Willkommen, Gast
Benutzername: Passwort: Angemeldet bleiben:

   

  • Seite:
  • 1
  • 2

THEMA: Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 28 Mär 2013 08:48 #34182

Orient Kreuzfahrt mit der Serenade of the Seas
24. 02. – 11.03.2013

Der Reisebericht wird wohl wieder etwas länger werden, daher werde ich ihn diesmal auf mehrere Teile aufteilen. Für alle, die es nicht wissen, wir haben die Route zweimal hintereinander gemacht, weil wir an jedem Stopp genügend Zeit haben wollten um uns alles in Ruhe ansehen zu können, aber auch mal ein paar Stunden am Strand zu verbringen. Also nicht wundern, wenn es aber der Hälfte wieder von vorne losgeht.

Sonntag, 24.02. 2013
Anreise nach Dubai – der Kampf gegen Frau Holle

Das erste was ich an diesem Morgen gemacht habe, war, zum Fenster zu gehen und nachzusehen, ob Frau Holle unser Flehen erhört hat. Aber die gute Dame ist wohl entweder taub oder einfach stur – es schneite wie verrückt und gut 15cm sind in der Nacht zu dem ohnehin schon riesigen Patzen dazu gekommen.
Meine Angst war eigentlich gar nicht von unserem Provinzflughafen wegzukommen, die sind da eigentlich ganz gut ausgerüstet. Ich hatte eher die Angst, dass wir in Wien nicht pünktlich landen können, weil ich befürchtet habe, dass das Schneechaos sicher die eine oder andere Verzögerung mit sich brachte und somit auch Luftstau verursachte.
Aber es lief alles reibungslos, wir konnten sowohl pünktlich landen, als auch dann pünktlich Richtung Dubai abheben. Der Flug mit Austrian Airlines war sehr kurzweilig, gut, 5 Stunden sind ja auch nicht weiter schlimm. Die Beinfreiheit war überraschend großzügig, wir sind jetzt zwar nicht wirklich groß, aber auch größere konnten hier durchaus angenehm sitzen. Laut Kapitän wurde das Innenleben dieser Maschine vor kurzem komplett ausgetauscht. Auch der Service war sehr gut, alle sehr freundlich und hilfsbereit. Selbst das Essen war eine Überraschung.

Bei der Einreise in Dubai standen Massen an Leute, ich dachte es würde total ruhig sein, immerhin war es ja auch schon 22:30 Uhr. Hat dann aber doch nicht so lange gedauert wie befürchtet und kurze Zeit später konnten wir bereits unsere Koffer schnappen und uns in Richtung Taxistand begeben. Nach Zuteilung eines Fahrzeuges, gaben wir dem Fahrer den Ausdruck von Google Maps mit der Adresse des Hotels und der Wegbeschreibung, sicher ist sicher.

Übernachtet haben wir im Holiday Inn Express Jumeirah, direkt an der Jumeirah Road und gegenüber der Dry Docks gelegen. Das Personal war durchwegs freundlich, das Zimmer sauber und zweckmäßig eingerichtet. Für eine Nacht also wirklich mehr als okay. Vor allem für den Preis von 60 Euro pro Person. In der Lobby gibt es so einen kleinen Kiosk wo man Getränke und Snacks bekommt. Da hab ich mir noch ein Ginger Ale für 1 Dirham (= etwas mehr als 20 Cent) mitgenommen. Habs ja zuerst nicht geglaubt, das kam mir schon verdammt billig vor, aber das war tatsächlich der Preis.

Montag, 25.02.2013
Ab auf die Serenade of the Seas – wird’s mein Lieblingsschiff bleiben?

Am Nächsten morgen haben wir dann bereits beim Frühstück Manuela & Toni, die wir über ein Forum kennen gelernt haben, getroffen. Durch die beiden sind wir ja überhaupt zu diesem Hotel gekommen.
Mit dem Hotelshuttle wurden wir dann zum Port Rashid gebracht, wo „meine“ Serenade lag. Dazu kann ich auch gleich sagen: ohne Taxi geht da gar nix. Der Weg ist doch ein recht weiter und so schön, dass man da gerne einen Spaziergang machen würde, ist die Gegend auch nicht wirklich. Gut, mit den Koffern ja sowieso nicht, aber auch sonst nicht.

An den Koffertags kann man ja den Crown & Anchor Status schon von weitem erkennen und so wurden wir als Emeralds (3 Nächte brauchen wir noch bis Diamond) an der eh nicht so langen Schlange vorbei gelotst. Das Einschiffen selbst verlief, wie von RCI gewohnt, sehr sehr schnell und kurze Zeit später waren wir schon am Schiff.

Obwohl wir die Serenade ja bereits kannten, war es dennoch spannend, da sie ja im Dezember im Trockendock war und einige Neuerungen erhielt. Und bereits im Atrium waren diese Neuerungen sichtbar. Beim weiteren Erkunden des Schiffes wurden natürlich auch gleich die ersten Fotos gemacht, bevor wir dann rauf ins Windjammer zu einem kleinen Mittagessen ging. Vorbei an Rita‘s Cantina – dieser Bereich kann morgens und zu Mittag übrigens immer mit genutzt werden – gingen wir raus in den offenen Bereich und genossen das Mittagessen mit Blick auf die Skyline von Dubai. Genau das ist es was ich an der Radiance Class so liebe: dass man beim Essen draußen sitzen kann und nicht ständig nur in den vollklimatisierten Räumen sein muss.



Um 13:00 Uhr konnten wir dann auf die Kabine. Wir hatten uns diesmal erstmalig für eine Heckbalkonkabine (9660) entschieden und ich kann gleich vorweg nehmen: wir würden dies, zumindest auf dieser Schiffsklasse, jeder Zeit wieder machen. Der Balkon ist einfach ein Hit – 2 Stühle, ein Tisch und 2 Liegen und mehr als genug Platz. Herrlich.

Kurze Zeit später brachte unser Stateroom Attendant bereits unsere Koffer und so machten wir uns gleich ans Auspacken. Bzw. ICH hab ausgepackt, mein Mann hat sich auf den Balkon verkrümelt, um mich in Ruhe machen zu lassen.

