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THEMA: REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012

REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 29 Dez 2012 18:35 #32946

10. November 2012
Venedig im (Niesel)regen


Los gings am 10. November um kurz vor 6 Uhr in der Früh – also quasi Mitten in der Nacht – mit dem Intercity Bus nach Venedig. Als Kärntner profitieren wir hier natürlich sehr von der Nähe zu Italien. Das Busticket war mit 19 Euro (pro Person und Strecke) ein Schnäppchen und so gab es auch nicht wirklich viel zu überlegen WIE wir anreisen würden. Nach einer entspannten Busfahrt, dekadent in der 1. Klasse natürlich (hat sage und schreibe 4 Euro Aufpreis gekostet und uns dafür Leder unter unseren Popscherln beschert sowie gratis Kaffee und Tageszeitungen), kamen wir entspannt und voller Vorfreude in Venedig Tronchetto an – mit einem wunderbaren Blick auf die Splendour oft he Seas. Mit dem People Mover ging es dann eine Station weiter zum Cruise Terminal (Fahrt kostet 1,- Euro). Schnell die Koffer mit den selbst gebastelten, laminierten Kofferanhängern abgegeben und dann gings auch schon mit der Rolltreppe einen Stock höher zum Einschiffen. Kurz darauf ging das Einschiffen dann auch los und ruck zuck konnten wir die Splendour entern. Die Kreuzfahrt war ja eigentlich gar nicht geplant und umso mehr habe ich mich natürlich gefreut heuer noch mal aufs Schiff zu kommen. Die fehlende lange Planungszeit hat mich zwar kurzfristig ein bisschen aus dem Konzept gebracht, aber die Vorfreude war mindestens genauso groß wie auch bei langfristiger Planung.

Wir hatten eine Garantie-Balkonkabine gebucht. Zugewiesen wurde uns eine D1 auf Deck 7 (7632) – da hätte es uns definitiv schlimmer treffen können.
Wie immer ging es aber zuerst mal ins Windjammer zum obligatorischen Burger, der mittlerweile schon zum Pflichtprogramm beim ersten Lunch gehört. Bestimmt nicht das kulinarische Highlight einer Kreuzfahrt, ABER für mich definitiv ein Muss, kurz nach Betreten des Schiffes. Während sich mein Mann den gesünderen Köstlichkeiten des Buffets widmete und ich meine geschätzte 2000 Kalorien Burger-Pommes Portion verdrückte, konnten wir noch das Einlaufen der Artania beobachten.

Nach dem Essen waren auch die Kabinen frei gegeben und das war dann auch unser nächstes Ziel, um mal unser Handgepäck los zu werden. Die Kabine war gewohnt geräumig und bot extrem viel Stauraum. Als ich die Tür zum Bad öffnete, da war sie plötzlich, die weltberühmte Filmmusik aus Hitchcock’s Klassiker „Psycho“. Und der Anblick dieses grausamen Übels namens Duschvorhang lies mich ähnlich erschaudern, wie die Mordszene im Film. Die Gänsehaut-„Musik“ brannte sich regelrecht in mein Hirn und jedesmal wenn ich ins Bad ging, war sie plötzlich ganz lebendig – und das sollte sie auch die ganze Woche über bleiben.

Ansonsten darf ich aber nicht meckern, was das Bad anbelangt. Größe war okay, Stauraum ebenfalls, die „neue“ Einrichtung fand ich ebenfalls ganz nett, lediglich der Wasserhahn war mehr als merkwürdig platziert. Die Verrenkungen, die man nach dem Zähneputzen beim Mund ausspülen machen musste waren schon sehr abenteuerlich. Zwischenzeitlich hab ich mich ernsthaft gefragt, ob dies auch zum Revitalisierungsprogramm von Royal Caribbean gehört – Revitalisierung der Passagiere sozusagen.

Die Koffer standen kurze Zeit später ebenfalls schon vor der Kabine und so konnte ich das ganze Zeug gleich auspacken und verstauen. Also von mir aus kann’s jetzt auch losgehen mit dem Ablegen, ich wär soweit.

