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THEMA: Reisebericht NCL Jade Januar 2012 (Barcelona-Madeira-Kanaren-Malaga)

Reisebericht NCL Jade Januar 2012 (Barcelona-Madeira-Kanaren-Mal​aga) 27 Aug 2012 09:55 #31434

Logbuch NCL JADE (22.01.-31.01.2012) begonnen am Tag 3 der Cruise (24.01.12) 08.31 Ortszeit


Sonne scheint auf meinen Balkon irgendwo zwischen Gibraltar und Madeira, es ist angenehm mild mit etwas kühlem Wind. Ich lasse den Beginn meiner Reise Revue passieren.

Abflug am Sonntag, dem 22.01.12 0915 ab München mit der LH 1810 nach Barcelona. Claudia und Michael haben mich wie immer pünktlich und sicher an der Security abgeliefert.
Mein Platz ist 4A am Fenster. B und C sind bereits von 2 Asiaten, ich denke Koreanern o.ä., belegt. Ich nehme meinen Sitz ein und freue mich auf die bevorstehende Reise. München lasse ich bei Regen und kalten Temperaturen hinter mir. Gut, dass der Flug nur 1 Stunde, 35 Minuten dauert. Die beiden Sitznachbarn dünsten ekelhaft aus. Sie schlürfen und schmatzen an Cerealien mit Milch herum, riechen nach Suppe aus alten Fischköpfen und flatulieren auch noch entsprechend dazu. Wenn ich solche Sitznachbarn auf einer Langstrecke neben mir gehabt hätte, ich wäre definitiv auf einen anderen Platz umgezogen, um nicht erbrechen zu müssen.
Nach der Landung in Barcelona kam mein Koffer zügig und ich suchte den NCL Bus zum Schiff. Alles in allem dauerte das noch eine knappe Stunde, man sammelte erst einmal noch Passagiere anderer Flüge ein. Blauer Himmel, Sonnenschein bei 16 Grad und Vorfreude auf die Cruise. Was wollte ich mehr. Als wir am Kolumbusdenkmal vorbei fuhren dachte ich nur „mein Barcelona“ Dir werde ich mich in 9 Tagen widmen.
Check-in bei NCL. Ich bin ja schon nach der 1. Cruise mit der EPIC Latitudes Member und konnte somit an dafür separate Schalter. Alles ging zügig voran. Ich legte meinen Voucher, den Pass und die Kreditkarte vor. Die Mitarbeiterin stellte alles zusammen und bat mich dann ihr zu folgen, ich bekäme meine Bordkarte an einer anderen Stelle. Das hatte mich zwar gewundert, aber ich folgte ihr ohne weiteren Kommentar. In einem Extraraum mit großen Sesseln, Erfrischungen etc. begrüßte mich Carlos, mein persönlicher Concierge. Er gab mir meine Bordkarte und die Willkommensunterlagen für die „Plumeria Villa“ Nr. 14508 (Penthouse Suite). Ich dachte nur, das ist sicher ein Versehen, ich hatte doch eine Minisuite auf Deck 11 gebucht. Ich erwähnte nur, dass ich ja nun auf dem Gepäck die falsche Stateroomnumber habe. Carlos telefonierte und gab kurz präzise Angaben, wohin mein Gepäck nun transferiert werden solle. Eine Mitarbeiterin geleitete mich dann an Bord und zeigte mir den Weg zum Deck 14 in mein Penthouse. Es ist nur über einen separaten kodierten Zugang zu erreichen.
Dort ist auch der Courtyard Bereich mit extra Pool, Sportgeräten, Sauna, Ruhezonen und privaten Sonnenliegen. Wow, Luxus pur.

Ich konnte das alles gar nicht fassen, mir hat es die Sprache verschlagen. Als ich in das Penthouse eintrat, traute ich meinen Augen nicht. Gute 50-60 qm mit großem Wohnzimmer und frischen Blumen überall. Ein Esstisch mit 4 Stühlen. Große Sitzecke mit Sofa. Plüschige Farben, bunt, viel lila, grün und orange. Insgesamt aber stimmig zu dem dunklen Holz.


Und dann das Bad. Eine Badewanne mit Blick aufs Meer. Daneben noch eine Dusche auch mit Meerblick. 2 Waschbecken, WC separat.


