Am 19.6. ging es, glücklicherweise erst um 13h, los, da wir die Nacht vorher bei einem Sommerball im Schloss Hof durchgemacht hatten und dementsprechend verschlafen waren.
Der Transfer vom Flughafen in Kopenhagen zum Schiff erwies sich glücklicherweise einfacher als wir gedacht hatten. Wir haben ganz einfach einen der unzähligen herumwuselnden Costa-MitarbeiterInnen gefragt, ob noch ein Platz im Transferbus für die Gäste welche das Anreisepaket gebucht hatten, frei wäre was dann dann auch problemlos der Fall war.
Wir konnten unser Gepäck gleich am Flughafen abgeben und fuhren nach kurzer Zeit gemütlich, in etwa zum Taxipreis, mit dem Bus zum Hafen, wo uns schon unser Costa-Lieblingsschiff, die Atlantica, erwartete.
Da sehr viele deutschsprachige Gäste an Bord waren, war die erste Essenszeit natürlich überbucht und wir bekamen einen Tisch in der zweiten Sitzung zugeteilt. Nach Rücksprache mit dem Restaurantchef Massimo, welchen wir bereits von unserer ersten Kreuzfahrt auf der Marina kannten, wurde uns ein sehr schöner 2erTisch zugeteilt, der uns so gut gefiel, dass wir auf die Änderung der Sitzung verzichteten.
Das Essen im Restaurant war diesmal wieder ausgezeichnet wie unsere beiden Kellner. Nachdem der erste Abend erfolgreich verlaufen war, gab es am nächsten dann das obligate persönliche Trinkgeld für die beiden, woraus sie sich, auf gut wienerisch „die Haxn ausgerissen haben“ um uns zu verwöhnen.
Das Buffetessen haben wir nur am An- und Abreisetag besucht, wobei sowohl die Auswahl als auch die Qualität durchaus ansprechend war und vom Zielpublikum mit übervollen Tellern sichtlich anerkannt wurde.
Die Galabende und der ital. Abend (die Idee von efaschaaf mit den ital. Leibchen finde ich übrigens reizend und nachahmenswert! Bin schon am Überlegen wie ich mir ein grün-weis-rotes Mascherl basteln kann) waren wie gewohnt unterhaltsam. Leider gab‘s diesmal keine hübsche Kellnerin als Tanzpartnerin für mich, die Reklamationen über den immer schlechter werdenden Service sind also durchaus berechtigt

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Besonders nett war diesmal auch der Gold-Pearl-Cocktail, da sich der Kapitän nicht bloß vor einer Leinwand ablichten ließ, sondern von Tisch zu Tisch marschierte, mit den Gästen nett plauderte und dabei die Erinnerungsfotos entstanden.
SEETAG
Nachdem wir uns mal richtig ausgeschlafen und gut gefrühstückt hatten, verbrachten wir den Vormittag damit, das Schiff wieder zu entdecken und besuchten nach dem Mittagessen den Wellnessbereich, der auf diesem Schiff nicht als Samsara-Bereich geführt wird und für alle zugänglich ist. Nach einem Blick auf die darin enthaltenen Folterinstrumente, machten wir es uns im Garden-Bereich mit unseren Büchern gemütlich und genossen mit etlichen Kurznickerchen zwischendurch den restlichen Nachmittag. Da die 2te Essenssitzung erst um 20:30 stattfand, besuchten wir vorher noch die Bar auf einen Aperitif und nutzen die Gelegenheit, wie übrigens auch alle restlichen Abende, uns auf der halbleeren Tanzfläche so richtig Appetit anzutanzen, der dann auch erwartungsgemäß gestillt wurde.
FLAM
So, da waren wir also in unserem ersten Fjord und der Eindruck war überwältigend. Rundum hohe Felswände, Wasserfälle und ein Traumwetter, welches wir uns nicht zu erwarten getraut hatten.
Leider hatten wir voreilig bereits von zu Hause den Costa-Ausflug gebucht und konnten daher nicht dem Vorschlag von Klaus – rauf mit der Flam-Bahn und runter mit dem Rad – nachgehen, was uns dann, als wir den Weg vom Berg runter sahen echt leid tat.
Wir fuhren stattdessen vorerst mal mit dem Bus über atemberaubend steile Straßen nach Stalheim und dann weiter, nach einem Fotostopp bei einem beeindruckendem Wasserfall
nach Voss. Hier erwartet uns überraschenderweise ein ausgezeichnetes Buffet – der Ausflug war nur mit einem Kaffeehalt ausgeschrieben – und frisch gesättigt besuchten wir das nette Dörfchen am Vangsvatnetsee . Mit der Bahn ging es weiter nach Myrdal, wo wir in die Flam-Bahn umstiegen.
Diese Fahrt erwies sich dann als der Höhepunkt des Tages. In kurzer Zeit werden ca. 900 Höhenmeter überwunden und die Landschaft bietet nach jeder Kurve sensationelle Ausblicke. Ein kurzer Stopp beim Kjosfossenwasserfall
mit Musikuntermalung und Sirenengesang war, trotz schnatternden und knipsenden Touristen (darunter natürlich auch wir) überirdisch kitschig schön.
Ein Besuch im kleinen Museum an der Talstation zeigt übrigens, welche gewaltige Leistung seinerzeit der Bau diese Bahn war.
