manchen Schiffen (Reedereien) wirklich OHNE Rettungsweste durchgeführt wird.

Wir kennen ja nur Costa, da waren die Übungen immer: Karte einscannen für die Liste der Gäste an Bord und natürlich nur mit Rettungsweste!

Kann es sein, dass die Gäste teilweise gar nicht wissen, dass für jeden eine Rettungsweste in der Kabine vorhanden ist? Mir persönlich fehlt ja auch der Platz im Kleiderkasten. Da begegne ich ja den Westen.

Wir freuen uns aber auf weitere Berichte.
Herzlichen Dank, Ulrike
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Aw: Seenotrettungsübung - notwendiges Übel oder Sicherheit? 16 Jan 2012 22:16 #27992

Servus Ulrike!

Ich finde die Rettungsübungen zwar mittlerweile auch manchmal lästig aber trotzdem notwendig.

Die zuständige Rettungsstation ist zwar in der Kabine angegeben, aber wer würde sich ohne Zwang wirklich mal den kürzesten Weg dorthin anschauen?? Vermutlich niemand!

Das Anlegen der Schwimmweste scheint zwar einfach, aber ich habe auch schon die fürchterlichsten Variationen an Gästen gesehen, welche sich in dieser persönlichen Version sofort das Genick gebrochen oder aus der Weste rausgeschlüpft währen.
Also nochmals: notwendig!

Der Ablauf bei Costa wurde ja schon beschrieben und ich finde ihn absolut o.k.

Für uns persönlich werden wir jedoch in Zukunft noch mehr Augenmerk auf Sicherheit legen.

Ich habe z.B. schon des öfteren im Vorbeigehen im allgemeinen Bereich Schränke mit Rettungswesten gesehn, diess aber nie bewußt wahrgenommen.
Werde ich mir in Zukunft sicher besser merken.

Weiters gibts für das kleine Handtäschchen meiner Elisabeth (oder für meine Hosentasche) in Zukunft eine Minitaschenlampe um sich bei Stromausfall wenigstens orientieren zu können.

Warme Kleidung wird griffbereit bereitelegt und alle pers. Dokumente in einer wasserdichten Hülle ebenso.

Über die Handhabung einer Rettungsinsel, die ja in großen Mengen vorhanden sind, habe ich mich im Internet schlau gemacht, um im Notfall nicht nur auf andere angewiesen zu sein.

Aber dies alles dient nur dazu, die kommenden Kreuzfahrten noch mehr zu genießen und eventuellen Problemen gelassener entgegenzusehen.

LG-Willi
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Aw: Seenotrettungsübung - notwendiges Übel oder Sicherheit? 17 Jan 2012 07:18 #27997

Hallo Ulrike,

ich persönlich finde die Seenotrettungsübung sehr wichtig, gehöre allerdings auch zu den Leuten, die sich die Infos im Flugzeug auch jedes mal wieder anschaut. Obwohl ich keine Angst habe oder dergleichen. Für mich gehört es einfach dazu.

Wir haben bisher 3 Kreuzfahrten gemacht. Ich bin also auch nicht so der Spezialist, aber auch wir haben es sehr unterschiedlich erlebt :

Majesty of the Seas (RCCL):
2 Stunden vor dem Auslaufen tutet es, es erfolgen die Durchsagen. Treffen an den Sammelpunkten, abhaken der Kabinennummer und Sortierung nach Größe. Im Anschluss Erklärung der Schwimmwesten (die wir auf der Kabine lassen sollten) und dann geordnetes abtreten.

Navigator of the Seas (RCCL):
Durchsage, tuten alles wie oben. Allerdings keinerlei Sortierung nach Größe oder dergleichen, Kontrolle der Kabinennummern, lediglich Kinder nach vorne und geordnetes abtreten.

Carnival Victory (Carnival):
2 Stunden vor dem Auslaufen mit tuten und Durchsagen und auch wieder ohne Schwimmweste. Auch hier Kontrolle der Kabinennummern und Erklärung der Schwimmwesten. Nachdem wir unseren Zimmerstewart das erste mal getroffen haben, zeigte dieser uns, wo unsere Schwimmwesten sind und überprüfte mit uns ob auch zwei Stück vor Ort sind.

