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THEMA: Reisebericht: Splendour ots - 10.11. - 17.11.2012 - Östliches Mittelmeer

Reisebericht: Splendour ots - 10.11. - 17.11.2012 - Östliches Mittelmeer 16 Dez 2012 19:15 #32816

  • Reisebericht ÖMM 2012 – Splendour ot the Seas
    10.11. – 17.11.2012
    Venedig – Bari – Korfu – Santorin – Kusadasi – Katakolon – Venedig





  • Anreise 07.11.2012

    Am 07.11.2012 gegen 8 Uhr ging es los. Zunächst mal nach München zum Champions-League Spiel FC Bayern – OSCE Lille. Der ICE fuhr um 8 Uhr 58 ab Saarbrücken. Obwohl bereits über eine Stunde vor Abfahrt losgefahren, wurde es eng. Ein Unfall auf der A 620 zwang uns zum Umweg über die B 51. Doch dort staute sich der Verkehr ebenfalls. Ich wurde nervös. Ich hatte ein Billig-Ticket, und das wäre verfallen. Doch um 8 Uhr 45 war ich am Hbf. Der ICE aus Paris kam dann auch ziemlich pünktlich.

    Gut eine Stunde später war die Fahrt bereits in Neustadt/Weinstraße zu Ende. Ein weiteres Kapitel von „Pleiten, Pech und Pannen“. Tja, eine Bahnfahrt die ist lustig, eine Bahnfahrt die ist schön…. Der ICE M 3 „streikte“. Na toll. In letzter Zeit scheine ich ja kein Glück mit meinen Bahnfahrten zu haben. Zugwechsel mitten in der Pfalz. Damit war mein Anschluss in Mannheim weg, ebenso meine Platzreservierung. Das ging ja schon gut los. Der Ersatz-ICE aus Frankfurt kam dann kurz darauf. Gegen 10 Uhr 50 war ich dann in Mannheim. Zunächst zur Information, um mir den Ausfall bescheinigen zu lassen, damit ich mit dem nächsten ICE nach München weiter fahren konnte. Nach dem Stress gönnte ich mir in Mannheim zunächst einmal ein Cappuccino. Nun hieß es warten.

    Um 11 Uhr 31 ging es dann weiter. Mit einer Stunde Verspätung traf ich dann in München ein. Zunächst einmal verstaute ich mein ganzes Gepäck im Schließfach. Danach ein gemütlicher Bummel durch die Fußgängerzone. Gegen 18 Uhr brach ich dann zur Allianz-Arena auf. Gegen Viertelvorsieben traf ich dort ein. Mein Platz war im Oberrang Block 313 Reihe 11 Platz 20. Das Stadion war noch halber leer. Doch langsam begann sich die Arena zu füllen. Mit 68.000 Zuschauern war auch dieses Spiel wieder einmal restlos ausverkauft. Anpfiff war um 20 Uhr 45. Es wurde – aus der Sicht der Bayern-Fans – ein schönes Spiel mit sieben Toren. Das Ganze begann zunächst verhalten, aber nach dem schnellen 1:0 und 2:0 wurde es dann recht unterhaltsam. Nur leider war die Stimmung in der „Totentanz“-Arena wie immer beschämend.Selbst nach einer souveränen 3:0 Führung war noch immer alles verhalten. Kein Vergleich zum „Tempel der Glückseligkeit“ (Dortmund)!

    Traurig, aber das ist seit Jahren bekannt. Die Fans vom FC Bayern rangieren in der Tabelle der Stimmungsmache im Gegensatz zur Liga-Tabelle ganz unten. Ich glaube, daran wird sich auch in den nächsten 100 Jahren leider nix ändern. Was machen dann diese tollen „Stimmungsbomben“ im Stadion? In meinem Block waren einige, die für Unterhaltung sorgten. Ich machte da natürlich mit. Nur leider kamen wir wenige gegen 68.000 nicht an. Außer, dass meine Stimme dermaßen in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass ich nach dem Spiel keinen Ton mehr rausbrachte. Daran sollte sich bis Venedig nix ändern.

