Die Route:
27.04 Abfahrt Savona
28.04 Seetag
29.04. Katakolon
30.04. Seetag
01.05 Limassol /Zypern
02.05 Rhodos/Griechenland
03.05 Marmaris/Türkei
04.05 Izmir/Türkei
05.05 Piräus/Griechenland
06.05. Seetag
07.05. Civitavecchia/Italien
08.05 Savona und Tschüss
Da uns leider, wie bereits im Roll Call-Thread geschrieben, die Wunschdestinationen in Israel gestrichen wurden, sind wir diese Kreuzfahrt, da wir fast alle Destinationen bis auf Marmaris schon kannten, ganz locker und ohne Bildungs- und Ausflugsstress angegangen.
Leider gab es gleich am Beginn der Reise Unstimmigkeiten wegen des vorab gebuchten SAMSARA-Paketes, aber darüber werde ich in einem eigenen Thread detailliert berichten.
Anzumerken ist vielleicht noch ,dass dies 12-tägige Reise um knappe Eur 900.-- zusätzlich dem Samsara-Dream Paket, angeboten wurde, was bei Reisebeschreibungen durchaus berückischtigt werden sollte.
Ums doppelte Geld, kann ich natürlich mehr erwarten.
Am 27.4. gings frühmorgens los zum Flughafen Wien-Schwechat. Wir hatten einen Billigflug mit der AUA (Redticket ) gebucht, bereits am Vorabend Online eingecheckt und kamen blitzschnell durch alle Kontrollen. Nach einem ruhigen Flug erreichten wir nach einer Stunde Mailand-Malpensa. Um ca 12h wurden wir vom Costa-Transferbus abgeholt und verbrachten die 2 Stunden Fahrzeit nach Savona meist schlafend.
In Savona wartete bereits die COSTA-PACIFICA auf uns. Sie ist eines der neuesten und größten Schiffe der Costa-Reederei, Baujahr 2009, baugleich mit der Concordia und Serena, verfügt über 2504 Kabinen (davon 500 Balkonkabinen) für max. 3.780 Personen wobei bei unserer Reise knapp 3000 Gäste an Bord waren, die sich auf 5 Restaurants, 13 Bars, 2 Swimmingpools mit ausfahrbarem Dach, 3stöckigem Theater etc. aufteilten sowie dem 6000 m2 großen und über 2 Decks reichenden SAMSARA-Spa Bereich der für uns auf dieser Reise noch eine große Bedeutung bekommen sollte.
Auf Grund unseres Gold-Pearl Status der auch eine bevorzugte Einschiffung enthält, durften wir sofort ohne lästige Wartezeit aufs Schiff. Da wir bereits mit der Concordia unterwegs waren, hatten wir auch keine Orientierungsprobleme mehr und fühlten uns vom ersten Augenblick an daheim.
Die Pacifica ist für uns auf alle Fälle von den uns bekannten großen Costa- Schiffen (Magica, Concordia) das mit dem geschmackvollstem und ansprechendstem Interieur. Die Magica z.B. dürfte ja einem Alptraum eines ital. Designers entsprungen sein, aber das ist eine andere Geschichte.
Wir suchten sofort unsere Kabine auf, wo bereits unsere Koffer, die Bordkarten, Bademäntel, der Begrüssungsprosecco im Eiskübel und die ersten Infos über unsere Reise warteten. Leider fanden wir keine Unterlagen über das Samsarapaket, machten uns einstweilen noch keine Sorgen.
Die Kabine - wir buchen immer die billigste Innenkabine, da wir diese ja sowieso nur zum umziehen und schlafen, sowie zum gelegentlichen Duschen:) benützen – entsprach unseren Erwartungen. Für diese Preisklasse recht geräumig, mit überraschend viel Stauraum, einer paktischen –silikonfreien- Nasszelle, Flachbildfernseher und blitzsauber, was sie dank unseres vorbildlichen Kabinenstewarts auch während der ganzen Reise blieb.
Da nach der langen Reise der Hunger an uns nagte, machten wir uns sofort auf den Weg zum Buffetrestaurant, das am Einschiffungstag länger geöffnet hat.
Es blieb übrigens unser einziger Besuch in diesem Restaurant, da uns meist schon beim Anblick der in den sonderbarsten Zusammenstellungen angeräumten Plastikteller (von denen dann meist mehr als die Hälfte sowieso wieder zurückgeht) die von kurzbehosten, schwitzenden Mitreisenden mit ausgefahrenen Ellenbogen durch die Gegend geschleppt werden, der Appetit vergeht und wir generell das servierte Essen in den Haptrestaurants bevorzugen.
