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THEMA: Reisebericht: Explorer of the Seas - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik ab New York

Reisebericht: Explorer of the Seas - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik ab New York 28 Mär 2010 10:08 #14354

Big Apple und östliche Karibik - 15 Tage Sehenswürdigkeiten und Erholung

In aller Kürze:

Schiff:
Explorer of the Seas – 12 Tage östliche Karibik ab/bis Cape Liberty
Laut Cruisedirektor war das Schiff mit 3.000 Gästen ausgebucht

Route:
Cape Liberty - 3 Seetage – St. Thomas – St. Maarten – Dominica – Barbados –
Antigua – Puerto Rico – 2 Seetage- Cape Liberty

Fazit: toll
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:rccl: 2007 Brilliance otS - Mittelmeer u. Venedig ; :rccl: 2008 Jewel otS - Ostsee
:rccl: 2009 Navigator otS - Transatlantik ; :rccl: 2010 Explorer otS - östl. Karibik
:aida: 2011 Aida Bella - Kanaren ; :rccl: 2011 Mariner otS - Israel und östl. Mittelmeer
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Aw: Reisebericht: Explorer otS - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik 28 Mär 2010 10:11 #14355

Und jetzt die (etwas) längere und ausführliche Version….. (Teil 1)


Donnerstag,04.03., Frankfurt und New York – (Vor)freude:
Früh morgens ging es endlich los. Wir, das sind Claudia und ich und ein zweites Paar, machten uns auf den Weg nach Frankfurt.
Um 08:00h startete Singapore Airlines Flug SQ26, mit uns an Bord.

Durch die Zeitverschiebung landeten wir bereits gegen 11:00h in New York, JFK. Die Einreise gestaltete sich wider Erwarten recht einfach und dauerte nicht zu lange (für amerikanische Verhältnisse fast schnell). Nach der üblichen erkennungsdienstlichen Behandlung waren wir dann drin in den USA.
Diesmal fehlte auch kein Koffer wie letztes Jahr in Miami am Flughafen. Das hatte sofort positive Auswirkungen auf die Stimmung unserer Gruppe.

Mit dem "Airtrain JFK" ging es zur Haltestelle "Jamacia Station" und von dort mit der Metro "E" weiter nach Manhattan. Unser gebuchtes Hotel, das „Courtyard by Marriott Midtown East“ liegt nur wenige Gehminuten von der Metro entfernt. Im Gegensatz zum Taxi mit 45 USD zahlten wir so nur pro Person 7 USD, also 28 USD für alle zusammen. Und besonders stressig war das Metro fahren nicht.

Unsere Zimmer konnten wir sofort beziehen, die Internetbuchung lag auch vor, also alles bestens. Von den Zimmern waren wir positiv überrascht. Man sagt ja New Yorker Hotels gerne nach, dass Lobby/Rezeption toll sind, die Zimmer diesen ersten Eindruck aber nicht halten können. Hier jedoch stimmte beides. Unser Zimmer im 21. Stock mit Blick auf die 3rd Avenue war schön groß und vor allem sauber.
Die Klimaanlage (gleichzeitig Heizung) tat ihren Dienst gut und schnell, war aber etwas laut. Nachts haben wir sie abgeschaltet. Auch nachts hört man immer ein wenig Straßenlärm, vor allem, weil unser Zimmer noch Einfachverglasung hatte. Das hat unseren Schlaf aber nicht gestört.
Zur üblichen Zimmerausstattung gehörten zusätzlich noch ein Bügelbrett mit Bügeleisen und eine kleine, schnuckelige Kaffeemaschine (dazu später mehr).

Damit uns der Jetlag nicht umhauen konnte, ging es nach einer kurzen Dusch- und Umziehpause direkt rein in den Manhattener Trubel.


Freitag - Tag der schönen Aussicht:
Morgens wachten wir etwas erschöpft auf. Als Muntermacher wollte ich uns mal schnell einen Kaffee kochen. Das Kaffeepulver war als großes Kaffeepad abgepackt, welches man in einen Plastikhalter legte. Dann den Wassertank befüllen, Kanne drunter und los ging’s. Nun ja, der Kaffee wurde mit viel Liebe gekocht, jeder Wassertropfen wurde einzeln erhitzt und über das Pad getropft. Nach 15 Minuten war immerhin schon ein Becher durchgelaufen. Nach langen 25 Minuten war die Maschine endlich fertig. Nun gut, das merkt man sich dann für den nächsten Morgen.

Danach schloss sich ein leckeres Frühstück in einem der zahllosen Deli's an und es ging weiter mit Sightseeing. Nach kurzem Fußmarsch standen wir vor dem Rockefeller-Buildung. Dort gibt es eine schöne Aussichtsterasse, die (oder den?) "Top of the Rock". Kurz entschlossen haben wir unser Glück versucht. Normalerweise werden die üblichen Warteschlangen elegant im Gebäude versteckt, so dass man von außen nicht sehen kann, wie lange man warten muss.
Wir hatten Glück, wir konnten direkt zu den Aufzügen durchgehen. Da das Wetter mitspielte, war die Aussicht auf New York sensationell. Die Digicam hat geglüht....

Anschließend stand der Central Park auf dem Programm.

In vielen Reiseführern wird empfohlen, sowohl Top of the Rock als auch das Empire State Buildung zu besuchen, einmal tagsüber und einmal im abends im Dunkeln. Wir sind dem Rat gefolgt und haben nach Sonnenuntergang das Empire besucht. Auch hier hatten wir Glück mit der fast nicht vorhandenen Wartezeit. Nach gefühlten 2 Kilometern, die man im ersten Stock durch diverse Gänge und Räume geleitet wird, erreichten wir die Aufzüge. Ein Hinweis an alle Fotografen, das Benutzen von Stativen ist bei beiden Aussichtsplattformen untersagt. Wer abends gute Bilder knipsen will, muss sich leider anders behelfen.

Der Ausblick auf das Lichtermeer von New York war gigantisch, das kann man mit einer Kamera nur schwer einfangen. Auch wenn der Eintritt für beide Aussichtsterassen nicht billig ist, lohnt sich beides auf alle Fälle, entsprechendes Wetter vorausgesetzt.