Achso, zuerst noch die Rettungsübung. Wie auf jeder Kreuzfahrt haben wir uns bereits VOR der Rettungsübung kurz schlau gemacht wo unser Sammelpunkt ist – diesmal war er direkt unter einem/unseren Rettungsboot. Einige Mitreisende haben sich scheinbar nicht vorher angesehen wo ihr Sammelpunkt ist und sind dann ohne Jacke neben uns gestanden und haben fürchterlich geschimpft, dass sie jetzt raus ins Freie müssen. Hm, schon sehr merkwürdig dass bei einem Notfall manche Sammelpunkte direkt unter dem Rettungsboot im Freien sind. Ist ja auch absolut unverständlich warum man sich nicht im Inneren des Schiffbauches trifft. Am Besten am untersten Deck, damit sich die Rettungswesten dann auch tatsächlich auszahlen, oder so. Fremdschämen, Klappe die Erste, war also auch erledigt. Und glaubt mir, es folgten noch viele viele weitere Szenen. Eine besser als die andere.
Dann war es endlich soweit. Kapitän Iv Vidos setzte das Schiff in Bewegung und langsam glitt die Splendour durch die Lagune. Obwohl es bereits schon realtiv dunkel war und ein leichter Nebel über Venedig lag, der dem Ganzen aber etwas Mystisches verlieh, war der Anblick der vorbeiziehenden Lagunenstadt mit den vielen Lichtern echt atemberaubend.



Aber auch der kalte Wind raubte uns ein wenig die Luft zum Atmen und so verzogen wir uns dann bald unter Deck um uns für das erste Dinner fertig zu machen.

Wir hatten wie immer die 2. Essenssitzung gewählt und waren schon sehr gespannt auf unsere Tischnachbarn. Unsere Kellner Diego und Mustapha begrüßten uns sehr herzlich und die Chemie stimmte auf Anhieb. Auf die Erklärung von Diego, dass er nur ganz wenig Deutsch könne, erwiderte ich, dass wir jeden Tag eine kleine German lesson machen können, um so sein Können zu verbessern. Wir hatten im Laufe der Woche sehr viel Spaß bei diesem Deutschunterricht und Diego gab uns zumindest das Gefühl, dass es auch ihm Spaß macht. Ob er sich im Oberstübchen aber heimlich gedacht hat „diese blöden Touris sollen einfach Englisch reden“ kann ich natürlich nicht sagen.

Auch mit unseren Tischnachbarn hatten wir wieder einmal „Glück“ – wir verstanden uns durchwegs prima und haben sehr nette Abende miteinander verbracht.

11. November 2012
Bari - Faschingsbeginn in bella (?) Italia


Wir haben erst mal ganz laaaaange ausgeschlafen und sind dann irgendwann am späten Vormittag in Richtung Windjammer zum Frühstück. Und an dieser Stelle muss ich echt eine große Portion Kritik anbringen. Ich bin ja ein absoluter Royal Caribbean Fan und habe meist nur ganz wenig zu bemängeln, aber in diesem Fall muss man einfach ehrlich sein und feststellen, dass das Windjammer viel zu klein ist. Und zwar nicht nur eine Nummer, nö, ich denke das sind schon mindestens zwei, drei Nummern! Ich kam mir oft so vor wie Don Quijote im Kampf gegen die Windmühlen. Und einen freien Platz zu finden war sowieso eine Kunst. Da war ich immer irgendwie an die Kindergeburtstage von damals zurück erinnert. Wo 10 Kinder um 9 Stühle herum liefen und wenn die Musik aus war, musste man so schnell als möglich einen Stuhl ergattern.
Okay, wenn man es weiß, dann versucht man sich eh irgendwie darauf einzustellen – nichts desto trotz trübte diese Tatsache die Vorfreude auf das tägliche Frühstück schon sehr.

Die Auswahl und die Qualität fand ich hingegen sehr gut. Ich hatte durchwegs warme Speisen (sofern diese auch warm sein sollten) und auch geschmacklich war das Meiste sehr gut. Natürlich sind Geschmäcker verschieden und jeder empfindet das anders, aber ICH für meinen Teil war durchaus sehr zufrieden.