Die Qualität der Speisen war allerdings durchaus ansprechend und der Hunger groß genug um etwaige Unzulänglichkeiten zu vergessen.
Wir hatten für diese Reise das All-inclusive Paket, welches uns während der Essenszeiten alle Getränke sicherte, gebucht, und tranken unser erstes Gläschen auf die kommende Kreuzfahrt.
Frisch gestärkt ging es ab zur Reception, da wir auf unserer Kabine ein Tischkärtchen für das normale Hauptrestaurant und nicht für das Samsara-Restaurant vorgefunden hatten und dies klären wollten.
Hier begann dann leider der erste Ärger. Die Unfreundlichkeit und Kompetenzlosigkeit des vorwiegend ital. Receptionspersonals (allerdings der einzige Minusposten beim sonst durchgehend freundlichen und hilfsbereiten Personal) zieht sich leider durch fast alle Costa-Kreuzfahrten. Anscheinend gibt es ganz spezielle Kurse fürs Augenverdrehen und Kundenabwimmeln um so einen Posten zu bekommen.
Die sichtlich gestresste Dame fühlte sich, wie vorauszusehen, nicht zuständig und wollte von uns, dass wir die Sache beim Maitre klären sollten.
Da bei diesem die Schlange wegen der üblichen Tisch und Tischzeitänderungen bereits sehr lang war und wir nicht einsahen, dass wir uns wegen eines Fehlers von Costa ewig lange anstellen sollten, wurde die in holprigem englisch und italienisch geführte Diskussion bald recht laut, worauf sich dann doch in deutschsprachiger Receptionist fand, der sich bereit erklärte, die Angelegenheit für uns zu klären.
Vorerst beruhigt gingen wir wieder zurück in die Kabine und machten uns ans auspacken
.
Da es mittlerweile Abend geworden war, zogen wir uns um und machten uns auf, das Schiff zu erkunden.
Die Aufteilung der Gästebereiche ist fast ident mit dem der Concordia und sehr praktisch. Fast alle Bars, das Kasino und die Geschäfte befinden sich auf Deck 5 und man kann sich bei einem kleinen Bummel einen schönen Überblick schaffen.
Nachdem wir uns einen Aperitif genehmigt hatten , machten wir uns auf die Suche nach unserem Restaurant und wurden positiv überrascht. Das Samsara-Restaurant ist angenehm klein und intim, bietet max. ca. 50 Plätze (wobei noch ein Zusatzraum zur Verfügung gestanden hätte) wobei durch die offenen Essenszeiten fast nie mehr als 10-15 Gäste am Stück anwesend waren. Ein relaxtes 4-köfiges Kellnerteam + Bartender las uns in der Folge jeden Wunsch von den Augen ab und machte jede Mahlzeit zu einem angenehmen Erlebnis. Man hatte nie das Gefühl mit weiteren 3000 Gästen am Schiff zu sein und die Kreufahrt bekam fast privaten Charakter.
Es gibt eine eigene, etwas kalorienreduzierte Speisekarte, die keine Wünsche offen ließ, wobei auch die Möglichkeit bestand, falls man wirklich nichts genehmes finden konnte, sich auch Speisen aus dem Haptrestaurant servieren zu lassen.
Das Essen wird, wie wir später bei einer Küchenführung erfahren haben, an einer eigenen Station gekocht und war schlicht ausgezeichnet. Von Riesengambas über auf den Punkt gebratene Steaks, Entenbrust, Gänseleber, Lammrücken etc. kam alles mit der richtigen Temperatur und frisch auf den Tisch .
Die Ai-Getränke (wir tranken vorwiegend Weiß- oder Rotwein) kamen ebenfalls mit der richten Temperatur, wobei hier nicht glasweise ausgeschenkt wurde, sondern die Flasche (Weißwein mit Kühler) am Tisch blieb und recht großzügig nachgeschenkt wurde, was unsere Tanzschritte nach dem Essen in den Bars noch einiges beschwingter machte.
Einziger Nachteil (?) ist vielleicht, dass die Galaabende durch die räumliche Trennung spurlos an einem vorübergehen. Da wir aber schon unzählige mitgemacht haben, störte uns auch das nicht und wir genossen die ruhige und angenehme Atmosphäre, wobei es sicherlich möglich ist, nach einem Gespräch mit dem Maitre, einzelne Abende im Hauptrestaurant zu verbringen. Haben wir aber nicht ausprobiert.