GEIRANGER
Am nächsten Morgen begrüßte uns Geiranger mit ebenso schönem Wetter und traumhafter Lage.
Hier haben wir eine kleine Wanderung über eine schöne Alm, wo wir erstmal direkten Kontakt mit dem viebeinigen teil der einheimischen Bevölkerung hatten,
zu dem von penanngHH gennnten Aussichtspunkt (Danke dafür)gemacht und wurden mit einem tollen Ausblick belohnt.
Bei der Touristeninfo liegt übrigens ein Plan auf, wo man den Einstieg zu dem Wanderweg sehen kann.
Gutes Schuhwerk ist jedoch für diese Wanderung absolut empfehlenswert, da der Weg sehr feucht ist und vor allem der Abstieg über glitschige Steine und durch Wasserrinnsale sehr mühsam werden kann
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Zurück am Schiff ging die Fahrt um 14h durch den für uns schönsten Teil des Fjordes nach Hellesylt weiter. Nachdem wir uns von den inzwischen auch eingetroffen Schiffen von MSC und Aida
sowie der kleinen MS-Daphne, die mit ihrem asthmatischem Röcheln beim großen Abschiedsgetute lautes Gelächter an Bord auslöste (was mich auf die Fahrt mit der MS-Albatros im nächsten Jahr besonders neugierig macht), vergingen die nächsten Stunden wie im Traum. Ein landschaftlicher Höhepunkt (schön langsam gehen mir die euphorischen Adjektive aus) bei tollem Licht löste den anderen ab und man kam aus dem Staunen kaum heraus.
Hungrig vom Wandern und müde vom Schauen und fielen wir zuerst über das Abendessen her und danach ins Bett.
STAVANGER
Da wir hier nur den Vormittag verbrachten, nahmen wir uns die Zeit um gemütlich die Altstadt zu durchstreifen und die entzückenden kleinen Holzhäuschen zu bewundern.
Mittags wurden die Leinen wieder los gemacht und die Atlantica machte sich, mit einem weiteren Seetag auf die Reise nach
OSLO
Leider hat uns hier dann das Schlechtwetter erreicht und es schüttete wie aus Kübeln. Da wir sowieso nur den Vormittag hier verbrachten, beschlossen wir, den Besuch von Oslo auf eine weitere Kreuzfahrt zu verschieben und machten es uns im Wellnessbereich gemütlich.
Entgegen dem Samsara-Bereich auf den anderen Schiffen, sind hier zwar nur wenige Ruhebetten vorhanden, da aber die meisten anderen Passagiere diesen Bereich noch nicht entdeckt hatten, gab es kein Problem und wir konnten den ganzen Tag, nur unterbrochen vom Mittagessen, hier verbringen.
Nachdem wir den hoffnungslosen Versuch gemacht hatten einige Dekagramm der mittlerweile raufgefutterten Kilos abzustrampeln und wegzuschwitzen, ließen wir uns nach einem kleinen Mittagsschläfchen den Rest des Tages im Whirlpool beblubbern und begannen uns auf die wichtigen Dinge des Abends – tanzen und essen - vorzubereiten.
WARNEMÜNDE
hat uns wirklich überrascht.
Ein entzückendes Ostseebad mit viel nostalgischen Flair. Mit dem Ausdruck von Peters (Welle) Ausflugstips machten wir uns auf einen Spaziergang durch den Ort und klapperten brav alle Punkte, incl. Besteigung des Leuchtturms, ab.
Bloß einmal bekamen wir Gänsehaut als wir einer Gruppe jungen Mädchen zusahen, die laut kreischend im eiskalten Wasser herumsprangen, während wir mit unseren Jacken nicht gerade schwitzten. Ganz schön hart unsere nördlichen Nachbarn!
Zurück am Schiff genossen wir den Abschiedsabend bei einem super Gourmetmenü im Spezialitätenrestaurant und stießen nochmals auf eine gelungene Kreuzfahrt an.
KOPENHAGEN und Abreise
Da der Costatransfer bei der Ankunft so gut geklappt hatte, buchten wir diesen auch für die Rückfahrt. Angenehm war dabei, dass unsere Koffer direkt von der Kabine zum Flughafen geschaftt wurden und wir uns nicht damit abschleppen mussten. Da unser Heimflug erst um 15h20 abging, bekamen wir einen Bus um 13h und durften den Vormittag inkl. Mittagessen noch auf dem Schiff verbringen.
Wir nützten die überraschend frei gewordene Zeit für einen Kurzbesuch von Kopenhagen mit dem Hopp on – Hopp off Bus und machten eine nette Runde durch Kopenhagen. Falls jemand von Euch diesen auch mal nützen möchte, bitte um Vorsicht! Nicht alle Busse fahren wieder zurück zur Anlegestelle und wir hätten bei der kleinen Seejungfrau eineinhalb Stunden auf den Rücktransport warten müssen. Wir zogen es dann vor, zu Fuß zu gehen und waren in einer halben Stunde wieder am Schiff. Also das Prospekt bitte genau ansehen, da die Busfahrer nur darauf aus sind, Karten zu verkaufen und sich nicht darum kümmern, wie die Fahrgäste wieder zurück kommen.
FAZITEine wunderschöne, erholsame Reise mit vielen neuen Eindrücken auf einem schönen Schiff mit gutem Service und ausgezeichnetem Essen.