Ich denke jedoch auch, dass viele Passagiere diese Übungen nicht ernst nehmen und es eher als nervig empfinden.
Eine solche Übung auf einen besonderen Zeitpunkt wie zum Beispiel das Auslaufen zu legen finde ich doch reichlich bescheu.... :laugh:

Ich halte es für wichtig, im Moment, wenn etwas passieren sollte zu wissen, in welche Richtung ich mich bewegen muss. Und nicht erst dann anfangen muss zu suchen.

Ob ich allerdings richtig reagiere und ruhig bleibe etc wage ich fast zu bezweifeln, hoffe es jedoch :o)

VG
Janine
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Aw: Seenotrettungsübung - notwendiges Übel oder Sicherheit? 17 Jan 2012 10:52 #27999

Wie gesagt finde ich es sogar ganz gut ohne Schwimmweste, Bei meiner ersten TA habe ich gesehen was da passieren kann, es ist ja nur eine Übung und nicht ernst. Da lief ein etwas älteres Ehepaar wie die aufgescheuchten Hühner mit Westen rum, die sind ja recht sperrig, und kickten damit andre Passagiere aus dem Weg nach dem Motto Kuhfänger, mach den Weg frei. Ohne Weste hat man da doch mehr auf die Mitmenschen geachtet, die Ellbogen-Technik hat sich praktisch niemand getraut anzuwenden. Ich selbst neugierig wie ich bin, hab mir das Ding einfach in der Kabine geschnappt und umgehängt, gut den Gurt hab ich nicht zugezurrt, hatte Schiss das ich den Verschluss nimmer aufkrieg *gg*

Das mit der Vorankündigung ist.. wie jeder Feueralarm in Schule oder Büro. Klar macht es weniger Sinn wenn man sagt 'so in ner Stunde geht die Sirene an, ist nur Übung'. Andererseits will swich die Reederei wohl die Panik ersparen, die ausbrechen würde wenn sies nicht ankündigen. So weiß jeder bescheid es ist nicht ernst, es geht nicht um Leben und Tod. Ganz ehrlich, meine Ansicht ist da folgende: wer diese Übung nicht für wichtig empfindet, der wird im Ernstfall sehen was er/sie/es davon hat. Jene die wissen wohin sie müssen, die werden eben (sicherer) überleben. Da ist es mir wichtiger, dass eben wirklich der Ablauf stimmt. Also Personal weist den weg, es gibt Listen wo man registriert wird, es werden Kabinen durchsucht wenn wer fehlt etc.

Bei der ersten TA mit der Navigator otS fand ich es intressant, dass unser Kapitän uns auf die Kästen mit den Rettungswesten hinwies. Daraufhin bin ich da hingetappt und ein Crewmember hat mir erklärt (in einfachem Englisch, fand ich sehr rücksichtsvoll ;) ) das diese Westen für Leute sind, die an Deck sind und nicht in der Kabine, und das es viel viel viel mehr Westen als Leute an Bord gibt. Und auch die Boote mehr Leute fassen als Passagiere + Crew da sind. War sehr aufschlussreich und ich habe gemerkt, dass ich die restliche Fahrt über immer wieder aufmerksam diese Kästen wahrgenommen habe, wo das Wort 'lifevests' (oder wies richtig geschrieben gehört) draufstand.

Ich habe es mir angewöhnt, einmal unabhängig von der Übung 1. im Kasten zu schauen ob eine Weste da ist, und 2. wie ich zu meinem Rettungsboot komme, wo es sich befindet, wo der stiegabgang dahin ist. Damit fühle ich mich sicher. Jacke hängt immer griffbereit in der Garderobe, mein Reisepass ist immer in einer kleinen Umhängetasche, ein Griff und die ist um den Hals gehängt. Falls man Zeit und Nerven hat und auch zufällig grade auf der Kabine ist. Die auf der Concordia waren ja teilweise beim Essen, da renn ich nimmer in die Kabine sondern direkt zum Boot. Find ich persönlich für mich Sicherheit genug und ganz ehrlich: es ist viel gefährlicher mit dem Auto in Urlaub zu fahrn als mitm Schiff *gg*

Ergo, Rettungsübung klares ja, Vertrautmachen mit Wegen und Weste finde ich ist einfach Eigenverantwortung. Das mit der Bedienung der Rettungsinsel finde ich eine gute Idee, da werde ich auch Mal Tante Google bemühen!
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