Nebenan ein Kingsize Bett, auch von dort Blick aufs Meer. Überall Flat Screens. Während der Reise schaue ich mir immer den Navigators Log an. D.h. Strecke, zurückgelegte Seemeilen, aktuelle Wetterdaten, Seegang, An- und Abfahrtszeiten der einzelnen Häfen, die wir anlaufen usw. Auf einem anderen Bildschirm stelle ich mir die Bordkamera an. Sie gibt mir den Blick vom Bug aus.
Ich dachte nur, womit habe ich das verdient? Oder war es gar nur ein Versehen von NCL? Es klopfte an der Tür (ich dachte schon, jetzt haben sie ihren Fehler bemerkt und ich erwache jäh aus diesem schönen Traum), es war José mein persönlicher Butler. Er brachte mir zur Begrüßung eine Flasche Champagner Moet & Chandon in einem silbernen Standkübel mit Eis. José erklärte mir alles, zeigte mir auch noch den Nebenraum (noch einmal separates Bett und Bad – wahrscheinlich bei einer Familie für die Kinder gedacht).
Ich setzte mich auf den Balkon, schaute bei Champagner auf Barcelona und die Sagrada Familia und konnte mein Glück gar nicht fassen. Später bekam ich auch meine Koffer und räumte alles entsprechend ein. Gut, dass ich doch wieder mit insgesamt fast 30 Kg gereist bin, man weiß ja nie, was einen erwartet. Gut so. Musste mich doch chic machen für den Cocktailempfang mit dem Kapitän und Offizieren am nächsten Tag. Eine Einladung dazu lag in meinem Penthouse. Zum Auslaufen traf ich dann wie im NCL Forum vereinbart Britta und Jürgen aus OWL und Conny mit ihrem Lebensgefährten aus Trier. Pünktlich um 19.00 bei einer Bloody Mary stachen wir in See. Abends habe ich mir dann im Cagneys noch ein Filet Mignon gegönnt und bin dann voll von den vielen Eindrücken und wirklich außergewöhnlichen Ereignissen relativ früh ins Bett gegangen.
Am nächsten Morgen (Montag) brachte mir José, mein Butler aus Goa/Indien, wie von mir bestellt pünktlich um 08.00 das Frühstück. Er deckte den Tisch mit gestärkter weißer Tischdecke, stellte Blumen dazu und ich ließ mir pochierte Eier, gegrillte Paprika, Toast, Tomatensaft und frisches Obst schmecken.
Den 1. Seetag habe ich damit verbracht, das Schiff zu erkunden und mit Britta und Jürgen über ihre Erlebnisse auf den diversen Kreuzfahrten zu plauschen. Mittags habe ich mich ein wenig hingelegt mit Blick aufs Meer. Nachmittags brachte mir „José“ frische Schokoladenerdbeeren. Er ist stets bemüht, mit kleinen Aufmerksamkeiten zu erfreuen. Nie aufdringlich, nie störend.


Logbuch NCL Jade Tag 4
Madeira 25.01.2012

Sonnenaufgang vor Madeira. Ich bin wie immer früh wach, sehe am Horizont ein weiteres Kreuzfahrtschiff.


Ich mache mir einen frischen Lavazza Kaffee aus der perfekten Maschine in meiner Kabine und setze mich auf meinen Balkon. Es ist lauwarm draußen, der Wind weht auf die Steuerbordseite, meine Kabine ist backbord, also windgeschützt. Ich beobachte das Einlaufen im Hafen von Funchal. Danach kurz unter die Dusche mit den vielen Massagestrahlen, die man einzeln zu bzw. abschalten kann. Nach dem Anziehen eine Runde um das ganze Schiff auf Deck 7. Das ist genial an der JADE, man kann es rundum begehen.
Gegen 9.00 Uhr habe ich mich mit Britta und Jürgen an Deck 12 am Heck verabredet, wir wollen gemeinsam etwas in Funchal unternehmen. Wir dachten an die Seilbahn, die auf 500 m Höhe fährt und man dann im Anschluss bergab ziemlich kultig mit einem Schlitten wieder hinunterfahren kann.

