Hallo Ihr Lieben,
Wir sind zurück von 2 wunderbaren Karibik-Kreuzfahrten und tun uns sehr schwer, uns in diesem kalten S..wetter wieder zurecht zu finden - brrrr
Bevor ich mich am Wochenende an einen ausführlichen Reisebericht und die Auswahl aus Millionen von Fotos setze, hier erst einmal vorab eine Kurz-Info:
26.-30.9.2011 - Majesty otS
Der Flug von Frankfurt nach Ft. Lauderdale war sehr ruhig und die Einreiseformalitäten gingen ungewöhnlich schnell über die Bühne. In weniger als einer Stunde waren wir schon mit dem Mietwagen auf dem Weg zum Hotel. Das Hilton Fort Lauderdale Marina kann ich nur empfehlen. Es liegt direkt am Yachthafen, hat neben einer tollen Aussicht schöne große Zimmer und Badezimmer und der Service ist ausgezeichnet. Die Fahrt nach Miami war auf dem gut ausgebauten Sunrise-Highway problemlos und der Check-in auf die Majesty wurde gewohnt schnell und professionell von den Mitarbeitern der RCCL durchgeführt. Die Majesty ist ein zwar älteres, aber dennoch sehr gepflegtes und in einem guten Zustand befindliches Schiff. Die Kabine, der Balkon, das Mobiliar und Bad (sogar mit Badewanne) waren einwandfrei, sauber und ein ausreichendes Platzangebot war auch vorhanden. Das Essen - egal wo - war abwechslungsreich, üppig und vor allem WARM. Beeindruckt hat uns wieder die Kompetenz, Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit des Personals. Die von uns bei RCCL gebuchten Ausflüge waren super und im Vergleich zu den an Land angebotenen nicht teurer. Wir hatten in Nassau das Stingray Snorkeling (Schnorcheln mit Stachelrochen) und auf Coco Cay die Jetski Tour gebucht - beides war der Hammer, vor allem die Jetski Tour. Davon aber Näheres in meinem RB. Was uns auf der Majesty nicht so gut gefallen hat war das Publikum. Wie wir später erfahren haben, wird auf dieser 5 Tage-Kreuzfahrt die Majesty von den Amerikanern als eine Art Party-Schiff gesehen und genutzt. Es gab viel Tamtam, Genuss von Alkohol und anschließendem Gejohle - was uns aber in unserer Kabine nicht gestört hat. Das Wetter war ausgezeichnet, die See ganz ruhig und der Check-out war wieder professionell organisiert.
2.-9.10.2011 - Allure otS
Die Übernahme des Mietwagens in Miami war erneut schnell erledigt und die Fahrt zurück nach Ft. Lauderdale mit Stop in Hollywood schön und abwechslungsreich, da wir uns Zeit gelassen haben und nicht über den Highway gefahren sind. Das stundenlange Stöbern durch die Outlet-Center Sawgrass und Aventura waren (leider) unvermeidlich, dafür die Rundfahrt mit dem Watertaxi eindrucksvoll und bei soviel Yachten und Top-Villen schon ein wenig unwirklich. Die beiden Tage bis zur Abfahrt mit der Allure haben wir wieder im Hilton Marina verbracht und diese u.a. im Pool und an der Bar mit leckeren Cocktails sehr genossen. Am Sonntag konnten wir den Mietwagen direkt am Hafen zurückgeben und wurden mit dem Shuttle-Bus zum Cruise Terminal gefahren. Diese Fahrt dauert nur wenige Minuten, da das Büro von Dollar nur einige Hundert Meter vom Terminal entfernt ist. Dennoch hat es fast eine halbe Stunde gedauert, bis wir an den Haltestellen dem RCCL-Personal unsere Koffer übergeben konnten. Am Übergang zwischen öffentlicher Straße und RCCL-eigenem (oder ausschließlich genutzten) Terrain steht ein Einweiser, der die ankommenden Busse dirigiert. Aus welchen Gründen auch immer hat er diese nicht der Reihe nach eingewiesen, sondern den großen Bussen von American Coach den Vorzug gegeben, die reihenweise an den kleinen Shuttle-Bussen der Autovermieter vorbei fuhren, obwohl sie weit hinten in der Schlange standen. Und es ist eine lange lange Bus-Schlange, die sich zum Terminal bewegt. So haben wir dann insgesamt 30 Min. gestanden, aber was soll’s - wir hatten ja Urlaub. Die Abgabe der Koffer, der Check-in und der Weg aufs Schiff gingen schneller als bei den Tausenden von Menschen erwartet und dann waren wir endlich auf der Allure otS. Um es vorweg zu sagen: Das Schiff ist ein Erlebnis und es gibt kaum einen Superlativ, der nicht auf dieses Schiff passt. Zu keinem Zeitpunkt, weder beim Einschiffen, noch an den See-Tagen haben wir gemerkt, dass sich 6000 Menschen an Bord befinden. Bei der Vielzahl von angebotenen Aktivitäten in verschiedenen Räumen, den vielen Pools und Sonnendecks, den 26 Restaurants, einem sehr großen und mit modernsten Geräten ausgestatteten Fitness-Center etc. etc. hat sich die Menge verteilt, so dass es nie irgendwo einen Engpass, ein Gedränge oder Geschubse gab. Eine perfekte Organisation hat bei den Landausflügen, beim Tendern oder beim Abendessen in den Restaurants stets dafür gesorgt, dass alles reibungslos und flott über die Bühne ging. Die Shows, allen voran die Blue Planet Show, waren einfach nur genial. Das gilt auch für das hervorragende Essen, den professionellen Service und die enorme Freundlichkeit des Personals. Es ist wirklich unglaublich, wie perfekt dieses Schiff organisiert ist. Ausführliches zum Schiff und den Ausflügen folgt in meinem RB. Ein einziges ABER gibt es, allerdings nur für die, die beim Schaukeln eines Schiffes schon mal den Magen spüren. Wir hatten (ganz bewusst) die letzte Balkonkabine auf dem 14. Deck steuerbord gebucht und dort oben hat es ganz schön (auch bei ruhigem Seegang) geschaukelt. Ganz besonders heftig war es dann am letzten Seetag (Samstag), der uns durch einen recht heftigen Sturm führte und - so der Kapitän - 5 bis 8 Meter hohe Wellen bescherte. Leider mussten deshalb alle Sonnen- und Pooldecks geschlossen und auch die Aqua-Show abgesagt werden. Die Schiffsapotheke und auch der Schiffsarzt hatten mehr als üblich zu tun und beim Abendessen blieben so einige Tische leer. Uns hat es nichts ausgemacht, im Gegenteil - es war schön, durch die wütende See zu brettern.
Der Check-out wurde leider zu einem riesigen Chaos, was aber nicht RCCL anzulasten ist, sondern der Home-Security. Obwohl durch viele digitale Anzeigen (ähnlich wie auf denen eines Flughafens) die Abfertigungszeiten perfekt organisiert waren, wurde der Durchlass der Passagiere durch eine viel zu geringe Anzahl der Beamten erschwert und zum Teil kaum möglich gemacht. Sage und schreibe 2 Beamte waren am Anfang zugegen und sorgten dafür, dass die angegebenen Abfertigungszeiten nicht eingehalten werden konnten und die Menge der Passagiere, die sich in den Räumen zu den ihnen angegebenen Zeiten einfinden sollten, somit immer größer wurde. Es gab dort zwar ausreichend Verpflegung und die Servicekräfte entschuldigten sich alle paar Minuten, was aber nichts daran änderte, dass es nicht voran ging. Erst als der Kapitän im Office der Home Security intervenierte, neigten sich 3 weitere Beamte dazu herab, sich ebenfalls auf der Allure einzufinden und von da an konnten die Passagiere zügig das Schiff verlassen. In der Zwischenzeit liefen aber vor dem Terminal an den Haltestellen der verschiedenen Shuttle-Bus-, Transfer- oder Taxiständen die Passagiere fast gleichzeitig auf, so dass es dort dann wieder zu langen Wartezeiten kam, weil das Einladen der entsprechenden Busse sowohl mit Passagieren als auch deren Gepäck naturgemäß länger dauert, als nur ein Einsteigen und los geht’s. Aber wie gesagt, Schuld an diesem Chaos hatte nicht RCCL und es tat uns sehr leid, dass viele der Umstehenden zu Unrecht auf die Reederei und diesen Ablauf schimpften.
Jetzt ist diese Kurz-Info doch etwas länger geraten. Aber es gibt noch viel zu erzählen und ich verspreche, dass ich mich am Wochenende mit dem RB beschäftige und Euch schöne Fotos aussuche. Fazit jedoch ist jetzt schon: Es war ein unvergleichliches Erlebnis, auf diesem wunderschönen Schiff ein paar Tage zu verbringen und sich in allen Belangen verwöhnen zu lassen. Alles Weitere dann später, jetzt muss ich erst einmal alle Postings lesen, um wieder auf dem Laufenden zu sein