Samstag - Wassertag:
Man ist ja lernfähig, also heute morgen erst Kaffe anstellen, dann waschen.

Es ging früh aus den Federn, weil "Shipspotting" angesagt war. Denn die NCL Gem fährt zur Zeit jeden Samstag Manhattan an. Wir wollten morgens rechtzeitig am Battery Park sein, um sie beim Einlaufen zu sehen. Hat zeitlich super gepasst und das Wetter hat auch mitgespielt. Wenige Minuten und viele Fotos später war das Schiff leider schon wieder entschwunden.
Wir haben danach erstmal kräftig gefrühstückt und anschließend den Financial District und "Ground Zero" erkundet. Zwischen Ground Zero und dem Hudson River liegt noch das "World Financial Center". Aus dem Atrium hat man einen guten Blick auf die Baustelle von "One World Trade Center" (früher Freedom Tower). Auch das große Atrium selber ist einen Blick wert.

Mittags dann eine Fahrt mit der Staten Island Ferry, eine kostenlose und gute Möglichkeit, die Skyline von Manhattan und die Freiheitsstatue zu sehen.
Bei den Fähren muss man aber aufpassen, es gibt zwei Typen von Fähren, ein alter Typ mit recht vielen Außenbereichen, auf denen sich der Hobbyfotograf gut postieren kann. Dann gibt es neuere Fähren, die kaum noch Außenbereiche haben, dort ist mit Fotografieren nicht so dolle. Vor allem weil die Fenster in der Regel dreckig sind, kann man von innen heraus kaum gute Fotos machen. Wenn man die Zeit hat, kann man zur Not auch eine Fähre abwarten....

Am späten Nachmittag stand dann ein Fußmarsch an, der für jeden Touristen eigentlich Pflicht ist, der Gang über die Brooklyn Bridge. Wir sind ganz rüber nach Brooklyn gegangen, in ein Viertel namens Brooklyn Heights. Oberhalb des Brooklyn-Queens Expressway gibt es dort eine schöne, lange Aussichtsterasse. Diese liegt direkt gegenüber von der Südspitze Manhattans. Dort kann man einen schönen Sonnenuntergang genießen. Die Sonne ging etwa zwischen der Freiheitsstatue und Manhattans Südspitze unter. Auch hier haben wir viele tolle Fotos gemacht.


Sonntag - Bettenwechsel:
Ich bin etwas früher aufgestanden und habe noch eine kleine Wanderung Richtung UNO-Plaza gemacht. Den Anblick des Hochhauses und der Kongresshalle kennt man ja aus Film und Fernsehen. Live und in Farbe ist der Anblick nicht ganz so überwältigend, lohnt sich aber immer noch. Und es war ein tolles Gefühl, sonntags morgens über die total leeren Strassen zu gehen.

Anschließend haben wir unsere Sachen zusammengepackt. Pünktlich um 11:00h wartete dann die bestellte Limousine vor dem Hotel.
Unsere Überraschung war groß, als wir vor einer großen, weißen Stretchlimo standen. So kann man eine Kreuzfahrt stilvoll beginnen.
Fairerweise muss man sagen, dass eine Stretchlimo in NY zum normalen Straßenbild gehört. Besonderes Aufsehen erregt man damit nicht, auch nicht in Cape Liberty.
Leider konnten wir unsere Limo nicht mit Kreditkarte zahlen, so dass der Fahrpreis unsere Barreserven angeknabbert hat.

Wir kamen gegen 12:00h dort an. Nach einigen Kommunikationsschwierigkeiten mit den Gepäckträgern hatten wir schließlich auch Kofferanhänger beschriftet und konnten unser Gepäck abgeben.
Man muss sich das Cruiseterminal so vorstellen: Vor einem alten Lagerhaus, das den Check-In beherbergt, hat man ein langes Zelt aufgestellt. Dort laufen die Gepäckträger rum und verfrachten die Koffer in große Boxen. Diese werden dann mit Gabelstaplern zum Scanning gebracht. Die Gabelstapler flitzen mitten durch die Menschen, alles wirkt irgendwie ungeordnet. Ist man sein Gepäck losgeworden, reiht man sich in einer langen Schlange ein, um die Personenkontrolle zu durchlaufen, also Passkontrolle und Sicherheitsschleuse wie am Flughafen.

Hat man diese Hürde hinter sich, geht es, wie von RCCL gewohnt, fix mit dem einchecken weiter.
Hier zog das erste Mal unser hart „erarbeiteter“ Platin-Member-Status der Crown&Anchor Society. Da unsere Freunde ihre erste Kreuzfahrt machten, sind wir mit ihnen zum normalen Check-In gegangen. Dort stellte eine Mitarbeiterin aber fest, dass unsere Bordkarten beim Check-In für Platinmember (und höher) bereit lagen. Wurde aber alles ganz schnell und freundlich geklärt.

Dann das übliche Sicherheitsfoto, das Willkommens-Foto und schon waren wir an Bord. Als erstes gingen wir noch oben auf Deck 12, auch um die herrliche Aussicht auf die Verazano-Brücke und auf Manhattan zu genießen. Anschließend ein Imbiss im Windjammer und gegen 13:00h standen die Kabinen bereit.
Wir hatten zwei Innenkabinen hinten auf Deck 8 gebucht. Da rundherum, über und unter uns auch nur Kabinen lagen, war es immer sehr ruhig.

Weitere Details zur Schiffserkundung erspare ich uns an dieser Stelle, ich denke die Bordeinrichtungen sind bekannt, bzw. auf der RCCL-Seite gut beschrieben.

Kurz vor dem Auslaufen stand die obligatorische Rettungsübung auf dem Plan, für uns das erste Mal ohne Rettungsweste. Über Sinn oder Unsinn des Nichttragens kann man ausgiebig streiten. Die Übung selber lief unserer Meinung nach aber flotter ab, auch weil jeder Passagier ohne Weste schlicht und ergreifend weniger Platz einnimmt. Besonders in den Treppenhäusern merkt man das.

Ja und dann ging es auch schon los, die Explorer legte ab. Nachdem sie 3-mal ordentlich mit ihrem Schiffshorn getutet hatte, hatte die Kreuzfahrt auch „offiziell“ begonnen. Erstes Highlight war natürlich die Verazano-Brücke. Besonders viel Platz zwischen Schornstein und Fahrbahn war nicht mehr, aber natürlich passte die Explorer unter die Brücke her.

