Hallo zusammen,
wir sind zurück und die wichtigste Aussage nach unserer 1. Kreuzfahrt ist: das war nicht unsere Letzte!
da ich Boefis Ader nicht ansatzweise geerbt habe, schreibe ich von Dingen, die mir zusätzlich zu den bereits sehr ausführlich gemachten noch erwähnenswert erscheinen und meinen (und denen meiner Frau) individuell gemachten Erfahrungen.
Die Anreise mit dem PKW war problemlos, die Orientierung bei der Einfahrt in das Hafengelände (10:35h, Uhr viele Leute) nicht einfach, aber mit Hilfe eines netten Italieners haben wir dann auch durchgeblickt. Also erst links an dem „Gepäckabgabeterminal“ vorbei und dann rechts um das Gebäude herum fahren und auf der gegenüberliegenden Seite den Wagen kurz parken und die Koffer abgeben. Hier bekommt man auch die Einschiffungskarte, die regelt, wann man an der Reihe ist an Bord gehen zu dürfen. Wir hatten die Nummer 7.
Nachdem wir die Koffer abgegeben hatten konnten wir - wieder rechts um das Gepäckabgabeterminal“ und dann gerade aus auf das Parkdeck 1 fahren. Der Parkplatz muss vorher reserviert werden! Bei Einfahrt auf das Parkdeck wird das Kennzeichen per Video überprüft (dauert ein paar Sekunden), der Parkschein wird gedruckt und die Schranke hebt sich. Kosten für 7 Tage 90,-€. Ich hatte ein gutes und sicheres Gefühl den Wagen dort zu parken.
So, jetzt das Thema Auto erst einmal abhaken und rüber zum 1. Livekontakt der Fortuna, zumindest von Außen und das 1. Foto schießen. War schon beeindruckend!
Da wir gesagt bekamen, dass die Einschiffung gegen 12:30 mit der Nummer 1 der Einschiffungskarte beginnen soll, haben wir uns rechtzeitig in das Einschiffungsterminal von Costa mit der Nummer 107. In den 1. Stock begeben. Die Einschiffung hat pünktlich mit den Nummern 1+2 gleichzeitig begonnen und wir mit unserer Nummer 7 wurden bereits 15 Minuten nach Start der Einschiffung zur Zollkontrolle durch gewunken. Trotz Zoll und obligatorischem Einschiffungsfoto haben wir bereits um 12:50 zum ersten Mal die Fortuna betreten. Wir wurden direkt nach Betreten der Fortuna in das Restaurant Rafaelo geleitet und wenige Minuten später bekamen wir unser erstes 5-Gänge Menü angeboten.
Nach dem Essen haben wir unsere Kabine aufgesucht (Napoli - Deck 9, 9221 Balkon) Koffer, CostaCard und die Today Info waren bereits dort. Die Kabine war geräumiger als wir dachten. Ein großes – gutes – Bett, ein komfortables Sofa mit Tisch sowie ein ausreichend großes Badezimmer mit akzeptabler Dusche und ein Balkon mit 2 Stühlen und einem kleinen Tisch. Hat uns auf Anhieb gefallen.
So, jetzt nix wie rauf auf Deck 10. (Hat uns Boefi ja so gut beschrieben, hätten wir sonst sicher nicht gefunden – Danke)

und die Ausfahrt aus Venedig genießen. Das Wetter war gut und die Bilder und Eindrücke waren spektakulär.
Von unseren Stationen, Bari, Katakolon, Santorin, Rhodos und Dubrovnik hatten wir nur Santorin fest bei Costa gebucht.
Am Abend vor Santorin haben wir gegen 21:20 den Today mit den Informationen für die gebuchten Ausflüge des nächsten Tages bekommen. Das hat uns wie ein Schock getroffen, es stand geschrieben, dass wir uns bereits um 7:15 in der Grand Bar auf auf Deck 5 zu treffen haben. Uuups… wann stehen wir auf, wann frühstücken wir, das soll Urlaub sein?? Die dann zu kurze Nacht war obendrein auch noch die unruhigste Nacht, zum ersten Mal haben wir die Fortuna „in Bewegung“ verspürt. Es war uns doch schon etwas mulmig zumute. Die See war rau und laut und der Wind stärker, als wir ihn auf dem Festland bei ordentlichem Sturm gewohnt sind. Durch die Balkonkabinentür – obwohl verschlossen und durch eine zusätzlich angebrachte Verriegelung gesichert - hat es so laut gepfiffen, dass an ein Einschlafen zunächst nicht zu denken war. Nach einer kleinen Analyse wurde dann mit Hilfe eines Papiers vom Notizblock und einem Kellnermesser das „Noise Stop Assembly“ installiert. Siehe Foto. Dieses „Tool“ kam dann in den nächsten Tagen des Öfteren zum Einsatz.
Am nächsten Morgen war der Handlauf an unserem Balkon sowie die Stühle und der Tisch mit einer regelrechten Salzkruste überzogen und das im 9. Stock! Auch wurden wir auf mögliche Verzögerungen beim Tendern wegen der noch unruhigen See hingewiesen, ging dann aber doch reibungslos, wenn auch weiterhin bei deutlich bewegter See.
Die Fortuna war das einzige Schiff um diese Uhrzeit und wir waren mit bei den Ersten – es war sehr schön leer auf den Straßen von Oia.
Bei strahlend blauem Himmel ging es dann per Bus nach Oia. So viel „Postkarte“ auf einmal hat dann doch das frühe Aufstehen vergessen gemacht.
