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THEMA: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010

Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 08 Mär 2012 12:02 #29211

Die Kreuzfahrt ist zwar schon etwas länger her, aber wenn ich den Bericht nun schon mal hab, dann möcht ich ihn auch hier zur Verfügung stellen.

Gebucht haben wir die Explorer of the Seas ab/bis Cape Liberty in die Südliche Karibik (07. – 19.11.2010).
Los ging es bereits am 05.11., man kommt ja schließlich nicht jede Woche nach New York
Geflogen sind wir direkt ab Klagenfurt, für alle die diese „Stadt“ noch nie gehört haben: es ist ein kleines Kaff und zugleich die Landeshauptstadt im südlichsten Bundesland von Österreich (Kärnten).
Da wir keine 10 Minuten vom Flughafen entfernt wohnen, war dies wirklich mehr als angenehm. Via München gings dann mit Continental nach Newark/New Jersey. Der Flug verlief problemlos, das Umsteigen in München war allerdings sehr spannend – bei der Sicherheitskontrolle wurden wir auf Herz und Nieren geprüft und mussten zig Fragen beantworten. Von wegen, woher wir kommen, wohin wir wollen, warum, wie lange usw. – ich hab noch drauf gewartet, dass sie uns fragen was wir gefrühstückt haben. So „intim“ wollte die Dame dann aber anscheinend doch nicht werden. Jedenfalls mussten wir diesmal sogar unsere Hoteladresse in den Staaten angeben, das hab ich davor noch nie erlebt.

Die Einreise in Newark war dann erstaunlicherweise relativ problemlos und binnen knapp 30 Minuten (inkl. Schlange stehen) erledigt. Koffer holen und mit dem Airtrain ab zum Bereich P4, wo die ganzen Hotel Shuttles stehen. Wir hatten das Country Inn & Suites by Carlson Newark Airport gebucht ( ). Der Shuttlebus fährt ca. alle 10 Minuten, wir haben also nicht lange gewartet und waren kurz darauf schon im Hotel. Check-in verlief auch problemlos – bei der Buchung habe ich als Option ein Upgrade auf die Juniorsuite genommen. Bei 15 Dollar pro Nacht mehr muss man nicht lange überlegen. Und tatsächlich wurden wir dann auch in die Juniorsuite gesteckt. Das Zimmer war sehr geräumig, ebenso das Bad war ziemlich groß. Im Zimmer stand dann noch ein Whirlpool, herrlich nach einem so anstrengenden Tag.

Da wir bereits um 13:30 Ortszeit im Hotel waren sind wir gleich direkt gegenüber in die Jersey Garden Mall zum Shoppen. Eingedeckt mit ein paar Jeans, Pullis und einem Ballkleid sind wir dann noch ins Diner neben dem Hotel zum Abendessen, haben danach noch kurz den Whirlpool genossen und um ca. 21.00 Uhr bereits tief und fest geschlafen.

06.11. New York
Beim Frühstück hab ich mich noch immer gewundert, warum ich die Zeitverschiebung so falsch im Kopf habe, mir ging eine Stunde ab (also ich dachte es wäre eine Stunde mehr Zeitverschiebung) und ich wusste nicht warum – nun, dieses Rätsel sollte sich dann am nächsten Tag auflösen.
Nach dem Frühstück sind wir wieder rüber zur Mall, allerdings zur Bushaltestelle, wir wollten ja nach Manhatten. Hier gleich mal ein Tipp: unbedingt mit dem kostenlosen Shuttle zum Flughafen fahren (ca. 5-10 Minuten, je nach Verkehr) und dann von dort weiter nach Manhatten. Das mit den Bussen nehmen die Amis wohl nicht so genau. Es ist zwar alle 5 Minuten ein Bus zur Mall gekommen, aber kein einziger (!) fuhr nach Manhatten. Eine gefühlte Ewigkeit später ist dann doch noch einer gekommen und hat uns keine halbe Stunde später an der Penn Station in Manhatten ausgespuckt.
Es war unser erster New York-Besuch, und dann gleich mitten auf der 5th Avenue zu stehen, das war schon sehr beeindruckend muss ich sagen.
Wir haben uns die Füße Wund gelaufen, um wirklich so viel wie möglich zu sehen. Und es hat sich echt gelohnt. Sind dann allerdings auf das Rockefeller Center (Top of the Rock) rauf, da beim Empire State Building soooooo viele Menschenmassen waren und beim Top of the Rock ging das echt ruck zuck. Der Ausblick war schon sehr atemberaubend muss ich sagen. Auf unserem Weg zum Central Park sind wir dann immer öfter Läufern begegnet, Straßensperren wurden auch schon vorbereitet – am Tag darauf war ja New York City Marathon!