Dann stand auch schon das erste Abendessen an Bord an. Unser Tisch lag auf Deck 5 außen an den Panoramafenstern, so das wir immer einen schönen Blick auf die See und die Sonnenuntergänge hatten.

Später am Abend haben wir uns die Willkommens-Show im Theater und die erste Parade auf der Royal Promenade angeschaut. Danach wurden die Rufe des Bettes unüberhörbar…..
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Aw: Reisebericht: Explorer otS - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik 28 Mär 2010 10:21 #14356

Sehr schön zu lesen vielen Dank.

Da fühlt man sich irgendwie als wäre man dabei gewesen.

Aber auch ein kleiner Vorgeschmack auf unsere Tour im May mit der Explorer :)

gruß
thomas
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Aw: Reisebericht: Explorer otS - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik 28 Mär 2010 10:32 #14357

Hallo Michael,
ja ja New York ;)
und was du über die Explorer otS & Cape Liberty schreibst, kann ich nur bestätigen!!

:danke: und :bravo: hoffe Fortsetzung folgt :dafuer:

Ach ja, New York bei Nacht, meinst du diese Art von Fotos :gruebel:
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Aw: Reisebericht: Explorer otS - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik 28 Mär 2010 10:33 #14358

Weiter geht es mit der eigentlichen Kreuzfahrt......(Teil 2)

Montag bis Mittwoch – erhöhte Temperatur:
Nein, nein. Es keiner hatte Fieber.
Aber an den 3 Seetagen konnte man alle paar Stunden ein weiteres Kleidungsstück ablegen. Am 3. Tag stellten sich endgültig karibische Temperaturen ein.

Die Seetage verbrachten wir mit viel lesen, faulenzen, Sport und natürlich essen. Und die vielen Einrichtungen des Schiffs wurden ausführlich getestet, speziell die Bars.
Ich habe die Preise bei unserer TA letztes Jahr mit der Navigator otS nicht mehr im Kopf. Aber ich glaube, die Preise sind stabil geblieben. Aufgrund des USD-Kurses war das Bordleben für uns nicht übermäßig teuer.


Donnerstag, Charlotte Amalie (St. Thomas) – warmer Regen:
Der einzige Regen des gesamten Urlaubs bestand aus mehreren kräftigen Schauern, die uns mittags und nachmittags auf St. Thomas beglückten. Doch der Reihe nach.

Das Schiff legte bei „Havensight“ an, ein Cruiseterminal ca. 1,5 km vom Zentrum von Charlotte Amalie entfernt. Havensight hat selbstverständlich eine Shoppingmeile zu bieten. Getrennt durch eine Verbindungsstrasse liegt die Talstation der Seilbahn zum Paradise Point nur wenige Gehminuten entfernt.

Nach dem Anlegen sind wir mit einem Sammeltaxi (12 USD p. P. eine Fahrt) zur Magens Bay gefahren, angeblich einer der 10 schönsten Strände der Welt. Unserer Meinung nach aber nix besonders, kostet zwar „nur“ 4 USD Eintritt, aber es gibt sicher auch andere schöne und kostenlose Strände.
Die Fahrt zum Strand ging über einen Berg hinüber, dass war schon sehr interessant. Zum einen wegen der schönen Aussicht über die Insel und auf die Schiffe im Hafen, zum anderen wegen des Linksverkehrs. Auch wenn man nicht selber fährt, überrascht es einen doch, wenn ein Auto oder Lastwagen auf der „falschen“ Seite entgegenkommt.

Mittags ging es per Taxi zurück zum Schiff. Dort haben wir kurz unsere Badesachen abgeladen, einen kleinen Abstecher ins Windjammer gemacht und sind dann wieder von Bord gegangen. Leider fing dann auch der erwähnte Regen an. Unseren geplanten Besuch des „Paradise Point“, ein Aussichtspunkt mit Seilbahn oberhalb des Hafens, haben wir deshalb ausgelassen.
Schade eigentlich, weil man von dort oben sicher einen tollen Blick auf die Schiffe und auf Charlotte Amalie haben dürfte.

Die Seilbahn kostet mittlerweile 21 USD p. P. Es kann sein, dass man beim Kauf der Seilbahntickets über RCCL 2 USD sparen kann. Haben wir aber nicht getestet.
Laut Plan müsste es auch einen Fußweg hinauf geben, der ist aber offensichtlich schlecht oder gar nicht beschildert. Wir haben ihn leider nicht gefunden.

Der Rest des Tages in aller Kürze: Ablegen schauen – duschen – essen - Abendprogramm


Freitag, Philipsburg (St. Maarten) – Überflieger:
Unser Ziel lautete hier ganz klar „Maho Beach“. Wer sich schon mal bei Youtube nach „Maho Beach“ oder „Princess Juliana Airport“ umgeschaut hat, weiß, was ihn erwartet. Und man wird nicht enttäuscht.
Alle die jetzt nicht wissen, wovon ich rede, seien gewarnt. Der internationale Flughafen „Princess Juliana Airport“ beginnt direkt am Strand „Maho Beach“. Nur getrennt durch eine kleine Strasse und einen Zaun beginnt sofort die Start- und Landebahn. Der Landeanflug geht direkt über den Strand, so dass einem die Flieger nur wenige Meter über den Kopf donnern. Ein cooles Gefühl……
Noch heftiger sind aber die Starts, die Triebwerke der Flieger verursachen dabei einen mittleren Sandsturm.
Wer einen ruhigen Strand sucht, ist in „Maho Beach“ natürlich falsch.

Mit dem Taxi ist Maho gut zu erreichen, der Preis lag bei etwa 8 USD p. P. und Strecke.

Bis auf den Lärmpegel ist der Strand aber auch ganz schön, guter und sauberer Sand und blaues Wasser inklusive. Eine nette Strandbar ist auch vorhanden. An einer Stelle der Bar war ein kleiner weißer Lautsprecher montiert, wahrscheinlich kann man hier dem Funkverkehr des Towers lauschen.
Etwa auf Höhe der Bar wird der Meeresboden felsiger. Hier kann man gut Schnorcheln, es gab einige interessante Fische zu sehen.