    Um 22 Uhr 35 Uhr erfolgte der Abpfiff. Heute hatte sich der ganze Aufwand wenigsten gelohnt. Gemütlich verließ ich die Arena. Ich hatte ja Zeit. Der ICE nach Frankfurt ging ja erst um 3 Uhr 25 in der Früh. An der U-Bahnstation Fröttmaning staute sich dann alles. Obwohl die MVV die Züge in 5 Minuten Takt fahren ließ, dauerte es doch eine Weile, bis man auf dem Bahnsteig ankam. Gegen 0 Uhr 30 war ich dann wieder am Marienplatz. Am Hbf wieder angekommen, suchte ich mir einen warmen Platz im Burger King. Mit reichlich Kaffee und Cola hielt sich mich einigermaßen über „Wasser“. Gegen 2 Uhr 45 verließ ich das Restaurant, um meinen Koffer zu holen. Der ICE stand nun schon im Gleis 19 bereit. Ich suchte mir ein Plätzchen und versuchte zu schlafen. Pünktlich ging dann in München ab.

    Planmäßig um 7 Uhr 08 war ich dann in Frankfurt Hbf. Jetzt zurück zum Flughafen. Dort angekommen, druckte ich mir am Lufthansa-Automaten zunächst mal meine Bordkarte aus. Danach zum Drop Off Schalter, um einen Koffer aufzugeben. Die freundliche Dame am Schalter fragte mich, vom welchem Verein ich denn Fan sei. Ich lief nämlich noch immer mit meinem „Mia san mir!“-Schal von Bayern umher, obwohl das ja in Frankfurt nicht ganz „ohne“ ist. „Bayern München!“ antwortete ich. Sie fragte mich dann, wie die gespielt hätten. „6:1 gewonnen!“ „Bundeslig?“ „Nein, Champions-League!“.

    Nachdem das auch erledigt war, gab es nun ein ausgiebiges Frühstück bei McDonald’s in Terminal 2. Von dort konnte ich die startenden und landenden Flugzeuge beobachten. Bis zum Boarding um 16 Uhr 05 hatte ich noch genug Zeit. So marschierte ich zwischendurch auch mal durch den gesamten Flughafen, der bereits am 7. November in voller Weihnachtsmontur strahlte. Gegen 15 Uhr machte ich mich dann auf zum Sicherheits-Check-In. Im Duty-Free Shop kaufte mich mir dann noch ein Päckchen Toblerone (gehört einfach dazu).

    Planmäßig um 16 Uhr 35 hob der Airbus 320-200 in Frankfurt ab. Eine Stunde später landeten wir dann schon auf dem Flughafen Venedig Marco Polo. Dort musste der Pilot aber mächtig in die „Eisen“ gehen, sonst wären wir in der Lagune gelandet. Auf den Koffer musste ich auch nicht lange warten. Draußen vor der Ankunftshalle standen auch schon die Busse, die nach Venedig fuhren. 6 € bezahlte ich für die Fahrt in die Stadt. Nach gut 20 Minuten kamen wir dann auch schon an der Piazzale Roma. Dort kaufte ich mir zunächst mal ein 2-Tages-Ticket (30 €) für die Vaporetto-Boote. Nun hieß es, das Hotel suchen. Ich hatte kurz vor Kreuzfahrt das Hotel nochmals umgebucht, weil mir Max‘ Worte zu denken gaben (mit dem Koffer durch halb Venedig zu laufen). Es war am Ende eine kluge Entscheidung, obwohl man mit den Vaporetto-Booten die Alternative hatte. Das Hotel, das ich diesmal gebucht hatte, lag nur ein paar Meter von der Bahnstation Santa Lucia und der Anlegestelle Ferrovia entfernt. Gegen 19 Uhr 30 war ich dann am Ziel. Das Zimmer war klein, aber sauber. Nur leider hatte dies kein Zimmersafe. Das war dann doch ein Manko, wie sich einen Tag später herausstellen sollte. So musste ich dann mein Geld, Kreditkarte und meine komplette Fotoausrüstung mitnehmen. Koffer abgestellt und dann wieder auf „Achse“.