Nach dem Abendessen gingen wir dann in die „Stadt“ auf einen Schaufensterbummel und suchten uns eine gemütliche Bar.
Da wir begeisterte Tänzer sind, blieben wir in der Grand Bar Rhapsody hängen wo von zwei Bands abwechselnd ausgezeichnete Tanzmusik (viele Standardtänze und keine Wischiwaschirhytmen) geboten wurde.
Nach dem Ende der zweiten – vorwiegend von Iitalienern genutzen Tischzeit – wurde die Tanzfläche dann allerdings von den tanzfreudigen Südländern mit Linetänzen blockiert und beim Ansicht der ersten Animateure, die diese Bars ebenfalls für Ihre Veranstaltungen nutzten, machten wir uns aus den Staub und verbrachten die letzten Stunde vor dem Schlafengehen zum Absacken in einer der kleinen Bars wo angenehme Barmusik geboten wurde. Es gab sogar eine mexikanisches Trio (von uns „Los Krawallos“ getauft) und eine Wien-Bar mit einem ausgezeichneten Streicherensemble.
Totmüde fielen wir dann in unsre Betten und schliefen ausgezeichnet dem nächsten Tag entgegen.
28.04 SEETAG
Nachdem wir lange und ausgezeichnet geschlafen hatten, nahmen wir unser Frühstück (wie auch alle anderen Mahlzeiten) im Samsara-Restaurant ein. Da ich ein ausgesprochener Morgenmuffel bin, genoss ich die Ruhe und Aufmerksamkeit der Kellner besonders.
Leider gingen dann die Streitereien und die Aufregung wegen des Samsarapaketes weiter, bis endlich vor Mittags die deutsche Hostess Pauline, die uns sehr hilfreich zur Seite stand, mit den Zugangsberechtigungen in Form eines Magnetarmbandes, das einem alle Türen zu dem Spa-Bereich öffnete, den Gutscheinen für die in diesem Paket enthaltenen Anwendungen und einem zusätzlichen Eur 150,-- Gutscheines als Entschuldigung für den Ärger, vor unserer Kabine stand.
Gelöst gings dann ab zum Mittagessen und danach zu unserem ersten Besuch im Spa-Bereich.
Wir hatten zwar schon einen Tag, statt einem Landgang in Tunis, im Spa-Bereich der Concordia verbracht und wussten ungefähr was auf uns zukommt, waren dann aber trotzdem begeistert.
Auf einer Fläche von 6000m2 erwarten einem im unteren Bereich 5 verschiedene Saunas mit den unterschiedlichste Wärme- und Feuchtigkeitsstufen, beheizte verflieste Relaxliegen und überall ein herrlich Ausblick durch Panoramafenster aus Meer. Weiters gibt es auf dieser Ebene eine Ruheoase mit Himmelbetten und einen riesigen Whirlpool. Im oberen Stock befinden sich, neben den Räumen für die diversen Massagen und Anwendungen, der Wintergarten( unserer vorwiegender Aufenthalt während der nächsten Tage) - der mit Panoramablick, komfortablen Liegen und flex. Abtrennungen zwischen den Betten eine echte Oase der Ruhe bietet. Es waren fast nie mehr als ein Drittel der vorhanden Plätze belegt und somit konnte man wirklich ungestört relaxen. An zwei unbesetzten Bars steht immer ein Samowar mit den verschiedensten Teesorten, Orangenjuice und Eiswasser zur freien Verfügung.
Ein nebenan befindlicher öffentlicher Fitnessraum mit an die 30 verschiedenen nagelneuen Cardiogeräten und etlichen Kraftmaschinen, sowie einem Trainerteam welches sich nicht versteckte sondern den Anwendern hilfreich zur Seite stand, ließ ebenfalls keine Wünsche offen.
Mit lesen, plantschen, schwitzen und dösen, einem weiteren schönen Abendessen und einem kleinen Tänzchen haben wir den ersten Seetag durchaus erfreulich über die Runden gebracht.
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So, vorerst genug geschwafelt. Wie es weiterging erfährt Ihr in den nächsten Tagen.
Lg-Willi
p.s.: wer einen Rechtschreibfehler findet, darf in gerne behalten!