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THEMA: Costa Neo Classica Indischer Ozean Januar 2015

Costa Neo Classica Indischer Ozean Januar 2015 01 Feb 2015 18:53 #41477

Moin,
hier mein Bericht der letzten Costa Kreuzfahrt

09.01.2014 Anreisetag

Der ICE von Hannover zum Frankfurter Flughafen hatte 20 Minuten Verspätung. Viel mehr durfte es auch nicht werden, damit wir den Condor Flieger noch erwischen. Sehr schön am Frankfurter Flughafen ist das neue Abfertigungsterminal gleich rechts neben dem Fernbahnhof auf dem Weg zum Flughafen, das erspart das Kofferschleppen zu den Hauptterminals des Flughafens und da hier für diverse Fluggesellschaften eingecheckt wird, wird auch nicht so genau auf die Gewichtsgrenzen beim Gepäck geachtet. Alkoholische Getränke müssen bei Condor ebenso bezahlt werden, wie der Zugang zum Entertainmentprogramm. Das Flugzeug war aber recht neu. Somit war dieser Condorflug wesentlich besser als unser letzter Condorflug.

10.01.2014 Ankunft Mauritius Hotelbezug

Pünktlich früh morgens kurz nach 6 Uhr landen wir auf Mauritius. Es ist warm bei hoher Luftfeuchtigkeit und wir finden uns nun zu unserer kleinen netten Reisegruppe von nur 16 Personen zusammen. Giovanni unser Reiseleiter fährt uns zunächst in ein kleines Lokal, wo wir ein schönes kleines Frühstück mit Kaffe, Croissant und Obst erhalten. Laut Reiseplan steht eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Diese wird jedoch fast zu einer Inselerkundungsfahrt, da wir einmal quer über die Insel fahren müssen, um nach Port Louis zu gelangen. Wir stoppen an den Festungsüberresten. Es regnet jedoch zu sehr, so dass die Hälfte unsere Gruppe im Bus bleibt. In der City angekommen hört der Regen glücklicherweise auf und wir machen einen Stadtrundgang über den Markt und zur Ocean View Front, einem Einkaufszentrum, dass dem aus Kapstadt nachempfunden sein soll (kann ich jetzt nicht unbedingt bestätigen, da ich schon in Kapstadt war). Hier befindet sich auch das Museum mit der berühmten Briefmarke “Blaue Mauritius”, diese kann nur jede halbe Stunde begutachtet werden, Sonntags ist das Museum geschlossen. Da ich davon ausging hier noch ausreichend Fotos am Einschiffungstag und am Ende der Reise knipsen zu können, mache ich keine Fotos und schaue mir auch die Briefmarke nicht an, was sich aufgrund des unvorhergesehenen Reiseverlaufs später leider als fataler Fehler herausstellen sollte. Wir sollten nun noch den berühmten botanischen Garten “Pamplemousse” besichtigen, da wir jedoch alle total müde aufgrund des langen Nachtflugs waren, fuhren wir direkt zu unserem Hotel. Die Zimmer konnten sofort bezogen werden. Wir bekamen ein schönes Zimmer mit Terrasse zum Strand. Das Abendbuffet war reichhaltig und gut.

11.01.2014 Hoteltag

Das Wetter wurde leider nicht besser. Regen und Sonnenschein wechselten sich immer schön ab. Im Hotelfoyer fand sich ein Schild mit dem Hinweis auf den Zyklon “Bansi”, der bereits zu Zyclonwarnstufe 1 geführt hatte und Stufe 2 für die Nacht vorhersagte. Eine Internetrecherche bestätigte mir dies. Da die Liegen vom Strand schon abgebaut wurden und unser Hotel weit abseits des nächsten Ortes lag, beschlossen wir, uns eine “La Stone Massage” im Hotel zu genehmigen. Diese hat mir durchaus gefallen und war günstiger als auf den Kreuzfahrtschiffen. Am Abend bekamen wir nach erheblichem Protest dann doch noch einen Platz im Bedienrestaurant, was sich lohnte. Heute Abend begann das Abenteuer. Unsere Reisegruppe erhielte eine Nachricht auf die Zimmer, das unser Reiseleiter uns am nächsten Morgen zu einem Meeting sprechen wolle. Da wir wissen wollten was das bedeutet, ließ ich die Rezeption bei der Agentur anrufen. Der Rezeptionist erzählte uns dann es ginge um unsere Flüge. Das könnte ja schlecht sein, denn wir wollten nicht fliegen sondern einschiffen. Ein 2. Anruf brachte dann mehr Aufklärung, denn die Luxemburgerin aus unserer Gruppe sprach gut französisch und es ergab sich nun, dass unser Schiff den Hafen aufgrund der Sturmwarnung verlassen musste.