Abends sind wir dann mit dem Bus zurück zum Hotel – das war auch noch mal ein Spießrutenlauf. Bei der Rückfahrt musste man das Ticket nämlich bereits zuvor am Automaten ziehen. Alles mit Touchscreen zum Auswählen, alles in Zonen eingeteilt. Alles klar, und woher soll ich wissen, in welcher Zone unsere Endhaltestelle liegt? Das stand da nämlich nirgends. Da der Bus jeden Moment kommen musste, hab ich dann einfach die Zone angeklickt, die mit dem Fahrpreis vom Hinfahrt-Ticket übereingestimmt hat und tatsächlich – es war die Richtige. Jaja, wir sind zwar kleine Provinzler, aber logisch denken können wir trotzdem. Manchmal zumindest :woohoo:

Zurück in Elizabeth sind wir wieder ins Diner und haben uns ein leckeres Steak gegönnt, dann wieder den Whirlpool genutzt und schlussendlich wieder voll k.o., mit einigen Kilometern in den Beinen, ins Bett gefallen.

07.11. Ab auf die Explorer
Endlich ist es soweit – das Schiff ruft. Beim Frühstück haben wir gespannt das Treiben auf dem TV-Gerät beobachtet, das in dem Frühstücksraum war. Alle waren ja voll im Marathon-Fieber. Hm, nur komisch, dass es bereits 9:15 war und der Startschuss, der für 9 angesetzt war, noch immer nicht gefallen ist. Ganz im Gegenteil, die sind da alle noch ganz locker durch die Gegend gegangen, keine Spur von Startaufstellung. Ein Blick auf die Uhr brachte mir schließlich die Erleuchtung. Es war nicht 9:15, sonder 8:15, die Uhren wurden an diesem Sonntag eine Stunde zurück gestellt. Und hier war sie plötzlich, meine verlorene Stunde von der Zeitverschiebung :whistle:

Wir hatten noch bis 10:30 Zeit – für diese Uhrzeit haben wir über das Hotel eine Limo bestellt (55 Dollar inkl. Gepäck). Ein alter Lincoln hat uns dann pünktlich vom Hotel abgeholt und zum Hafen nach Bayonne gebracht. Der Hafen dort ist nicht gerade sehr durchdacht gestaltet. Es gibt nur eine Fahrspur hinein und eine heraus. Das heißt die Shuttles und Taxis, welche die Leute, die gerade zurück gekommen sind, vom Schiff abholen wollten, sind gemeinsam mit den Shuttles und Taxis, welche die neuen Gäste zum Schiff bringen, in der endlos langen Schlange gestanden. Irgendwann sind wir dann doch angekommen, haben unsere Koffer abgegeben und sind direkt durch die Sicherheitskontrolle zum Check-in Schalter gegangen. Mussten auch nicht warten, ging echt wieder total schnell. Gewartet haben wir dann nur in der Halle auf den Bus, der uns zum Schiff brachte, aber auch nicht wirklich lange. Aber wir sind da sowieso eher die geduldigeren Menschen und zucken nicht gleich vollkommen aus, wenn man mal wo 5 Minuten warten muss.