Man kann zwar auch nach Thira per „Cable car“ fahren, Oia ist aber schon etwas Besonderes und somit in unseren Augen die gebuchte Costa Tour wert.
Rhodos: die See war wieder „brav“ und die Einfahrt in den Hafen von Rhodos bei klarstem Wetter gigantisch. Da wir vor (vielen) Jahren schon einmal auf Rhodos waren kannten wir Lindos bereits. In der Zeit, in der die gebuchten Touren sich wieder in der Früh treffen mussten, haben wir in Ruhe gefrühstückt und anschließend einige Zeit in Rhodos verbracht. Da der Aufenthalt im Hafen von 8:00 bis 18:00 geplant war, konnten wir am Nachmittag auf unserem Balkon noch etwas Zeit verbringen und die wunderschöne Kulisse von Rhodos aufsaugen. Wir empfanden dies als „Luxus pur“
Der Tag auf See war erholsam, wir haben uns mal den Vortrag über die Küchen „reingezogen“ und anschließend durften wir noch einen Gang durch die Küche machen. (War ok, aber nicht so spektakulär)
Am Nachmittag haben wir uns dann an der Informationsveranstaltung* der deutschen Reiseleitung im Rex Theater teilgenommen. Hier wurden wir über die Ausschiffungsorganisation informiert. Wir erfuhren, dass wir farbige Kofferanhänger auf die Kabine bekommen werden. Die Farbe ist einer bestimmten „Ausschiffzeit“ zugeordnet. Wir bekamen grüne Anhänger. Die dazu gehörige Zeit der einzelnen Farben wurde erst am Abend in der Bordinfo veröffentlicht. Unsere Zeit war 9:45 Uhr. Unsere Koffer mussten wir am Abend vor Ankunft in Venedig bis 1:00 Uhr in der Nacht mit unseren grünen Kofferanhänger vor die Kabine stellen – sie waren binnen weniger Minuten eingesammelt.
* Wem der Termin für die Infoveranstaltung nicht passt, kann im Bord TV den Mitschnitt in Endlosschleife ansehen.
Dubrovnik: wir hatten keine Tour gebucht. Haben wir auch nicht vermisst. Die Altstadt liegt direkt am Hafen und wer will kann auf die Stadtmauer gehen. Das Wetter war nicht so klar wie die Tage zuvor. Bei der Ausfahrt Richtung Venedig konnte man die Stadt vom Schiff aus aber gut sehen. Den Grund, warum die Fortuna nicht wie angekündigt Dubrovnik um 13:00 Uhr verlässt, haben wir dann erfahren, als 45 Minuten später noch zwei „Nachzügler“ per Hafentenderboot unter Applaus vieler Balkonnutzer an Bord genommen wurden. Beim Verlassen von Dubrovnik als auch beim Passieren des anschließenden Klosters ertönt je dreimal das Schiffshorn. Wer wie ich zu diesem Zeitpunkt auf Deck 12 steht und mit seiner Kamera noch in die Schönheit Dubrovniks versunken ist, kann danach exakte Angaben über die Positionierung des Schiffshorns (Lautsprechers) machen.
Nach einer weiteren ruhigen Nacht sind wir am Frühen Morgen – trotz der 45-minütigen Verzögerung in Dubrovnik - planmäßig in Venedig angekommen. Auch diesmal war die Einfahrt wieder sehr schön, auch wenn das Licht an diesem Morgen natürlich noch nicht so schön sein konnte wie bei der Ausfahrt eine Woche zuvor.
Frühstück haben wir im Michelangelo um 7:00 eingenommen und um 8:00 hätten wir unsere lieb gewonnene Kabine räumen müssen, durch die herrlichen Bilder von Venedig haben wir glatt die Zeit vergessen und haben uns dann nach erstem netten Anklopfen gegen 8:30 aus unserer Kabine verabschiedet.
Wir mit unserm grünen Kofferanhänger mussten uns dann in der Da Vinci Bar um 9:45 Uhr einfinden. Nach einer leichten Verzögerung wurden wir dann gegen 10:10 Uhr von Bord geleitet, die Koffer mit den grünen Anhängern standen schon bereit und wir waren kurze Zeit später wieder auf dem Parkplatz wo unser Auto noch wohlbehütet auf uns wartete.
Galaabend: danke für den Hinweis von @evaschaf! War hilfreich, ca. 70 % der Herren hatten einen Anzug mit Krawatte oder Sakko an, einige Wenige auch einen Smoking.
Das Essen: OK, 4- Sterne ist anders. Es war sicherlich kein kulinarisches Highlight, aber OK. Etwas mehr Abwechslung u.a. Frühstück wäre gut gewesen. Das Sorbet bzw. das Eis war vorzüglich.
@Boefi, Dein Tipp, bei der Tischreservierung auch „Fensterplatz“ mit anzugeben war super - danke. Habe das wenige Tage vor Abfahrt noch übers Reisebüro zu unserem Tischwunsch ergänzen lassen und siehe da, wir hatte freien Blick durch die Heckfenster vom Michelangelo Restaurant. Man hat aber die Maschinen gespürt, es vibrierte spürbar. Nach 3 Tagen haben wir das aber nicht mehr richtig wahrgenommen.
Begegnungen:
In den verschiedenen Häfen haben wir die Splendour of the Seas, die Seaburn Odysee und die Mariner of the Seas und ein paar kleinere/unbekanntere Schiffe gesehen.
Die neuen Kataloge sind übrigens schon "an Bord"
Beste Grüße