12.01.2014 Der “ Einschiffungs-Denkste-Tag”

Nach meiner Internetrecherche wusste ich nun, die “Costea Neoclassica” befindet sich knapp östlich neben Madagaskar und definitiv nicht im Hafen von Port Louis. Unser Reiseleiter bestätigte, dass die Hafenbehörden das Schiff angewiesen haben, den Hafen zu verlassen. Wie es nun mit uns weiter geht wisse er noch nicht. Das war der Stand 10:00 Uhr. Wir könnten jedoch nicht im Hotel bleiben, da dieses ausgebucht wäre. Erst um 13:30 hieß es dann, wir würden ausgeflogen zu den Seychellen, dort wäre dann das Schiff. Das dies nicht sein könne, wusste ich aufgrund der derzeitigen Schiffsposition. Man muss wissen, dass ab Zyklonwarnstufe 3 der Flughafen geschlossen wird und sämtlicher öffentlicher Personenverkehr eingestellt wird. Costa hatte einen Flieger von Air Mauritius gechartert, der uns um 17:50 Uhr zu den Seychellen fliegen sollte. Knapp 300 Kreuzfahrtgäste waren in dem Flieger. Ich rate Allen niemals Air Mauritus zu buchen, denn es war ein Langstreckenflugzeug mit dermaßen kleinem Sitzabständen, die einen glauben lassen auf Mauritius leben nur kleine Leute. Der Flug sollte statt 2,20h 2,50h dauern, da der Pilot den Sturm umfliegen musste, was auf dem Flugbild gut zu erkennen war. Trotz Sturmes war dieser Flug ruhig gegenüber dem Condorflug, bei dem es mehrfach mächtig schaukelte, so dass sogar der Service eingestellt wurde. Die Einreise auf den Seychellen war katastrophal. Da es ein Charterflug war, hatte Air Mauritius keine Einreiseformulare. Diese Erhielten wir erst auf dem Flughafen. Es mussten 3 Formulare ausgefüllt werden und es gab für die 300 Einreisenden nur 2 Schlangen, wobei die Dame mit ihrer Pingeligkeit die Einreise erheblich verzögerte. Als wir endlich durch waren erfuhren wir dann, dass Costa ein Hotel für alle Kreuzfahrtgäste gebucht hat. Für die “Erstankömmlinge” gab es noch 3 zur Wahl. Der gesamte Rest kam in das übrig gebliebene. Da wir als Gruppe zusammen bleiben wollten, nahem wir also das übrig gebliebene. Wir kamen in das Constance Ephelia und hier wären wir gerne noch 14 Tage geblieben. Es gab für uns Alle noch ein Abendessen, bevor wir unsere Luxus Juniorsuiten bezogen. Hier möchte ich Costa ein großes Lob aussprechen, dass sie es geschafft haben 300 gestrandete Kreuzfahrtgäste in ein so nobles Hotel unterzubringen.

13.01.2014 gestrichener Seetag = Hoteltag

Heute hatten wir gar nicht genug Zeit das gesamte Hotel zu erkundigen. Dieses Hotel hat 3 Strände, diverse kleine Komplexe mit eigenem Pool sowie Familienbungalows mit eigenem Pool. Es bietet diverse Freizeitaktivitäten an und ein größeres Frühstücksbuffet hatten wir bisher nur in unserem Hotel in Bangkok. Es war leider Ebbe, so konnte man im Meer bei unserem Strand nicht schwimmen aber weit ins Meer hinein gehen. Dieser Tag war sehr erholsam. Leider erfuhren wir dann, dass es morgen auf das Schiff geht und wir das “Paradies” dann wieder verlassen müssen.