An Land wurde es richtig warm, so dass wir nachmittags nur noch etwas im Hafenbereich gebummelt haben. Der Rest des Tages – na ja ähnlich wie Donnerstag…


Samstag, Roseau (Dominica) – Wasser von innen und außen
In einigen Reiseberichten wurde Dominica als eine Art Geheimtipp bezeichnet. Und die Insel hat uns wirklich gut gefallen. Bereits beim Anlegen merkt man, wie bergig und grün die Insel ist.
Im Gegensatz zu den anderen, eher „durchgestylten“ Häfen, ist der Anleger von Roseau etwas rustikaler. Als Hafenterminal dient hier die teilweise abgesperrte Uferstrasse. Nur zwei Duty-Free Shops sind vorhanden. Was den shoppenden Ami (Achtung: Klischee) entsetzt, fanden wir dagegen gut. An der Uferstrasse sind stattdessen viele kleine Händler anzutreffen, es sieht aus wie auf einem Flohmarkt.

Zu Roseau und zur ganzen Insel muss man sagen, dass alles etwas natürlicher oder einheimischer aussieht. Mir fehlen da die richtigen Worte, um die Insel zu beschreiben. Viele Häuser wirken leicht altersschwach um nicht zu sagen verfallen. Einige sind auch nur noch Ruinen. Aber irgendwie trägt grade das dazu bei, dass auf uns alles ursprünglicher wirkte als z.B. auf St. Thomas. Allerdings hält sich auch die Qualität der Strassen in Grenzen.

Ein Taxifahrer hat uns für 25 USD p.P. eine kleine Inselrundfahrt angeboten, die wir spontan auch gemacht haben. Mit 8 Personen ging es in einem Gott sei Dank klimatisierten Kleinbus zunächst zu einem Aussichtspunkt über der Stadt. Sobald man den Bus verließ, lief der Schweiß in Strömen. Auf Dominica herrscht halt ein feuchtes Klima.

Hauptziel der Bustour waren die Trafalgar Falls, zwei schöne Wasserfälle mitten im Regenwald. Über einen befestigten Weg gelangt man zu einer Aussichtsplattform. Von dort aus hat man die Wasserfälle gut im Blick. Wer will, kann buchstäblich über Stock und Stein weiter zu den Wasserfällen gehen/klettern. Das machte ziemlich viel Spaß, war aber sehr schweißtreibend.
Das Wasser von außen gesellte sich dem eigenen „Saft“ hinzu, je näher man den Wasserfällen kam. Mit der Digicam muss man aufpassen, zu einem hat man schnell Dreck und Wasser auf dem Objektiv und außerdem wird es an einigen Stellen ziemlich glitschig. Man kann leicht wegrutschen.
Trotz allem nimmt der geübte Tourist diese Hürden gerne auch mit einfachen FlipFlops. Wir fühlten uns in unseren Trekkingschuhen aber irgendwie passender ausgerüstet.

Es gibt sicher noch mehr sehenswerte Ecken auf Dominica, uns hat der etwa 2,5 Stunden lange Ausflug allerdings ausgereicht. Man muss sich ja auch was für spätere Kreuzfahrten aufheben.....

Bevor es an Bord ging, haben wir noch einige der Händler besucht.
Zum guten Schluss gab es noch mal Wasser von außen, diesmal kam es wunschgemäß aus der Dusche.

Den Rest des Tages – keine besonderen Vorkommnisse.


Sonntag, Bridgetown (Barbados) – Schildkrötensuppe:
Ich gebe zu, das Tagesmotto ist missverständlich. Gekocht haben wir nur in der Sonne am Strand, aber wir haben mit den Schildkröten in derselben Suppe (=Meer) geschwommen. Das war ein Supererlebnis.
Die Taxifahrer bieten einem diesen Strand direkt an, wenn man das Hafengebäude verlässt. Die einen bezeichnen den Strandabschnitt als „Turtle Bay“, es gibt aber auch andere Namen.
Um zu den Schildkröten zu gelangen muss man bis zu 100m raus schwimmen, am besten zu einem der vielen Segelboote, die dort kreuzen. Diese haben meistens jemanden an Bord, der die Schildkröten mit etwas Futter anlockt. Man kann auch direkt am Strand ein kleines Glasbodenschiff besteigen und mit weniger Anstrengung zu den Schildkröten gelangen. Was das kostet, weiß ich aber nicht.

Unser Tagesmotto hätte auch wie ein abgewandelter Schlagertitel lauten können:
"Die roten Schultern von Barbados".

Das Schwimmen mit den Schildkröten war so toll, dass wir wohl etwas zu lange im Wasser waren. Abends machte sich dann ein ordentlicher Sonnenbrand bemerkbar. Bei Claudia war er gleich so heftig, dass sie selbst mehrere Tage später kaum ihren Rucksack auf den Schultern haben konnte. Wer wie wir etwas empfindlich auf Sonne reagiert, sollte sich mit reichlich Sonnencreme eindecken.

Da sonntags alle Geschäfte in Bridgetown geschlossen hatten, sind wir nachmittags früh wieder aufs Schiff gegangen. Viel zu sehen gab es am Hafen nicht.


Montag, St. Johns (Antigua) – Easy going:
Da wir alle vier leicht bis kräftig verbrannt waren, kam Schnorcheln auf Antigua nicht in Frage. Stattdessen suchten wir uns ein Taxi und machten eine Inselrundfahrt (20 USD p. P.). Unser Fahrer arbeitete ansonsten in einer Kirchengemeinde und konnte uns daher einiges über die vielen kleinen Kirchen auf Antigua erzählen.
Leider war die versprochene Klimaanlage in seinem Kleinbus defekt. Die Rundfahrt wurde so zu einer richtig heißen Sache.
Wir haben einen Fotostopp oberhalb des English Harbour eingelegt und dann eine längere Pause an einem kleinen Strand (wie auch immer der hieß). Dort haben wir die Sonne möglichst gemieden und stattdessen kühle Getränke an der Bar genossen.

