So, jetzt geht es los mit dem Reisebericht.
Fazit vorab: Das war das Beste, was wir jemals an Kreuzfahrt erleben durften , wir haben ein neues Lieblingsschiff , und wenn die Equinox nicht für 2011 schon gebucht wäre hätten wir die gleiche Reise sofort nochmal für 2011 gebucht.
Da 3 Wochen Kreuzfahrt doch sehr lange ist (wenn auch keinesfalls lange genug ), ist der Reisebericht etwas länger geworden .Deshalb werde ich diesen auf 3 Teile aufteilen und im Abstand von ein paar Tagen ins Forum stellen. Da mich immer wieder Mitglieder nach diversen Kosten (Taxi, Strand etc.) fragen oder wie die einzelnen Entfernungen sind, habe ich mich bemüht, diese Details in den Bericht einzuarbeiten.
Nun hoffe ich, Ihr habt viel Spaß beim Lesen. Und wenn Fragen sind, stehe ich gerne zur Verfügung.
09.04.2010 Flug von Frankfurt Nach Newark/New York
7:00 Uhr Fahrt zum Flughafen Ffm., Abflug mit Continental Airlines pünktlich um 11:20 Uhr, pünktliche Ankunft nach einem sehr angenehmen Flug in Newark um 13:50 Uhr. An der Immigration sieht es zunächst nach ewiger Wartezeit aus, doch schon nach 30 Minuten ist die Prozedur überstanden. Die Koffer sind auch gleich da und schon geht es mit dem Airtrain nach P4, wo wir in unser Hotelshuttle zum Marriott Residence Inn Newark steigen.
Der Empfang an der Hotelrezeption ist superfreundlich. Wir haben eine Suite gebucht, weil diese nur USD 15 teurer war als ein normales Hotelzimmer und das war eine gute Entscheidung. Uns erwartete für USD 128,-- eine komplette kleine Küche mit Kaffee-/Tee-Equipment, 1 Wohnzimmer mit Flach-TV und Schreibtisch mit Internet-Anschluß (inkl.), ein Schlafzimmer mit Flach-TV, eine Ankleide mit Waschbecken und das typisch amerikanische Bad. Alles sauber und freundlich eingerichtet.
Dann geht es mit dem Hotelshuttle zum nahegelegenen Jersey Garden Outlet Center, wo wir die Kreditkarte zum Glühen bringen. Um 20 Uhr geben wir völlig erschöpft auf und lassen uns vom Hotelshuttle zum Hotel zurückbringen.
10.04.2010 Weiterflug nach San Juan/Puerto Rico und Einschiffung
Jetlag, wie ich ihn hasse . Nach einer schlaflosen Nacht geht es um 5 Uhr wieder zum Flughafen Newark. Hier klappt wieder alles reibungslos und nach einem Frühstück bei Ruby´s geht es um 07:30 Uhr weiter nach Puerto Rico in einem überraschend angenehmen, neuen Flieger. Landung in San Juan pünktlich um 11:20 Uhr und um 12 Uhr sitzen wir schon im Taxi zum Hafen (USD 19,-- + Gepäckzuschlag) und um 12:30 Uhr sind wir tatsächlich schon an Board. Schon nach wenigen Eindrücken sind wir von diesem Schiff begeistert. Dieses Schiff hat eine ganz besonderes Flair und Ambiente. Mit uns liegt noch die Celebrity Summit am Pier, die neben der Serenade ziemlich "altbacken" wirkt
Da die Kabine erst um 13 Uhr fertig ist gehen wir erst mal ins Windjammer. Auch hier stellt sich gleich ein ganz anderes Wohlgefühl ein, denn hier ist nichts von dem sonst üblichen „Kantinen-Flair“ zu spüren.
Nach dem Essen bringen wir das Handgepäck in die Kabine. Hier fühlen wir uns gleich zuhause, weil fast alles genauso aussieht wie auf den anderen Schiffen.

Dann gehen wir wieder von Bord und fahren mit dem Taxi zur Plaza las Americas-Mall (USD 15,--). Diese Mall ist wirklich gigantisch. Wir schaffen in 3 Stunden gerade mal das erste von 3 Geschossen. Na ja, nicht so tragisch, wir sind ja in 7 Tagen wieder dort . Um 17:30 Uhr sind wir wieder an Bord, 2 Koffer sind schon da. Um 18 Uhr sind wird dann im Main Dining Room. Wir kommen an einen 4er-Tisch, sitzen aber zunächst alleine dort. Unser Kellner ist wirklich sehr freundlich und bemüht und das Essen ist sehr gut. Allerdings ist es uns viel zu laut. Durch die Klaviermusik können wir uns kaum unterhalten. Als wir fast fertig sind mit dem Hauptgang wird noch ein Päarchen an unseren Tisch gesetzt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich dabei um Deutsche handelt, die sich als allererstes darüber beschweren, dass an Bord nur englisch gesprochen wird . Für uns steht anschließend die Entscheidung fest, dass wir für die restliche Kreuzfahrt unser Dinner im Chops Grill und Portofino verbringen werden.
Nach dem Abendessen noch Koffer auspacken, zum Sailaway um 20:30 Uhr noch einen Drink in der Vortex-Bar an Deck 13. Und bereits kurz nach dem Auslaufen wird noch ein kleiner Unterschied zu den bisherigen Voyager-Class-Schiffen klar – es schaukelt etwas mehr. Und dadurch fallen wir ruckzuck in einen komaartigen Schlaf.
11.04.2010, Roadtown/Tortola
Der Tag startet mit einem der Highlights des Schiffes – Frühstück unter freiem Himmel – herrlich!!