14.01.2014 gestrichener Seetag = neuer Einschiffungstag Victoria (Mahe) Seychellen

Gleich nach dem Frühstück geht es im Buskonvoi zum Schiff. Jeder Bus wird einzeln eingeschifft, dadurch verläuft die Einschiffung problemlos schnell. Auf der Kabine wartet tatsächlich schon das Gepäck. Die Kabine ist eher nüchtern eingerichtet. Nur ein Stuhl, der Schreibtisch sehr nah am 2. Bett, dadurch wirkt alles etwas beengt. Der Stauraum ist insbesondere für Hosen bzw. lange Kleider etwas knapp bemessen. Im Bad der gehasste Duschvorhang und keine Steckdose für Rasierer. Im Zimmer nur 1 Steckdose. Unsere Kabinenstewardess entpuppte sich bereits beim 1. Kennenlernen als faul und frech. Als wir sie baten, die beiden Betten bitte zu trennen zog sie eine Mine auf, als würde sie uns fressen wollen und murmelte auch noch “it´s so hart”. Später fehlte immer mal wieder das ein oder andere Handtuch etc. Die bekannten Handtuchtiere waren hier eine komplette Fehlanzeige. Das war unsere 1.Kreuzfahrt, wo wir der Kabinenstewardess kein extra Trinkgeld gegeben haben. Nun musste die Raucherbar gefunden werden. Auf dem gesamten Schiff durfte nur an ca. 14 Tischen neben der Bar auf dem Freideck geraucht werden. Etwas knapp bemessen, wenn viele Raucher an Bord sind und vor allem bei schlechtem Wetter. Meine Mutter wollte nun doch das All Inclusive Getränke Paket buchen, also holten wir dies an der Bar nach. Dann mussten wir aber an der Rezeption unsere Bordkarten aktualisieren, denn auf denen muss das Getränkepaket vermerkt sein. Wir gingen zum Mittagessen ins Hauptrestaurant. Die Katastrophe nahm seinen Lauf. Wir bestellten beide nur einen Hauptgang und ein Dessert. Es dauerte geschlagene 50 Minuten bis wir den Hauptgang erhielten. Nach weiteren 40 Minuten war das Dessert noch immer nicht serviert. Wir verließen ohne Dessert das Restaurant, wobei ich mich beim Hauptmaitre beschwerte. Nun waren wir gespannt auf das Abendessen. Hier passierte dann das Gegenteil. Der Maitre und sämtliche anderen Kellner waren derart um uns bemüht, dass die 4 Gänge nach 40 Minuten komplett serviert waren. Das war nun definitiv zu schnell.

15.01.2014 Victoria (Mahe) Seychellen

Eigentlich hatte ich für heute den Ausflug nach Praslin und La Digue gebucht. Costa hatte den aber auf den 16.01. verschoben. Wir nahmen uns mit einem Paar aus unserer Reisegruppe ein Taxi und fuhren den Süden der Insel ab. Eines gleich vorab, die Taxifahrten auf den Seychellen sind teuer und es gibt nicht viele Sehenswürdigkeiten. Eine Tagestour kostet 150€. Den 1. Stopp legten wir beim “Jardin du Roi” ein. Ein botanischer Garten, der diverse Palmen und Pflanzen zu bieten hat, die alle mit Nummern versehen sind, welche auf dem Parkplan mit Namen wieder zu finden sind. Den 2.Stop bei einem schönen Strand und den 3.Stop an einem Aussichtspunkt. Wir ließen uns in der Stadt absetzen, die anderen fuhren zum Schiff zurück. Wir bummelten kurz durch die Stadt und kauften das was mir fehlte, nämlich Zahnpasta und eine neue Speicherkarte. Dann genossen wir noch einen einheimischen Cocktail bevor es mit dem Taxi zurück zum Schiff ging. In der Selbstbedienungskantine gab es heute deutsches Essen. Der Rotkohl war tatsächlich gut ebenso die “deutsche Bratwurst”. Danach Mittagsschlaf und Abendessen. Wir gingen wieder zum selben Kellner. Das Neo Konzept besagt zwar, dass man essen gehen kann wann man möchte (zwischen 18:30 und 22:00 Uhr) und an welchen Tisch man möchte, es war jedoch zu beobachten, dass immer wieder die Selben Leute zur gleichen Zeit am selben Tisch saßen. Wir kamen immer zwischen 18:30 und 19:00 Uhr.

