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THEMA: KREUZFAHRTSCHIFFE KOLLIDIEREN MIT KLIMASCHUTZ

KREUZFAHRTSCHIFFE KOLLIDIEREN MIT KLIMASCHUTZ 23 Mär 2010 07:40 #14180

DAS wird das Thema der kommenden JAHRE!!!

Werden Kreuzfahrtschiffe nicht mehr in bestimmte Fjorde einlaufen dürfen???
Werden die Kapazitäten von Schiffen in bestimmten Häfen beschränkt??

Das sind nur 2 Fragen die man sich stellen muß wenn man folgenden Artikel liest!

Kreuzfahrtschiffe kollidieren mit Klimaschutz-Politik
Von Per Hinrichs 22. März 2010, 04:00 Uhr

Rekordbesuchszahlen der großen Pötte treiben Ausstoß von Kohlendioxid und Ruß in die Höhe - Landstromlösung nicht in Sicht

Das Anlassen der Maschinen eines Kreuzfahrtschiffes dauert etwas länger. Zuerst muss das Schweröl, ein Abfallprodukt aus der Raffinerie, auf 60 Grad erhitzt werden - sonst liefe es gar nicht durch die Leitungen. Sogenannte Separatoren scheiden den Ölschlamm ab. Dann muss die Brühe auf 135 bis 140 Grad erhitzt werden, bevor sie in die Motoren eingespritzt werden kann. Und was schließlich aus dem Schornstein raucht, sprengt jeden Grenzwert für Anlagen auf dem Land: In den sechs bis acht Stunden, die ein Kreuzfahrtschiff am Pier liegt, jagt es nach Berechnungen der Umweltorganisation Atmosfair bis zu 100 Tonnen Kohlendioxid, bis zu 1,2 Tonnen Stickoxide und 120 Kilogramm reinen Ruß in die Atmosphäre - ungefiltert. Das Problem verschärft sich in diesem Jahr, weil 100 Kreuzfahrer nach Hamburg schippern - ein Rekord, leider auch beim Feinstaub.
Der politisch gewollte Boom bei den Besuchen der Riesenpötte zieht ein Umweltproblem nach sich, das bislang weitgehend ignoriert wurde. Noch im August 2007 legte der Senat ein "Klimaschutzprogramm" vor, mit dem der CO2-Ausstoß bis 2012 um zwei Millionen Tonnen gesenkt werden soll. "Klimaschutz ist eine weltweite Schicksalsaufgabe", sagte Bürgermeister Ole von Beust damals. Er ist zugleich Vorsitzender der CDU-Kommission "Bewahrung der Schöpfung - Klima-, Umwelt- und Verbraucherschutz". Und nicht zuletzt darf sich Hamburg 2011 mit dem Titel "Climate Capital" schmücken. Wegen dieser Auszeichnung mussten sogar die "Harley Days" im nächsten Jahr abgesagt werden - zu viele Abgase.

An einen der größten Verursacher für Feinstaub und CO2, die Kreuzfahrtschiffe, wagt sich der Senat aber nicht heran. Eine Lösung wäre die Versorgung der schwimmenden Städte mit Landstrom. Doch eine einheitliche Technik müsse erst gefunden werden, heißt es. Noch benötige jedes Kreuzfahrtschiff seine eigene "Steckdose".

Dabei gibt es sehr wohl Möglichkeiten, den majestätischen Dreckschleudern das Rauchen abzugewöhnen. Nur kosten sie in der Regel Geld - entweder das der Stadt oder das der Reeder. Ein Landstromterminal schlägt mit etwa 24 Millionen Euro zu Buche. Der Strom dürfte der Reederei in Rechnung gestellt werden. "Die Stadt hat Angst, dass die Schiffe dann wegbleiben", sagt Alexander Porschke vom Naturschutzbund. "Aber nach unseren Berechnungen würde sich ein Kreuzfahrtticket deswegen nur um zwei Prozent verteuern", so der ehemalige Hamburger Umweltsenator von den Grünen.

Wenig Engagement zeigt die selbst ernannte "Klimahauptstadt" auch, wenn es um den Einsatz weniger belasteter Kraftstoffe geht. Norwegen etwa verbietet demnächst die Einfahrt in Fjorde für Kreuzfahrer, die besonders strenge Grenzwerte für Schwefel und Stickoxide übersteigen. Und in Finnland hat der Motorenhersteller Wärtsilä eine Schwefel-Waschanlage zertifizieren können, die 99 Prozent des Schwefelanteils herausfiltert. Auch Katalysatoren gibt es längst.

Nach Ansicht des Naturschutzbundes muss Hamburg aber jetzt vorangehen, weil die Belastungen so groß geworden sind. Die Umweltschützer fordern die Umstellung von Schweröl auf Diesel oder Flüssiggas als Treibstoff sowie die Einrichtung einer Ruß-Umweltzone zur Nordsee. Auch ökologisch differenzierte Hafengebühren könnten Anreize geben, sauberer zu fahren. Konkretes ist von den Behörden allerdings nicht zu erwarten. "Das Thema Schiffsemissionen wird weiterhin intensiv diskutiert", heißt es aus der Wirtschaftsbehörde.

Quelle: www.welt.de/die-welt/vermischtes/hamburg/article6877031/Kreu...

Der weltweit zunehmende Kreuzfahrtboom wird auch hier etwas "nachbessern" müssen. Technisch ist es ja möglich ...

Gleichzeitig wird es einigen "alten Dreckschleudern" vielleicht schneller an den Kragen gehen.


