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THEMA: Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013

Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 14 Okt 2013 07:49 #36301

So, nun habe ich meinen Reisebericht erstellt und stelle Euch diesen gerne ins Forum.
Wie immer gilt, dass es sich dabei um meine persönlichen Eindrücke und Empfindungen handelt, welche nicht zu verallgemeinern sind. Ich versuche allerdings so objektiv wie möglich zu berichten und werde Fragen nach Möglichkeit gerne beantworten.

19.09.2013 - Anreise
Kurz vor 9:00 Uhr verlassen wir unser Daheim und fahren mit Bus und Zuge zum Flughafen nach Zürich-Kloten. Das Einchecken hatten wir bereits am Vortag erledigt und unsere Bordingcards gedruckt, sodass wir nur noch unsere Koffer abgeben mussten. Das war innert weniger Minuten erledigt und wir konnten uns durch die verschiedenen Kontrollen zum Gate begeben.
Und hier begannen dann bereits die Probleme: Das Flugzeug kam zuerst verspätet vom vorherigen Flug in Zürich an, was zu einer ersten Verspätung des Abflugs von ca.20Minuten führte. Kurze Zeit später erfolgte eine Durchsage, wonach das Flugzeug technische Probleme aufweise und daher die Abflugzeit weiter verschoben werden müsse. Dies liess uns bereits in Zürich vermuten, dass der Anschlussflug in Montreal kaum noch zu erreichen sein würde, obwohl wir dort eigentlich 2 Stunden zum Umsteigen zur Verfügung gehabt hätten. So verliessen wir Zürich schliesslich mit einer Verspätung von ca. 75 Minuten.

Der Flug nach Montreal verlief dann sehr ruhig und angenehm. Nach dem Essen kam der Maître de Kabine zu uns um uns mittzuteilen, dass in Montreal nach einer Lösung für unsere Weiterreise nach Quebec gesucht würde. Dies bedeute, dass wir allenfalls mit dem Bus die Strecke zwischen Montreal und Quebec fahren müssten.
Kurz vor der Landung in Montreal wurden wir ganz nach vorne in die Businessklasse gesetzt, damit wir schnell austeigen konnten. Direkt vor dem Flugzeug wurden wir also vom Bodenpersonal in Empfang genommen und nun mussten wir durch den ganzen Flugplatz rennen, wurden bei der Zollabfertigung an den Warteschlangen vorbeigeführt und auch bei der Sicherheitskontrolle zum Anschlussflug konnten wir schnell durch. So erreichten wir doch noch unseren Anschlussflug. Leider kam aber unser Gepäck bei diesem Tempo nicht mit und uns wurde gesagt, dass die Koffer später nachgeliefert würden. Als wir dann in Québec beim Gepäckabfertigungsschalter mitteilen wollten, wohin unsere Koffer dann geliefert werden sollten, verwarf der Angestellte dort die Hände und sagte uns, dass dies nicht möglich wäre, da wir die Koffer nicht am Zoll durchgebracht und somit ordentlich eingeführt hätten. Nach einigen Telefonaten und dem Ausfüllen eines Zollformulars wurde uns dann aber versichert, dass nun alles klappen würde und wir die Koffer direkt auf die Explorer geliefert bekämen.

Also fuhren wir mit dem Taxi zum Hafen und gelangten nach kurzer Wartezeit dann endlich aufs Schiff und in unsere Kabine 6278.
Da wir keine Kleider zum Wechseln hatten musste eine kurze Katzenwäsche reichen. Bevor wir gerade rechtzeitig zum Nachtessen der zweiten Sitzung ins Hauptrestaurant auf Deck 3 gehen konnten. Dort wurden wir an einen 6er-Tisch geführt und kurze Zeit danach erschienen John und Rosie aus Las Vegas, welche unsere interessanten und angenehmen Tischnachbarn für diese Reise sein sollten. Da wir von der Reise müde waren gingen wir direkt nach dem zurück auf unsere Kabine. Hier bot sich uns ein herrlicher Ausblick auf die Stadt Québec.




Leider war die Nachtruhe nur von kurzer Dauer, denn um 00:30 wurden wir durch ein lautes Klopfen an der Tür geweckt: Unsere Koffer waren angekommen. Danach konnten wir – vermutlich wegen der Zeitdifferenz, an die wir uns noch nicht gewöhnt hatten – kaum noch schlafen.