16.01.2014 Victoria (Mahe) Seychellen

Heute nun also der Costaausflug nach Praslin und La Digue. Der Start verläuft chaotisch. Die Deutschsprachigen Gäste (es waren ca. 250 an Bord) sind immer die letzten die Costa von Bord gehen lässt. Die von Costa gebuchte Fähre ist jedoch überbucht! So fndet nicht jeder einen Sitzplatz und das bei nicht unerheblichem Wellengang. Ein Großteil der Leute muss sich daher übergeben. Ich möchte daher allen intensiv raten bitte nicht mit einheimischen Booten diese Überfahrt zu machen, denn das ist nur was für Abenteurer. Wenn, dann bitte die planmäßig verkehrenden Fähren nutzen. Hier Kostet die Fahrt Hin und Zurück aber auch 140€. Auf Praslin begrüßt uns Ute. Ein echter Glücksgriff. Ute lebt seit 3 Jahren auf den Seychellen und berichtet mit so viel Liebe und Einsatz von den Pflanzen und Tieren, die wir in dem Valle de Mai zu sehen bekommen, dass man einfach begeistert sein muss. In dem Park ist übrigens auch alles auf deutsch beschrieben. Wir sehen die berühmte Coco de Meer und erfahren wie sich männliche und weibliche Coco de Meer unterscheiden. Nach der Besichtigung geht es mit der kleinen Fähre weiter nach La Digue. Hier wird’s jetzt chaotisch, da es zu wenig Transportmittel für so viele Touristen gibt, dass die Hälfte immer erst warten muss, bis die anderen am nächsten Ort abgeliefert worden und die Taxis zurück sind. Costa hat hier eindeutig wieder Kosten sparen wollen. Nämlich nur an einem Tag eine Fähre chartern und auch nur an einem Tag die “Taxis” auf La Digue. Zunächst geht es an einen Strand, an dem das Baden aufgrund von Strömungen aber zu gefährlich ist. Dann gibt es Mittagessen in einem Hotel und danach geht es zur Hauptsehenswürdigkeit, nämlichen dem Strand der Seychellen mit den Felsformationen, wo diverse Werbespots und Cast Away mit Tom Hanks gedreht worden sind. Zuvor machen wir noch Halt bei ein paar Riesenschildkröten. Wir bekommen eine Lieblingstätigkeit der Schildkröten zu sehen, die Begattung und das bei sehr lauten Stöhngeräuschen, die zur allgemeinen Belustigung beitragen, vor allem, da die viel kleinere Schildkröte eigentlich fliehen wollte, der größeren aber nicht entkommen konnte. Der Strand ist eine große Enttäuschung, da steinig. Die Felsformationen fand ich woanders schöner. Die Fährrückfahrt verläuft dann wesentlich ruhiger. Im Theater gibt es heute Folklore von den Seychellen. Eine der wenigen vernünftigen Shows dieser Kreuzfahrt.

17.01.2014 Victoria (Mahe) Seychellen - auf See

Heute fand die Rettungsübung statt, die, wie immer bei Costa, eine Katastrophe war! Um 12:00 Uhr sollte es los gehen. Natürlich mit angelegter Rettungsweste, worauf alle anderen mittlerweile verzichten. Wir standen geschlagene 45 Minuten rum bis endlich alles vorbei war. Und eine blöde Italienerin von Costa forderte uns ewig auf stehen zu bleiben, alle anderen im Casino durften sitzen bleiben. Viele Italiener erschienen erst um 12:40 zur Übung! Das wurde natürlich geduldet.

18.01.2014 Auf See

Ein Tag zum entspannen. Wobei ich noch vor dem Frühstück meiner Mutter ihr Geburtstagsgeschenk überreicht habe. Am Abend gab es dann natürlich die obligatorische Geburtstagstorte.