Keep on Cruisin

Klaus
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Aw: KREUZFAHRTSCHIFFE KOLLIDIEREN MIT KLIMASCHUTZ 23 Mär 2010 08:01 #14181

Als wir mit der Arielle im Geiranger Fjord lagen, lag neben uns die MSC Delphin, die den ganzen Tag so dampfte, dass eine richtige Nebelbank über dem Fjord stand. :skandal:
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Liebe Grüße,
:rccl: icke :rccl:

Vorsicht, Kreuzfahrten machen süchtig!

1991 :tt-line: Nils Holgerson (Travemünde-Trelleborg-Travemünde); 2007 :transocean: MS Arielle (Norwegen mit Spitzbergen); 2009 :msc: Fantasia (westl. Mittelmeer u. Kanaren); 2010 :msc: Splendida (östl. Mittelmeer); 2011 :costa: Costa Fortuna (östl. Mittelmeer); 2012 :rccl: Splendour ots (östl. Mittelmeer); 2014 Costa Deliziosa (westl. Mittelmeer u. Kanaren)
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Aw: KREUZFAHRTSCHIFFE KOLLIDIEREN MIT KLIMASCHUTZ 23 Mär 2010 09:42 #14184

ÖKO ist ja gut und schön aber ....
Zitat
"Aber nach unseren Berechnungen würde sich ein Kreuzfahrtticket deswegen nur um zwei Prozent verteuern", so der ehemalige Hamburger Umweltsenator von den Grünen.


2% nur für Hamburg oder wenn alle Häfen einer KF es einführen ?. Bezogen auf eine KF mit wieviel Tagen und wieviel Häfen ?.
Ich glaube da wurde mal einfach eine kleine Zahl zur Beruhigung genannt.

Und das Hauptproblem sind die vielen Frachtschiffe und die bringen auch richtig Geld für Hamburg.Wenn Hamburg diese Entgeld für Strom einführt und Rotterdam und Bremerhaven nicht , können wir bald riesige Kreuzfahrtterminals im Bereich der heutigen Hamburger Containerhäfen planen.

Einige Kreuzfahrtschiffe haben schon ECO Standard und Schiffs-KAT eingeführt und die alten Pötte verschwinden im Kreuzfahrtbereich bald , aber die Seelenverkäufer im Frachtbereich dürfen weiterhin über die Meere schippern.
Auch muss Hamburg dann seine Dreckschleudern ( Museumsschiffe )aus Övelgonne ausser Dienst stellen inkl der Dampfeisbrecher . Auch die " Cap " darf dann seinen jährlichen Ausflug nicht mehr machen und verliert damit seine Zulassung.


Es ist wie bei der Öko Plakette
Privat MUSS sie haben und die Vorschriften einhalten.
Polizei , Feuerwehr und städtische Fahrzeuge MÜSSEN KEINE Abgasvorschriften einhalten.Das wäre zu teuer :woohoo: :woohoo: und für Busunternehmer und Privatleute kostet es etwa NICHTS :woohoo:

Wenn es die Stadt nicht 24 Millionen kosten würde hätten die es schon lange eingeführt !
Eigentlich 24 Millionen nur für den Anschluss der Kreuzfahrtterminal oder Anschlüsse für alle Hafenbecken ?

Hans Jörg
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Aw: KREUZFAHRTSCHIFFE KOLLIDIEREN MIT KLIMASCHUTZ 29 Mär 2010 21:15 #14429

PresseMitteilung von Princess Cruises

München – Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 7 Mio. US$ hat die Kreuzfahrtreederei Princess Cruises in den vergangenen Jahren neun ihrer aktuell 17 Schiffe für die Nutzung so genannten Landstroms umgerüstet.

(firmenpresse) - Beim Aufenthalt in mit entsprechender Technik ausgestatteten Häfen können damit bordeigene Dieselgeneratoren abgestellt und Emissionen vermieden werden.

Jüngstes Mitglied in der Reihe der „Shore Power“-Häfen ist seit Ende August Vancouver, wo die 92.000 Tonnen große Island Princess als eines der ersten Kreuzfahrtschiffe ihren Strom „aus der Steckdose“ erhielt. Das Pilotprojekt für Kanada ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen verschiedenen nationalen Unternehmen und Behörden sowie den Reedereien Holland Amercia Line und Princess Cruises.

Neben der Island Princess werden noch drei weitere Schiffe der Princess-Flotte im Rahmen ihrer siebentägigen Alaska-Kreuzfahrten die neue Technik im Hafen von Vancouver nutzen. Es braucht rund 40 Minuten, bis nach dem Einlaufen die Verbindungen her- und die bordeigene
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Aw: KREUZFAHRTSCHIFFE KOLLIDIEREN MIT KLIMASCHUTZ 30 Mär 2010 08:43 #14439

Was kommt als nächstes? Erst warens die Autofahrer, die den Feinstaubwert in die Höhe jagen, nun sind es die Schiffe. Kommt dann auch der Immissionsschutz-50er aufm Atlantik, in Anlehnung an das ach so sinnvolle Gesetz in Wien? :laugh: Wobei es zweifelsfrei stimmt, dass viele Schiffe ordentlich was raushauen aus den Schornsteinen.
Nur in den heutigen Zeiten wäre es sicher kein Ding der Unmöglichkeit, entsprechende Filteranlagen einzubauen (der Autofahrer von heute muss ja auch einen Katalysator eingebaut haben und ihn bezahlen). Kostet halt wieder Geld. :ship:
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