Für 16:45 Uhr war dann die Rettungsübung angesetzt, natürlich hat es auch diesmal eine gefühlte Ewigkeit gedauert, bis denn endlich alle Passagiere anwesend waren. Ein Passagier war überhaupt der Hammer. Er hatte eine Thermoskanne mit sich und wurde von der Crew darauf aufmerksam gemacht, dass Trinken, Essen usw. während dem Drill verboten sind. Da ist der Typ dann einfach gegangen. *Kopfschüttel*

Gegen 18:00 Uhr war es dann endlich so weit. Die Serenade of the Seas legte ab und wir verfolgten das Ganze von Deck aus. So warm es sonst auch war, beim Auslaufen pfiff uns so ein kalter Wind um die Ohren, dass wir uns nicht allzu lange oben aufhielten, zumal es für wirklich tolle Fotos von der Skyline von Dubai an diesem Tag ohnehin zu dunstig war.

Wie immer hatten wir auch diesmal wieder die zweite Essenssitzung gewählt und machten uns also kurz vor 20:30 Uhr in Richtung Speisesaal auf. Da haben wir dann auch erst bemerkt dass es den Eingang auf der linken Seite im unteren Teil des Restaurants nicht mehr gibt. Der musste einigen Kabinen weichen. Dieses Mehr an Leuten und das Weniger an Platz im Speisesaal hat man leider gemerkt. Für uns war es jetzt nicht weiter tragisch, aber die Kellner mussten sich zeitenweise schon sehr sehr schlank machen und regelrecht bei den Stühlen vorbei quetschen.
Gemeinsam mit 2 Ehepaaren und einem männlichen Alleinreisenden saßen wir an einem 8er-Tisch, der in der Nähe des Eingangs lag. Dort hat es gezogen, das hab ich überhaupt noch nie erlebt. Wir haben bisher noch nie den Tisch gewechselt bei einer Kreuzfahrt, aber diesmal nahmen wir das Angebot des Headwaiters für einen anderen Tisch sehr gerne an. Bis auf das ältere Ehepaar, das sich einen 2er Tisch geben ließ, wechselten am nächsten Tag alle an einen sehr ruhigen Tisch am Fenster, wo bereits ein Ehepaar saß, das schon ganz traurig war, dass sie die ganze Woche alleine an so einem großen Tisch sitzen mussten.

Dienstag, 26.02.2013
Abu Dhabi – und ein großes Stück Amerika


Um kurz vor halb neun trafen wir uns vor dem Schiff mit Manuela, Toni und seinen Eltern für unsere Abu Dhabi Tour. Für mich persönlich gab es bei dieser Tour noch ein ganz besonderes Highlight. Wir sollten nämlich mit einem Cadillac Escalade, meinem absoluten Lieblingsauto, fahren. Dementsprechend wartete ich also schon voller Spannung und Freude auf das amerikanische Monstrum. Mittlerweile waren wir schon einiges über der vereinbarten Zeit mit dem Fahrer, aber so ein Auto kann man ja nicht einfach übersehen.

Nachdem Toni kurz mit dem Fahrer telefoniert hat, fuhren wir mit dem kostenlosen Shuttle zum Hafeneingang – der Hafen in Abu Dhabi ist ein Containerhafen und der Fahrer durfte nicht bis zum Pier fahren. Und da war er dann: ein fetter, schwarzer Escalade – mein großes Stück Amerika. Natürlich hab ich mich riesig gefreut, dass mir die anderen den Vortritt ließen und ich am Beifahrersitz Platz nehmen durfte. Abgesehen davon, dass mir hinten schnell schlecht wird, war es in diesem Auto natürlich noch mal etwas ganz Besonderes für mich in vorderster Front alles ganz genau inspizieren zu können.



Unser erstes Ziel war die Sheikh Zayed Grand Mosque, die wirklich schon von weitem beeindruckt und absolut sehenswert ist. Die Hauptkuppel hat einen Durchmesser von 33 Meter und ist 85 Meter hoch. Die vier Minarette ragen 107 Meter in den Himmel – der Anblick ist wirklich sehr imposant. Auf dem marmornen, von vielen Säulen umgebenen Innenhof und im Inneren der Moschee haben insgesamt bis zu 40.000 Menschen Platz.





Auch Nicht-Muslime dürfen die Moschee betreten, Frauen bekommen einen schwarzen Überwurf, der alles, bis auf das Gesicht verdeckt, geliehen. Ich hatte ein langärmeliges Jäckchen mit, das ich mir überzog und einen Schal, den ich mir um den Kopf wickelte - so sparte ich mir den Überwurf. Nachdem wir dann noch unsere Schuhe ausgezogen hatten, betraten wir das Innere der Moschee und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.



Ein riesiger Kristallluster mit bunten Swarovski-Steinen dominiert die Hauptkuppel und zieht erst mal alle Blicke auf sich. Überall Marmor und Gold, so weit das Auge reicht. Einfach unbeschreiblich. Ein riesiger Teppich mit über 5.600 qm ziert den Boden dieser imposanten Moschee. Die vielen Luster, die schönen Säulen, die ganzen Verzierungen – man ist wirklich schwer beeindruckt. Einen Besuch in der Sheikh Zayed Grand Mosque kann ich also wirklich jedem ans Herz legen, der in Abu Dhabi ist.





Weiter gings in Richtung Yas Island, einer der größeren natürlichen Inseln vor der Küste des Emirats, zum Yas Marina Circuit, Schauplatz eines alljährlichen Formel-1-Rennens (seit 2009). In die Rennstrecke integriert ist auch ein Hotel, wo wir auf der Terasse eine kleine Erfrischung zu uns nahmen und dabei einigen Scheich-Söhnen (vermute ich mal) beim Herumkurven zusahen. Waren aber nur Porsche, nix Aufregendes. ;) Viel interessanter fand ich da schon die Yachten, die in der Marina lagen.





Vorbei an der Ferrari World ging es dann zurück in Richtung Abu Dhabi City, über eine Art Autobahn (4spurig), wo rechts und links wirklich NICHTS war. Okay, stimmt nicht ganz, rechts war dann irgendwann mal das Meer, aber sonst hat man nicht viel gesehen. Irgendwie echt beeindruckend.