    Venedig bei Nacht – kannte ich bis dato noch nicht. Mit der Linie 1 fuhr ich dann den Canale Grande hinab bis zum Lido und zurück. Es war traumhaft. Und zum Glück spielte das Wetter mit. Es war recht angenehm für die Jahreszeit. Gegen 22 Uhr 30 war ich dann wieder im Hotel. „Todmüde“ fiel ich ins Bett.




    FR 09.11.2012 – 2. Tag Venedig

    Gegen 7 Uhr 30 stand ich auf und ging zum Frühstück. Der Frühstücksraum war sehr klein und eng und schon richtig voll für diese frühe Zeit. Das Frühstück – ich habe schon besseres gesehen, aber für 52,50 €/Nacht muss man halt Abschläge in Kauf nehmen. Ich bin satt geworden, so ist das nicht. Aber die Auswahl war nicht sonderlich groß. Und der Kaffee hat fürchterlich geschmeckt! Gegen 8 Uhr war ich dann wieder auf der „Piste“. Mit Reiseführer „bewaffnet“ marschierte ich erst einmal drauf los. Es war angenehm. Die Sonne versuchte langsam durch die Wolken zu kommen. Nun gab es ausreichend Fotomotive. Für diese KF hatte ich mir noch extra eine 16 GB Speicherkarte zugelegt.

    Für das es noch früh am Morgen war, herrschte schon reger Betrieb in der Lagunenstadt. Von der Rialto-Brücke ab nahm ich dann das Vaporetto, um Venedig nun vom Wasser aus zu genießen. Vorbei an den alten Gebäuden Richtung Markusplatz. Es war herrlich!





    Am Markusplatz stieg ich dann aus. Weiter zu Fuß. Über den Markusplatz am Dogenpalast vorbei. Am Nachmittag dann wieder eine Vaporetto Fahrt zum Lido. Bei der Rückfahrt dann das erste Aufeinandertreffen mit einigen KFI-Gruppenkreuzfahrt-Teilnehmern. Gemeinsam dann zur Piazzale Roma. Die fuhren dann mit dem Bus in ihr Hotel nach Mestre, ich ging dann ins mein Hotel. Am Abend nochmals eine Lagunenfahrt mit anschließenden Spaziergang durch die Gassen von Venedig.




    SA 10.11.2012 – Einschiffung

    Nach dem Frühstück gegen 8 Uhr Check-Out im Hotel. Mit dem Vaporetto zur Piazzale Roma. Von dort aus nun gut 20 Minuten zu Fuß in den Hafen. Am Kai 108 lag sie dann auch schon, die Splendour ots. Koffer abgeben, dann mit der Rolltreppe hoch ins Terminal. Es war meine allererste Kreuzfahrt mit Royal Caribbean. Meine 7. Kreuzfahrt insgesamt mit vier Reedereien.

    Die Einschiffung begann so gegen 11 Uhr. Ging ohne größere Komplikationen. Foto für Bordkarte, Kreditkarte eingelesen – fertig. Ab auf das Schiff zum ersten Mittagessen im Windjammer. Nach dem Mittagessen ein gemütlicher Spaziergang über das Schiff zum Kennenlernen. Da noch nicht alle Passagiere an Bord waren, konnte man in aller Ruhe fotografieren. Das Auslaufen war für 17 Uhr angesetzt, d.h., dass alle Passagiere spätestens bis 16:30 Uhr an Bord sein mussten. Das Wetter war alles andere als gemütlich. Grauer Himmel und leichter Regen – was hatte ich gestern ein Glück mit dem Wetter! Um 16:30 fand die Seenotrettungsübung auf Deck 4 statt. Premiere in zweierlei Hinsicht für mich: VOR dem Ablegen und OHNE Weste!

    Inzwischen konnte ich dann auch schon die Kabine beziehen. Ich hatte eine Innenkabine auf Deck 3 (3513) Steuerbordseite. Die Kabine war an sich ganz in Ordnung, nur der Stauraum ließ leider zu wünschen übrig. Da war ich Besseres gewöhnt. Im Schrank befanden sich keine Ablagefächer, und auch die Nasszelle war relativ klein. Dafür hatten wir ein kleines Sofa in der Kabine. Nach dem Auspacken rauf aufs Pooldeck. Dort konnten wir das Einlaufen der ARTANIA beobachten (Kai 117).