Wir schlenderten die Hafenanlage entlang und Taxen ohne Ende versuchten uns zu einer Fahrt zu überreden. Wir winkten ab, da wir ja eigentlich ganz genau wussten, was wir eigentlich wollten. Britta und Jürgen sind bereits das 3. Mal auf Madeira mit einem Kreuzfahrtschiff, sie sind also bereits ortskundig. Als wir am Ausgangspunkt der Seilbahn ankommen, spricht uns ein sehr höflicher und auch nicht wirklich aufdringlicher Taxifahrer in perfektem Deutsch an. Er schlägt uns vor, doch lieber mit ihm eine Fahrt zu unternehmen auf den höchsten Berg von Madeira (1880m) mit herrlichem Blick auf alle Teile der Insel. Sein Preis ist verlockend und wir schlagen spontan zu. Wir machen eine herrliche Fahrt über die Insel und der Fahrer erklärt uns viel über die Vegetation. Erschütternd anzusehen die vielen Auswirkungen der Waldbrände im vergangenen Jahr. Die Kiefernwälder werden sich nicht mehr erholen, Eukalyptus wächst bereits nach. Wir haben herrliche Ausblicke durch tiefe Schluchten auf den Atlantik, Funchal und den Hafen mit den Kreuzfahrtschiffen.




Auch um diese Jahreszeit ist Madeira blumig, die wunderschön farbigen Tulpenbäume, Mimosen, Bougainvilles in allen Farben, Strelitzien, Hortensien und noch so viel mehr. Weiter höher über die Serpentinen wird es karger, dennoch wachsen gelbe Ginstersträuche am Wegesrand. Oben auf dem Berg ist es kalt, ich schätze so um die 6 bis 8 Grad und es weht ein sehr kalter Wind. Der Ausblick über den Wolken auf das Meer durch die diversen Schluchten ist beeindruckend. Wir haben fotografiert wie die Weltmeister, zumal Jürgen mit einer Fotoausrüstung der Superlative unterwegs ist, etliche Objektive hat er dabei und macht wirklich spektakuläre Fotos.




Auf der Rückfahrt stelle ich dem Fahrer noch eine Menge Fragen über das Leben auf der Insel und natürlich auch wo wir am besten authentisch in Funchal essen können, wo wir nicht unbedingt auf die ganzen Kreuzfahrttouristen treffen. Wir sehen uns noch eine Kirche an, die sehr schön auf einer Anhöhe gelegen ist und in deren Nähe auch diese Schlitten den Berg hinunter fahren.



Witzig das Ganze, wir haben uns diesen Spaß aber erspart. Wieder in Funchal angekommen geleitet uns der Taxifahrer in ein kleines Restaurant, äußerlich wirklich nicht spektakulär, aber der Fisch war ein Gaumenschmaus.


Mit Wein und Espresso danach haben wir p.P. knappe 10 Euro bezahlt. Nach dem Essen noch ein Rundgang durch die benachbarte Markthalle. Sie lockt mit wirklich vielen Köstlichkeiten der Insel, aber seitdem ich die Boqueria in Barcelona kennen und lieben gelernt habe hinkt für mich persönlich jeder Vergleich. Wir schlendern dann gemütlich eine sehr schön
angelegte Fußgängerzone entlang Richtung Hafen, der parallel dazu etwas unterhalb liegt. Wir trinken den Ponch von Madeira, frischer Saft aus diversen frischen Früchten mit einem mehr als ordentlichen Schuss Rum von der Insel. Er wird aus dem dort wachsenden Zuckerrohr gemacht. Schmeckte so klasse, dass wir uns einen 2. gönnten.
Es war nun inzwischen schon kurz nach 16. 00 Uhr und langsam begaben wir uns zum Schiff zurück.


Wir mussten um 16.30 an Bord sein, um pünktlich um 17.00 Uhr auslaufen zu können. Alle Mann an Bord. Unser Resümee des Tages: Madeira ist eine wunderschöne Insel mit viel Charme, hat uns mit strahlendem Sonnenschein verwöhnt und bietet dem Touristen viel „feine“ Schönheit. Hier möchte ich auf jeden Fall gerne noch einmal herkommen. Das Auslaufen war wie immer schön, Sonnenschein über dem farbenprächtigen Madeira, die MSC Fantasia hinter uns.