Wir fuhren an der Corniche, einer wunderschönen, über fünf Kilometer langen Uferpromenade, vorbei und konnten dabei einige öffentliche Strände sehen, was wir uns gleich für nächste Woche merkten, da wollten wir dann auch mal ein paar Stunden an den Strand. Unser nächster Stopp war Heritage Village auf Breakwater Island, ein Freilichtmuseum in Form eines Beduinendorfes, wo traditionelle Handwerksstätten und – künste gezeigt werden.



Im Nachbau eines kleinen Forts gibt es hier auch ein kleines Museum mit historischen Schwarzweiß-Fotos zur Geschichte der Stadt, einer Ausstellung von Waffen, Beduinenkleidung und Schmuck. Vom Ufer aus hat man einen fantastischen Blick auf die gegenüberliegende Skyline von Abu Dhabi.







Weiter gings zum berühmten Emirates Palace, einem wirklich märchenhaft anmutendem Hotel-Komplex. Schon aus der Ferne wirkt es mit seinen 800 Meter Länge und den 114 Kuppel wie ein Palast. Das Grundstück selbst hat eine unvorstellbare Fläche von 100 Hektar. Hunderte von Wasserspielen und Brunnen und natürlich Treppenaufgänge prägen das Außenreal und irgendwie wird mir da auch gerade bewusst, dass ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus komme. Gut, dass es nicht so viele Fliegen gab, die eine oder andere hätte sich bestimmt in unsere offenen Münder verirrt.



Nach zahlreichen Fotoaufnahmen von außen, wagten wir uns in das Innere des Luxushotels, das zugleich auch das Kongresszentrum und das regierungseigene Gästehaus ist. Und wieder strahlten Swarovski-Kristallleuchter von den Decken und Wänden, Marmor, Granit und Gold soweit das Auge reicht. Wir sahen uns ein bisschen um, nutzten das kostenlose WiFi , warfen dann noch einen Blick durch die Fenster auf den Strand und begaben uns dann schön langsam wieder in Richtung Auto. Am Weg zurück kamen wir noch an einem Goldautomaten vorbei. Ja klar, bei uns gibt’s halt Kaugummiautomaten. Pfff





So viele Eindrücke müssen erst mal verarbeitet werden, also ließen wir uns wieder zum Hafen bringen. Die letzten Meter im Escalade genießen, bevor es dann mit dem Shuttlebus vom Hafeneingang zurück zum Schiff ging. Nach einer kurzen Stärkung im Windjammer zogen wir uns noch ein bisschen auf unseren Balkon zurück und ließen das heute Erlebte noch mal Revue passieren.

Am Abend stand das Captains Dinner auf dem Programm. Geschnäuzt und gestriegelt verbrachten wir einen netten Abend im Reflections Dining Room . Das Essen war wieder ausgezeichnet, mein Mann hat seine heißgeliebten Schnecken bekommen – was will man mehr.
  • Guzzinella
  • Guzzinellas Avatar
  • OFFLINE
  • Shipedia Young Member
  • Beiträge: 44
  • Dank erhalten: 27


Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: shipedia, Weltenbummlerin

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 28 Mär 2013 09:36 #34183

Hi,
bisher sehr schöner Bericht, freu mich auf mehr B)

Ach ja ..... und schickes T-Shirt das Du da anhast :woohoo:
Das liegt auch in meinem Schrank :skandal:

LG
Janine
  • JanDom
  • JanDoms Avatar
  • OFFLINE
  • Shipedia Diamond Member
  • Beiträge: 691
  • Dank erhalten: 129
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 28 Mär 2013 10:44 #34186

Hey, das sieht ja aus wie bei uns :-)

Wenn man anderer Leute Bilder so sieht, werden die Erinnerungen wieder wach. Auch die an die Wärme - und dann geht man vor die Tür :zitter:
  • Miaminice
  • Miaminices Avatar
  • OFFLINE
  • Shipedia Star Member
  • Beiträge: 1295
  • Dank erhalten: 450
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

 

 

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 28 Mär 2013 21:16 #34193

Mir ist bei Oli schon aufgefallen das alles sehr sauber ,ordentlich und gepflegt ist. Ist das nur Schein oder überall dort so? Bilder haben von euch zwei viel Glamour und so eine Fantasie Wirkung. Sehr interessant!
Nu aber weiter..
  • D.M.
  • D.M.s Avatar
  • OFFLINE
  • ehemaliges Mitglied
  • Beiträge: 732
  • Dank erhalten: 105
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 28 Mär 2013 23:01 #34197

Nein, scheint nicht nur so. Es ist alles sehr sauber. In Muskat ganz besonders. Muskat ist zusammen mit Singapore angeblich die sauberste Stadt weltweit.
  • Miaminice
  • Miaminices Avatar
  • OFFLINE
  • Shipedia Star Member
  • Beiträge: 1295
  • Dank erhalten: 450
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 29 Mär 2013 16:48 #34221

Mittwoch, 27.02.2013
Fujairah – einmal Schiff bitte


Für den heutigen Tag hatten wir nichts geplant, also stand erst mal Ausschlafen am Programm. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Windjammer beschlossen wir heute an Bord zu bleiben. Irgendwie hatten wir keine große Lust was zu machen und wir würden ja ohnehin nächste Woche noch mal hier sein.
Also schnappten wir unsere Handtücher und eBook-Reader und machten uns auf den Weg in Richtung Pool-Deck. Oben angekommen, dachte ich erst mal ich seh nicht richtig. Scheinbar hatten fast alle dieselbe Idee und sind ebenfalls an Bord geblieben. Ich hab noch nie so viele Leute an Deck gesehen. Vor allem habe ich es noch nie erlebt, dass nahezu alle Liegen besetzt waren. Hie und da war mal eine einzelne frei, aber gut, in der prallen Sonne wollten wir ohnehin nicht die ganze Zeit liegen. Als wir dann endlich ein ruhiges Plätzchen im Halbschatten gefunden hatten, machten wir es uns erstmal gemütlich und lasen einige Zeit.

Später gingen wir dann ins Fitnesscenter und powerten uns richtig aus. Für den heutigen Abend hatten wir im Chops Grill reserviert, da war das genau richtig sich noch mal richtig zu verausgaben, damit man dann auch schön viel Hunger hat.