Ich war vor vielen Jahren schon mal hier und hatte in einem Shop namens „Sunny Caribbee“ seinerzeit sehr leckere Gewürze gekauft. Deshalb gehen wir gleich um 9 Uhr dort hin und kaufen den halben Laden lehr. Da es ansonsten in Roadtown nicht viel zu tun gibt und wg. Sonntag doch einige Geschäfte geschlossen hatten, sind wir anschließend wieder zurück auf´s Schiff und haben es uns dort im Cafe Latte-Tudes gemütlich gemacht – bei mindestens tausend leckeren Kalorien!
Um 12:45 startet unsere Tour mit dem Katamaran nach Virgin Gorda zu „The Baths“. Dort angekommen schwimmen wir an Land und klettern dann durch die Höhlen zum Devils Beach. Es ist ein netter Spaß und der Strand ist wirklich sehr schön. Schnorcheln lohnt sich allerdings nicht – es gibt fast nichts zu sehen. Auf dem Rückweg das übliche Rum-Punch-Abfüllen.


Abends Dinner im Chops Grille – perfekter Service, perfektes Ambiente, perfektes Essen, perfektes Dinner. Anschließend gehen wir zur Welcome-Back-Party in der wunderschönen Safari-Bar. Unser Kapitän Michel Claveau ist zwar nicht so der typische Seebär, macht aber einen sehr netten Einruck. Anschließend fallen wir todmüde ins Bett.
12.04.2010 Philipsburg/St. Maarten
Hier sind wir nicht ganz alleine; mit uns liegt noch die Silver Cloud im Hafen.
Gegen 9 Uhr fahren wir mit dem Taxi (USD 7,50 p.P.) zum Dawn Beach/Oyster Pond. Dieser Strand ist einfach klasse. Für USD 10,-- mieten wir 2 Liegen mit Schirm. Anschließend sucht sich Michael seinen Lobster für den Lunch bei Busby`s aus – ein 4-Pounds-Monster der den Namen Mike bekommt. Busby´s ist einfach nur klasse. Man sitzt dort in unglaublich schönem, ungezwungenen Ambiente direkt am Strand, der Service ist superfreundlich und das Essen superlecker. Nach 20 Minuten liegt Mike halbiert auf unseren Tellern.

Während des Essens fängt es an, wie aus Eimern zu schütten, was aber den Genuss unseres leckeren Lobsters in keinster Weise trüben kann. Auch das Personal hat richtig Spaß dabei, uns immer wieder zu zeigen, wo wir in dem Viech noch leckeres Fleisch finden können. Da der Regen anhält, fahren wir nach dem Essen zurück zum Schiff und machen es uns wieder bei tonnenweise Kalorien im Latte-Tudes gemütlich.

Dinner haben wir heute im Portofino. Auch hier ist Essen und Service perfekt, allerdings gefällt uns das Ambiente im Chops etwas besser. Wir gehen dann anschließend noch in die Headliner-Show, die allerdings nicht so begeisternd ist und nach einem Absacker in der Bar geht es ins Bett.
13.04.2010 St. Johns/Antigua
Eigentlich war ein Strandtag geplant, allerdings sieht es sehr nach Regen aus. Deshalb beschließen wir, erst mal ein bisschen shoppen zu gehen und abzuwarten, ob sich das Wetter bessert. Aber im Gegenteil, es schüttet wie aus Eimern. Nachdem wir keine Lust mehr hatten, uns in den Geschäften rumzudrücken, sind wir zum Schiff zurück und waren pitschenaß. Ein Glück, dass man von „liquid sunshine“ keinen Sonnenbrand bekommt . Den Rest des Tages machen wir es uns im Latte-Tudes gemütlich. Zum Dinner sind wir wieder im Chops.
14.04.2010 Castries/St. Lucia
Bei unserer Ankunft sehen wir, dass ein weiteres RCCl-Schiff, die Adventure otS, bereits im Hafen liegt.
Hier hatte ich bereits vorab via Internet/Mail eine Tour bei Spencer Ambrosius gebucht, der von einem englischsprachigen Forum sehr empfohlen wurde. Wir waren dann 20 Leute auf dieser Tour. Spencer hatte per Mail versprochen, dass er diesen Tag für uns unvergesslich machen wird und das hat er auch eingehalten. Auf sehr lustige und charmante Art führte er uns durch diese Tour, die zunächst mit einem Besuch auf einer Bananenplantage begann.