Der Anblick der Explorer war wieder der Hammer. Obwohl man sich an die Schiffsgröße schon gewöhnt hat und die Schiffe mittlerweile ja noch um einiges größer geworden sind, ist der erste Blick aufs Schiff trotzdem noch immer faszinierend. Am Schiff angekommen gings erst mal ins Windjammer und danach kurz auf die (Balkon)Kabine, das Handgepäck loswerden. Dann sind wir natürlich rauf ans Deck – die Aussicht genießen. Bewaffnet mit Spiegelreflex- und Videokamera konnte es quasi losgehen mit dem Auslaufen  Wir hatten Glück, das Wetter war total super, zwar etwas windig, aber strahlender Sonnenschein. Von Cape Liberty auslaufen hat schon was muss ich sagen, die Eindrücke sind einfach unbeschreiblich, so was vergisst man sein ganzes Leben lang nicht. Vor allem dann die Durchfahrt unter der Verrazano Bridge war genial, man hat wirklich das Gefühl die Brücke berühren zu können wenn man die Hände ausstreckt.

Zurück auf der Kabine, wartete bereits einer unserer Koffer auf uns. Da wir die zweite Sitzung fürs Abendessen gewählt haben, haben wir uns noch ein paar Minuten aufs Ohr gehauen und versucht uns an den Seegang zu gewöhnen (6-7 Meter hohe Wellen haben uns auf dem Atlantik empfangen).
Beim Abendessen saßen wir an einem großen Tisch, gemeinsam mit 3 Pärchen aus Deutschland. Der erste Abend verlief noch etwas verhalten was die Gespräche anlangte, das lag aber auch an der Form des Tisches. Es war für 10 Personen Platz, wir waren aber nur acht. Und da der Tisch länglich war und nicht rund, saßen zwei einfach immer sehr ungünstig und konnten die am anderen Ende des Tisches nur mühsam verstehen. Wir haben es aber trotzdem geschafft uns alle zu unterhalten und haben uns im Laufe der Reise so richtig angefreundet. 

08.11. Seetag
Im Gegensatz zu einigen anderen, lieben wir die Seetage ja sehr. Gemütlich ausschlafen und frühstücken, dann ab aufs Deck mit einem guten Buch, den Blick aufs Meer genießen und einfach nur die Seele baumeln lassen – das hat schon was. Später dann ein bisserl im Fitnesscenter gegen die Kalorienbomben ankämpfen, das Schiff erkunden, ein bisschen mützen (Nickerchen machen) und schwupps der erste Seetag ist schon fast vorbei. Bereits am Nachmittag konnten wir uns im Badegewand in der Sonne aalen. Echt beeindruckend wie schnell es warm geworden ist. Als wir dazwischen kurz mal auf die Kabine gegangen sind, entdeckten wir wieder ein kleines Briefchen. Hm, Willkommensgruß kanns keiner mehr sein, den hatten wir ja schon am Vortag bekommen. Den Obst-Tellergruß der internationalen Botschafterin auch, also waren wir natürlich umso gespannter was sich in dem kleinen Kuvert befindet. Es war eine Einladung vom Hoteldirektor an den Captain’s Taible – am Abend war ja Captains Dinner angesagt. Na das war vielleicht eine Freude! Da hat sich der Kauf des neuen Abendkleides ja schon ausgezahlt!

Voll gestylt und gut gelaunt gings dann um 20:15 zum Empfang wo wir bei einem Cocktail ein bisschen mit dem Hoteldirektor plaudern konnten. Er ist ebenfalls ein Österreicher und nützt dann manchmal die Gelegenheit und lädt sich ein paar Landsleute zum Essen an den Tisch ein. Ich muss sagen es war wirklich ein sehr netter und vor allem auch spannender und informativer Abend. So ein bisserl einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen ist schon sehr interessant muss ich sagen. Und man fühlt sich schon auch ein bisschen geehrt, geb ich zu, wenn man da in der Mitte beim großen Tisch sitzt, mit Tischkärtchen und allem Pipapo.
Zum Schluss haben wir dann noch ein Erinnerungsfoto bekommen, das der Fotograf am Anfang gemacht hat – haben wir auch sehr nett gefunden.