Wieder zurück am Hafen haben wir noch ein wenig geshoppt. Wenn man vom Pier kommend direkt geradeaus geht, kommt man zu den neueren Duty-Free-Läden. Rechts davon schließt sich ein älteres Viertel an. Die Häuser sind kleiner und hübscher, mit Läden und Bars. Ein kurzer Besuch hier lohnt sich.

Wer frische Dollars benötigt: Linker Hand liegt ein Casino, das sicher immer geöffnet hat, wenn Schiffe im Hafen liegen. Dort findet man im hinteren Bereich einen Geldautomaten (heißt in Amerika ATM), der USD ausspuckt. Die anderen ATM’s in den Banken geben leider nur Landeswährung aus.
Wir haben uns morgens sofort mit neuen Dollars versorgt, um für die Rundfahrt auch finanziell gerüstet zu sein.

Getreu dem Tagesmotto haben wir ansonsten nicht mehr viel gemacht.


Dienstag, San Juan (Puerto Rico) – Frühaufsteher:
Das Einlaufen in den Hafen ist sehr schön. Das Schiff passiert die stattliche „El Moro“-Festung und legt dann direkt vor der Altstadt an. Die Explorer hat schon um 07:00h am Pier festgemacht.

In der Nähe des Piers halten auch kostenlose Trolleybusse, haltet nach einem rötlichen Schild mit einer „14“ Ausschau. Die Busse bringen einen unter anderem zur Festung. Der Fußweg am Wasser entlang ist aber auch gut zu laufen und vor allem sehr schön. Will man die Festung besichtigen, darf man der Uferpromenade nicht zu weit folgen, sondern muss durch ein Stadttor innerhalb der Mauern weiter Richtung Festung gehen. Man kommt über die Uferpromenade bis direkt unter die Festung, nur leider gibt es da keinen Zugang. Der Eintritt zu El Moro kostet 3 USD, meiner Meinung nach eine gute Investition.
Allzu früh sollte man die Festung nicht besuchen, sie öffnet erst um 09:00h. Nach einer ausführlichen Besichtigung haben wir uns noch etwas die Altstadt angeschaut. Auch das unvermeidliche Hardrock-Cafe war vorhanden, die gibt es ja mittlerweile auf fast jeder Insel.
In San Juan ist es nahe dem Pier in einem alten Haus untergebracht und schön und gemütlich eingerichtet.

Mittags ging es leider schon wieder zurück zum Schiff, die Explorer machte sich schon um 13:00h wieder auf Richtung New York.


Mittwoch bis Freitag, auf See – Unterkühlung
Im Prinzip gilt hier das gleiche, wie zu Beginn der Kreuzfahrt. Dummerweise musste man jetzt alle paar Stunden wieder mehr anziehen. Es ging nach Norden und es wurde kälter.
Eigentlich hatten wir Pullover und Winterjacke gut verstaut und fast vergessen. Am Donnerstag erinnerten wir uns dann wieder. Mit dem Hervorholen der Winterjacke war das Thema Karibik abgehakt.

Ansonsten haben wir noch mal ausführlich alle Annehmlichkeiten der Explorer genutzt. Und am Donnerstag Abend mussten wir leider schon Koffer packen.


Freitag bis Samstag, New York und Frankfurt – home sweet home
Wir waren früh morgens an Deck um das Einlaufen nach New York zu sehen. Mit dem Unterqueren der Verazanobrücke war unsere Kreuzfahrt unwiderruflich zu Ende. Das Ende wurde uns aber mit einem schönen Sonnenaufgang und gutem Wetter versüßt.
Die Skyline von Manhattan im Morgennebel hat was.

Gegen 10:30h waren wir von Bord, die Einreiseprozedur ging für amerikanische Verhältnisse sehr schnell. Leider stand unsere Limousine erst um 12:00h bereit. Wir haben die Zeit genutzt, und haben uns das „Teardrop Memorial“ näher angeschaut. Das ist der große „Eisenpfosten“ neben dem Schiffsanleger, ein Geschenk des russischen Volkes im Gedenken an 9/11.

Unser Rückflug ging um 22:00h von JFK aus. Wir hatten also noch reichlich Zeit, um weitere Ecken von New York zu sehen.
Bereits zu Beginn des Urlaubs hatten wir mit dem Hotel vereinbart, dass wir unser Gepäck den Tag über dort lagern konnten. Die Limo (wieder schön lang) brachte uns zum Hotel. Der Portier erkannte uns sofort wieder und lagerte unser Gepäck ein.
Gepäckschließfächer oder ähnliches gibt es meines Wissens in Manhattan gar nicht mehr.

Wir sind dann noch einige Stunden durch New York spaziert. Highlights waren das M&M-Haus (3 Etagen für Schokolinsen) am Times Square und das „Flat Iron“ Building.

Den Rückweg zum Flughafen haben wir wieder mit Metro und Airtrain zurückgelegt. Am Flughafen mussten wir einige Male Schlange stehen um alle Kontrollen hinter uns zu bringen.
Am Check-In-Schalter wurde unser Gepäck gewogen und mit den Aufklebern ausgestattet. Dann mussten wir es aber selbst weiter zu einem Gepäckband mit Scanner schleppen. Dort nahm ein Beamter der TSA die Koffer in Empfang und legte einige aufs Band, andere stellte er erstmal zur Seite.
Was dieses Prozedere bringen soll, weiß ich nicht. Es dauert auf alle Fälle länger.

Bedingt durch die Zeitverschiebung landeten wir Samstag gegen 10:30h in Frankfurt. Viel Schlaf haben wir während des Flugs nicht bekommen. Die Einreiseformalitäten gingen recht schnell, der Weg zum Gepäckförderband hatte vielleicht auch Umbau-bedingt etwas von einem Labyrinth.

Den Rest des Tages in Kürze: heimfahren – auspacken – waschen – viel schlafen.

Das war unser Urlaub.
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Aw: Reisebericht: Explorer otS - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik 28 Mär 2010 10:45 #14359

Unsere Anmerkungen, Meinungen und Erkenntnisse zur gesamten Reise (Teil 3):

Hinflug und Rückflug:
Wir sind mit einer Boing 747-400 mit "In-Seat-Entertainment" geflogen. Jeder hatte einen kleinen Bildschirm im Vordersitz, mit Filmen, Serien und Spielen in verschiedenen Sprachen. Das machte die Flüge recht kurzweilig.
Wir hatten bereits letztes Jahr gebucht, als Singapore Airlines eine Sonderaktion Frankfurt - New York aufgelegt hatte. Wir haben für Economy 295,- Euro p. P. hin und zurück bezahlt. Da kann man nicht meckern.