Während wir uns dann langsam dem Hafen von Bari näherten, habe ich festgestellt, dass heute ja Faschingsbeginn ist und das bereits das 4. Jahr in Folge ist, dass ich diesen Tag auf einer Kreuzfahrt verbringe.

In Bari angekommen ging es dann runter vom Schiff um die nähere Umgebung zu erkunden. Nun ja, dass es dann zur weiteren Umgebung wurde, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Wir quatschten und gingen und quatschen und gingen und quatschen und gingen und irgendwann quatschen wir nicht mehr und gingen auch nicht mehr, weil wir keinen blassen Schimmer hatten wo wir überhaupt waren. Ich glaube beim 37. Mal abbiegen in einem der Gässchen haben wir wohl die Orientierung verloren. Keine Menschenseele weit und breit, nur ein Paar war zu hören, dass sich gerade lauthals stritt. Ich hab noch drauf gewartet, bis eine Pfanne aus dem Fenster fällt, aber da fiel dann doch nichts.



Als wir dann endlich wieder ein menschliches Wesen erblickt haben, das durch sein Aussehen und sein Verhalten durchaus als Einheimischer durchgehen könnte, starteten wir zu ihm hin, kramten die Reste unserer Italienisch-Sprachkenntnisse aus den hintersten Schubladen unseres Gedächtnisses raus und fragten ihn wie wir wieder zurück zum Schiff kommen würden. Unser Gegenüber sah uns erstmal ganz verwundert an, aber nein, es war nicht unser schlechtes Italienisch, das war sogar ganz passabel, es war wohl eher die Verwunderung, dass wir überhaupt so weit gegangen sind. Kurz hatte ich auch den Gedanken, dass er sich wohl auch wundert, wie wir den Gang durch die immer dunkleren Gassen und sichtlich heruntergekommene Gegend überlebt haben, aber den schob ich ganz schnell wieder beiseite und versuchte mich darauf zu konzentrieren was dieser Typ da als Antwort von sich gab. Italiener müssen ja ein gewaltiges Zwerchfell haben. Die atmen ja durchwegs nur chorisch, hab ich das Gefühl. Trotzdem konnte ich irgendwas mit bei der Ampel links, dann gerade aus und am Ende rechts verstehen. Also los, wär ja doch gelacht. Und tatsächlich, wir hatten unseren Helfer richtig verstanden – einige Zeit später konnten wir das Schiff sehen. Okay, vielleicht hatten wir auch einfach nur Glück, keine Ahnung, wir sind jedenfalls wieder am Schiff angekommen.

Wirklich fasziniert hat mich Bari nicht. Also das was ich gesehen habe, reicht für mein restliches Leben definitiv vollkommen und ich kann gut und gerne auf einen weiteren Besuch verzichten.
Wir sind dann erstmal an die Bar um uns von unserer kleinen Stadtwanderung zu erholen und beobachteten dann noch eine zeitlang das Eintrudeln der anderen Passagiere.

Dann wurde es auch schon Zeit um sich für das Abendessen fertig zu machen. Psycho und Hitchcock waren natürlich wieder live dabei.

12. November 2012
Korfu, auf den Spuren der österreichischen Kaiserin.


Wir haben uns überlegt heute zum Sissi Schloss zu fahren, welch‘ Überraschung. Ich war schon mal dort, allerdings ist das schon Jahre her und eigentlich gar nicht mehr wahr, mein Mann kannte es noch nicht. Irgendwie hatten wir dann aber doch keine sonderliche Lust drauf und beschlossen einfach nur einen kleinen Bummel durch die Stadt zu machen.



Und was da Leute unterwegs waren, Wahnsinn! Nein, ich meine nicht die Passagiere von den Kreuzfahrtschiffen, ich meine Einheimische. Also wirklich wundern tut es mich nicht, dass die so pleite sind. Aber okay, vielleicht haben sie ja auch schon frühmorgens mit der Arbeit begonnen und hatten da gerade Pause *räusper*

Nach einem gemütlichen Spaziergang haben wir uns noch einen Ouzo gegönnt, das bunte Treiben beobachtet und sind dann langsam wieder Richtung Schiff marschiert.