09.11. Seetag
Da der Vorabend ja doch etwas länger gedauert hat, haben wir uns mit dem Aufstehen auch ein bisserl Zeit gelassen. Schließlich sind wir ja im Urlaub.  Der Tag verlief dann so ähnlich wie der erste Seetag. Faulenzen, lesen, essen, genießen. Der einzige Unterschied zum Vortag war die Temperatur. Gestern noch angenehm warm, war es an diesem Tag schon sehr sehr heiß und auf der prallen Sonne eigentlich kaum auszuhalten. Aber man muss ja nicht in der Sonne liegen – also nur ja nie über das schöne Wetter schimpfen! ;)
Am Abend gingen wir nach der Welcome Back- Party wieder ins Hauptrestaurant und haben erstmal unsere Tischnachbarn aufgeklärt. Die dachten nämlich wir hätten den Gala-Abend geschwänzt.

10.11. Labadee, Haiti
Von Labadee hab ich mir ja zugegebener Maßen sehr viel erwartet, da ja auch im interaktiven Fernsehen extrem viel Werbung dafür gemacht wird. Also sind wir natürlich auch sofort an Deck gegangen um unsere Neugierde zu stillen. Das Wetter war an diesem Tag leider nicht wirklich sehr einladend und freundlich. Eine dunkle Wolke hing über dem Strand und es waren sogar Nebelschwaden zu sehen am Berg.
Wirklich begeistert hat uns Labadee nicht muss ich sagen – wenn das Wetter passend gewesen wäre, dann wärs bestimmt ein netter Strandtag gewesen. Es hat dann aber irgendwann zu schütten angefangen und so haben wir beschlossen wieder zurück aufs Schiff zu gehen – Labadee sehen wir bestimmt wieder mal während einer Kreuzfahrt.
Das Auslaufen haben wird dann vom Balkon aus verfolgt, das ist schon fein muss ich sagen, das genießen wir immer sehr!

11.11. Samana, Dominikanische Republik
Faschingsbeginn sozusagen, und wir mitten in der Karibik – kann auch was. Gleich nach dem Frühstück haben wir uns zur Gangway begeben und warteten total gespannt bis wir dran waren zum Tendern. Wir sind zuvor noch nie mit Tenderbooten transportiert worden und der erste Schritt auf diesem wackeligen etwas runter zum Tenderboot war schon seeeehr arg. An Land angekommen – und diesmal war ich wirklich froh wieder festen Boden unter meinen Füßen zu spüren – haben wir uns erst mal kurz umgesehen und dann aber gleich beschlossen den Tag am Strand zu verbringen. Wir, blauäugig wie wir sind, haben uns natürlich überreden lassen mit so einem Moto-Taxi zu fahren. Ein Mofa mit Anhänger!!!!!!!! Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mich nie darauf eingelassen. Ich frag mich ja wie so ein Mofalein, das einen Anhänger für 4 Personen (!) zieht, diese Straßen bezwingen kann. Wir sind da über eine Straße, oder nennen wir es besser Schlaglöcher mit etwas Asphalt dazwischen, gefahren, Richtung Strand. Aufwärts ging das Teil mit Ach und Krach noch ohne Umzukippen, und wir sind jetzt nicht unbedingt totale Schwergewichte, aber abwärts dann – über Stock und Stein – das letzte Stück zum Strand sozusagen, war so steil, dass ich dachte wir fallen kopfüber auf die Straße. Naja, einige Nerven hats mich gekostet, aber wie sagt man so schön: wenn einer eine Reise tut….

Der Strand war super schön und noch relativ leer – nur das Rauschen des Meeres war zu hören, dazu ein paar ganz leise Karibikklänge aus der Ferne, ein super Blick auf die Explorer – Herz was willst du mehr. Einer der Männer , die dort für die kulinarische Verpflegung zuständig waren, hat mir dann noch eine Ananas geköpft und mit einem Strohhalm zum Trinken gebracht. Noch mehr Karibikfeeling geht gar nicht 
Zurück ging es dann wieder auf die selbe Art und Weise – mit dem Mofa-Taxi. Zurück tendern ging ganz schnell und als wir wieder an Bord waren, waren wir schon ein kleines bisschen froh wieder „zu Hause“ zu sein.