20.09.2013 – Québec
Nach einem gemütlichen Frühstück im Windjammer-Selbstbedienungsrestaurant auf Deck 11 mussten erst einmal die Koffer ausgepackt und alles verstaut werden. Dabei konnten wir feststellen, dass die Kabine genügend Schrank- und Schubfächer bietet um bequem die Kleider und andere Sachen verstauen zu können. Die Koffer selber verschwinden dann unter dem Bett. Das Badezimmer ist, wie auf den meisten Schiffen üblich, recht eng. Insbesondere die Duschkabine lässt wenig Bewegungsfreiheit und ich habe mir so meine Gedanken darüber gemacht, wie einige der korpulenteren Passagiere da reinpassen und sich noch genügend bewegen können. Ablageflächen stehen hinter dem einen Spiegel, neben und unter dem Waschbecken genügend zur Verfügung.





Zu guter Letzt haben wir noch unseren Balkon begutachtet, der eine angenehme Grösse aufweist und mit zwei Stühlen und einem Tischchen ausreichend möbliert ist, so dass sich bei entsprechendem Wetter die Aussicht geniessen lässt. Anschliessend haben wir die Explorer verlassen uns sind zu Fuss in die Stadt gegangen. Zuerst entlang des Hafens zu einer grösseren Markthalle, wo vor allem regionale Produkte wie Gemüse, Früchte, Fleisch und Fisch angeboten werden. Daneben findet sich natürlich auch der eine oder andere Stand mit Souvenirs oder für Essen und Getränke.



Durch einen kleinen Park mit einem interessant gestalteten Brunnen gelangten wir zum alten Bahnhof, welcher in einem imposanten Gebäude untergebracht ist.




Unser Rundgang führte uns dann ins Saint-Roch Quartier wo wir die gleichnamige Kirche besuchten. Diese weist viele bunte Fenster auf.




Weiter gingen wir durch den Saint-Roch-Garten in Richtung Saint-Jean-Baptist mit seinen vielen bunten Gebäuden.



Von hier zog es uns ins Vieux-Québec, wo man viele ältere Gebäude findet und auch noch Teile der Stadtbefestigungen. Daneben sind hier viele Geschäfte und Restaurants angesiedelt, so dass man hier viel Zeit verbringen könnte.





Aber wir schauten nur kurz in einige Shops und machten uns dann auf den Weg zum Chateau Frontenac, welches wir nur von aussen besichtigten.




Von der grossen Dufferin-Terrasse die ans Chateau anschliesst, hat man einen schönen Blick auf den St. Lorenz und auf die Explorer am Quai.



Einige Schritte weiter kommt man zum alten Zitadelle, von wo sich nochmals ein herrlicher Blick über die Stadt und den Fluss bietet.



Bevor wir uns zurück zum Schiff begaben, machten wir einen Abstecher in ein kleines Quartier unterhalb der Dufferin-Terrasse mit Geschäften, Restaurants und pittoresken Gassen.




Zurück auf der Explorer konnten wir die schöne Aussicht auf die Stadt Québec von unserem Balkon nochmals geniessen, bevor um 16:30 Uhr die Rettungsübung anstand. Diese verlief problemlos und recht zügig. Ohne Rettungswesten mussten wir zu den Musterstations auf Deck 4, wo uns mit einer Durchsage der Ablauf für den Notfall erklärt und von Crewmitgliedern die korrekte Rettungswestennutzung demonstriert wurde. Dann war es auch schon Zeit für das Ablegemanöver und wir verliessen pünktlich um 17 Uhr Québec City in Richtung Charlottetown (PEI).






21.09.2013 Seetag
Da heute der erste Seetag anstand, konnten wir ruhig ausschlafen und uns ein ausgiebiges Frühstück im Windjammer gönnen. Die Auswahl an den Selbstbedienungsbuffets war wie jeden Morgen gross. Allerdings gab‘s auch fast jeden Tag dieselbe Auswahl, was aber insofern nicht tragisch war, als man ohnehin nie von allen leckeren Speisen probieren konnte. Frei Tische waren meistens zu finden, wenn man nicht gerade zu den Hauptandrangzeiten essen wollte. Und selbst dann fanden sich stets an grösseren Tischen frei Plätze, welche gerne zur Verfügung gestellt wurden und dann auch meist zu einem lockeren Gespräch führten. Das Servicepersonal im Windjammer war immer sehr freundlich und für ein kurzes Gespräch zu haben. Dabei ging ab und zu vergessen, freigewordene Tische abzuräumen und zu säubern. Gerne servierte das Personal auch Saft, Kaffee und Tee während dem Frühstück und Wasser oder Limonade am Mittag. Für andere Getränke wie Bier, Wein oder spezielle Kaffees waren zusätzliche Kellner von den Bars unterwegs.
Dann blieb genügend Zeit für eine ausgiebige Schiffsbesichtigung.




