Gegen Abend wurde mir dann irgendwie ein bisschen komisch. Irgendwie übel, aber auch nicht so richtig, dazu auch noch Bauchgrummeln. Schwer zu beschreiben. Im Crown & Castle Pub trank ich noch schnell einen Wodka, in der Hoffnung, dass es mir dann ein bisschen besser gehen würde. Und tatsächlich war es danach besser. Zumindest kurzfristig. Denn als wir dann im Chops saßen und die Speisekarte studierten, verging mir der Appetit bereits allein beim Lesen. Für mich als leidenschaftliche Genussesserin mehr als ungewöhnlich.

Ich habs erst mal auf die Sonne und das Fitnesscenter geschoben und mir nichts weiter dabei gedacht. Aber bereits kurz nach der Bestellung gab ich w.o. und hatte nur noch den dringenden Wunsch auf die Kabine zu gehen und mich hinzulegen. Mein Mann blieb alleine zurück, warum sollte er jetzt auch auf das Essen verzichten.

Als er dann später auf die Kabine kam, hat er mir Brot mitgebracht, das die im Chops extra noch mal für mich gewärmt haben. Denn irgendwie hatte ich ja Hunger, nur nach 3 Bissen war’s das dann auch schon wieder. Ich brachte einfach nichts runter. Mein Mann hat dann erzählt, dass sogar der „Chef“ zum Tisch gekommen ist und gefragt hat, ob alles in Ordnung ist und was mit mir los sei.

Was ich dann besonders großzügig gefunden haben: sie haben uns nur einmal die Charge verrechnet, also für mich gar nichts. Das fand ich echt sehr nobel, immerhin hätten sie das ja nicht tun müssen. Nun ja, schade um das Essen und den Abend, aber was solls. Voller Zuversicht, dass morgen eh alles wieder vorbei wäre, weil ich ja dachte ich hätt einfach im Fitness Center zu lange und zu viel gemacht, legten wir uns dann schlafen.

Donnerstag, 28.02.2013
Muscat – Fahrt ins Hinterland

Beim Frühstück merkte ich, dass mein Appetit leider nicht mit mir aufgestanden ist und so kämpfte ich mit einer trockenen Semmel, damit ich wenigstens irgendwas im Magen hatte.
Zurück auf der Kabine dachte ich ganz kurz darüber nach, ob ich am Schiff bleiben soll, aber das konnte ich einfach nicht. Schließlich stand heute ein weiteres Highlight am Programm – ein Ausflug ins Hinterland.

Die Tour machten wir wieder mit Manuela, Toni und seinen Eltern. Als wir vom Schiff kamen, warteten der Reiseleiter und ein weiterer Fahrer von Marktours bereits auf uns. Nach einer kurzen Begrüßung teilten wir uns auf die beiden Fahrzeuge auf und los gings. Ich durfte wieder vorne sitzen, sicher ist sicher - heute war mir ja schon vorher nicht ganz wohl.

Ich war dennoch irrsinnig gespannt ein bisschen vom Oman kennen zu lernen. Das Sultanat Oman liegt im Osten der Arabischen Halbinsel, grenzt an die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und den Jemen und ist der älteste der unabhängigen arabischen Staaten. Früher war er außerdem Zentrum des lukrativen Weihrauchhandels. Aus den in dieser Gegend heimischen Boswelia-Bäumen wurde ein Harz gewonnen, das zur Herstellung des exotischen Weihrauchs diente und damals ebenso wertvoll war wie Gold.

Seit der Machtergreifung von Sultan Qaboos Bin Said im Jahr 1970 hat das Sultanat Oman zahlreiche Veränderungen erfahren. Die umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte haben aus einem unterentwickelten Land einen Staat des 21. Jahrhunderts mit moderner Infrastruktur, Schnellstraßen, einer Universität und Sportkomplexen gemacht. Ein weiterer bedeutender Faktor ist die stetige Weiterentwicklung der Tourismusbranche und die wachsende Beliebtheit des Oman als Reiseziel.

Über eine Schnellstraße ging es schließlich ins Hinterland. Die Landschaft um uns herum war wirklich unglaublich, so richtig genießen konnte ich den Anblick allerdings leider nicht. Je weiter wir uns vom Hafen entfernten, umso schlechter fühlte ich mich. Dieses flaue Gefühl im Magen wurde stärker statt schwächer und beim ersten Stopp beschloss ich schließlich schweren Herzens, aufs Schiff zurück zu kehren.



Toni, mit dem wir zusammen in einem der beiden Autos saßen, stieg dann zu den anderen um und unser Fahrer brachte meinen Mann und mich zurück aufs Schiff. Auf dem Rückweg kamen wir an einigen wunderschönen Gebäuden vorbei und der Fahrer erklärte noch ein bisschen was wir da so alles zu sehen bekamen. Ich war allerdings eher darauf fokussiert mich auf die Straße zu konzentrieren und mich nicht allzu viel zu bewegen. Im Nachhinein betrachtet wärs natürlich besser gewesen am Schiff zu bleiben und meinen Mann alleine mitfahren zu lassen, damit wenigstens er was davon hat. Aber gut, jetzt ist es eh zu spät. Ich wollte es halt unbedingt versuchen, weil ich mich gerade auf diesen Ausflug so sehr gefreut hatte. Traurig legte ich mich dann hin und verschlief den mehrigen Tag. Mein Bauch machte sich leider nach wie vor bemerkbar, irgendwie wirkten die Tabletten nicht so richtig. Dafür war das flaue Gefühl dann wenigstens weg.

Essen am Abend war noch nicht wirklich möglich. Nach ein paar Bissen war ich satt. Irgendwie war das Ganze schon etwas komisch, denn mir fehlte so ja eigentlich nichts mehr. Ich hatte weder Fieber, noch musste ich erbrechen, nur Durchfall halt. Aber okay, man hofft dann ja, dass es am nächsten Tag wieder okay wäre.

Freitag, 1. März 2013
Muscat – Mystisch, faszinierend, orientalisch

Um 9:30 Uhr trafen wir uns wieder mit Manuela, Toni + Eltern vor dem Schiff, um den 2. Ausflug in Angriff zu nehmen. Eine Tour durch Muscat. Heute fühlte ich mich viel besser und ich wusste auch, dass wir nie so weit weg sein würden, dass ich nicht jederzeit zum Schiff zurück könnte.