12.11. Charlotte Amalie, St. Thomas
Bereits am Vorabend haben wir mit unseren Tischnachbarn vereinbart zur berühmten Magens Bay zu fahren – einem der schönsten Strände der ganzen Welt. Die Fahrt dorthin war schon mal super, weil man ja doch ein kleines Stück über die Insel fährt und so zumindest einen kleinen Eindruck erhält. Der Blick von der Anhöhe auf den Hafen mit den Kreuzfahrtschiffen war auch genial. Ein Fotomotiv jagt das andere – ich hatte echt zu tun ;)
Bei der besagten Magens Bay angekommen, haben wir den Strand natürlich gleich mal ganz genau unter die Lupe genommen, wenn er schon so hoch gepriesen wird. Fazit: Ja, der Strand ist wirklich sehr schön – ich hab zwar schon einige gesehen, die mindestens genauso schön sind und ich hab auch ein paar gesehen, die viel viel schöner sind, aber es war wieder ein sehr schöner Strandtag. Wenn wir das nächste Mal dorthin kommen, würden wir uns trotzdem an einen anderen Strand bringen lassen, vielleicht an einen kleinen Geheimtipp eines Inselbewohners oder so.
Auch dieser Tag verging wie im Flug und schon saßen wir wieder beim Abendessen und plauderten mit unseren Tischnachbarn über unsere Eindrücke und Erlebnisse.

13.11. Basseterre, St.Kitts
Und schon steht die nächste Insel am Programm, heute also St. Kitts. Ich muss schon sagen, dass mich der Anblick der einzelnen Inseln beim Einlaufen jedes Mal aus Neue fasziniert und beeindruckt. Die obligatorischen Bilder geknipst und schon waren wir wieder von Bord. An dieser Stelle muss ich auch gleich mal betonen wie schnell und unkompliziert das von Bord- und an Bord-Gehen immer war. Lange Wartezeiten gab es eigentlich nie.
Eine kleine Inselrundfahrt vermittelte uns einen ersten Eindruck über die Insel. Vorbei an einem Strand der durch eine Straße getrennt war – links der Strand am Atlantik und ein paar Meter weiter, gegenüber, auf der anderen Straßenseite sozusagen der karibische Strand. Zum Abschluss ging es natürlich ebenfalls wieder an den Strand – ein bisserl Plantschen muss einfach sein.  Ich glaub dieser Tag war der heißeste von allen, wir sind quasi alle 10 Minuten ins Wasser geflüchtet.
Und nachdem wir da wieder unsere Tischnachbarn getroffen haben, obwohl wir an dem Tag alle allein unterwegs waren, haben wir dann gleich vereinbart am nächsten Tag wieder gemeinsam loszufahren. Vor allem haben wir uns alle so gut verstanden und immer so einen Spaß, dass es echt immer total nett war gemeinsam etwas zu unternehmen.

14.11. St. John’s, Antigua
Das absolute Highlight der Reise stand am Programm – nur wusste ich das da noch nicht. Heute wollten wir es wieder ganz ruhig angehen lassen, mit einem faulen Tag am Strand. Also haben wir uns alle zusammen ein Taxi geschnappt und zum Fahrer gesagt er soll uns zum schönsten Strand der Insel bringen, aber nicht zu einer Touristenhochburg. Gut, bei 365 Stränden MUSS dieser Wunsch ja zu erfüllen sein! Und JA, er wurde erfüllt! Absolut! Das war wirklich einer der schönsten Strände die ich je selbst gesehen habe. Der Strand war so fein und weiß, dass es richtig geblendet hat, das Wasser war so klar und hat sämtliche blau und türkis-Töne gespielt… herrlich, mehr kann man dazu gar nicht sagen. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen, Cocktail geschlürft und den Bauch in die Sonne gehalten.
Abends zurück am Schiff gings erst mal ne Runde aufs Laufband. Damit sich nicht zu ganz so viel von dem ganzen leckeren Essen auf den Hüften breit macht.

Shows haben wir uns übrigens bei der letzten Kreuzfahrt (Transatlantik) um einige mehr angesehen. Hat sich irgendwie so ergeben diesmal. Haben abends dann eher noch einen Spaziergang an Deck oder über die Royal Promenade gemacht. Oden den Leuten im Casino beim Gambeln zugesehen.