An diesem Seetag war auch die Zeit um die Eisshow anzusehen. Dazu werden die Zeiten fest vorge-geben und man sollte sich frühzeitig ins Studio B begeben, denn die Nachfrage ist stets sehr gross. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, denn es wird eine abwechslungsreiche fantastische Show geboten.




Für den frühen Abend war der Empfang durch den Kapitän angesagt, der auf der Explorer nicht im Theater, sondern in der Promenade stattfindet. Es gibt Champagner und eine Vorstellung der Offiziere und Führungskräfte, wie man das von allen Schiffen her kennt. Selbstverständlich ist heute auch der erste Abend für welchen festliche Kleidung (was leider immer weniger respektiert wird) erwartet wird, was zu einem schönen Bild führt und gut zu Anlass passt.

Den Abend genossen wir bei einem feinen Nachtessen im Restaurant Magellan auf Deck 3. Wie auf der ganzen Reise genossen wir den Service von Johnson, unserem Kellner und Kacem, unserem Hilfskellner. Sie bedienten uns auf angenehme Weise mit gutem Auge für leere Teller und Gläser, welche dann schnell abgeräumt resp. nachgefüllt wurden. Die Auswahl an Speisen auf der Karte wechselte von Tag zu Tag, wobei nur jeweils 2 bis 3 Vorspeisen und Hauptgänge getauscht wurden, der Rest war täglich auf der Karte. Die Speisen waren immer sehr gut und schön präsentiert. Es wurde auch darauf geachtet, dass alle am Tisch zugleich mit den jeweiligen Gängen bedient wurden, was gar nicht immer einfach war, da einige auch schon mal 2 Vorspeisen bestellten. Die Temperatur der Speisen war auch stets richtig.

22.09.2013 Charlottetown, Prince Edward Island
Pünktlich lag die Explorer an diesem Morgen am Quai in Charlottetown und das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite.



Wir hatten für diesen Tag ein Mietauto reserviert und mussten zur Übernahme mit dem Taxi zum Flughafen fahren, da die Mietstation keinen Shuttle anbietet. Wir hatten uns dazu entschlossen, den mittleren Teil der Insel zu erkunden und fuhren daher in Richtung der nördlichen Küste, wo einige schöne Strände liegen.




Weiter westwärts entlang der Küste liegt das Städtchen Cavendish, wo ein kleiner Park liegt, welcher Anne of Green Gables, einer Figur aus einembekannten kanadischen Roman, gewidmet ist. Wir fuhren allerdings ohne einen Besuch weiter entlang der Küste, wo einige Leuchttürme stehen, welche übrigens alle praktisch identisch sind. Auch einige kleine Fischerdörfer sind hier zu finden, welche einen Abstecher lohnen.






Wir fuhren dann an die Südküste und entlang dieser wieder zurück nach Charlottetown. Hier sind einige steilabfallende Klippen zu finden, deren Stein eine spezielle rote Farbe aufweisen. Durch die Auswaschung verfärbt sich an einigen Stellen auch das Meer rot. Am Rocky Point liegt die Anlage des alten Fort Amhurst, von wo sich ein schöner Blich auf Charlottetown und die am Quai liegende Explorer bietet. Hier sind wiederum einige schöne Leuchttürme zu finden.





Bei der Rückkehr zum Schiff bildeten sich lange Schlangen, da die durchgeführten Sicherheitskontrollen nicht so schnell erfolgen konnten, dass alle Passagiere zügig wieder aufs Schiff kamen. Trotzdem konnten wir Charlottetown bereits 45 Minuten vor der angekündigten Zeit verlassen und Kurs in Richtung Corner Brook nehmen.