Als die anderen uns dann erzählten, dass sie am Vortag erst um 18:00 Uhr wieder beim Schiff waren und das Ganze also deutlich länger gedauert hatte, als ursprünglich geplant, war ich dann letztendlich doch wieder irgendwie froh, dass ich zurück gefahren bin. 8 Stunden und 600 Kilometer hätte ich definitiv nicht geschafft.

Heute hatten wir einen 9-Sitzer, waren also alle zusammen in einem Fahrzeug. Wir fuhren nicht weit – unser erstes Ziel war der Fischmarkt. Ähhh, okay, ich wart dann mal draußen. Wenn’s einem eh nicht 100%ig gut geht, dann braucht man nicht auch noch einen Fischmarkt und das Ganze gleich am Morgen. Ich wartete als draußen und beobachtete in der Zwischenzeit das Treiben rund um den Markt. Über den Gemüsemarkt ging ich dann natürlich wieder mit.



Weiter ging es dann zum Mutrah Souk, ein wirklich wunderschöner Souk wo man Silber aus Nizwa, Weihrauch aus Salalah und viele schöne Souvenirs kaufen kann. Bei einem Weihrauchhändler erklärte uns unser Reiseleiter (der im Übrigen aus Sri Lanka kommt und kein Moslem ist), dass es Weihrauch auch zum Kauen gibt. Das soll gut für den Magen sein und auch gegen Übelkeit wirken. Er fragte den Händler ob ich ein Stückchen kosten dürfe und etwas skeptisch nahm ich es dankend an. Nun, der Geschmack war schon etwas seltsam, also Nougat darf man sich natürlich nicht erwarten, aber im Nachhinein gesehen, fand ich es dann gar nicht so schlimm.



Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, der Sultan Quaboos Grand Mosque, bekamen wir einen kleinen Einblick ins Stadtleben von Muscat. Links und rechts von den Straßen gibt es viele Parks, alles ist grün und schön angelegt, es sieht wirklich alles total gepflegt aus. Die Sträucher, die der ganzen Straße entlang wachsen, waren alle perfekt zugeschnitten, da kann sich bei uns noch mancher Gärtner eine Scheibe abschneiden. Und sauber war es rundherum, echt unglaublich.

Bei der Sultan Quaboos Grand Mosque angekommen, erzählte uns der Reiseleiter ein bisschen was zur Moschee und meinte, dass die 5 Minarette, die es bei jeder Moschee geben würde, für die 5 Säulen des Islam stehen. Hm, dann haben sie Abu Dhabi wohl schlicht und einfach ein Minarett vergessen, denn die Moschee dort hat nur vier.



Jedenfalls ist auch diese Moschee sehr schön, mit einer großen Kuppel und den bereits erwähnten 5 Minaretten. Die Anlage umfasst 400.000 qm, im Gebetsraum liegt ein 70x60 Meter großer Teppich. Auch hier wird der Raum von einem riesigen 8,5 Tonnen schweren Swarovski-Leuchter gekrönt. Den Kronleuchter sahen wir uns allerdings nur im Reiseführer an, ins Innere der Moschee durften wir an diesem Tag ja nicht (Freitag).





Danach fuhren wir weiter durch die Stadt und hielten auf einem „Berg“ über einem kleinen Yachthafen für einen Fotostopp. Ich konnte gar nicht genug bekommen von diesem wunderschönen Anblick dieser tollen Stadt, der faszinierenden Landschaft und der atemberaubenden Aussicht.



Beim Al-Bustan Palace Hotel, das zur Ritz Carlton Gruppe gehört, machten wir dann eine kurze Pipi-Pause. Sultan Quaboos hatte den mächtigen Bau eigens für die Abgeordneten des Gipfeltreffens Gulf Cooperation Council errichten lassen, das 1985 in Muscat stattfand.

Weiter ging es zum Al-Alam Palace, dem Stadtpalast des Sultans von Oman. Das Gebäude kann von uns „Normalsterblichen“ nur von außen bewundert werden, beeindruckt aber trotzdem sehr. Der ganze Platz rundherum ist wieder prächtig angelegt, sehr sauber und wunderschön anzusehen. Am Haupteingang hat man durch die schwarz-goldenen Gitter des schmiedeeisernen Zauns einen guten Blick auf den schönen Zentralbau. Laut Reiseleiter wird das große filigrane Glasmosaikfenster in der Mitte abends und nachts von innen beleuchtet und strahlt dann in verschiedenen Blautönen. Weht die Flagge auf dem Flachdach, ist der Hausherr anwesend. Er scheint an dem Tag aber ausgeflogen zu sein, Flagge konnten wir nämlich keine sehen.







Wir fuhren dann noch kurz zur Rückseite des Palastes, von wo man einen tollen Ausblick auf das Mirani Fort auf dem vorspringenden Felsen im Westen und das Jalali Fort auf der Klippe im Osten hat. Leider sind die beiden Forts nicht öffentlich zugänglich.



Zurück ging es dann durch die Altstadt, die sich uns von ihrer besten Seite zeigte und uns nochmal in den Zauber aus 1001 Nacht abtauchen lies. Ich weiß nicht was genau es ist, aber diese Stadt hat mich so unglaublich gefesselt, einfach unbeschreiblich. Der Mix aus dieser kargen, gebirgigen Landschaft, den hübschen weißen Häusern, die im Übrigen nicht höher als 25 Meter sein dürfen und den wunderschönen, gepflegten Grünanlagen rundherum ist einfach wunderschön. Hier hat man irgendwie das Gefühl wirklich mitten im Orient zu sein, zumindest habe ich mir das immer so vorgestellt. Wo in Dubai und Abu Dhabi der Superlativ eine völlig neue Bedeutung bekommt, ist es hier in Muscat irgendwie viel ursprünglicher & orientalischer.



Ich war fast ein bisschen traurig, dass es nun schon wieder zurück zum Schiff ging. Heute hätte ich noch ewig weiter fahren können. Auf dem Weg konnten wir dann noch mal ein paar Fotos der Yacht des Sultans machen, die in der Nähe der Serenade lag.