15.11. Philipsburg, St. Marteen
Auf St. Marteen war ich auch schon mehr als gespannt. Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir gleich von Bord und Richtung „Stadt“ um ein paar Fotos zu schießen, ein bisschen zu bummeln und vielleicht das eine oder andere Mitbringsel zu ergattern. Bin auch sofort ein Fan dieser Insel geworden. Irgendwie ist das so ein eigenes Flair, dass man sich gleich wohl fühlt dort.
Den berühmten Maho Beach haben wir uns für die nächste Kreuzfahrt aufgehoben, das war uns an diesem Tag zu stressig dort auch noch hinzufahren. Und da wir die Insel ja auch bei den nächsten beiden Kreuzfahrten anlaufen, ist das nicht so tragisch.

Nach dem Einkaufsbummel haben wir uns noch für zwei Stunden an den Strand gelegt, bevor es wieder Richtung Schiff ging und somit auch die Zeit gekommen war, sich schön langsam von der Karibik zu verabschieden. Das Auslaufen an diesem Abend war besonders spektakulär. Neben uns lag ein anderes Schiff (P&O Cruises), das einige Minuten vor uns ausgelaufen ist. An Deck waren so viele Leute, das es nur so gewuselt hat. Eine Band hat für Unterhaltung gesorgt und so richtig Stimmung gemacht. Als die Leute vom anderen Schiff dann johlend zu uns her gewunken und gerufen haben, wurden auch die Passagiere unseres Schiffes von der guten Stimmung angesteckt und das Auslaufen wurde zu einem richtigen Fest mit ordentlichem Kräftemessen des Schiffshornes.

16.11. Seetag
Die Sonne meinte es gut mit uns und zeigte sich den ganzen Tag von ihrer besten Seite, so dass wir einen wunderschönen und faulen Tag am Pool verbringen konnten. Mittlerweile war auch das vierte Buch fast ausgelesen…. Den Abend verbrachten wir am Balkon, das Fernglas in der Hand um noch den ein oder anderen Blick auf eine karibische Insel erhaschen zu können.
Bei einem leckeren Abendessen im Hauptrestaurant haben wir mit unseren Tischnachbarn noch mal alle besuchten Inseln Revue passieren lassen und uns dann bei einem Gläschen Wein noch einen netten Abend gemacht.

17.11. Seetag
Auch an diesem Tag konnten wir noch im Badegewand an Deck liegen – die Sonne lachte vom Himmel und bescherte uns noch einen super Tag am Pool. Schön langsam aber sicher wurde uns aber klar, dass das Ende der Reise in riesen Schritten naht – Infos zur Abreise waren bereits überall präsent. Im Cruise Compass waren auch bereits einige Hinweise zu lesen.
Nichts desto trotz freuten wir uns auf unser Essen im Portofino – das erste Mal in diesem Spezialitätenrestaurant. Aber sicher nicht unser letztes Mal!!! Wir waren so begeistert – das Filetsteak war ein absoluter Genuss, wirklich eines der besten das ich je gegessen habe. Auch der Service war total super und die Freundlichkeit der Mitarbeiter war kaum noch zu übertreffen, ohne dabei aufgesetzt zu wirken. Nach diesem herrlichen Festmahl sind wir beide fast geplatzt und mussten uns erst mal ein Verdauungstrankel genehmigen. Noch eine Runde über die Royal Promenade gedreht und dann ab ins Bett – so ein Seetag kann ganz schön anstrengend sein. :cool:

18.11. Seetag
Der letzte Tag auf See ist angebrochen. Etwas wehmütig sind wir zum Frühstück Richtung Windjammer gestapft und mussten auch gleich feststellen, dass die Sonne zwar nach wie vor ihr Bestes gab, allerdings sehr viel von ihrer Wärme eingebüßt hat. Badesachen also endgültig weggepackt. Am Vormittag ging es mit Trainingshose und Jacke zumindest noch an Deck, am Nachmittag war es dann aber schon so windig und kalt, dass wir es samt Jacke nicht mehr aushielten an Deck. Also ab in die Kabine – die Koffer mussten ja eh auch noch gepackt werden.