23.09.2013 Corner Brook
Am Vormittag fuhren wir durch einen Fjordähnlichen Meeresarm in Richtung Corner Brook. Anfangs hatten wir noch einige Sonnenstrahlen, aber je weiter wir in den Fjord hineinfuhren, desto schlechter wurde das Wetter. Die starken Winde führten dazu, dass sich ein Phänomen auf dem Wasser zeigte, nämlich kleine Windhosen, welche Wasser in die Luft mitzogen. Als wir uns dann Corner Brook näherten, begann es leider zu Regnen und dieser Regen wurde immer stärker und hielt praktisch den ganzen Nachmittag und Abend an.




So warteten wir noch einen Moment, bevor wir von Borg gingen und mit dem kostenlosen Shuttle-bus ins Stadtzentrum fuhren (mit einigen Stopps bei verschiedenen Einkaufszentren). Nach einem kurzen Shopping machten wir und auf den Weg zu einer kurzen Wanderung entlang eines der zahl-reichen gut ausgeschilderten Wanderrouten.




Nach rund zwei Stunden begaben wir uns total durchnässt wieder zurück zum Schiff, wo wir den restlichen Nachmittag mit Lesen verbrachten. Während wir später beim Nachtessen sassen, verliess die Explorer Corner Brook gegen 21 Uhr und machte sich auf den Weg in Richtung Halifax.

24.09.2013 Seetag
Nun stand unser zweiter Seetag bevor. Das Wetter klarte immer mehr auf und die Sonne kam ab und zu durch die Wolken, so dass wir sogar einige Zeit auf dem Balkon sitzen und lesen konnten.



Um 10 Uhr war eine Fragestunde mit dem Kapitän im grossen Theater angesagt und diese wurde von sehr vielen Passagieren besucht. Kapitän Henrik Loy, der Chief Engineer Nicola Cerjan und der Hotel Director John Denton informierten die Anwesenden über viele Aspekte der Explorer oft he Seas, wie z.B. das Antriebskonzept mit den zwei um 360°drehbaren Azipods und dem feststehenden Propeller in der Mitte, den Treibstoffverbrauch, die Anhaltestrecke aus voller Fahrt (innert 5 Minuten und auf eine Mile), die Antriebsleistung von total 75‘600kW oder die Frischwasseraufbereitung von 2‘100 Tonnen pro Tag. Anschliessend wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet und es ergab sich zum Teil eine angeregte Diskussion. Dabei erfuren wir auch, dass die Explorer im Januar 2015 für eine längere Zeit in Trockendock gehen wird, wo neben den üblichen Wartungsarbeiten auch eine Vielzahl neuer Einrichtungen (Anpassung an die Oasis-Klasse) eingebaut und die Kabinen erneuert werden sollen.

Vor dem Nachtessen besuchten wir dann erstmals eine der sehr guten Production-Shows mit Szenen aus Dirty Dancing, Footloose, Flashdance und Saturday Night Fever. Die Saänger und Tänzer boten eine schöne Mischung aus diesen Musicals und das Publikum war begeistert.

25.09.2013 Halifax
Es kündigte sich früh ein schöner Morgen an und wir erlebten eine Hafeneinfahrt in der Dämmerung.




Erneut erreichten wir den Pier 22 in Halifax etwas früher als angekündigt. Obwohl gutes Wetter vorhergesagt war, fiel leichter Nieselregen, als wir die Explorer gegen 7:30 Uhr verliessen und uns auf den kurzen Fussweg zur Mietstation von Alamo machten, wo wir erneut ein Auto reserviert hatten. Als das dortige Büro um 8 Uhr öffnete, wurden als erstes alle weggeschickt, welche keine Reservation hatten, es gab für diesen Tag keine freien Fahrzeuge mehr.

Nach der Wagenübernahme verliessen wir die Stadt und machten uns auf in Richtung Peggys Cove, ca. 35 km südwestlich von Halifax. Solange man im Landesinneren unterwegs ist, bietet sich nicht gerade viel Sehenswertes. Erst wenn man an die Küste kommt oder entlang einem der Seen unterwegs ist, bieten sich die bekannten schönen Ausblicke. Und viel eher als erwartet kommt die Abzweigung zum Fischerdorf Peggys Cove, welches wegen seines Leuchtturms bekannt ist und seit 1998 leider auch wegen des Absturzes von Swissair Flug 111.






Auf der Weiterfahrt entlang der Küste entdeckten wir weitere kleine Fischerorte sowie herrliche Landschaften, welche wir bei immer besserem Wetter genossen. Hier trafen wir auch auf einige bereit schön verfärbte Bäume, aber der richtige Indian Summer war’s trotzdem noch nicht.