In Frankfurt wollte niemand mehr die APIS-Formulare sehen und am JFK fiel uns auf, dass keiner mehr ESTA-Anträge sehen wollte oder eine Reiseroute des Schiffs verlangt hätte.
Die Einreiseformulare im Flieger gibt es aber noch, eine Zollerklärung und den grünen Ein- und Ausreisezettel.

Airtrain und Metro:
Der Airtrain verbindet die einzelnen Flughafenterminals untereinander und bindet auch die Metro an. Unserer Meinung nach ist das auch mit Reisegepäck kein Problem, die meisten Metrostationen haben entweder einen Aufzug oder zumindest Rolltreppen.

Hotel:
Wie oben geschrieben gut und günstig, wir hatten hier eine Sonderaktion erwischt, 3 Nächte ohne Frühstück kosteten etwa 108,- Euro p. P.
Das Hotel liegt Ecke 53rd Strasse/3rd Avenue, also sehr zentral. Eine Metrostation war wenige Meter entfernt, Grand Central oder Times Square waren in ca. 10 Minuten zu Fuß erreichbar.
Aus unserer Sicht kann man das Hotel klar weiterempfehlen.

New York:
Muss man nicht viel zu sagen, oder?
Wenn ich alles aufzähle, was wir unternommen und gesehen haben, würde der Bericht viel zu lang.

Cape Liberty:
Es gibt sicher schönere Häfen, um eine KF zu beginnen. Außerdem ist Cape Liberty überhaupt nicht an öffentliche Verkehrsmittel angebunden, so dass man immer auf Taxis, Limousinen oder Transfers von RCCL angewiesen ist.
Ein Taxi von Manhattan nach Cape Liberty kostet bei 4 Personen bis zu 130 USD. Für das Geld sollte man sich lieber eine komfortable Limousine ordern. Dies ist sicherlich in jedem Hotel möglich. Je nach Bargeldreserven sollte man unbedingt fragen, ob man die Limo auch mit Kreditkarte zahlen kann. Am besten bestellt man sich auch sofort die Limo für die Rückfahrt und plant das Bargeld mit ein. Es gibt zwar auf den Inseln einige Geldautomaten (heißen wie an Bord „ATM“), aber die kosten halt Gebühren.

An der Sicherheitsschleuse in Cape Liberty sollte RCCL noch arbeiten, das ist ein echter Flaschenhals. Hat man die Halle für den Check-In dann erreicht, geht es aber schnell weiter.


Zu den Inseln allgemein:
Taxis oder Kleinbusse gibt es an allen Häfen reichlich. Auch wenn man gar keinen Transport benötigt, wird man von vielen Menschen darauf angesprochen.

Die Fahrpreise zu den Sehenswürdigkeiten scheinen weitgehend festgelegt zu sein. Um Preise gehandelt haben wir nicht, vielleicht geht da noch etwas. Auf der anderen Seite hat uns auch keiner übers Ohr gehauen. Bezahlt wurde immer erst am Ende der Fahrt.

Je nachdem, was man alles sehen und erleben möchte, könnten die Ausflüge von RCCL interessant sein. Vor allem zu den angebotenen Ganztagsausflügen scheinen die Taxis keine Alternative zu sein.
Wir haben uns vorher aber auch nicht im Internet nach alternativen Touranbietern umgeschaut. Für uns stand in diesem Urlaub eine gute Mischung aus sehen, schwimmen und Schnorcheln auf dem Programm.

Obwohl einige Inseln eigene Währungen haben, wird der USD überall akzeptiert.

Zu San Juan:
Das scheint mir eine sehr schöne Stadt zu sein, hier hätten wir uns einen vollen Tag gewünscht. Wenn man die Reihenfolge der Insel ändern würde, dürfte es auch kein Problem sein, einen ganzen Tag zu bleiben.


Zum Schiff allgemein:
Wie schon erwähnt, kannten wir die Schiffsklasse bereits von unserer letzten Kreuzfahrt mit der Navigator otS. Trotzdem ließen sich an vielen Ecken Änderungen gegenüber der Navigator feststellen. Am auffälligsten ist sicher die Seitenansicht des Schiffs. Bei der Navigator wurde schon mehr mit Glas gearbeitet. Bei der Explorer lockern dagegen einige blaue Streifen die Seitenansicht auf.

Die Explorer otS wurde 2000 in Dienst gestellt und ist somit 1 Jahr älter wie die Navigator. Ich kenne den Werftrhythmus der Schiffe nicht, vielleicht hat die Explorer die nächste Überholung direkt vor sich. An vielen Stellen sah man ihr das Alter an. Besonders in den öffentlichen Sanitärbereichen war das der Fall. Und an vielen Stellen an Deck wirkten Böden, Liegen oder auch die Aufbauten nicht mehr so gut gepflegt.
Die ewigen Rostflecken zu überstreichen ist ein immerwährender Kampf, aber machen sollte man es trotzdem.
Auch der Einrichtung sieht man das Alter etwas natürlich an.

Die Sauberkeit im Buffetrestaurant ist teilweise ein Fall für sich, aber das Problem haben wir bisher auf allen Schiffen erlebt. Wenn ich die Tische immer mit dem gleichen Lappen abwische, wird spätestens ab dem 5. Tisch der Dreck nur noch verteilt, sauberer werden die Tische nicht mehr. Das hat unseren Appetit aber nicht gestört.

Essen und Trinken
Das Essen war eigentlich immer gut. Morgens und mittags waren wir nur im Windjammer, abends dagegen immer im Hauptrestaurant.
Mittags konnte es einem im Windjammer schon mal passieren, das einige Speisen nicht mehr richtig heiß waren. Ansonsten gab es keinen Grund zur Klage.