    Punkt 17 Uhr nahm Kapitän Iv Vidos Kurs auf die Adria. Langsam ging es nun durch die Lagune von Venedig. Immer wieder ein Highlight bei einer Kreuzfahrt ins Östliche Mittelmeer! Doch mit diesem Highlight könnte es 2013 vorbei sein. Wer bis dato keine Kreuzfahrt von Venedig gestartet hat, der hat was verpasst! Venedig zeigte sich beim Auslaufen nicht gerade von seiner „Schokoladenseite“. Es regnete leicht. Aber trotzdem ist/war es schön. Die „Splendour“ schipperte langsam am Canale Grande und Markusplatz vorbei Richtung Adria.

    Ich hatte die 1. Essensitzung um 18:30 Uhr. Tisch 20. Der Oberkellner kam aus Indien und der Hilfskellner aus Honduras. Das Essen war sehr, sehr gut. Und erst der Service! Kein Vergleich zu AIDA, MSC und Costa! Kostenlos zum Essen gab es Kaffe, Wasser und ICE-Tea. Kaffeespezialitäten (z. B. Espresso) und Alkohol kosteten extra (z. B. Glas Wein 9 $ !). Wer keine Lust hatte, ins Restaurant zu gehen, konnte im Windjammer auf Deck 9 das Abendessen zu sich nehmen. Hier hatte man von 18:00 – 21:30 Uhr Zeit genug, das hervorragende Essen zu genießen. Nach dem Abendessen machte ich mich auf den Weg in die Kabine. Nach 3 Tagen fast ohne Schlaf hatte ich jetzt das Bedürfnis, mich endlich aufs Ohr hauen zu können. Venedig – Bari : 320 Seemeilen (593 km).


    SO 11.11.12 – 2. TAG: BARI/ITALIEN

    Innenkabinen haben den klaren Nachteil, dass man nicht mitbekommt, wann es draußen hell wird. So machte ich mich entgegen meinen Gewohnheiten erst gegen 9 Uhr auf dem Weg ins Windjammer zum Frühstück. Die Sonne schien, und die See war ruhig. Im Restaurant herrschte reges Treiben. Gegen Mittag erreichten wir dann Bari.
    Dort lagen wir dann von 12 - 20 Uhr abends. Nachdem das Schiff von den Behörden freigegeben worden war, machte ich mich zu einem gemütlichen Spaziergang durch die Stadt auf.



    Gut eine Stunde war ich in der Stadt, dann ging ich zum Schiff zurück. Alle Mann Bord: 19:15 Uhr. Den Rest verbrachte ich auf dem Pool-Deck. Pünktlich um 20:00 Uhr verließen wir Bari in Richtung Korfu/Griechenland. Abendgarderobe: Leger. Bari – Korfu: 181 Seemeilen (335 km).


    MO 12.11.2012 – 3. TAG: KORFU/GRIECHENLAND


    Ankunft: 08:00 Uhr; Abfahrt: 15:00 Uhr. Mit uns in Korfu lag heute die AZAMARA JOURNEY.

    Nach dem Frühstück machte ich mich zu Fuß auf dem Weg in die Altstadt. Nach gut 30 Minuten kam ich dort an. Ein gemütlicher Bummel durch die Gassen stand nun auf dem Programm.



    Nachdem ich die Schuhe für meine Mutter und mir den leckeren Likör besorgt hatte, machte ich mich wieder auf dem Rückweg zum Schiff. Es war bewölkt, aber warm. Um 15:00 Uhr verließ die „Splendour“ den Hafen von Korfu in Richtung SANTORIN. Heute am 3. Tag stand nun der 1. Gala-Abend auf dem Programm. Zunächst das fantastische Essen im Restaurant, danach der Empfang von Iv Vidos im Zentrum. Dort hatten wir dann auch Gelegenheit, sich mit ihm fotografieren zu lassen. Korfu – Santorin: 400 Seemeilen (741 km).