Heute Abend war Captains Dinner angesagt, ein Abend auf den ich mich immer ganz besonders freue. Ich brauch das nicht jeden Abend, aber so ein-, zweimal die Woche während einer Kreuzfahrt find ich es schön wenn sich alle schick machen und dann lecker gespeist wird.
Zuerst schlenderten wir aber noch ein bisschen durch die Bord Shops und spielten im Centrum eine Runde Rommè. Einen guten Cocktail dazu – ja so ließe es sich ohne Weiteres länger aushalten.

Dann wurde es aber wirklich Zeit zum Fertigmachen für den Gala Abend. Einige Passagiere sind uns schon heraus geputzt entgegen gekommen, während wir noch im besten türkischen Anzug unterwegs waren.

Also schnell ab unter die Dusche zum täglichen Tangotanz. „Und sie tanzten einen Tango. Jacky Brown und Lady Miller…“ Wobei das statt Jacky Brown und Lady Miller besser „Dusch-Vorhang und Lady Alex“ heißen müsste…..
Geschnäuzt und gestriegelt ging es dann zum Dining Room. Das Essen war wieder mal super lecker. Mein Mann war selig, weil er seine geliebten Schnecken bekam. Alles in allem also ein gelungener Abend – Herz was willst Du mehr.

13. November 2012
Santorin - vulkanische Perle der Ägäis

Auf das Einlaufen in den Vulkankrater war ich natürlich schon mega gespannt und konnte es kaum erwarten, bis wir uns endlich der Vulkan-Inselgruppe näherten. Die Sonne lachte vom Himmel und zeigte sich von ihrer besten Seite. Die Einfahrt war einfach unglaublich schön und ich hab jeden einzelnen Moment vollkommen genossen.



Während wir aufs Tendern warteten, saßen wir in der Sonne und konnten es fast nicht glauben, dass wir Mitte November hatten. Es war so warm, echt unglaublich.
Im Hafen angekommen machten wir uns auf den Weg nach oben. Wir haben uns bewusst für den Fußmarsch entschieden. Die Esel , die da den ganzen Tag auf und ab laufen müssen, taten mir einfach leid. Ich finde, das grenzt auch an Tierquälerei was die da machen – ich hab weder unten, noch oben, geschweige denn irgendwo unterwegs eine Wasser stelle gesehen für die Tiere. Mir ist schon klar, das sind Lasttiere und die sind gewohnt irgendwas zu ziehen oder zu schleppen, aber ich find die Art und Weise trotzdem nicht in Ordnung und wollte das keinesfalls unterstützen. Außerdem bin ich ja ein bisschen ein abenteuerlustiger Mensch und das war der Weg nach Fira auf jeden Fall! Wenn die Esel so auf einen zulaufen oder einfach keine Anstalten machen auch nur einen Schritt auf die Seite zu machen, wenn man halt zufällig gerade an das Mäuerlein gequetscht scheinbar im Weg steht , ist das schon ein eigenartiges Gefühl. Ich hab ein paar Mal versucht mich ganz fest anzustrengen und in Luft aufzulösen, aber es wollte mir einfach nicht gelingen.



Oben streiften wir dann erst mal durch die Gassen und deckten uns mit ein paar Souvenirs ein. Haus- und Hundesitter waren danach bestens versorgt. Dann ein Bier in erster Reihe mit traumhaften Blick auf das Meer und die beiden Schiffe. Das Blattgold im Bier hab ich vergeblich gesucht, obwohl da eigentlich welches hätte sein sollen, angesichts der Wucher Preise für einen Fingerhut voller Bier. Aber egal.



Nach einer weiteren Fotorunde und ein paar weiteren Mitbringsel später, konnten wir uns noch immer nicht dazu aufraffen, diesen wunderschönen Ort schon wieder zu verlassen. Also setzten wir uns noch in eine Taverne mit wunderbarem Blick über Fira und die Umgebung und genossen bei Ouzo und griechischen Klängen einfach nur unser Dasein. Hier hätte ich noch Stunden sitzen können, aber es half alles nichts, schön langsam wurde es Zeit wieder Richtung Schiff zu gehen.