Die Schiffe verabschiedeten sich gegenseitig mit den Nebelhörnern. Spektakulärer



Sonnenuntergang und Spiegelungen über dem Meer.


Ein toller Tag. Morgen werden wir in Teneriffa/Sta. Cruz anlegen.


Logbuch Jade Tag 5+6
Teneriffa/Sta. Cruz 26.01.12
Lanzarote/Arrecife 27.01.2012

Sta. Cruz de Tenerife - hässlich die Kulisse vom Schiff aus auf den Hafen mit den kahlen dahinter liegenden Bergen. Allerdings ein mir nicht unbekannter Blick. Teneriffa habe ich seit den 70igern insgesamt sicher gute 20 Mal besucht. Zum ersten Mal aber nun mit einem Schiff. Ich frühstücke auf meiner Suite, dieses Mal ohne Bestellung bei José. Es sind noch genügend Häppchen vom Abend zuvor da und meine Kaffeemaschine macht ohnehin herrlichen Kaffee. Ich genieße alles noch im Nachthemd + Morgenrock auf meinem Balkon. Es ist angenehm mild, der Wind kommt von Nord, geht auf die Steuerbordseite und lässt meine Kabine backbord somit windstill.
Gegen 09.15 gehe ich von Bord. Ein Shuttlebus fährt bis an den Hafenausgang. Von dort laufe ich am Kai entlang zur Estacion des Titsa Busses. Ich habe noch Guthaben auf meinem Bonusticket vom November, also 2 Monate zuvor, als ich für eine Woche auf Teneriffa war. Der 103er Bus „sin Parada“ also ohne Zwischenstopp über die Nordautobahn nach Puerto de la Cruz, steht gerade zur Abfahrt bereit. Prima. Als wir Richtung Orotavatal fahren, freue ich mich wie immer über die schönen Weinorte Tacoronte etc. am Meer entlang mit herrlichem Blick schon auf Puerto vor uns. Die Sonne strahlt, der Teide lacht mich wolkenfrei an. Eine immer wieder wunderschöne Kulisse. Nach knappen 40 Minuten bin ich in Puerto. Es ist fast heimatlich für mich, kenne ich doch hier wirklich fast jede Gasse. Ich entscheide mich als 1. im Punto Fijo, einer kleinen Tapas Bar mit überwiegend Einheimischen hinter dem kleinen Fischerhafen vorbei zu schauen und Isabella zu treffen. Sie ist auch wirklich da, umarmt mich mit einem strahlenden Lächeln und telefoniert weiter mit ihrem Handy. Sie hat immer etwas zu planen oder zu organisieren und ihre 3 Kinder 13, 15 u. 19 beschäftigen sie zusätzlich. Ich sehe in den Tapasauslagen, es gibt frischen Kartoffelsalat und Isabellas Variante ist einfach nur klasse. Es geht nicht anders, ich muss eine Portion bestellen und vertilgen. Isabella erzählt mir kurz, was in den letzten 2 Monaten bei ihr, auf der Insel und überhaupt geschehen ist. Ich habe ja leider nicht so viel Zeit, bin ja schließlich Kreuzfahrer und muss um 17.30 Uhr wieder an Bord der Jade sein. Ich will noch zum Frisör und zur Maniküre. In Puerto weiß ich genau, wo ich das beste Preis/Leistungsverhältnis bekomme. Waschen und Föhnen bei dem wunderhübschen Frisör 11 Euro, später Maniküre bei der Inderin für 10 Euro. Sie erkennt mich sofort wieder, hatte sie mir doch schon seiner Zeit Bewunderung über meine so weiße Haut ausgesprochen. „In der indischen Kultur sind das nur Prinzessinnen, die eine solche Haut haben“ sagt sie. Ich entschließe mich bei „Gemello“ typisch kanarisch zu Mittag zu essen. Ein Restaurant, welches nicht nur wunderhübsch kanarisch eingerichtet ist, sondern auch noch im Garten Plätze unter Sonnenschirmen hat. Zitrusbäume, Bananenpflanzen und viele bunte Blumen ranken sich um die Tische herum. Ein sehr schönes Ambiente und eine ausgezeichnete Küche. Das Lokal ist immer stark frequentiert. Man muss schon einige Zeit mitbringen, um auf einen freien Tisch zu warten, wenn man nicht vorher reserviert hat. Ich habe Glück. Es dauert kaum 20 Minuten und ich bekomme einen herrlichen Tisch unter einem Orangenbaum. Ich entschließe mich für eine Seezunge, zwar mit etwas schlechtem Gewissen – man soll sie ja nicht verlangen, da diese Art vom Aussterben bedroht ist. Conejo –Kaninchen kanarisch- wäre meine Alternative gewesen. Es wird als Ragout gemacht mit vielen Gewürzen und einer Menge Knoblauch. Eine super leckere Angelegenheit. Die Seezunge ist ein Gedicht, wirklich ein außergewöhnlich zarter Fisch. Dazu gibt es die typischen kanarischen Runzelkartoffeln – Papas Arrugadas und Mojo rot mit Chili, grün mit Koriander. Danach noch ein doppelter Espresso und ich muss mich auch schon wieder auf den Weg machen zur Busstation. Ich bekomme den Bus um 15.30 nach Santa Cruz zurück und bin dort gegen 16.20 Uhr. Ich schlendere zurück Richtung Hafen und treffe am großen Platz Britta und Jürgen, die von einem Teideausflug zurückgekommen sind. Wir trinken noch einen Cortado zusammen und tauschen unsere Eindrücke des Tages aus. Gemeinsam betreten wir das Schiff und gehen direkt ans Heck, um wie immer das Auslaufen bei einem Drink zu genießen. Pünktlich läuft die Jade um 18.00 Uhr aus. Wolken liegen über Teilen der Insel, aber der Teide bleibt komplett frei und wir bewundern ihn noch bis zum Sonnenuntergang. Da Gary, der Cruise Direktor, heute Abend im italienischen Restaurant singt, beschließen wir dort zum Essen zu gehen. Wir hatten nicht vorreserviert, bekamen aber noch einen Tisch für 3. Italienisches Cantare, aber stimmig. Danach sind wir noch in die Spinnaker Lounge. Ein Showprogramm, was wir erst nicht so recht verstanden haben, aber dann wahnsinnig lachen mussten. Der Abend wurde somit relativ lang.