Anschließend kaufte er für uns in einer Bäckerei ein typisch creolisches Brot und eine Nascherei aus Kokosraspeln. Als er merkte, wie gut mir das schmeckt, versprach er, mir auf dem Rückweg noch etwas davon zu besorgen.
Weiter ging es durch 2 typische Fischerdörfer nach Soufriere (spektakuläre Ausblicke unterwegs). Hier stiegen wir alle in Wassertaxis um und was uns dann erwartete war einfach nur Booaahhh – wir wurden zu einem Traumstrand gebracht, der sich genau zwischen den beiden Pitons erstreckte (Jalousie Beach). Hier versorgte Spencer uns mit einem typisch creolischen Lunch (Jerk Chicken).


Anschließend zurück mit dem Wassertaxi. Weiter ging es zum „Drive-In-Vulcano“ und dem botanischen Garten mit Wasserfall. Auf dem Rückweg hat er tatsächlich nochmal angehalten, und mir eine Tüte von der Kokos-Nascherei gekauft. Es war wirklich eine sehr schöne und unterhaltsame Tour, die von Spencer sehr gut geführt und organisiert war. Die Tour kostete USD 65,-- p.P. und war wirklich jeden Cent wert.
Abends hat uns dann Kapitän Michel noch eine sehr große Freude bereitet – er brachte uns bei der Ausfahrt sehr nahe an die Pitons und drehte die Serenade um 360° - ein unglaublicher Anblick bei Sonnenuntergang!


Und wieder beenden wir den Tag mit einem Dinner bei Chops.
15.04.2010 St. George´s/Grenada
Mit uns ist noch ein großes Segelschiff, die Club Med 2, in Grenada. Allerdings legt diese nicht am Pier an, sondern tendert die Passagiere.

Hier waren wir sehr gespannt, weil wir bis dato noch nie auf dieser Insel waren. Auch hier hatten wir vorab eine Tour gebucht (Mandoo-Tours). Mr. Mandoo ist nun der krasse Gegensatz zu Spencer am Tag zuvor – hauptberuflich Lehrer und so wurde diese Tour auch sehr informativ und lehrreich . Allerdings hatte ich etwas Schwierigkeiten, sein Englisch zu verstehen. Wir besuchten einen Gewürzladen und eine Gewürzfarm, die aus der Sklavenzeit stammt und auch heute noch produziert. Mandoo erklärt uns den Prozess von der Ernte bis zum Verkauf von Cacao, Muskatnuss, Zimt und Kaffee. In der Fabrik ist es unglaublich schwül – kaum zu glauben, dass bei diesem Klima Menschen tatsächlich körperliche Arbeit verrichten können.


Dann ging es weiter durch den Regenwald zu einem Süßwassersee und botanischem Garten und zu einem Wasserfall – und überall gibt es Gewürze und die beste Schokolade, die wir jemals gegessen haben, zu kaufen. Um unser Urlaubsbudget etwas aufzubessern, hat Michael kurzerhand ind einer "Band" mitgespielt

Preis der Tour war USD 45,-- p.P. und das war absolut in Ordnung.
Hier komme ich nun an einer kritischen Anmerkung nicht vorbei. Es ist in der Karibik ein grundsätzliches Problem, dass die Bewohner nicht sonderlich pfleglich mit der Natur umgehen. Was wir allerdings auf Grenada gesehen haben, hat uns echt entsetzt. Diese Insel könnte eigentlich ein Paradies sein, gleicht aber eher einer riesigen Mülldeponie. Überall liegt Müll rum, an den Straßenrändern liegen Autowracks rum, verfallene Häuser wo man hinsieht und in den Buchten liegen Schiffswracks rum – einfach nur erschreckend .
Abends Dinner im Portofino und anschließend zum Empfang für die Platin- und Diamond(plus)-Mitglieder in der Safari-Lounge. Spitzenreiter diesmal ist ein Paar mit 56 Fahrten.
16.04.2010 Seetag
Heute sind wir echt froh, dass Seetag ist, denn die letzten Tage waren doch recht anstrengend. Um 11:15 Uhr ist ein Meeting für die Back-to-Backs mit Infos über das Prozedere am nächsten Tag in San Juan. Mittags gehen wir zum Lunch erstmals ins Seaview-Café, was so etwas wie das Jonny Rockets auf der Voyager-Klasse ist. Das Essen ist lecker. Abends gehen wir nochmal im Hauptrestaurant essen und übergeben das Trinkgeld. Anschließend noch ein Absacker in der Schooner-Bar und anschließend schreibe ich den Bericht für diese Woche. Auf dem Weg zu unserer Kabine haben wir beim Anblick der ganzen Koffer auf dem Flur doch ein sehr gutes Gefühl, denn wir dürfen noch 2 Wochen bleiben .
Fortsetzung folgt! |