    DI 13.11.2012 – 4. TAG: SANTORIN / GRIECHENLAND

    Heute stand nun das absolute Highlight dieser Reise auf dem Programm: SANTORIN, das „Juwel“ in der Ägäis! Nach einem halben Seetag steuerten wir dann der Insel entgegen. Ankunft dort gegen 12 Uhr mittags. Hier lagen wir auf bis 20:00 Uhr auf Reede. Mit uns in Santorin: die „Zenith“. Es war ein Traumwetter, das uns dort erwartete. Und warm. Nach dem Frühstück holte ich mir in der Top Hat Lounge mein Tender-Ticket ab. Ich hatte die Nr. 6. Das letzte Tenderboot sollte um 19:30 Uhr zum Schiff übersetzen. Gegen 13 Uhr war es dann soweit: Ab auf die Insel! Heute hatte ich mir was besonders vorgenommen: nach Fira hochlaufen und danach dann wieder runter.



    Bei gut 20°C machte ich mich auf dem Weg nach Oben. Meine 1 l Wasserflasche, die ich mir vom Schiff mitgenommen habe, war schnell verbraucht. Nach 30 Minuten und 600 Stufen war ich dann in Fira. Hier gönnte ich mir erst einmal eine Pause. Danach ging es zum gemütlichen Bummel durch das Städtchen. Ich wäre gerne nach Oia gefahren, aber ich traute mich nicht. Später erfuhr ich auf dem Schiff, dass Unten am Eingang zur Seilbahn ein Privatanbieter die Fahrt nach Oia für 15 € Hin-und Rückfahrt auf einem Kutter angeboten hat. 30 Minuten dauerte die Überfahrt, danach mit dem Bus nach Oia. Gut zu wissen für’s nächste Mal, ich komme bestimmt wieder!

    Am Kraterrand machte ich dann einen kleinen Spaziergang. Von dort konnte man heute bei diesem Traumwetter außergewöhnlich gute Fotos machen. Der blaue Himmel und die bunten Häuser – einfach genial. So gute Fotos hatte ich bis dato noch nie von Santorin gemacht.

    Gegen 15 Uhr machte ich mich dann wieder auf den Rückweg. Erstaunlicher Weise brauchte ich für den Abstieg genauso lange wie für den Aufstieg; 30 Minuten. Gegen 15:45 Uhr war ich dann wieder auf dem Schiff. Da ich stark nach Esel roch, ging ich erst mal gleich duschen. Danach konnte ich einen tollen Sonnenuntergang erleben.

    Heute beschloss ich, nicht ins Restaurant, sondern ins Windjammer essen zu gehen. Von dort hatte man einen guten Ausblick auf das nächtliche Santorin. Um 20:00 Uhr hieß es dann: Leinen los bzw. Anker hoch! Tschüss Santorin – bis zum nächsten Mal. Wir nahmen Kurs auf Kusadasi in der Türkei.
    Santorin – Kusadasi: 134 Seemeilen (248 km).


    MI 14.11.2012 – 5. TAG: KUSADASI / TÜRKEI


    Ankunft 7:00 Uhr, Abfahrt war um 17:00 Uhr; Alle Mann an Bord: 16:30 Uhr.
    Auf meinem Programm stand heute Ephesus. Zusammen mit einem ungarischen Ehepaar machte ich mich auf dem Weg dorthin. 1 Stunde 15 Minuten hatten wir dort Zeit zur Besichtigung. Der Eintritt dort liegt bei ca. 12,50 €. Aber es lohnt sich auf jeden Fall.



    Die Kulisse war schon beeindruckend. Und Glück hatten wir mit dem Wetter auch. Trotz November war in Ephesus „Almauftrieb“. Vor allem Japaner bzw. Asiaten bevölkerten die Ausgrabungsstätte. Möchte nicht wissen, was in den Sommermonaten – also Hochsaison – hier „abgeht“. Gegen 13 Uhr waren wir dann wieder in Kusadasi. Der Taxi-Fahrer wollte uns noch zum Basar bringen, doch das haben wir alle dankend abgelehnt.