Lanzarote 27.01.2012

Ich frühstücke im Cagneys mit warmen Buttermilch Waffeln, Kaffee und frisch gepresstem Orangensaft. Um 9.30 habe ich mich mit Britta und Jürgen am Heck verabredet und wir wollen gemeinsam schauen, was wir auf der Insel unternehmen können. Wir hoffen auf gute Angebote der Taxifahrer am Hafen. Es gibt aber nur den Shuttlebus, der uns die ca. 1.5 km aus dem Hafengelände raus fährt. Dort angekommen gibt es eine kleine Bimmelbahn, welche die Touristen bis zu einem Strand fährt. Taxen stehen dort auch, aber niemand spricht uns an oder macht uns interessante Angebote. Wir laufen in die Stadt Arrecife am Wasser entlang, zwischendurch schauen wir uns die Einkaufsstraßen an. Es ist heiß in der Sonne.

Fischerboote liegen herum, man sieht die kahlen Berge von Lanzarote im Hintergrund und überall weißblaue Häuser. Cesar Manriques Kunst ist an jeder Ecke in Form von Skulpturen und Ähnlichem zu sehen. Ich spreche einen Taxifahrer an und frage welche Highlights der Insel er uns zeigen kann. Er bietet uns eine Tour von ca. 3 Stunden für knappe 100 Euro an. Er spricht kein Wort Englisch oder Deutsch und sympathisch ist er auch nicht. Wir sind von dem Taxifahrer auf Madeira verwöhnt und da liegen wirklich Welten dazwischen, was Höflichkeit und Freundlichkeit betrifft. Wir entscheiden uns gegen einen Ausflug auf dieser kargen Insel und laufen noch bis zum Stadtstrand von Arrecife.



Überall sieht man, wie auch sonst auf den Kanaren, die Bausünden der 70iger Jahre. Schrecklich hohe hässliche Betonkötze.