Zurück in Halifax gingen wir noch einige Schritte entlang der schönen Waterfront mit Geschäften und Restaurants. Zu einem späten Lunch begaben wir uns dann aber wieder an Bord, wo wir vom Windjammer aus die Ausfahrt der Carnival Glory unter einem prächtigen Regenbogen beobachten konnten.




Anschliessend genossen wir noch einmal die Sonne auf unserem Balkon und warteten auf das Ablegemanöver. Sobald die Leinen los waren, begannen ein Dudelsackspieler und ein Trommler mit einem kleinen Konzert, wofür sie von den Passagieren mit einem kräftigen Applaus belohnt wurden.


Sobald wir unterwegs waren, beschlossen wir, zu einem Appéro in die Viking Crown Lounge zu gehen und dort den Sonnenuntergang zu geniessen.




26.09.2013 Bar Harbor
Bei der Einfahrt in die Bucht von Bar Harbor zeichnete sich ein schöner Sonnenaufgang ab, welcher einen schönen Tag erwarten liess. Bevor wir allerdings von Bord gehen konnten, mussten alle Passagiere bei der amerikanischen Immigration vorbei. Diese waren für 06:30 Uhr angekündigt, erschienen jedoch erst nach 07:15 Uhr, so dass sich endlose Schlangen bildeten und die Wartenden langsam ungeduldig und ungehalten wurden. Nachdem dieses Prozedere überstanden und unsere Mägen bei einem guten Frühstück im Windjammer gefüllt waren, begaben wir uns zum tendern auf Deck 1, wo wir sofort auf das nächste Tenderboot kamen. Die kurze Bootsfahrt bot uns einen schönen Blick auf die Landschaft und die Explorer.




Neben der Explorer liegen noch die Norwegian Dawn und die Seven Seas Navigator in der Bucht vor Bar Harbor.
Für den heutigen Tag hatten wir uns vorgenommen, Bikes zu mieten und damit durch den Acadia-Nationalpark zu radeln. Wenige Minuten von der Anlegestelle der Tenderboote fanden wir einen Bikeshop, wo wir für 48 $ 2 Bikes mit Helmen mieten konnten. Mit dem kostenlosen Shuttlebus fuhren wir anschliessend zum Startpunkt für die gut markierten und auf der mit den Bikes erhaltenen Karte eingezeichneten Radwegen. Von hier fuhren wir entlang von zwei kleinen Seen (Eagle Lake und Jordan Pond) durch dichte Wälder, welche leider kaum einmal einen Blick in die Ferne oder aufs Meer erlaubten.



Nach knapp anderthalb Stunden Fahrt entschlossen wir uns zu einem Abstecher auf den Day Mountain zu machen. Von dort hatten wir etwas bessere Sicht zu den vorgelagerten Cranberry Inseln.






Auf dem Rückweg entlang der guten und breiten Fahrwege, welche nur für Fahrräder, Pferde(Fuhrwerke) und Fussgänger offen stehen, fahren wir an einem weiteren See (Bubble Pond) entlang und gelangen schliesslich wieder zum Eagle Lake und zurück zu unserem Startpunkt.



Von hier beschliessen wir mit dem Rad zurück in die Stadt zu fahren. Nachdem wir die Räder gegen 14 Uhr wieder abgegeben hatten und noch 12£ zurückerstattet bekommen, nehmen wir erneut den Gratisbus und fahren nochmals eine Runde durch den Acadia Nationalpark. Unser Fahrer versorgt uns dabei mit vielen interessanten Informationen zum Park und der Region. Nach einem kurzen Spaziergang durch das Städtchen begaben wir uns zum Tenderboot und fuhren zurück auf die Explorer. Nach dem Auslaufen genossen wir wiederum auf unserem Balkon den herrlichen Sonnenuntergang.



Vor dem Nachtessen liessen wir uns vom Gesangstrio Poparazzi aus Las Vegas verzaubern, welche im grossen Theater einen gelungenen Auftritt mit Standing Ovation zum Besten gaben.



27.09.2013 Portland
Und schon stand unser letzter Hafen auf dem Programm: Portland. Wir hatten den ganzen Tag Zeit und wollten zu Fuss die Stadt erkunden. Neben einigen schönen Backsteingebäuden überwiegen die Holzbauten. Diese waren dann auch der Grund, weshalb die Stadt vier Mal zu einem grossen Teil abgebrannt ist. Vom ältesten noch erhaltenen Holzsignalturm hatten wir einen guten Blick über die Stadt und die Umgebung.