    Langsam ging der Tag zu Ende, und das Schiff war zum Auslaufen bereit. Dann wurde der Name eines Paares mehrmals durchgerufen. Es müssen Engländer oder Amerikaner gewesen sein. Anscheinend waren wir noch nicht komplett. Vom Deck 10 aus konnten wir beobachten, wie an der Gangway unten reges Treiben war. Es ging auf 17 Uhr zu. Auf einmal sah man von hinten ein Paar in aller Ruhe anmarschieren. Ein Crewmitglied ging ihnen entgegen und forderte die beiden zur Eile auf. Ein Deck unter uns (Deck 9; Pool-Deck) „feuerte“ ein Animateur die Nachzügler an. Er klatsche in die Hände und kurz darauf klatschen dann alle. Trotz Bummelei des Paares konnten wir Kusadas pünktlich um 17 Uhr ablegen. Nun ging es zurück nach Venedig. Kusadasi – Katakolon: 359 Seemeilen (665 km).


    DO 15.11.2012 – 6. TAG: KATAKOLON / GRIECHENLAND

    Und wieder nach einem halben Seetag legte die Splendour pünktlich um 12:00 Uhr in Katakolon an.
    Zurück in Griechenland. Nach den alten Römern standen nun heute die alten Griechen auf dem Programm. Über die Reederei hatte ich den Transfer nach Olympia gebucht (19 $). Treffpunkt war um 10:15 Uhr in der Top Hat Lounge Deck 5. Um 10:30 Uhr ging es dann los. 38 km sind es vom Hafen dorthin. Gut 30 Minuten Busfahrt. Der Eintritt war wirklich moderat. Ohne Museum 6 €; mit Museum 9 €. Bis 16:00 Uhr hatten wir nun Zeit, sich im alten Olympia umzuschauen. Es gab viel zu sehen, zu bestaunen und auch zum Fotografieren. Nach 2 Stunden verließ ich dann das Areal.



    Pünktlich um 16:00 Uhr ging es dann zurück zum Schiff. Alle Mann an Bord war für 18:30 Uhr vorgesehen. Um 19:00 Uhr ging es weiter. Der letzte Tag der Kreuzfahrt lag vor uns. Es war nun ein reiner Seetag. Zeit genug, sich zu erholen. Heute fand auch der 2. Gala-Abend statt.
    Katakolon –Venedig: 624 Seemeilen (1.156 km).


    FR 16.11.2012 – 7. TAG: SEETAG


    Heute stand ich mal zeitig auf. Zum Abschluss der Kreuzfahrt wollte ich unbedingt noch einen Sonnenaufgang erleben und wurde nicht enttäuscht.



    Ein schöner Tag kündigte sich an. Doch nur einer Stunde später das Wetter. Wir fuhren voll in eine Schlecht-Wetter-Zone. Der Himmel zog sich zu. Von der Sonne, die uns noch so schön am Morgen „begrüßte“ war leider nichts mehr zu sehen. Dann fing es auch noch an zu regnen. Der Seetag war gelaufen. Und heute sollte noch am Pool ein Barbecue stattfinden.

    Um 13:00 Uhr nahm ich dann noch an einer Küchenführung mit Chefkoch Michael Luik teil. Es war hoch interessant. Danach noch ein leckerer Cocktail an der Bar.
    Dann wurde es auch schon Zeit, sich für das letzte Abendessen an Bord umzuziehen. Dort fand dann die "Abschiedsshow" der Kellner statt. „O sole mio!“ sangen sie.
    Einfach Spitze! Und das Essen wie immer – traumhaft. Danach wurde es dann schon Zeit, in die Kabine zu gehen, um den Koffer zu packen. Bis 23:00 Uhr musste dieser vor der Kabinentür stehen. Die Kreuzfahrt ging zu Ende. Leider. Alles mal wieder viel zu kurz.