Und dann stand auch schon das letzte Dinner am Programm. Noch ein paar letzte Erinnerungsfotos geschossen, die Emailadressen mit den Tischnachbarn ausgetauscht, die Gutscheine verteilt und das obligatorische Lied der Kellner beklatscht. Und schon war auch der letzte Abend vorbei.

19.11. Cape Liberty, New Jersey
Da waren wir also wieder an unserem Ausgangspunkt angelangt. Nach einem letzten Frühstück im Windjammer, haben wir unsere restlichen Sachen aus der Kabine geholt und sind mal wieder in die Eishalle – zu unserem Warteplatz. Das Ausschiffen ging im Gegensatz zum letzten Mal in Galveston relativ schnell und kurze zeit später saßen wir schon im Bus Richtung Flughafen. Noch ein letzter wehmütiger Blick auf die Explorer und ein gleichzeitig neidischer Blick auf die neuen Gäste, die es sichtlich kaum erwarten konnten an Bord zu gelangen.
Am Flughafen dann die Ernüchterung – wäre ja auch mehr als eigenartig gewesen, wenn wir mal problemlos irgendwohin fliegen könnte…. Unser Flug nach München war gestrichen – die Maschine saß in München wegen extrem starken nebel fest. Die Dame am Check-in Schalter hat sich wirklich sehr bemüht, aber mit der Schnelligkeit habens die Amis ja nicht so.  So sind wir also 1,5 Stunden bei dem Schalter gestanden – ja ihr habt richtig gelesen – 1,5 Stunden! Aber nicht in der Schlange, sondern direkt am Schalter. Letztendlich haben sie es dann aber doch geschafft uns auf den Düsseldorf –Flug umzubuchen. Also erst nach Düsseldorf, dann nach München und dann weiter nach Österreich. Newark – Düsseldorf verlief problemlos, der Anschlussflug nach München hatte allerdings Verspätung – viel Verspätung! Und dreimal dürft ihr raten, ja genau, wir haben dadurch den weiteren Anschlussflug verpasst. 4 Stunden am Flughafen in München – sehr super, in der Zeit wären wir schon längst zu hause mit dem Auto. Aber was solls…
Wir hatten so eine schöne Reise, da hat dieses mühsame Ende auch nix mehr dran ändern können.

FAZIT:

Service
Der Service war toll, auf der Voyager allerdings einen kleinen Tick besser. Auf einer Skala von 1-10 würd ich der Explorer 8,5 geben.
Kabine
Eine Balkonkabine is ja sowieso immer super. Wenn sie dann auch noch immer sehr sauber ist und von einer super freundlichen Dame in Schuss gehalten wird, ists perfekt. Sie war mit Abstand die freundlichste und hilfsbereiteste angestellt am Schiff
Schiff
Das Schiff ist ganz gut in Schuss, an der ein oder anderen Stelle gehört natürlich was gemacht, an manchen Stellen auch schon relativ dringend. Der Gesamteindruck ist aber ein guter – zu meckern würden manche ohnehin immer was finden, egal wir toll alles ist.
Essen
Das Essen war auch toll – mit Abstand das beste Dinner hatten wir im Portofino. Die Qualität der Speisen war super, aber auch hier würde die Voyager eine Spur mehr Punkte bekommen. Was ich schmerzlich vermisst habe: mein geliebtes Bircher-Müsli *schnief*
Route
Die Route fanden wir persönlich super. An der Freiheitsstatue vorbeizufahren hat schon was, der Blick auf Manhatten ist echt atemberaubend – würden wir sofort wieder machen. Von der Karibik kannten wir bis zu dem Zeitpunkt noch nicht sooo viel, daher wars perfekt für uns.
Heilungschancen
Wir sind ja ebenfalls vom extrem ansteckenden Kreuzfahrtvirus befallen – die Heilungschancen hierfür stehen schlecht. Quasi keine Möglichkeit. Diagnose: unheilbar.
Was tut man also dagegen? Richtung die nächste Kreuzfahrt buchen! :ship:

Wer bis hierhin durchgehalten hat, dem möchte ich noch einen virtuellen Orden verleihen – ist ganz schön lange geworden.
In diesem Sinne, Schiff Ahoi! :schiff:
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Aw: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 08 Mär 2012 13:05 #29212

:applaus: Ein wirklich schöner Bericht.