Den Rest des Tages verbrachten wir auf unserem Balkon und genossen dort die wunderschöne Abendstimmung beim Auslaufen.



  • Guzzinella
  • Guzzinellas Avatar
  • OFFLINE
  • Shipedia Young Member
  • Beiträge: 44
  • Dank erhalten: 27


Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: shipedia

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 05 Apr 2013 15:48 #34313

Samstag, 2. März 2013
Seetag – Erholung im wahrsten Sinne des Wortes


Nachdem mein Verdauungsorgan noch immer beleidigt war, beschloss ich heute doch lieber zum Arzt zu gehen. Dort musste ich erst mal 4 Großformatseiten ausfüllen, eine Seite davon allein mit Fragen was ich in den letzten 4 Tagen gegessen habe. Der Arzt war sehr nett, allerdings konnte ich ihn nur schwer verstehen, obwohl mein Englisch eigentlich ganz gut ist. Wie dem auch sei, ich bekam dann Tabletten und durfte nach einer knappen Stunde also das von mir gefürchtete Medical Deck wieder verlassen. Eigenartigerweise musste ich keinen Beleg oder dergleichen unterschreiben, auch auf die Kabine hab ich dann nichts mehr bekommen. Keine Ahnung warum, aber ich musste für diesen Arztbesuch inkl. Medikamente nichts bezahlen.

Den restlichen Tag haben wir dann mit faulenzen und lesen verbracht. Irgendwie war ich ganz schön kaputt und da tat mir dieser Erholungstag wirklich gut.

Abends war wieder Formal Night angesagt, die wir diesmal ausließen und dafür dem Windjammer einen kurzen Besuch abstatteten. Meinem Mann ging es heute nicht so gut, er hatte auch keinen Appetit. Ich befürchtete schon, dass es jetzt bei ihm los ging, dem war aber Gott sei Dank nicht so. wir haben wohl einfach noch diesen einen Tag Ruhe gebracht, ab dem nächsten Tag war alles so, als wäre nie etwas gewesen…

Sonntag, 3. März 2013
Dubai – hoch, höher, am höchsten




Nach einem ausgiebigen Frühstück, schnappten wir uns ein Taxi und ließen uns zum Old Souk im Stadtteil Deira bringen. Wir schlenderten über den Gewürz-Souk mit den vielen exotischen zu kleinen Kegeln aufgetürmten Gewürzen und ließen erstmal das bunte Treiben um uns herum wirken.



Nachdem wir ein paar kleine Souvenirs erstanden haben, gings weiter zum Gold-Souk, der wirklich sehr beeindruckend ist. Unzählige Geschäfte locken hier mit glitzernden Auslagen. Übrigens wird das 18- und 22-karätige Gold unabhängig von der Verarbeitung nach Gewicht verkauft!



Danach spazierten wir ein kleines Stück den Creek - ein natürlicher Meeresarm, der die Grenze zwischen dem Stadtteil Deira und Bur Dubai bildet – entlang. Der 11 Kilometer lange Dubai Creek (auf arabisch: Khor Dubai) ist die Lebensader der Stadt. Viele Dhaus, die teilweise nicht nur altertümlich sondern auch abenteuerlich aussehen liegen am Ufer.

Mit einer Abra, einem sogenannten Wassertaxi, sind wir dann auf die andere Uferseite übergesetzt. Diese Fahrt kostet 1 Dirham, dauert knapp 5 Minuten ist aber unbedingt zu empfehlen! Es gibt auf jeder Seite zwei Haltestellen, eine Linie führt von der Deira Old Souk Abra Station (gleich beim Gewürz-Souk) zur Bur Dubai Abra Station. Etwas weiter „flussabwärts“ legen die Boote von der Al-Sabkha Abra Station in Deira zur Dubai Old Souk Abra Station ab. Auf den Stadtkarten ist das alles ganz gut eingezeichnet, da sieht man genau wo man dann auf der anderen Seite ankommt.
Übrigens gibt es am nördlichen Ende von Deira auch einen Fußgängertunnel auf die westliche Seite des Flusses (neben dem Autotunnel), aber wie gesagt, ich würde hier auf alle Fälle eine Abra-Fahrt empfehlen.



Auf der anderen Seite angekommen stöberten wir noch ein bisschen über den Dubai Old Souk und erstanden noch ein paar Souvenirs. Ich hab mich dann auch noch in eine Kashmir Schal verliebt und nach einigem Handeln gehörte er mir.



Mit dem Taxi ging es weiter zur Dubai Mall. Auf der Fahrt dorthin verfolgten wir mit Spannung die Umgebung und waren wirklich richtig beeindruckt von all den Gebäuden rundherum. Als wir dem Burj Khalifa und somit auch der Dubai Mall immer näher kamen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Okay, schon klar, der Burj Khalifa ist derzeit der höchste Turm der Welt, aber wenn man ihn dann in Natura sieht, ist das schon sehr imposant.

In der Dubai Mall angekommen ging das Staunen auch schon weiter. Gucci, Prada, Louis Vuitton, Luxusgeschäfte so weit das Auge reicht. Einfach unvorstellbar. Der H&M, den ich dazwischen irgendwo entdeckte, sah richtig verloren aus inmitten der ganzen Designershops. Mit einer Verkaufsfläche von 500.000 Quadratmetern und über 1.200 Geschäften ist die Dubai Mall das größte Einkaufszentrum der Welt und sobald man drin ist, verwirft man die Illusion man könnte diese Mall in nur einem Tag vollständig besichtigen, ganz schnell wieder.



Dann kamen wir am riesigen Aquarium vorbei, das unglaubliche 100 Millionen Liter Wasser fasst und 33.000 Meerestiere beherbergt. Über drei Stockwerke hoch ist dieses Aquarium, wir kann es in der Stadt der Superlative auch anders sein. Riesige Mantarochen schweben durch das Wasser und unbewusst bleibt man stehen und verfolgt die anmutigen Tiere. Einen Teil des Aquariums kann man kostenlos betrachten, der Eintritt in den Tunnel kostet 25 Dirham, in den Underwater-Zoo 50 Dirham.