    SA 17.11.2012 – 8. TAG: VENEDIG


    Auch heute stand ich früh auf. Wollte die Einfahrt nach Venedig nicht verpassen. Als ich zehn Minuten vor sechs im Windjammer kam, war das Ganze fast schon gelaufen! Wir schipperten gerade durch die Lagune am Markusplatz vorbei. Das letzte Frühstück auf dem Schiff genoss ich in vollen Zügen. Dann konnte ich noch einen tollen Sonnenaufgang über Venedig beobachten. Ich hatte den grünen Kofferanhänger mit der Nr. 9 erhalten. Ausschiffung um 8:30 Uhr. Zum letzten Mal trafen wir uns alle am Pool-Deck. Verabschiedung. Für mich sollte der Abreisetag nur Stress bringen, aber das wusste ich da noch nicht. 24 (!) Stunden habe ich für die Heimreise in Saarland gebraucht!!!! Gegen 9 Uhr 30 verließ ich das Schiff und machte mich zum Flughafen auf.

    Leider habe ich nicht gewusst, dass auch Royal Caribbean Spätabreisenden gegen Aufpreis anbietet, auf dem Schiff zu bleiben bis der Transfer geht. Von AIDA musste ich es. Ich hätte dies liebend gerne in Anspruch genommen. Stattdessen saß ich dann 8 Stunden auf dem Flughafen Marco Polo fest. Sollte ich nochmal mit RCI fahren und mein Flieger geht spät, werde ich das Angebot in Anspruch nehmen. Das Schiff wäre allemal besser gewesen.

    Am Flughafen angekommen, suchte ich zunächst mal den Ticket-Automaten von Lufthansa. Ich musste ja die Bordkarte ausdrucken. Leider habe ich das auf dem Schiff vergessen, sonst hätte ich das per Internet gemacht. Im Gegensatz zu Frankfurt konnte ich in Venedig meinen Koffer noch nicht aufgeben, erst gute 2 Stunden vor Abflug. Ich suchte mir ein Plätzchen, wo ich mir mit Musik und Lesen und die Zeit vertrieb, die gar nicht vergehen wollte. Hätte ich den Koffer aufgeben können, wäre ich auf jeden Fall nochmal in die Stadt gefahren.

    Gegen 17:00 Uhr konnte ich dann endlich zum Sicherheits-Check gehen. Im Transferbereich gab es deutlich bessere Sitzgelegenheiten. Gate 15 für den LH-Flug 0331 Venedig –Frankfurt; Abflug um 19:05 Uhr. Die Maschine hob verspätet in Venedig ab, weil ein Passagier verspätet in den Flieger kam. In Frankfurt angekommen, musste ich erst mal gut 15 Minuten durch den Flughafen laufen, bevor ich an der Gepäckausgabe ankam. Dort „streikte“ zunächst mal das Kofferband. Ich schaute auf die Uhr. 21:05 Uhr. Um 21Uhr 55 hatte die letzte Gelegenheit, heute noch nach Saarbrücken zu kommen. Doch 5 Minuten später hatte ich dann meinen Koffer. Und wieder erst mal durch den Flughafen zur Bahnstation. Am Schalter sah ich, dass ich bereits um 21 Uhr 29 fahren konnte, zwar nur Nahverkehr, aber immerhin. Also Ticket gekauft und runter auf Gleis 3; dort dann auf die S 8 nach Wiesbaden warten. Doch die kam nicht. Mein Anschluss in Mainz fuhr bereits um 22 Uhr 05. Es wurde eng. Und ich nervös.

    Auf einmal kam die Durchsage: „Wegen Notarzteinsatz an der Strecke hat die S-Bahn ca. 60 Minuten Verspätung“. Das war’s dann. Zug in Mainz weg. Zurück zum Schalter. Neue Verbindung ausdrucken. Es gab noch 2 Verbindungen, doch dann wäre ich spätestens in Kaiserslautern „gestrandet“. Zwischen Mannheim und Kaiserslautern war zudem noch Schienenersatzverkehr. Nee, darauf hatte ich nun wirklich keine Lust. Also beschloss ich, am Flughafen zu bleiben. Erste Verbindung: morgen früh um 5:29 Uhr nach Mainz, dann um 6:55 Uhr von dort nach Saarbrücken. Die Nacht bekam ich kaum ein Auge zu. Ich hatte zwar eine bequeme Sitzgelegenheit, aber ich hatte ständig mein Gepäck im Auge. Gegen Mitternacht kehrte dann Ruhe am Airport ein. Aber nur bis 3 Uhr morgens. Dann wurde es wieder lebhaft, denn die ersten Ferienflieger hoben bereits um 5 Uhr vom Frankfurt ab.