Am Nachmittag entschlossen wir uns auf Grund des schönen Wetters zu einer Bootstour in der Bucht vor Portland. Das Boot fuhr entlang der Küste und zwischen den Inseln durch sowie zu einigen Leuchttürmen und alten Befestigungsanlagen. Der Gide versorgte uns mit vielen Informationen, so dass dies ein kurzweiliger Nachmittag wurde.






Bei der Rückkehr in den Hafen konnten wir nochmals einen wunderschönen Blick auf die Stadt und die Explorer werfen.



Zurück auf dem Schiff hiess es dann schon bald zum letzten Mal Leinen los und Kurs Richtung New York. Aber noch stand uns eine weitere Hafenausfahrt bei schönster Sonnenuntergangsstimmung bevor. Dann mussten wir uns auch schon für die zweite Formal Night bereit machen. Zum Nachtes-sen war Lobster angekündigt worden und im Theater eine weitere Productionshow.




28.09.2013 Seetag
Diesen letzten Seetag verbrachten wir mit viel Lesen und dem Besuch einiger der angebotenen Veranstaltungen auf dem Schiff. Besonders hervorzuheben ist aus meiner Sicht die Tribute-Show von Cruise Director John Blair. Während einer knappen Stunde sang er bekannte und weniger bekannte Songs von Neil Diamond und erzählte zwischendurch über dessen Leben und Karriere.



Da wir heute mit unserer Kabine die Schattenseite erwischt hatten, legten wir uns für einige Zeit am Pooldeck auf die Liegen und genossen nochmals das herrliche Herbstwetter. Beim Nachtessen gab‘s dann die übliche Parade der Kellner und Kochmannschaft mit einer Gesangseinlage. Und kaum hatten wir uns von unseren Tischnachbarn verabschiedet und den sehr guten Kellnern ein kleines Extratrinkgeld überreicht, mussten wir zurück auf die Kabine und die Koffer bis 23 Uhr bereitstellen, denn eine sehr schöne Kreuzfahrt ging rasant dem Ende entgegen.

29.+30.09.2013 New York
Ein weiterer wunderbarer Sonnenaufgang kündigte sich an, als wir uns an Deck begaben um die Einfahrt unter der Verrazano Bridge hindurch mitzuerleben. Es ist ein sehr schönes Gefühl per Schiff in New York anzukommen und wir genossen die letzten Stunden an Bord der Explorer nochmals in vollen Zügen.








Und dann hiess es warten bis unsere Ausschiffungsnummer ausgerufen wurde. Da wie unabhängig waren und noch einen Tag in New York blieben, hatten wir eine späte Nummer erhalten und konnten gegen 11 Uhr von Bord. Die Koffer standen in der Ankunftshalle bereit und wir freuten uns bereits auf die kurze Fahrt zu unserem Hotel (Hyatt Regency, direkt am Hudsonriver) in New Jersy. Aber als wir aus der Halle kamen war im davor liegenden Zelt das reinste Chaos. Lange Schlangen bildeten sich bei der Wartestelle für die Shuttlebusse und noch längere bei den Taxis. Das Personal irgendwie überfordert und schickte die Leute mal dahin und kurze Zeit später dann dorthin. Hier sind sowohl Royal Carribean als auch die örtlichen Unternehmen gefordert um sehr schnell Abhilfe zu schaffen. So möchte ich nicht mehr hier ausschiffen (jedenfalls nicht mit einem grösseren Schiff). Wir mussten fast anderthalb Stunden auf unser Taxi warten, das uns dann schnell zum Hotel brachte.

Von dort wollten wir eigentlich mit der Fähre nach New York, aber am Sonntag gibt es keine Fähren, so dass wir mit der U-Bahn fahren mussten.
Am Sonntagnachmittag schauten wir uns in der Region um Ground Zero mit den dort entstehenden Neubauten um. Sehr imposant was hier entsteht. Aber auch was immer noch rund um die Anschläge von 2001 abläuft (Gedenkstätten, Museum, Hinweistafeln, etc.) ist beeindruckend. Anschliessend gingen wir dem Broadway entlang um schliesslich noch den Bahnhof – Central Station – zu besuchen. Die Halle ist eindrücklich mit der Grösse und der Stimmung.