So wie wir rauf gekommen sind, gings auch runter – zu Fuß. Rauf aufs Tenderboot und rüber zum Schiff. Noch mal den letzten Blick auf Santorin genießen und das Flair in sich aufsaugen – immerhin muss man ja jetzt eine zeitlang davon zehren können!


Heute war italienischer Abend im Restaurant. Eine Leckerei nach der anderen war angesagt. Auf mein „O sole mio“ wartete ich allerdings wieder vergeblich. Dass das auf der Splendour erst am letzten Abend gesungen wird, konnte ich da ja noch nicht wissen.

14. November 2012
Kusadasi - Guckst Du, hab isch viele Ware

Wie sich schwer vermuten lässt, hat in Kusadasi der Basar gewonnen. So Ausflugs-faul wie auf dieser Kreuzfahrt waren wir schon lange nicht mehr. Vielleicht lags auch einfach daran, dass ich nicht soooo viel Zeit hatte wie sonst mich auf den Urlaub und das ganze Drumherum vorzubereiten. Aber auf Ephesus hatten wir irgendwie keinen Bock an diesem Tag.

Also schlenderten wir einfach nur ein bisschen durch die Gegend und ließen den einen oder anderen Euro in verschiedenen Geschäften liegen. Das ständige „kommst du gucken, habe schöne Sachen“ und „woher kommen Sie“, „Österreich“, „Ah, Österreich, Servus“ nervt mich nach wie vor. Und plötzlich weiß ich wieder, was mich an den Türkei Urlauben immer so gestört hat. Aber okay, das gehört dazu. Genauso wie das Handeln, das ich ja auch nicht wirklich mag. Vor allem hab ich beim Bezahlen jedesmal das Gefühl, dass ich noch immer zu viel zahle, obwohl ich eh auf die Hälfte runter gehandelt habe.



Nichts desto trotz sind wir nach ein paar Stunden und einer kurzen Verschnaufpause in einem netten Lokal mit mehreren Eroberungen in Form von Kleidung & Lederwaren zurück an Bord. Dann erst mal alles in der Kabine verstaut, kurz frisch gemacht und dann wieder rauf ans Deck und das Auflaufen mit verfolgen. Mit einem Cocktail in der Hand genossen wir dann auch noch den wunderschönen Sonnenuntergang der sich uns bot, während wir uns noch kurz wunderten, warum noch immer nicht alle Schotten dicht sind und am Pier noch immer ein paar Schiffsangestellte rumlaufen. Wie gesagt nur kurz, weil uns schnell klar wurde, dass wohl noch Passagiere fehlen würden, hatten wir bisher noch auf jeder Kreuzfahrt. Keine Ahnung was die sich denken, „ach, wir schwimmen einfach nach“, oder was? Die zwei fehlenden Passagiere sind dann jedenfalls seelenruhig den Pier entlang gekommen, keine Spur von Hektik oder Eile. Natürlich wurden sie mit kräftigem Gejohle und Gepfeife eingeklatscht.

Dann war es schön langsam Zeit zum Fertigmachen fürs Abendessen. „Und sie tanzten einen Tango…“
Heute hatten wir im Chops Grill reserviert – ein Highlight auf jeder Kreuzfahrt auf das wir uns jedesmal wahnsinnig freuen. Wir gehören eindeutig zur Spezies der Fleischfresser, somit ist der Besuch im Chops eigentlich eh ein absolutes Muss. Wir wurden auch diesmal nicht enttäuscht und es war ein total schöner Abend, bei hervorragendem Essen und einem guten Fläschchen Wein.



Danach gings noch runter zur R-Bar auf einen „Kompostierer“, man muss dem armen Magen nach so einer Ladung doch ein bisschen behilflich sein.