Eine Veränderung zu unseren früheren RCCL-Kreuzfahrten haben wir festgestellt, an den Getränkeausgaben (den "Thirst Quenchers") im Windjammer standen andere Kaffeemaschinen und man musste sich den Kaffee jetzt selber abzapfen.
Wir kannten es so, dass man zur Ausgabe geht und dem Kellner dahinter sagt, was man möchte. Dieses Mal durfte man als Gast selber hinter die Ausgabe schlüpfen und sich den Kaffee selber zapfen. Ob man so Personal einsparen will, weiß ich nicht. So richtig gelungen finde ich diese Lösung aber nicht.

Alle Kellner waren aber freundlich und hilfsbereit und haben die gewünschten Getränke gerne auch zum Tisch gebracht.

Im Hauptrestaurant war alles wie gewohnt gut und lecker. Der Service wurde in der gewohnten Art und Weise erbracht.
Zum Thema „Headwaiter“ sage ich mal nix weiter. Die machen auch nur ihren Job, aber irgendwie haben viele von ihnen die Gabe, einen zu nerven. Unser Headwaiter hat sich erfreulich selten am Tisch gezeigt.

Eine für mich persönlich sehr wichtige Änderung gegenüber der Navigator bezieht sich auf das Thema Softeis. Seit unserer ersten RCCL-Kreuzfahrt bin ich Fan von „Low Fat frozen Joghurt“, vorzugsweise mit Vanilegeschmack.
Gab es auf der Navigator an 3 verschiedenen Stellen gleich mehrere Eismaschinen, hatte die Explorer nur eine einzige zu bieten. Grade in der warmen Karibik entstand da gerne mal ein lange Schlange. Aber davon geht die Welt natürlich nicht unter, ich habe mir dann halt öfter mal direkt 2 Eistüten abgefüllt.

Unsere Kabine, innen auf Deck 8, Nr. 8383:
Nach zwei Kreuzfahrten in Außenkabinen haben wir uns jetzt wieder im Inneren niedergelassen. Die Kabine liegt fast ganz hinten, ist aber sehr ruhig. Der Einrichtung sieht man ihr Dienstalter hier und da an. Aber für die den Gästemassen, die da jährlich durchgeschleust werden, war es völlig in Ordnung. Unser Kabinensteward war top und alles war immer sauber und ordentlich.
Für alle Vielesser liegt die Kabine strategisch günstig. Zum hinteren Lobby mit den Aufzügen ist es nicht weit zu gehen, der Speisesaal liegt wenige Decks tiefer und das Windjammer 3 Decks höher. Man ist also mittendrin.

Das Fernsehgerät war noch ein klassischer Röhrenfernseher, was aber nicht weiter störte.
An Bord wurde auch ein deutscher Kanal angeboten, der auch deutsche Spielfilme zeigte. Leider wurden während der ganzen Kreuzfahrt immer die 3 gleichen Filme wiederholt. Soweit wir uns erinnern, war da auf früheren Kreuzfahrten mehr Abwechselung.

Am ersten Abend stand als kleine Aufmerksamkeit der internationalen Hostess ein kleiner Obstteller auf der Kabine, das fanden wir sehr nett.

Deutsch(e) an Bord:
Hier gibt es durchaus Grund zur Kritik. Der tägliche Cruisekompass wird in einigen Fremdsprachen angeboten, aber nur noch die zweite Seite mit dem "Daily-Planner". Alle Infos auf den ersten beiden Seiten gab es nur auf Englisch.
Auf einem englischsprachigen Schiff ist das aus meiner Sicht auch kein Problem. Spannend wird es aber, wenn im deutschen Cruisecompass andere Zeiten oder andere Aktivitäten stehen wie im englischen Original.
Ähnliches gilt auch für die deutschen Speisekarten. Auch hier wurden einige Gerichte oder Zutaten falsch übersetzt.

Auf dieser Kreuzfahrt waren etwas über 250 deutschsprachige Gäste an Bord. Für diese gab es am zweiten Tag direkt eine Einführungsveranstaltung mit der internationalen Hostess. Da diese leider kein Deutsch sprach, hatte sie einen Sous-Chef, einen Österreicher, als Übersetzer mitgebracht. Der gute Mann war als Moderator und Dolmetscher leider etwas überfordert.

Da die Hostess wie erwähnt kein Deutsch sprach, musste sie irgendwann auch erklären, wo den die ganzen deutschen Unterlagen herkommen. Es scheint an Bord wohl eine multifunktionale Übersetzungssoftware zu geben, die die Unterlagen, Karten usw. automatisch übersetzt. Wenn aber keiner an Bord die Qualität der Software kontrollieren kann, entstehen schnell persönlich adressierte Briefe, die vor Fehlern strotzten. Wir wurden schriftlich zu einigen Events an Bord eingeladen, so dass wir einige Beispiele zu hause in den Unterlagen haben.
Das ist eigentlich alles keine große Sache. Ich denke aber, wenn man als Reederei deutschsprachigen Service anbieten will, sollte man ihn richtig machen. Ansonsten geht der gutgemeinte Ansatz nach hinten los.
Bei einem hart umkämpften Kreuzfahrtmarkt können auch solche kleinen Details den Ausschlag geben, wo man in Zukunft bucht (Nein, ist keine Drohung meinerseits an RCCL).

Musik und Unterhaltung:
Es wurden zwei Eisshows gezeigt, die beide sehr gut ankamen. Für die Eisshow benötigt man Eintrittskarten, die aber nichts kosten. Man will damit nur sicherstellen, dass alle Gäste einen Platz bekommen können. Die Ausgabe der Tickets wurde rechtzeitig im CruiseCompass angekündigt, allerdings nur im englischen Original.

Die „Singers and Dancers“ hatten 4 Shows anzubieten. Die Auswahl an Liedern ist immer Geschmackssache, deshalb bewerte ich die Shows dahingehend nicht. Singen und tanzen konnten aber alle Akteure richtig gut.
Das übliche „Bordorchester“ ist eigentlich immer mit exzellenten Musikern besetzt, so auch diesmal.

Die Comedyshows haben wir uns geschenkt, dafür reicht unser Englisch einfach nicht. Zwischen dem reinen Verstehen der Sprache und dem Verstehen vieler Gags liegen Welten.