Nach einem wirklich feinen Nachtessen im Hayett Hotel, wo wir auch unser Zimmer hatten, machten wir uns noch auf um New York bei Nacht zu bewundern.



Am Morgen fuhren wir dann mit der Fähre erneut nach Manhatten und schlenderten noch einige Stunden im Financial Destrict herum, tranken an der Wall Street einen Kaffee und begaben uns schliesslich wieder zurück zum Hotel, um unsere Koffer abzuholen. Nach einem ausgiebigen Mittagessen machten wir uns auf den Weg zum J F Kennedy Flughafen für unseren Rückflug in die Schweiz, der diesmal pünktlich und ohne Probleme verlief.

Fazit
Wir erlebten herrliche Ferien und durften auf einem schönen Schiff 12 Tage verbringen. Viele neue Orte konnten wir kennenlernen und Eindrücke von Städten, Landschaften und dem Schiff mitnehmen. Wie uns die Waage zuhause anzeigte, haben wir auch immer gut und viel gegessen und natürlich auch ein Bier oder ein Glas Wein genossen.

Die Explorer of the Seas
Die Explorer ist für ihr Alter in einem sehr guten Zustand und wir hatten den Eindruck, dass auch ständig irgendwelche Arbeiten zur Reparatur oder Verschönerung des Schiffes ausgeführt wurden. Das gesamte Personal machten einen sehr guten Job und war stets freundlich und hilfsbereit. Ich glaube dass dies nicht zuletzt eine Folge von Kapitän Henrik Loy ist, der mit seiner Art neben den Passagieren auch die Crew zu begeistern und motivieren weiss. Wir würden jedenfalls sofort wieder die Explorer wählen, wenn auch die Route stimmt.

Wer noch Lust auf einige weitere Fotos hat, findet diese hier.
  • mindi
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Beste Grüsse aus der Schweiz

Thomas


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Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 14 Okt 2013 08:47 #36302

Hi!
Vielen Dank für die schönen Bilder!!!!! :applaus:

Gruß

Oliver
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Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 14 Okt 2013 11:45 #36306

:applaus: :applaus: :applaus: :applaus: :applaus:

Wow ein KLASSE REISEBERICHT mit wünderschönen Fotos !!!!

Mfg Markus
  • Atomic911
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Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 14 Okt 2013 15:40 #36314

Hi Thomas,
danke für die tollen Bilder.
Damit ist Neuengland soeben mit Hawaii auf Platz 1 gerutscht für September 2014 :ichsagnix:

Deinen link werde ich mir heute abend anschauen !
  • JanDom
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Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 14 Okt 2013 19:02 #36320

Wow :thx: für diesen tollen Bericht! Einen Reisebericht zu dieser Route haben wir selten. Und dann noch so schöne Fotos! Gut gemacht!!! :good:
  • shipedia
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Liebe Grüße Conny :wink:

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Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 14 Okt 2013 22:24 #36327

:sensation: dein Bericht, vielen Dank.
Auch für die vielen :coolpics: ein :bravo:

louisa
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Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 14 Okt 2013 23:11 #36329

Danke für den tollen Reisebericht und die schönen Fotos.
Das war sicher eine tolle Reise und die Anfahrt nach New York war ja vom Wetter her der Hammer.
Leider war bei unserer Anfahrt auf NY das Wetter Mies im Jahr 2009.
:applaus:

Gruß Jürgen
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Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 15 Okt 2013 17:21 #36335

Spannende Anreise, Top Reisebericht und super Fotos. :good:

Das hast du richtig gut gemacht. :sensation:


Gruß Welle
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Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 16 Okt 2013 21:04 #36367

:danke: da hast Du Janine schon wieder auf dumme Gedanken gebracht... :hilfe:
Klasse Bericht und anhand der Bilder vermute ich das du dir Gedanken machst bei gewissen Sachen wie du etwas rüber bringen willst. Mit was fotografierst du denn wenn ich fragen darf? Mir gefallen die Farben. Hast du die verstärkt in den Einstellungen oder im Brilliant Modus evtl?
  • D.M.
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Reisebericht Explorer of the Seas: New England, 19. bis 29. Sept. 2013 16 Okt 2013 23:01 #36375

Hallo Micha

Da hast Du recht mit den Farben, Kontrast und auch das Fotografische Auge passt.
Ich Tippe auf DSLR, wahrscheinlich sogar eine Vollformat und Lightroom, Phase one oder ähnliches.

Gruß Jürgen
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