15. November 2012
Katákolon – last stop in Greece

Der letzte Hafenstopp war in Katákolon. Bei schönstem Wetter konnten wir um die Mittagszeit das Einlaufen mit verfolgen und hatten kurz darauf schon wieder festen griechischen Boden unter den Füßen. Kulturbanausen wie wir nun mal sind entschieden wir uns gegen den Steinhaufen in Olympia und blieben in dem kleinen Örtchen. Wir entdeckten viele kleine nette Geschäfte und verbrachten einige Zeit mit Stöbern und ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Ich hab dann noch eine total hübsche Reisetasche entdeckt und auch gekauft und wie ich dann am nächsten Tag festgestellt habe, war das auch gut so. Ich hätte nämlich sonst viele viele Plastiksackerl gebraucht, das wär nie alles in den Koffer reingegangen.
Direkt am Wasser in erster Reihe verbrachten wir dann noch einige Zeit in den Lokalen. Nach einem kurzen Spaziergang noch in ein anderes und genossen hier noch letzten Sonnenstrahlen, den Blick auf die Splendour und das alles natürlich bei einem Ouzo.


Abends gabs dann wieder die Show im Atrium, die immer wieder schön zum Ansehen ist. Dann noch ein Schlummertrunk an der Bar und somit ging auch der letzte Hafentag dieser Kreuzfahrt zu Ende.

16. November 2012
Seetag – it’s ship time

Den heutigen Tag ließen wir ruhig angehen. Erstmal in Ruhe ausschlafen, dann ein bisschen im Windjammer mit den Windmühlen kämpfen und dann mit dem Buch ab ins Solarium auf eine Liege.
Zu Mittag gingen wir dann zu dem „Meet the stars“, wo wir am Vortag eine Einladung bekommen hatten. War ganz interessant ein bisschen von den Künstlern zu erfahren. Woher sie kommen, welche Ausbildung sie gemacht haben und natürlich wie es hinter den Kulissen so abläuft. Im Anschluss gabs dann die 2. Crown & Anchor Welcome Back Party für Mitglieder ab Platin-Status, glaub ich. Die Crown & Anchor Partys fand ich übrigens auf den anderen Schiffen netter, nur damit ich es erwähnt habe.

Danach kamen wir dann noch in den Genuss einer Küchenführung. Wir waren bereits auf der Explorer bei einer dabei, allerdings mit australischem Chefkoch. Unser Englisch ist zwar sehr gut, aber ein bisserl was geht da trotzdem immer unter. So war es natürlich super die Gelegenheit zu haben an einer deutschen Küchenführung teilnehmen zu können. Es war auch wieder total interessant, wobei wir zu Beginn in einem Bereich waren, wo es ziemlich war und auch die Luft nicht die beste war. Als dann die gefühlte 137. Frage gekommen ist, hab ich mich mal kurz umgesehen ob nicht irgendwo ein Fleischklopfer herum liegt den ich mal eben benutzen konnte, aber ich schieb das jetzt einfach auf den Sauerstoffmangel, dass ich solche Gedanken hatte.

Tja, und dann war es wieder soweit – Kofferpacken war angesagt. Diesen Akt schiebe ich eigentlich immer so lange wie möglich vor mich hin, weil es ja gleichzeitig auch heißt, dass wieder eine wunderschöne Reise zu Ende geht. Aber nützt ja nichts.
Dann noch ein letztes Mal Tango tanzen, bevor es dann zum letzten Dinner ging. Wir saßen an diesem Abend ewig mit unseren Tischnachbarn zusammen, das Restaurant war schon ziemlich verlassen, als wir dann auch aufbrachen. Noch schnell von unseren Kellnern verabschiedet und dann gings ab in die Heia.

17. November 2012
Venedig – Arrividerci Splendour

Aufbruchsstimmung am ganzen Schiff. Ich mag Abreisetage überhaupt nicht. Also schnell ins Windjammer zum Frühstück, dann die restlichen Sachen aus der Kabine geholt und dann hieß es auch schon Good Bye Splendour.



Kurze Zeit später kam auch unser Bus an, der uns wieder gut nach Hause gebracht hat.
FAZIT: Es war eine wunderschöne Reise mit überraschend gutem Wetter und angenehm warmen Temperaturen. Das Schiff war meiner Meinung nach vollkommen okay, über ein paar kleine Schönheitsfehler kann ich gut und gerne hinwegsehen. Das Windjammer ist meiner Meinung nach wie gesagt viel zu klein, Qualität und Vielfalt der Speisen waren aber überall an Bord sehr gut. Auch der Service war spitze, kurz gesagt: ich hab mich pudelwohl gefühlt.