Der Strand ist weiß, es wird auch gebadet, das Meer wird so geschätzte 19 Grad haben.



Gelangweilt laufen wir die ca. 3 km zum Hafeneingang zurück und nehmen wieder den Shuttlebus zum Schiff.


Ich gehe erst einmal auf die Kabine und trinke Kaffee auf meinem Balkon, auf den herrlich die Sonne scheint. José bringt mir frisch gemacht Pralinen aus der Küche des Patissiers. Sündhaftes Hüftgold und sie schmecken fantastisch. Ich lege mich ein wenig hin auf mein kuscheliges großes Bett mit den vielen Kissen. Aufgeweckt werde ich von dem lauten Horn der Aida-Sol, die neben uns liegt und zum Auslaufen bereit ist. Vom Balkon aus winke ich den vorbeifahrenden Passagieren zu.


Die Sol fährt so nahe vorbei , dass ich die bei Aida so spektakuläre Auslaufparty an Deck mit ihrem Song „Sail away“ von Enya sehen kann.




Kurz danach macht sich auch unsere Jade auf den Weg Richtung Malaga. Der Kapitän bereitet uns nach dem Auslaufen auf den zu erwartenden Seegang in der Nacht und auch am kommenden Seetag entlang der afrikanischen Küste vor. Ich freue mich wenn es schaukelt, da kann ich herrlich schlafen. Auch heute, am Samstag (28.01.12) geht eine ganz schön hohe Dünung, Wellengang liegt allerdings nur bei ca. 2 m. Am Seetag überall Veranstaltungen, Vorträge und TamTam. Ich genieße mein Penthouse, will eigentlich in die Badewanne mit Blick aufs Meer, aber verwerfe die Idee wegen des Seegangs. Ich will ja nicht das ganze Bad unter Wasser stellen. An Deck weht ein kühler Wind, insgesamt sind es eh nur 16 Grad. Zeit. So nehme ich mir die Zeit, das Logbuch weiter zu führen. Um 19.30 hat Jürgen uns einen Tisch im „Papas“ reserviert und im Anschluss werden wir im Stardust Theater eine Show anschauen. Für mich als „special guest“ ist obligat ein Platz auf dem Balkon reserviert. Dort kann man den Zugang nur mit der persönlichen V.I.P. Bordkarte öffnen, ich hoffe aber Britta und Jürgen mit hinein "schmuggeln" zu können.