19.01.2014 Helle-Ville Nosy Be

Der heute von mir gebuchte Costa Ausflug entpuppt sich als Abenteuer pur! Es soll ins Naturreservat gehen zum Trekking. Zuvor auf den einheimischen Piroggen durch seichtes Gewässer paddeln. Aha. Die Realität sah anders aus. Wir fuhren in ein Fischerdorf. Dann mussten wir, weil Ebbe, eine Strecke laufen bis zu den Piroggen, das sind einheimische Einbäume. Um diese besteigen zu können, müssen wir durch das knöchel- bis kniehohe Wasser gehen. Also Hose hochkrempeln, Schuhe ausziehen. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass das Wasser schmutzig aussah, was kein Wunder ist, denn auf dem Sand (war ja Ebbe) lag jede Menge Müll. Wir mussten Gott sei Dank nicht paddeln, denn wir fuhren in Küstennähe bei Wellengang zum Naturreservat und wurden gezogen. Trotzdem plätscherte das Wasser immer schön in die Pirogge, auf die Hose etc. Halb durchnässt kamen wir also im Naturreservat an. Wir mussten wieder durch das Wasser aussteigen. Dann ging es mitten in den Regenwald. Vorne weg unser einheimischer Führer und der Reiseleiter. Da es die letzten Tage immer wieder viel geregnet hatte war der Boden total glitschig. Trotz aller Vorsicht bin ich einmal ausgerutscht und hingefallen. Klamotten total dreckig aber zum Glück nichts passiert. Wir gingen keine Wege sondern querwaldein! Wir sahen Lemuren, Chamelon, Boa, kleine Schlange, knallrote Spinne und kleine Frösche. Leider fing es gegen Ende der Tour gewaltig zu regnen an, so dass ich nun auch obenrum total nass war. Zum Glück hatte ich ein Wechselshirt dabei. Nach dem Mittagessen ging es wieder zurück zum Fischerdorf. Diese Tour ist meiner Meinung nach viel zu anfällig für Unfälle jeder Art und würde kein deutscher Reiseveranstalter ins Programm nehmen.

20.01.2014 Diego Suarez

Für heute hatte ich ursprünglich wieder einen Ausflug in ein Naturreservat gebucht. Aufgrund meiner Erfahrungen vom Vortag, und da meine Klamotten in der Reinigung und meine Schuhe total durchnässt waren habe ich diesen dann in die “Stadtrundfahrt” umgebucht. Vorweg, hier gibt es nix besonderes zu sehen! Man muss hier also gar nichts machen. Ich habe in der Stadt noch ein T-Shirt gekauft und das wars. Was man hier schon beobachten konnte, ist die Armut. Madagaskar ist ein Entwicklungsland. Viele Menschen leben in Wellblechhütten und mitten in der Stadt türmen sich zwischen den Häusern Müllberge.

21.01.2014 Seetag zum entspannen

22.01.2014 Taomasina

Heute hatten wir den Ausflug Kanalfahrt gebucht, den ich wärmstens empfehlen kann. Der Kanal wurde frühzeitig von den Franzosen gebaut, da man über diesen die Waren besser transportieren konnte als über das Meer. Man kann am Rand das Leben der Einheimischen beobachten, wie sie fischen, baden etc. Es begegnen uns einheimische Boote verschiedenster Bauweise. Wir besuchen ein einheimisches Dorf, wo uns die Dorfältesten begrüßen und wir mit Folklore empfangen werden. Es wird uns gezeigt, wie Reis getrocknet wird, der einheimische Kaffe gekocht wird sowie Boxkämpfe vorgeführt. Wer möchte kann “Trinkgeld” in ausliegende Hüte geben man wird aber nicht angebettelt. Zum Schluß fahren wir zum Markt in der Stadt und hier wimmelt es nur so von Bettlern. Die klopften sogar noch an die verschlossenen Scheiben des Busses. Die Polizei tangiert das übrigens nicht, denn die war durchaus in der Nähe.

23.01.2014 Seetag zu entspannen

24.01.2014 Le Port Reunion

Wir haben uns mit einem anderen Paar ein Taxi in einen Badeort genommen. Das hat sich aber nicht gelohnt, denn der Strand war eher unspektakulär und in dem Ort war kaum was los. Reunion ist eine Vulkaninsel. Wer also an Vulkanen Interesse hat, der sollte ins Landesinnere zu den Vulkankratern fahren. Hier konnte man zum 1.Mal im Hafen kostenfreies wlan nutzen.