In diesem Sinne, Schiff ahoi
  • Guzzinella
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REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 29 Dez 2012 18:50 #32947

Schöner Bericht und interessante Bilder. Santorin musswirklich schön sein. Mal sehn wie ichda mal hinkomme.
  • D.M.
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REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 30 Dez 2012 11:09 #32956

Hallo Guzzinella,

super Bericht!!!!! :sensation: Du hast einen tollen Humor und ich habe an vielen Stellen herzhaft gelacht. Aboslutes Highlight waren deinen Tanzeinlagen mit dem Duschvorhang. Was meinst du, kann der bei ordentlichem Seegang auch einen Foxtrott oder Quickstep? Und was ist mit Rumba?? Nee, ich bin ganz froh, dass Olli in seinem Bericht von der Serenade erwähnte, dass es dort jetzt feste Duschkabinen gibt. Duschvorhänge gehen irgendwie gar nicht mehr, finde ich.

Und wunderschöne Fotos. Erstklassig!

Danke, viele Grüße, Happy
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REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 30 Dez 2012 11:52 #32957

Hallo Guzzinella,


Toller Reisebericht :applaus: , macht Spaß deinen Reisebericht zu lesen!

Schöne Grüße aus der STMK

Wolfi
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REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 01 Jan 2013 20:11 #33000

Hallo,

wir waren auch zum gleichen Zeiptunkt am Schiff.
Toller Reisebericht.
Zum zu kleinen Windjammer muss ich Dir leider recht geben.
Die Küchenführung war auch sehr interessant, da man auf deutsch doch einiges besser versteht als auf englisch.
Auch das Publikum war sehr angenehm, lediglich den komischen Kautz mit seinen Schifferklavier hätte man in Venedig besser an Land lassen sollen.

Holger & Diana
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REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 03 Jan 2013 12:06 #33016

Freut mich, dass euch der Reisebericht gefällt.
Dann ist die Mühe nicht ganz umsonst. ;)

@Happy: Die Serenade hatte auch schon vor der Renovierung fixe Duschkabinen. War im November 2011 schon mal drauf. Da ist also kein Tango-Tanz angesagt :yiepiehh:
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REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 04 Jan 2013 16:48 #33039

:danke: sehr schöner Bericht den man prima lesen kann und super Bilder :coolpics: Die Kathedrale in Bari sah der in Ancona verdammt ähnlich
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Leider keine Kreuzfahrt in Sicht :skandal:





:aida: AIDA Aura Karibik 2009, :tui: Mein Schiff 1 Kanaren 2010, :costa: Pacifica ÖMM 2011, :msc: Lirica Ostsee 2012, :costa: Classica Adria 2012, :costa: NeoRomantica Indischer Ozean Oktober 2012, :msc: Armonia Rotes Meer März 2013, :costa: NeoRomantica Norwegen Juli 2013, :costa: Serena WMM März 2014, :cunard: Queen Elizabeth Oslo Mai 2014, :rccl: Jewel otS Karibik Januar 2015, :aida: Sol Kanaren Dezember 2015
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REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 05 Jan 2013 09:09 #33042

:sensation: Guzzinella, sehr schöner Bericht, :applaus: !

Santorin ist ja auch immer noch ein echter Herzenswunsch von mir. :) Auch Bari schaut interessant aus, hätte ich mir gar nicht so vorgestellt.

Viele Grüße Brina
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REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 05 Jan 2013 11:10 #33043

Sehr amüsanter Reisebericht
Jaja Duschvorhänge die können so schön am Körper kleben hmmmm was lecker :lol:
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REISEBERICHT Splendour of the Seas, Östliches Mittelmeer, November 2012 05 Jan 2013 12:37 #33045

Hallo Guzzinella,

wir sind nun auch wieder zurück und ich hole auf, was ich hier alles verpasst habe.
Schöner Bericht und tolle Fotos!!! Vielen Dank dafür!
Gruß
Oliver
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