Dem Reiseziel angemessen wurden auch viel karibische Klänge gespielt. Zusätzlich traten die den Bars und Salons immer wieder viele Gruppen und Einzelmusiker auf.

Was uns so richtig nervte, war die Musik, die teilweise an Deck, in Aufzügen und auf der Außenpromende auf Deck 4 aus den Lautsprechern dudelte. Das ist die gleiche Musik, die auch im Fernsehen den Kanal mit den Reiseinfos und der Bugkamera begleitet.
Die Musik war meist zu laut und auch nicht besonders schön, es ging eher in Richtung „akustische Folter“. Den Kommentaren vieler Mitreisender nach, ist das vielen negativ aufgefallen.

Crown&Anchor Society:
Nach 3 Kreuzfahrten mit/über 12 Tagen Länge hatten wir diesmal Platin-Status erreicht. Das äußerte sich zu Beginn schon beim Check-In (wie beschrieben). Auf der Kabine lag ein neues Gutscheinheftchen mit anderen Gutscheinen als zur „goldenen“ Zeit. Irgendwie haben uns die „Goldmember“-Gutscheine aber mehr zugesagt.

Es gab auch wieder einige Veranstaltungen für die Wiederholungstäter, wir wurden zweimal eingeladen. Das erste war die Welcome-Back-Party am ersten Seetag, dort war alles ab Goldmember aufwärts eingeladen. Die Veranstaltung fand in der Lounge vorne auf Deck 5 statt. Bereits nach kurzer Zeit musste das Personal weitere Sitzgelegenheiten herbeischaffen und es wurde etwas eng in der Lounge.
Man könnte sagen, dass RCCL hier Opfer des eigenen Erfolgs wird. Über die Hälfte aller Gäste an Bord waren mindestens zum zweiten Mal mit der Reederei unterwegs.

Am vorletzten Seetag wurden wir zu einer weiteren Veranstaltung eingeladen, diesmal ab Platin aufwärts. Da wir für die gleiche Zeit schon Tickets für die Eisshow hatten, haben wir den Empfang ausgelassen. Ich denke aber nicht, dass dieser sich großartig anders abgespielt hätte.

Auf den letzten beiden Kreuzfahrten wurden wir als C&A-Member jeweils mit einer Kleinigkeit auf der Kabine überrascht, einmal eine Basecap und einmal eine Tasche. Diesmal gab es leider nichts dergleichen. Sparmaßnahme??


Was für ein Fazit ziehen wir jetzt nach der Kreuzfahrt?
- Cape Liberty als Start und Ziel ist nicht so toll. NCL mit der Pier direkt in Manhattan ist da aus unserer Sicht besser postiert.
- Die Explorer ist ein schönes Schiff, aber in naher Zukunft könnte eine Grundüberholung sinnvoll sein. Fazit zum Schiff in 3 Worten: älter aber sauber
- Die östliche Karibik ist sehr schön, die Inseln haben was, da kann man noch öfter hinfahren
- Nach dem 4. Mal RCCL fehlte mir ein bisschen das Spannende, was das Betreten eines neuen Schiffes mit sich bringt. Man erkennt vieles wieder und weiß meist was kommt.
Das ist überhaupt keine Kritik an RCCL, wir haben ja in vollem Bewusstsein dort gebucht. RCCL bringt sein Produkt mit gleichbleibender Qualität an den Markt.
Aber für die nächste KF könnte ich mir mal wieder eine andere Reederei vorstellen, auch um andere Schiffe kennenzulernen.
- Wer suchen will, findet immer wieder kleine Dinge, die man kritisieren kann.
Bis auf die im Bericht genannten Dinge wollten wir aber gar nicht suchen, sondern Urlaub und Schiff genießen. Und das ist uns auch gelungen.
- Ohne Englischkenntnisse wird es auf amerikanischen Schiffen schwierig. Und wenn man sich auf den Inseln nicht den Reedereiausflügen hingeben möchte, geht es ohne Englisch nicht


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  • anton_huegli
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:aida: 2003 Aida Cara - Mittelmeer ; :aida: 2004 Aida Blu - Transmed
:ncl: 2005 NCL Dawn - Westl. Karibik ; :costa: 2006 Costa Atlantica - östl. Mittelmeer
:rccl: 2007 Brilliance otS - Mittelmeer u. Venedig ; :rccl: 2008 Jewel otS - Ostsee
:rccl: 2009 Navigator otS - Transatlantik ; :rccl: 2010 Explorer otS - östl. Karibik
:aida: 2011 Aida Bella - Kanaren ; :rccl: 2011 Mariner otS - Israel und östl. Mittelmeer
2012 ????
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Aw: Reisebericht: Explorer otS - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik 28 Mär 2010 10:49 #14361

Hallo Michael und Claudia,

ein wirklich gelungener Reisebericht, der Freude macht zu lesen und uns sehr bekannt vorkommt :good: würden diese route sofort wieder buchen und natürlich auch die Explorer of the Seas.
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Aw: Reisebericht: Explorer otS - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik 28 Mär 2010 10:55 #14362

Hallo Max,

es gäbe noch viel mehr zu erzählen, aber das wisst ihr ja selber.
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Aw: Reisebericht: Explorer otS - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik 28 Mär 2010 11:42 #14365

Hallo Ihr Zwei,

danke für den schönen Bericht :danke:
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VLG
Frank

01.07 AIDAblu - Kanaren / 03.08 Norwegian Sun - West Karibik / 04.08 Norwegian Sun - West Karibik /05.08 Navigator otS - Westl. Mittelmeer / 01.09 Norwegian Jewel - Süd Karibik / 1.09 Norwegian Sky - Bahamas / 10.09 Norwegian Jewel NYC-Miami / 30.01 Costa Fortuna Ost/West Karibik / 11.10 Norwegian Jade - Östliches Mittelmeer
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Aw: Reisebericht: Explorer otS - 07.03.-19.03.2010 - östliche Karibik 28 Mär 2010 13:38 #14368

Hallo,
vielen Dank für die informativen Bericht!
Wir interessieren uns nämlich für die 9-tägige Reise nächstes Jahr im August mit der Explorer von Cape Liberty aus und konnten uns so ein bißchen ein Bild machen.
Viele Grüße
KATJA
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