25.01.2014 Port Luis, Mauritius

Da sind wir also wieder am Ausgangspunkt angekommen. Da ich unbedingt die “7farbige” Erde sehen wollte, habe ich den Ausflug halbtags der Süden von Mauritius gebucht. Wir fuhren zu Aussichtspunkten, in eine Fabrik für Schiffsmodellbau, zu dem heiligen See der Hindus und zu der 7farbigen Erde. Dies ist der einzige Ausflug den ich auf Mauritius empfehlen kann, denn es gibt auf Mauritius nicht viel Sehenswürdigkeiten.

26.01.2014 Ausschiffung

Wie immer chaotisch. Die völlig uninfornierte deutsche Hostess erzählte uns es gäbe Frühstück in einer Bar und man könne seine Koffer nicht selbst mit vom Schiff nehmen. Beides Blödsinn. Es gab Frühstück ab 03:30 Uhr in der Buffetkantine, da viele bereits um 04:30 ausschifften. Wir als Reisegruppe wollten unsere Koffer dann wie gewohnt im Terminal in Empfang nehmen. Pustekuchen. Costa hatte alle Koffer mit rotem Anhänger zum Flughafen transferiert. Reisegruppen wie wir und Individualreisende sollten ihre Koffer eigentlich selbst in Empfang nehmen also andere Kofferanhängerfarbe oder Koffer eigenhändig mit von Bord nehmen. Unser Tranferbus wieder mit Giovanni kam pünktlich und brachte uns zum Flughafen. Die Koffer waren glücklicherweise tatsächlich auch dort angekommen. Wir konnten dann für 300€ statt 600€ (also 150€ pro Person) auf Premium Economy upgraden. Für den Preis finde ich das ok, denn man hat wesentlich mehr Beinfreiheit bekommt besseres Essen, Entertainmentprogramm frei und Alkohol zu den Mahlzeiten frei. Wir landen sogar 20 Minuten früher als geplant in Frankfurt und habe so keine Probleme unseren Zug nach Hannover noch zu bekommen. Um 22:00 Uhr komme ich wieder zuhause an.