Wir fahren im Nov. mit der Adventure auch in die Karibik. Eine TA steht an.

Kannst du dich noch an den Namen des tollen Strandes in Antigua erinnern, hier haben wir auch einen Tag Zeit.

Danke

Jutta
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Aw: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 08 Mär 2012 15:28 #29214

@ Guzzinella!

:applaus: Toller Bericht von einem meiner Lieblingsschiffe!

Schön dass es Euch gefallen hat!

Voll gestylt und gut gelaunt gings dann um 20:15 zum Empfang wo wir bei einem Cocktail ein bisschen mit dem Hoteldirektor plaudern konnten. Er ist ebenfalls ein Österreicher und nützt dann manchmal die Gelegenheit und lädt sich ein paar Landsleute zum Essen an den Tisch ein. Ich muss sagen es war wirklich ein sehr netter und vor allem auch spannender und informativer Abend.

Wer war den Hoteldirektor auf der :rccl: EXPLORER of the Seas???

Liebe Grüße aus NÖ und

Keep on Cruisin

Klaus

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Aw: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 08 Mär 2012 19:59 #29222

Hallo Guzzinella,

:danke: für diesen interessanten Bericht. Toll geschrieben und sehr kurzweilig.

Da ich ihn (ohne große Mühe!) von vorne bis hinten in einem Zug durchgelesen habe, bitte nun um meinen virtuellen Orden. :silly:
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Gruß
Thorsten

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:costa: 11/2009: Costa Europa, westl. Mittelmeer KF-Virus hat mich erfasst. Inkubationszeit unter 1 Stunde...:msc: 05/2010: MSC Poesia, Schnuppertour Dover-Hamburg ...die Sucht geht weiter...:costa: 05/2011: Costa Fortuna, östl. Mittelmeer ...unheilbar infiziert...:costa: 12/2011: Costa Concordia, westl. Mittelmeer ...Rückfall erlitten...:costa: 11/2012: Costa Classica, östl. Mittelmeer ...wer kennt einen Spezialisten?...
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Aw: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 09 Mär 2012 09:40 #29227

Super Bericht, vielen Dank !!!
Wir laufen in 3 Wochen in New York (allerdings direkt von Manhattan) aus und sind jetzt noch gespannter als vorher.

:danke:
und viele Grüße

Janine
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Aw: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 09 Mär 2012 10:12 #29228

Hallo !!!!

Ein KLASSE Bericht, 2-3 Fotos dazu wären noch nett :thankyou:
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Aw: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 09 Mär 2012 10:49 #29229

Hallo Guzzinella,
:danke: für den ausführlichen :bruzzel: . Auch ich habe es geschafft, ihn in einem Stück durchzulesen. Er war sehr unterhaltsam. Dem Wunsch von Atomic911 kann ich nur beipflichten. Es dürfen aber gerne ein paar mehr :coolpics: werden.

LG Rainer
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Aw: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 09 Mär 2012 18:22 #29232

@ Jutta: der Strand auf Antigua heißt Valley church Beach.

@Klaus: der Hoteldirektor auf der Explorer war Bernd Weidacher. Weiß aber nicht, ob er noch immer auf der Explorer ist.

Und ja, ich stell gern noch Bilder rein. Aaaaaaber, geht das auch irgendwie einfacher als sie erst irgendwo raufzuladen und dann zu verlinken? glaub ich bin dafür einfach zu blöd. :gruebel:

LG
Alexandra
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Aw: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 11 Mär 2012 22:00 #29261

Liebe Alexandra,

Du kannst sie auch direkt hier in einem Forumsbeitrag hochladen. Unter dem Schreibfeld ist ein Knopf um deinen Computer zu durchsuchen. Du kannst so auch gleich mehrere hinzufügen ;-)
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Liebe Grüße Conny :wink:

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Aw: Reisebericht: EXPLORER OF THE SEAS 07. - 19.11.2010 12 Mär 2012 11:38 #29268

@Jutta, wenn du einen super Strand auf Antigua suchst dann kann ich Dickenson Bay empfehlen :sensation: !
VLG
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