Malaga 29.01.2012

Ich habe hervorragend geschlafen und werde erst um 08.00 Uhr wach. Wir haben schon in Malaga angelegt, ich sehe die Stadt vor mir erwachen, es wird gerade hell. Ich klüngele herum und gehe dann duschen mit Blick auf Meer und Stadt. Mein Frühstück nehme ich im Courtyard ein. Die Sonne scheint von stahlblauem Himmel durch das Glasdach. Dort ist es herrlich warm. Der Kellner erzählt mir, dass es doch so fürchterlich kalt sei draußen (16 Grad) und er gebürtig aus Gefilden mit 30-35 Grad kommt, somit Europa im Winter für ihn ein Greul sind.
Ich treffe mich mit Britta und Jürgen wie immer am Heck. Ich habe es das „Pommes-Deck“ getauft. Es fehlt dort Stil und Ambiente. Dennoch scheint dort die Sonne immer schön, man kann rauchen auf der Backbordseite und windstille Ecken finden. Es ist mittelmäßig warm und wir haben wieder das „Zwiebelsystem“ angelegt. Vom T-Shirt, über Pullover bis zur Daunenjacke.
Mit einem Shuttlebus fahren wir zum Hafenausgang. Dort nehmen wir als Erstes eine Kutsche (Empfehlung von Sari, die ich auf der MS1 Geburtstagscruise im Mai2011 kennen gelernt habe) und machen uns gemütlich einen ersten Eindruck von Malaga Alt- und Neustadt. Die Straßen sind Palmen gesäumt, grüne Papageien kreischen in Horden darin herum. Überall blüht es bunt und üppig. An der Kathedrale steigen wir nach einer knappen Stunde aus der Kutsche aus und laufen in Richtung des Kastells oberhalb von Malaga. Der maurische Stil ist nicht zu übersehen, die Gebäude sind prächtig. Über steile Treppen gehen wir immer höher hinauf. Überall eine Blumenpracht und ein sehr schöner Weg. Je höher wir kommen, desto schöner wird der Blick auf die Stadt, die Stierkampfarena und den Hafen mit unserer Jade. Überall Fotomotive.
Zurück gehen wir Richtung Altstadt und suchen uns in einer Seitengasse eine hübsche Tapas Bar. Wir sind froh, dort keine Kreuzfahrer anzutreffen. Wir sind unter Einheimischen, die sich nach dem sonntäglichen Kirchgang dort treffen, Kaffee oder Wein und Tapas genießen. Das Lokal ist typisch eingerichtet und wir bestellen Jamon, Manchego, Oliven, tomatisiertes Knoblauchbrot und natürlich Vino tinto. Wir fühlen uns wohl, Malaga gefällt uns ausgesprochen gut und wir genießen die leckeren Tapas.
Anschließend setzen wir uns in ein Café draußen und trinken Cortado. In der Sonne können wir glatt im T-Shirt sitzen. Wir telefonieren und senden SMS an unsere Freunde in der ganzen Welt und ich lese von Claudia und Michael, dass sie immer noch in Hong Kong sind und sich freuen, dass endlich einmal die Sonne nach den vielen Regentagen dort scheint. Allerdings haben sie nur ca. 12 Grad. Meine Kollegin Sandra teilt mir mit, dass ich bei Ankunft zurück in München maximal (!!!) 10 Grad minus erwarten kann. Bis dahin sind ja noch einige Tage hin und so denke ich gar nicht weiter darüber nach.
Auf dem Rückweg zum Schiff gönnen wir uns natürlich noch ein MALAGA Eis. Das muss sein. Es schmeckt prima. Am Hafen liegt eine Privatyacht der Superlative. Ich habe so etwas noch nicht gesehen. 100 m lang und Luxus pur. Ein kleiner Hubschrauber an Deck, zusätzlich ein Segelboot an Bord usw. usw. Jürgen ist außer Rand und Band, sind doch Schiffe seine Leidenschaft und er schwärmt und fotografiert mit allen seinen Objektiven. Wem wohl dieses Schiff gehört? Es ist in den Cayman Islands registriert.
Wir fahren mit dem Shuttlebus zurück zur Jade, machen uns kurz frisch und laufen dann pünktlich kurz vor 19.00 aus. Ein herrlicher Sonnenuntergang begleitet uns aus dem Hafen hinaus. Hinter den Bergen sind alle Farben der goldgelb bis dunkelrot Palette eine Augenweide.
Heute Abend ist Schokoladenbuffet. Ich habe eine Vorabeinladung als V.I.P., um bereits Fotos machen zu können bevor das „Proletariat“ zuschlägt und die wirklich mit viel Können und Detailtreue entstandenen Schokoladenkreationen gnadenlos vernichtet. Beeindruckend was die Patissiers geleistet haben.
Carlos, mein Concierge, hatte mir gesagt, ich solle unbedingt abends die Show im Theater besuchen, es sei definitiv die beste Show auf der gesamten Tour. Als V.I.P. ist ohnehin immer ein Platz auf dem Balkon geordert. Also schnell unter die Dusche und aufgebrezelt. 21.45 Uhr im Theater. ELEMENTS: Erde, Luft, Wasser und Feuer. Wow, eine tolle Mischung aus Musik, Tanz, Akrobatik und Magie mit sehr schönen Kostümen. Die Show ist wirklich faszinierend, ich würde sie in der Art mit Cirque du Soleil vergleichen. Für mich ein außergewöhnliches Erlebnis.
Heute (30.01.2012) haben wir den letzten Seetag, bzw. den letzten Tag der Cruise. Morgen früh laufen wir in Barcelona ein. Mal sehen, was mich noch erwartet. Es ist 13.13 Uhr, wir schippern entlang der spanischen Küste und haben noch ca. 220 nautische Meilen bis Barcelona.