Wir haben uns aber mit der frei zugänglichen Front begnügt und sind dann bald weiter zu den Dubai Fountains, wo man einen wunderschönen Blick auf das volle Ausmaß des Burj Khalifa hat. Selbst dieser künstlich angelegte See ist beeindruckend. Wir kamen auch gleich in den Genuss der berühmten Wasserspiele, mit unzähligen Fontänen, die passend zur Musik bis zu 150 Meter hoch empor schießen.



Nach den üblichen Fotos wollten wir schon wieder rein in die Mall, als schließlich noch eine Vorstellung der Fountains startete, diesmal zu einem Lied von Whitney Houston. Man wird richtig gefesselt und es ist schwer in Worte zu fassen, am Besten einfach selbst mal erleben.





Danach machten wir uns auf den Weg zum Ticket Schalter des Burj Khalifa, der sich im Untergeschoß der Dubai Mall befindet, nicht weit vom Ausgang zum Dubai Lake und den Fountains. Am Automaten konnten wir unsere von zu Hause reservierten Tickets ganz schnell und einfach ausdrucken – lediglich der Nachname und die Reservierungsnummer sind einzugeben und schon spuckt der Automat die Tickets aus. So stell ich mir das vor.
Die Tickets bereits von zu Hause aus zu reservieren ist übrigens ratsam, da sie erstens um ein vielfaches billiger sind (derzeit knapp 25 Euro pro Person) und es manchmal auch passieren kann, dass man vor Ort zu gewissen Uhrzeiten GAR kein Ticket mehr bekommt. Die Reservierung war problemlos, man sucht sich eine Uhrzeit aus, gibt die Daten ein, bezahlt und erhält eine Bestätigung.

Wir hatten noch etwas Zeit und so wollten wir uns in einem der zahlreichen hübschen Restaurants noch ein wenig stärken. Ein Stockwerk höher bekamen wir dann einen tollen Platz auf der Terasse mit freier Sicht auf den Dubai Lake, die Fountains und den Burj Khalifa. Bei so einer Aussicht schmeckt der kleine Happen gleich viel besser. Danach sahen wir uns noch die Eisbahn, den Dubai Ice Rink, an



und entdeckten den Teil der Mall, der einem Souk nachgebaut ist.



Schließlich war es dann endlich so weit und wir konnten los in Richtung Burj Khalifa. 828 Meter ist das Teil hoch. Die 189 Stockwerke, von denen 163 nutzbar sind, bergen neben einem Armani-Hotel auch Wohnungen und Büros. Die Aussichtsplattform At the Top ist im 124. Stockwerk. Eine Minute lang fährt man mit dem Lift hinauf, begleitet von immer lauter werdender Musik, die bei der Ankunft oben mit einem richtigen Tusch endet. Die Aussicht oben ist natürlich grandios. Man hat einen weiten Blick über Dubai, in alle Himmelsrichtungen. Der Dunst hielt sich Gott sei Dank in Grenzen, nur in Richtung Burj Al Arab und The Palm Jumeirah konnte man nicht so gut sehen, was aber an der Sonneneinstrahlung lag.







Nachdem wir alles besichtigten hatten und ich meiner Meinung nach genug Fotos geknipst hatte, ging es mit dem Lift wieder hinunter, diesmal allerdings etwas unspektakulärer. Wir spazierten dann noch ein bisschen durch die Mall





und beschlossen dann ein Stück mit der Metro zu fahren. Die Metro in Dubai ist eigentlich eine Hochbahn und so hat man während der Fahrt eine tolle Sicht auf die umliegende Stadt. Leider war die Bahn zu dieser Uhrzeit sehr voll und dicht gedrängt und nach ein paar Stationen entschieden wir uns in ein Taxi umzusteigen, das uns dann zurück zum Hafen brachte.

Als wir unsere Sea Pass Karten bei der Ankunft am Schiff in den Kasten zum Einchecken steckten, bekamen wir eine Mitteilung, dass eine Nachricht für uns hinterlegt sei und wir uns beim Guest Relation Desk melden sollen. Dort angekommen, sagte uns eine Mitarbeiterin, dass sie am nächsten Tag zwischen 9:00 und 11:30 das gesamte Schiff grundreinigen und desinfizieren müssen und wir deshalb in diesem Zeitraum von Bord müssten. Morgen war ja Ausschiffungstag und somit Passagierwechsel, aber wir blieben ja noch eine Woche. Als Entschädigung wurde uns eine kostenlose Stadtrundfahrt angeboten. Eigentlich hatten wir ja bereits eigene Pläne, aber der erste Stopp war das Burj Al Arab, wo wir ohnehin hin wollten, also ließen wir uns auf die Liste eintragen.

Abends haben wir dann mit unseren Tischnachbarn noch die Erfahrungen des heutigen Tages geteilt und nochmal lecker gespeist. Wir hatten von unserem Wein-Package noch 2 Flaschen Wein über, da ich ja meist nicht so wirklich viel Lust hatte auf etwas Alkoholisches, nachdem es mir ja ein paar Tage nicht so sonderlich gut ging. Die 2 Flaschen haben wir uns dann rausgeben lassen, mit auf die Kabine genommen, dort in den Kühlschrank gestellt und dann am nächsten Tag wieder mit ins Restaurant zum neuen Tisch genommen.

In der Viking Crown Lounge verbrachten wir dann noch einen netten Abend mit Manuela, Toni + seinen Eltern. Die vier gingen am nächsten Tag dann von Bord und verbrachten noch ein paar Tage in Dubai.
  • Guzzinella
  • Guzzinellas Avatar
  • OFFLINE
  • Shipedia Young Member
  • Beiträge: 44
  • Dank erhalten: 27


Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 05 Apr 2013 20:19 #34318

Montag, 4. März 2013
Dubai – und täglich grüßt das Murmeltier


Um halb neun saßen wir bereits im Ausflugsbus und kurz darauf gings auch schon los. Während der Fahrt über die Sheikh Zayed Road, eine sechs- bis teilweise achtspurige Autobahn, die vom Zentrum Dubais bis nach Abu Dhabi führt, erklärte der Reiseleiter was wir links und rechts so alles zu sehen bekamen und wo die heutige Tour überall hinführen wird. Nachdem wir den Rest der Ziele, bis auf das Museum, bereits kannten und wir auf Museum auch wirklich absolut null Bock hatten, beschlossen wir beim ersten Stopp nicht mehr weiter mitzufahren.