Zum Schiff:
Wir wussten es ist ein altes Schiff. Es sollte jedoch im November eine Renovierung erhalten haben. Diese konnten wir kaum entdecken. Das Schiff rostet an allen Ecken insbesondere an den Fenstern im Restaurant und auf den Aussendecks munter vor sich hin. Die Stühle im Theater waren teilweise kaputt. Die gesamte Einrichtung ist eher nüchtern, was durchaus auch ok sein kann, aber die Plastikstühle der Bars auf den Aussendecks sind unter aller Würde. Das Selbstbedienungsrestaurant habe ich nicht ohne Grund “Buffetkantine” genannt, denn mehr Charme versprüht dieses Restaurant, bei dem die Rettungsboote die Sicht durch die Fenster versperren, nicht. Am schönsten ist hier der Außenbereich zum Essen am Bug, wo sich leider auch wieder die bunten Plastikstühle finden. Es gibt zu wenig Schattenplätze auf den Aussendecks. Am schlimmsten jedoch war die Essensqualität. Wir haben noch nie so schlecht auf eine Kreuzfahrt gegessen. Festzumachen alleine daran: obwohl wir uns gerne abends bedienen lassen möchten haben wir mehrfach in der Buffetkantine zu Abend gegessen und einmal in der Pizzeria. Warum? Ganz einfach, die Auswahl war größer und das Essen dort besser! Im Hauptrestaurant gab es neben der Vorspeise (langweiliger Salat, Suppe (Beispiele einiger Tage: Gerstensuppe, Graupensuppe, Brotsuppe) und 3.Gericht zur Wahl) nur 3. Hauptgerichte zur Wahl! Die sogenannten Immer erhältlich Gerichte, wie von anderen Kreuzfahrten gewohnt gab es nur mittags nicht abends! Davon einmal Fisch einmal Fleisch einmal vegetarisch. Was also, wenn ich kein Lamm und Kalb mag, was es mehrfach im Hauptrestaurant gab? Fisch war ungenießbar, da der grundsätzlich stank. Italiener stehen für Eiscreme. Diese gab es jedoch nur abends als Dessert im Hauptrestaurant. Selbst mittags gab es nur Sorbet als Nachtisch. In der Buffetkantine gab es gar kein Eis. Ich zitiere jetzt aus dem täglichen Programm, das ist kein Scherz: Der Genuss der Eiscreme, Die Algida Eiscreme steht ihnen am Automaten an der Lido Bar Positano auf Deck 11 zur Verfügung. Zu erstehen mit der Costa Karte. Hierbei handelte es sich um das bei uns bekannte Langnese Eis aus dem Automaten und das gegen Extragebühr. Zwiebeln waren auf dem Schiff anscheinend Gold wert. Bis auf den letzen Abend gab es nicht einmal Zwiebeln am Salatbuffet, niemals am Grill für die Hamburger oder morgens für das Omelette. Die Saftmaschinen beim Frühstück produzierten meistens nur gefärbtes Wasser. Womit ich beim AI-Getränkepaket gelandet bin. Da wir das glücklicherweise hatten, konnten wir uns morgens Orangensaft (kommt aus dem Tetrapack) und Capuccino oder Espresso bestellen. Im AI Getränkepaket fand ich auch meinen Costa Lieblingscocktail Bahama Mama der steht nämlich nicht auf der Cocktailkarte der Bars. Die Pizza aus der Pizzeria war so, wie man sie bei einem Italiener erwarten darf. Leider kostet diese 6,50€ Zuzahlung, was Pearlmitglieder eigentlich nicht zahlen sollten, da ja das Spezialitätenrestaurant auf dem Schiff fehlt, wo Pearl Mitglieder einmal eingeladen sind. Entertainment eher schlecht. Die Sänger im Theater waren grausam. Da versuchte sich einer an Elvis, au weia. Am beste, wie immer die Crew Show, unser Kellner tanzte hier und bekam sehr viel Beifall. Auch gut die Folkloreshow von der Seychellengruppe, die Band aus Mauritius war hingegen grausam. Die Zauberin, ja es war mal eine Frau, war gut brachte aber nichts was man nicht schon gesehen hat. Ansonsten kaum Animation denn das soll zum “Slowcruise” des Neokonzepts gehören. Was ist nun so neu oder toll an Neo? Kurz: Fast nix! Das einzig gute sind die ausgewählten Weine zum Essen. Wer das AI Paket hatte bekam davon zumindest 1 Glas pro Mahlzeit. Ansonsten heißt NEO für mich: Wir sparen am Essen, wir sparen am Entertainmet wir sparen am Service. Essen gehen wann und wo ich will, das kennen wir auch von anderen Reedereien, wo es das schon länger gibt aber bei besserer Auswahl und höherer Essensqualität.

Fazit: Alle Deutschen die nicht unbedingte Costafans sind waren einhellig der Meinung: NIE WIEDER COSTA. Und dieses Mal bleibe auch ich endgültig bei dem NIE. Ein Inhaber einer Presseagentur will Costa sogar seine Pearl-Karte per Post zurück senden.
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Costa Neo Classica Indischer Ozean Januar 2015 02 Feb 2015 16:44 #41489

Hallo garak,

das war ein spannender und interessanter Reisebericht mit vielen abenteuerlichen Überraschungen, :sensation:

hat richtig Laune gemacht ihn zu lesen.

Schade, dass auf dem Schiff nicht alles so befriedigend war. :(

Ich denke eure nächste Kreuzfahrt wird umso schöner, aber auch da könnten Gefahren lauern – es gibt nichts Perfektes.

Jedenfalls nochmals vielen Dank für deine Mühe. :thankyou:

Gruß Welle
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Costa Neo Classica Indischer Ozean Januar 2015 03 Feb 2015 09:08 #41495

Einige eurer negativen Erfahrugen kommen mir sehr bekannt vor. :angry:

Schade das bei euch einiges nicht geklappt hat.

Die Route hätte uns auch gefallen aber nicht mit mehr mit Costa und dem alten Pott.

Bei holidaychek 64% Weiterempfehlung, ein trauriger Wert ...
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Costa Neo Classica Indischer Ozean Januar 2015 07 Apr 2015 09:56 #42101

Noch eine Anti-Empfehlung von mir. Wir waren im vergangenen Jahr mit einem ähnlichen Anbieter unterwegs und ich wurde mehr als enttäuscht!
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