P.S. @Jürgen: Da Du ja laufend on Cruise bist :hahaha: oder bei Deinem "Harem" mit den :coolpics: kommst Du ja eigentlich gar nicht mehr nach mit den Reiseberichten. Daher habe ich mal den Text zu der Jade Cruise veröffentlicht...Du könntest ihn ja mit den entsprechenden Fotos erweitern. :good:
Vergiß die Badewannensession nicht :woohoo:
  • Katharina
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Reisebericht NCL Jade Januar 2012 (Barcelona-Madeira-Kanaren-Mal​aga) 28 Aug 2012 08:43 #31450

:applaus: für den schönen Bericht :danke: . So ein super Upgrade :sensation: , da wird die Reise direkt noch schöner :) .

VLG
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Reisebericht NCL Jade Januar 2012 (Barcelona-Madeira-Kanaren-Mal​aga) 28 Aug 2012 17:03 #31451

Ein wirklich schöner, bemerkenswerter Reisebericht - er liest sich wie ein richtig guter Roman. :good:

Du hast mit deinen Worten alles wunderbar bildlich dargestellt. :reading:

Von der 9 qm Kabine zur 60 qm "Plumeria Villa" - eine richtig aufregend schöne Geschichte. :star:

Prima fand ich auch, dass du über Jürgen geschrieben hast - er ist wirklich ein toller...und wird bestimmt noch

einige Fotos hinzufügen.



LG Welle
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Reisebericht NCL Jade Januar 2012 (Barcelona-Madeira-Kanaren-Mal​aga) 29 Aug 2012 00:31 #31464

Hallo Katharina

Ich hoffe Du bist soweit einverstanden mit den Bildern.
Sonnenaufgang vor Madeira. Ich bin wie immer früh wach, sehe am Horizont ein weiteres Kreuzfahrtschiff.
Da wir nicht mit auf deinem Balkon waren habe ich ein anderes Foto genommen was der Szene in etwa gleich kommt.

Malaga werde ich auch noch bebildern.

Da dieser Bericht ja eine Gemeinschafts Angelegenheit ist und ich keine Bilder von deinem Ausflug auf Teneriffa habe werde ich dann unseren Ausflug zum Teide noch separat anhängen.
Ich hoffe das ist Dir recht.

Gruß Jürgen
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Reisebericht NCL Jade Januar 2012 (Barcelona-Madeira-Kanaren-Mal​aga) 29 Aug 2012 06:42 #31465

Danke, lieber Jürgen, Du bist ganz einfach nur klasse !!!

:applaus: Deine Bilder sind wieder sensationell. Du kannst selbstverständlich Fotos Deiner Wahl noch in den Bericht einfügen, das rundet das Ganze ab und ich freu mich riesig.
Irgendwie ist jetzt aus dem Nichts eine neue Form von einem Reisebericht geworden. Diese Co-Produktion ist ja fast eine "Revolution". Wir sollten das in Zukunft wiederholen. Ich gehe ja davon aus, dass wir noch einige Kreuzfahrten miteinander absolvieren werden.

Viele Grüße und noch einmal :danke:
Katharina
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Reisebericht NCL Jade Januar 2012 (Barcelona-Madeira-Kanaren-Mal​aga) 29 Aug 2012 06:54 #31466

Hallo "Welle",

vielen Dank für Deine Anerkennung. Da ich den Bericht zeitnah schon an Bord geschrieben habe, konnten die Emotionen somit direkt in Worte umgesetzt werden.
Es waren ja auch einige Seetage dabei und da hatte ich Zeit und Muße dazu.
Und was Britta und Jürgen betrifft: Das Upgrade "aus heiterem Himmel" war sicher ein Highlight, aber die Bekanntschaft mit den beiden hat diese Reise wirklich noch getoppt.

Viele Grüße
Katharina
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Reisebericht NCL Jade Januar 2012 (Barcelona-Madeira-Kanaren-Mal​aga) 29 Aug 2012 11:00 #31469

Hallo Katharina,

vielen Dank für den sehr schönen und informativen Reisebericht. Beim Lesen kommt es einem fast so vor, als wäre man dabei gewesen :respekt:

Und auch Dir lieber Jürgen, vielen Dank für die :coolpics:
:bravo:

Note für die gemeinsame Projektarbeit -> 1 + :shakin:
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Liebe Grüße aus Hamburg

Dirk



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