Wir meldeten uns, wie auch einige andere, beim Reiseleiter ab und hatten dann genügend Zeit das Wahrzeichen Dubais, das Burj al-Arab zu besichtigen (von außen). Wie ein aufgeblähtes Segel sieht das 321m hohe 7-Sterne Hotel aus. 1.500 Quadratmeter 24-karätiges Blattgold und 13.000 Quadratmeter Carraramarmor wurden hier verbaut. Die 202 Suiten erstrecken sich alle über 2 Stockwerke, ein Privatbutler ist im Preis natürlich inbegriffen. Ins Hotel kommt man nur mit Reservierung für ein Essen oder zur Tea Time rein. Das haben wir uns auch von zu Hause aus angesehen, war uns dann aber nicht wert.



Danach spazierten wir am Jumeirah Beach Hotel vorbei. Das mit blauem Glas verspiegelte Hotel sieht aus wie eine überdimensionale Welle, die Anlage rundherum ist natürlich, wie überall, sehr gepflegt und wunderschön.



Kurz darauf kamen wir dann auch schon bei unserem nächsten Ziel an: beim Madinat Jumeirah, dem Venedig Dubais. Marrakesch und Venedig inspirierten die Erbauer dieser „Stadt in der Stadt“. Drei Gästebereiche im Stil arabischer Paläste umfasst das Areal, umflossen von vielen Wasserwegen. Wir bummelten über den Madinat Jumeirah Souk, der sich im öffentlich zugänglichen Bereich des Hotel befindet.



Zwischen den Händlern gibt es auch viele Cafes und Restaurants, von denen man teilweise einen wunderbaren Blick auf das benachbarte Burj al-Arab hat. In einem dieser Cafes haben wir dann etwas getrunken und die tolle Aussicht genossen.





Danach fuhren wir mit einem Boot durch die lagunenartige Anlage und konnten zahlreiche schöne Plätzchen entdecken, die zum längeren Verweilen einladen würden. Die Anlage ist wirklich wunderschön, hier könnte ich mir ohne Weiteres vorstellen ein paar Tage zu bleiben, allerdings ist sie auch nicht gerade ein Schnäppchen.





Mit dem Taxi ging es dann zur Mall of the Emirates – wir konnten uns die dort angrenzende Skihalle Ski Dubai ja nicht entgehen lassen. Ich muss schon sagen, der Anblick dieser Skihalle mit dem Sessellift (!), weil ein normaler Schlepplift tuts ja nicht, ist schon irgendwie krank, aber okay. Sogar eine Halfpipe für Snowboarder gibt es. Man kann eigentlich nur den Kopf schütteln, so surreal ist das Ganze. Aber einmal sehenswert natürlich trotzdem.





Mittlerweile war es schon wieder 15:00 Uhr und so sahen wir zu, dass wir wieder schön langsam zum Schiff kamen, um 18:00 Uhr sollten wir ja schon wieder auslaufen und die Rettungsübung stand ja auch noch am Programm.

Heute hatten wir besseres Wetter beim Auslaufen, als letzte Woche, wo es ganz schön windig und vor allem auf diesig war. Begleitet von einem wunderschönen Sonnenuntergang machte sich die Serenade auf in Richtung Fujairah.



  • Guzzinella
  • Guzzinellas Avatar
  • OFFLINE
  • Shipedia Young Member
  • Beiträge: 44
  • Dank erhalten: 27


Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: shipedia, Jürgen

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 05 Apr 2013 20:28 #34319

Super schöner Reisebericht! Vielen Dank dafür und auch für die fantastischen Fotos!!! :sensation: Ich freue mich jeden Tag mehr auf die Serenade, noch dazu wo heute unsere Reiseunterlagen gekommen sind. Yessss!

Viele Grüße, Happy
  • Happy
  • Happys Avatar
  • OFFLINE
  • Shipedia Platinum Member
  • Beiträge: 498
  • Dank erhalten: 163
'
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Guzzinella

Reisebericht SERENADE of the Seas, Orient (V.A.E. & Oman), Feburar/März 2013 05 Apr 2013 23:13 #34320

:applaus:
Sehr schöner Reisebericht und tolle Fotos.
Wenn ich bis jetzt noch nicht heiß auf Montag war so bin ich es jetzt.
Freue mich nach den Bildern richtig auf die Reise und Dubai.

Gruß Jürgen
  • Jürgen
  • Jürgens Avatar
  • OFFLINE
  • Moderator
  • Beiträge: 782
  • Dank erhalten: 163
| :msc: Orchestra Westliches Mittelmeer 2008 | :msc: Orchestra Transatlantik 2009 | :msc: Orchestra Transatlantik 2010| :cunard: Queen Mary 2 Nordsee 2010 | :tui: Mein Schiff 1 Kanaren mit Agadir 2010 | :ncl: EPIC West Karibik 2011 | :ncl: EPIC Transatlantik 2011 | :celebrity: Equinox Westliches Mittelmeer & Transatlantik 2011 | :ncl: Jade Kanaren 2012 | :tui: Mein Schiff 2 Nordland mit Spitzbergen 2012 | :rccl: Splendour otS Östliches Mittelmeer 2012 | :rccl: Serenade otS Dubai und Emirate 2013 | :rccl: Serenade otS Trans Suez 2013 | :rccl: Liberty otS Transatlantik 2013 | :ncl: Getaway Einführungsfahrt 2014 | :celebrity: Infinity Panama Kanal 2014 | :rccl: oasis otS Transatlantik 2014 | :rccl: Quantum otS Trans Suez 2015 | :ncl: Escape Einführungsfahrt 2015 | :phoenix: MS Artania Kap Verden |
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
  • Seite:
  • 1
  • 2
Ladezeit der Seite: 0.479 Sekunden

Neueste Hafentipps

Argentinien - Buenos Aires
 
4.6

Neueste Schiffsbewertungen

"AIDAsol"
 
1.7
"Mein Schiff 1"
 
4.4
"MS Westerdam"
 
0.8

Shipedia-Fotogalerie