    Pünktlich ging die S 8 nach Wiesbaden im Flughafen ab. Aber dann nur bis Rüsselsheim Opelwerk. Dann kam die Durchsage, dass die Weiterfahrt wegen Blockierung durch Personen auf unbestimmte Zeit verschoben wird. Toll! Es ging gerade weiter, wie es gestern Abend aufgehört hatte. Doch auf einmal setzte sich die S-Bahn wieder in Bewegung. Der ungewollte Aufenthalt in Rüsselsheim-Opelwerk verkürzte meine Wartezeit in Mainz. Dort gibt es kaum ausreichend Sitzgelegenheiten. Und wenn es welche gab, waren die durch die „Nachtschwärmer“ schon belegt. Um 06:55 Uhr ging es dann aber endlich in Richtung Heimat. Ohne Verzögerungen kam ich dann um 9:20 Uhr in Saarbrücken an; weiter ging es dann um 9:32 Uhr nach Bous, wo ich um zehn vor Zehn ankam. Mein Vater holte mich vom Bahnhof ab, so dass ich mit dem schweren Koffer nicht noch laufen musste.

    Fazit: RCI – eine Reederei, mit der ich mich anfreunden könnte, auch wenn sie englischsprachig ist. Die Splendour – ein älteres, aber schönes Schiff und für meine Bedürfnisse genau richtig; nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Service – ein bisher nicht gekanntes Erlebnis – absolut Top!Essen – einfach nur traumhaft! Wird nun im März auf der AIDAmar sehr schwer werden, da keine Vergleiche zu ziehen. Und 2.018 Seemeilen (3.738 km) zurück gelegt.

    Unterm Strich eine perfekte Kreuzfahrt mit einem perfekten Vorprogramm und traumhaften Wetter. Die Heimreise allerdings weniger perfekt, doch diese Dinge können vorkommen. RCI – immer wieder gerne!
    • Heidi67
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    Reisebericht: Splendour ots - 10.11. - 17.11.2012 - Östliches Mittelmeer 16 Dez 2012 21:01 #32817

    Super schöner Bericht, liebe Heidi. Und umwerfende Fotos! Der Hammer!

    Ach, was freue ich mich von Tag zu Tag mehr auf unsere Serenade.

    viele Grüße, Happy
    • Happy
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    Reisebericht: Splendour ots - 10.11. - 17.11.2012 - Östliches Mittelmeer 17 Dez 2012 09:48 #32819

    WOW bei den Fotos hast du ja Kunstwerke geschaffen :sensation:

    Schön gelöst :stolzbin: Gut gemacht!
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    Reisebericht: Splendour ots - 10.11. - 17.11.2012 - Östliches Mittelmeer 17 Dez 2012 11:08 #32820

    Kann mich nur anschließen ... sehr schöne Bilder.

    Freut mich, dass RCCL Dich auch "überzeugen" konnte :yiepiehh:
    • Miaminice
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    Reisebericht: Splendour ots - 10.11. - 17.11.2012 - Östliches Mittelmeer 19 Dez 2012 19:08 #32834

    Hallo Heidi,

    vielen dank für den schönen Reisebericht mit den tollen Fotos :sensation:
    VLG
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    Reisebericht: Splendour ots - 10.11. - 17.11.2012 - Östliches Mittelmeer 19 Dez 2012 20:34 #32836

    Hallo Heidi,

    danke für diesen tollen Reisebericht. :applaus: .

    Und :respekt: für die Bilder. Deine "Kollagen" sind :sensation: .
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    Gruß
    Thorsten

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    Reisebericht: Splendour ots - 10.11. - 17.11.2012 - Östliches Mittelmeer 19 Dez 2012 21:07 #32838

    @ all: :danke: für die Komplimente!

    Schön, dass Euch der Reisebericht gefällt. War diesmal echt schwierig, ihn zu schreiben.
    Meine Eindrücke in Wort und Bild zu fassen. Es war ein tolles Schiff, eine tolle und interessante Route.
    Eine meiner schönsten Kreuzfahrten.
    • Heidi67
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