Venedig - Bari - Katakolon - Santorin / Mykonos - Rhodos - Seetag - Dubrovnik - Venedig vom 08.11. - 15.11.2010
Teil 1 – Anreise und Venedig
Hallo alle zusammen,
heut und hier nun der Reisebericht unserer zweiten Kreuzfahrt mit der Costa Fortuna in das östlichen Mittelmeer. Die Vorbereitungen für unsere Reise begannen gedanklich eigentlich schon nachdem wir die erste Kreuzfahrt beendet hatten. Gebucht hatten wir dann endgültig 9 Monate vor Abfahrt in unserem Reisebüro. Leider bekamen wir nicht, wie von Costa versprochen, den garantiert günstigsten Reisepreis, was jetzt aber hier auch nicht das Thema sein soll. Zur Auswahl der Route standen uns der aktuelle Reisekatalog und die Homepage von Costa zur Verfügung. Weitergehende Infos holten wir uns als stille Leser auch bei Shipedia. Besonders hilfreich waren dabei die vielen Erfahrungen und Reiseberichte der anderen Kreuzfahrer.
Die Anreise erfolgte diesmal mit Air Berlin von Stuttgart nach Venedig. Mit ALILAGUNA ging es dann direkt vom Flughafen Marco Polo an Murano vorbei bis zur Haltestelle Arsenale. Es gibt einfach keinen schöneren Flughafentransfer. In der Lagunenstadt angekommen, erwartete uns bereits unser gebuchtes Zimmer mit Lagunenblick im BUCINTORO. Ein wunderbares Hotel mit grandiosen Frühstück und für alle Kreuzfahrer die keine Ein bzw. Ausfahrt eines Kreuzfahrtschiffes verpassen wollen, die optimale Unterkunft.
Blick vom Hotelzimmer auf die Lagune, Markusplatz und dem Canal Grande
Und so kam es wie es kommen musste. Am Abend verließ die Costa Serena Venedig und fuhr direkt am Hotel vorbei. Was hätte dies jetzt noch toppen können? Natürlich, die Einfahrt der Costa Fortuna am nächsten Morgen. Hätte mir jetzt irgendjemand das Reisefieber gemessen, wären die 42°C wohl weit überschritten worden.
Aber gemach, gemach. Vor der Abfahrt wollten wir ja noch auf den Markusturm (Campanile di San Marco) rauf und Venedig von oben betrachten. Die 5,- € für die Fahrt mit dem Aufzug hatten sich wirklich gelohnt. Eine wunderbare Rundumsicht auf ganz Venedig und im Hafen sahen wir die Fortuna liegen. Reisefieber gefühlte 44°C und weiter steigend.
Ausblick vom Markusturm
Also zurück zum Hotel, Koffer geholt und über die aufgestellten Laufstege zur Haltestelle San Marco. Von dort aus ging es direkt mit der Linie M von ALILAGUNA zum Hafen.
Ach so, ja, die Laufstege. Hatte ich schon so gaaaaaanz nebenbei erwähnt, dass es seit unserer Ankunft in Venedig geregnet hatte, die Temperatur der Jahreszeit entsprechend und das Wasser am Morgen innerhalb weniger Stunden stark angestiegen war? