So, da isser:
Reisebericht zur TA auf der Adventure of the Seas – 28.11. – 12.12.2010
Barcelona:
Anreise bereits einen Tag vorher, Einchecken im Hotel kein Problem obwohl 4 Stunden zu früh, Koffer konnte ich abgeben und danach gings durch die Stadt Richtung Zoo, den ich sehen wollte. Eine sehr hübsche Stadt, und bei rund 13 Grad plus ließ es sich echt aushalten. Bis zum Hafen hab ichs nicht geschafft, aber immerhin einen sehr hübschen Yachthafen hab ich mir ansehen können. Ach ja, es ist sehr empfehlenswert die Öffentlichen Mittel zu nutzen, wenn das Hotel einigermaßen damit erreichbar ist! Nur sollte man im Bus die Stationen mitzählen, ich hatte Glück die Endstation anzufahren, irgendwie sagen die nichts an. Dafür kostet der Bus einen Euro irgendwas, und die Metro etwa nochmal so viel.
Am nächsten Tag mit dem Taxi zum Hafen, bereits um halb elf am Schiff gewesen und alles erkundet. Erinnerte mich verdammt an die Navigator, warum wohl? Um 12 Mittagessen und danach mit einem Buch auf Deck 12. Auch wenn die Angestellten des Schiffes mich für irre erklärten, bei der ‚Kälte’ draußen sitzen zu wollen, bis zur Abfahrt war ich irgendwo dort oben zu finden. Kurz vorm Auslaufen hab ich noch Claudia (honigbiene) nebst Anhang, die jedoch wollten dann zur Runde der Deutschen, ich dagegen habe tapfer die Stunde Verspätung abgewartet, bis wir wirklich losgefahren sind und ehrlich: es hat sich ausgezahlt. Barcelona bei Nacht ist einen Blick wert. Anschließend zum Abendessen ins Windjammer bzw. Island Grill, in dem ich übrigends die vollen 2 Wochen gefuttert habe.
Toulon:
Ich habe bei allen Destinationen Exkursionen gebucht, so eben auch in Toulon, wobei das Schiff eigentlich in La Seyne lag. Mit dem Bus gings nach Marseille, das allemal die Reise wert war. Sehr nette Führerin, schöne Besichtigungsstops. Allerdings muss ich bemängeln, das die Organisation seitens des Schiffes zu wünschen übrig lies. Erstens bekam ich dauernd die Karten zu denAusflüge in spanischer Sprache geschickt, obwohl ich ausdrücklich Englisch gewählt habe, sprich musste immer umtauschen gehen (ging zwar tadellos, aber musste mich immer anstellen). Zweitens war da eine ewiglange Schlange im Lyric Theater, offenbar starteten die meisten Gruppen zur gleichen Zeit. Was man auch beim Zurückkommen merkte, so lange hab ich noch nie warten müssen, um aufs Schiff zurück zu können. Bei der Navi letztes Jahr lief das irgendwie besser. Asuflug selbst dagegen wie gesagt sehr schön, informativ. Wetter kühl aber sonnig. Bereits in der Nacht hat man den Wellengang bemerkt, die Außendecks waren kaum zu benutzen.
Ajaccio:
Nach meinem kleinen Chaos gestern hab ich heute alles gut auf die Reihe bekommen und bin 5 Minuten vor Treffpunkt im Lyric Theater, wieder lange Schlange unfassbar! Der Ausflug war wie zu erwarten sehr schön, wir waren erstaunt das man die Stadt korrekt ‚Aschaxio’ ausspricht (so in etwa). So viele Napoleon-Statuen hab ich noch nie auf einem Haufen gesehen, aber gut ist eben die Geburtsinsel. Schöne Stadt, gute Führung mit schönen Aufenthaltsorten. Wetter wie gestern kühl aber kein Regen, erst bei der Rückkehr zum Schiff fängst leicht zum nieseln an. Außendecks wieder kaum betretbar, leider. Eigentlch hatte ich vor gehabt, zum Foto-Shooting mit dem Kapitän zu gehen, aber als ich die aufgebrezelten Mitreisenden sah, ist mir die Lust vergangen, nur die Ansprache von Kapitän Ron Holmes hab ich mitverfolgt. Zudem weiß ich für die Zukunft: keine Kabinen ganz am Heck mehr. Massagebett hin oder her, das Klappern des vibrierenden Kastens nervt!
Palma de Mallorca:
Viel hab ich mir von dieser Destination nicht erwartet, daher wurde ich auch nicht enttäuscht. Der Sturm war grauenhaft, man konnte kaum die Cam ruhig halten um beim Einlaufen in den Hafen zu fotografieren. Wenigstens ging dieses Mal die Ausgabe der Toursticker etwas zügiger voran. Der Ausflug selbst war nicht so berauschend, aber wenigstens gabs schöne Ausblicke über die Stadt. Zuvor, am Vormittag noch auf See, setzte eine Welle aus dem Pool das halbe 11er-Deck unter Wasser. Wozu man die wohl füllt, wenn sie eh gesperrt sind? Zu meinem Vergnügen habe ich bemerkt, das es sich auszaholt gewisse Macken zu haben. Ganz Un-Amis-Like wollte ich meine Cola immer ohne Eis. Mittlerweile kannten die an der Pool-Bar und die im Island Grill mich schon von weitem, und wussten ohne das ich ein Wort sagen musste, wie meine Traumcola auszusehen hat.
Cartagena:
Premiere, die Adventure legte das erste Mal in Cartagena an. Netter kleiner Hafen mit nur einem Pier, der groß genug ist um ein Schiff wie die Adventure zu fassen. Entsprechend aufwändig war es auch für die Busse, auf der schmalen Zufahrt voranzukommen. Ausflug war sehr schön, eine hübsche Stadt vor allem die Innenstadt mit den Fassaden und Balkönchen. Das römische Theater ist natürlich ein Hingucker, mitten in der Stadt und die haben im Laufe der Jahrhunderte einfach Häuser über die alten Mauern gebaut. Heute kauft die Stadt die Häuser zurück, reisst sie ab und restauriert was noch übrig ist von den ursprünglichen Mauern. Ebenfalls nette Geschichte fand ich, das die äußere Stadtmauer aus dem einfacher herzustellenden Sandstein gemacht wurde und anschließend weiß gefärbt wurde, damit sie massiver wirkt. Nach Ajaccio hat mir Cartagena eigentlich am besten gefallen.
Seetag:
Die Überfahrt zu den Kanaren war sonnig, warm und herrlich, außer dem kleinen Übel, dass Deck 12 leider nicht be-Liegestuhl-t wurde (recht windig da oben). Dennoch konnte man am Pooldeck sich ungestört sonnen lassen. Endlich ein Tag zum relaxen nach 4 Tagen Sightseeing.
Gran Canaria:
Endlich Mal ein andres Kreuzfahrtschiff im gleichen Hafen, ich dachte schon ich würde garkeines zu Gesicht bekommen. In Barcelona war zwar die Louis Majesty, aber weeeit weg. Hier lag die Thomson Spirit neben uns, klein aber fein. Ausflug war wieder sehr gelungen, das Wetter sonnig und angenehm. Wir haben uns die Insel angesehen, die Straßen waren sehr herausfordernd für meinen Magen. Wartezeit im Lyric Theater dieses Mal kaum gegeben, da endlich 2 Reihen gebildet werden konnten. Am Rückweg bin ich schon früher aus dem Bus gestiegen und den Pier zurück gelaufen, um Fotos zu machen.
Teneriffa:
Wetter mieserabel, vor allem am Canados del Teide. Regen und Sturm wohin das Auge reicht, teilweise konnte man kaum stehen so heftige Böhen fegten da über uns hinweg. Einziger Vorteil: auf der Hinfahrt zum Naturschutzgebiet zeigte sich ein prächtiger Regenbogen. Informationen gabs genug und einen kurzen Halt zum einkaufen und aufwärmen. Der war auch echt nötig. In der Woche davor sollen auf den Inseln Stürme mit bis zu 200 km/h getobt haben! Sowas, meinte der Reiseleiter, habe er in all seinen Jahren auf Teneriffa noch nicht erlebt, und nun hätten sie erstmal mehr als genug Holz für das Jahr. Am Hafen wars dann etwas besser, kein Regen und Sturm mehr, mäßig warm. Mit uns lagen noch die AidaBlu und die Thomson Destiny am Pier, leider liefen wir als erstes aus und so hatte niemand was davon.
Die Überfahrt:
Die ersten drei Tage schlechtes Wetter, bedeckt und ziemlicher Wellengang, stürmisch. Im Prinzip stundenlang auf den Sesseln auf Deck 11 am Fenster gesessen und gelesen oder sich mit Mitreisenden unterhalten. Viel was anderes konnte man nicht machen. Erst ab Tag 4 wurde das Wetter besser, die Sonne kam heraus und mit ihr die Wärme. Ab da konnte man auch oben auf Deck 12 gemütlich liegen und sich braten lassen.
Puerto Rico & Miami:
Ab diesem Tag war und bin ich mir sicher, erstmal auf TAs und Amerika verzichten zu können. Die Immigration war eine Katastrophe für mich, 3 Stunden hats wieder gedauert. Um 11 kam ich am Flughafen an, um 12:15 ging der Flug planmäßig. Im Prinzip war der Vormittag nur Stress und Ärgerniss. Der Flug verging dann durch ein Nickerchen schnell. Hotel in Miami war schnell gefunden, und da ging der Ärger weiter weil meine Reservierung sich nicht bis zu deren PC-System durchgesprochen hatte. Wurde aber geklärt und ich hatte alleine ein 4er-Zimmer, sehr schön eingerichtet allerdings mit den typisch amerikanischen Papier-Wänden (sprich man hörte alles durch). Dafür lag das Hotel fast direkt am Oceandrive und damit am Meer. Bin zu Fuß die 40 Minuten zum South Point Park marschiert, den ich von der letzten TA noch kannte. Hab dort das Auslaufen von NCL Dawn&Pearl sowie Carnival Valor&Glory erlebt. Die Liberty otS muss irgendwann nach 18 Uhr erst ausgelaufen sein, da war ich schon am Rückweg. Tag zwei Shoppen auf der Lincoln Road Mall und wieder zum SPP, dieses Mal wars aber recht kühl für Miami. Um halb drei mit dem Taxi, das bereits auf mich wartete, zum Flughafen und dieses Mal total entspannt da kein Zeitdruck durch Check-In und Sicherheitsschleuse, wobei ich einen dieser ‚tollen’ Nacktscanner testen durfte. Mit einer Stunde Verspätung ging der Flug Richtung Berlin los, wobei die Mitarbeiter von AirBerlin den Unmut der Passagiere mit einem Satz auf sich zogen. Nach sagenhaften 45 Minuten verspäteten Bording meinten sie „Entschuldigen Sie die kleine Verspätung, die aufgrund einer vorangegangenen Verspätung des Fliegers entstanden ist…“ Jaja klein.. was bei denen denn ne große Verspätung? Flug war unbequem und dank heftiger Turbulenzen eine Qual. In weiser Voraussicht hatte ich mir die zweite Anti-Seekrankheit-Tablette eingesteckt am Schiff, die war sehr hilfreich. Ja, Berlin: -4°C, Schneematsch und ich mit Badeschlapfen und rosa Söckchen übers Rollfeld zum Bus. Juhu. Den gleichen Spaß nochmal beim Anschluss nach Wien, wobei da nichtmal ein Bus war sondern alles zu Fuß. Sonst ist mit Berlin als Transitflughafen aber sympathischer als Düsseldorf. In Wien lag dann weniger Schnee, mit der Bahn zu meinen Eltern und meine liebe Mama hat mich dann nach Hause gefahren, wo ich endlich meine beiden geliebten Katzen wieder in die Arme schließen konnte.
Es war eine schöne Reise, wenn auch definitiv fürs erste die letzte TA für mich. Nächstes Jahr will ich im Frühsommer ins Mittelmeer. Der ganze Aufwand mit den Flügen und den paranoiden Amis nervt. Die Shows hab ich dieses Mal fast alle gesehen, waren größtenteils sehr gut gemacht. Wenn nochmal TA, dann nach Amisland und nicht nach Puerto Rico. Mich hat es genervt, das alles in Englisch und Spanisch durchgesagt wurde. Die Leute waren zwar in Ordnung, keine Unruhestifter dabei, aber manche der jüngeren Mitreisenden (und zT auch Crewmitglieder) waren mir als alleinreisenden 23-Jährigen zu aufdringlich, mit denen ging wohl das spanische Temperament durch. Mit den Amis dagegen konnte man sich erwartungsgemäß sehr gut unterhalten, und am Rückflug hatte ich eine sehr liebe Finnin als Sitznachbarin. Die Adventure ist trotz einiger Jahre Dienste sehr schön und durchwegs gepflegt, es wird da und dort immer wieder was ausgebessert was aber nicht wirklich stört. Solange die Motoren laufen und alles funktioniert, stört mich ein Tag leichter Farbgeruch in einer Ecke sicher nicht.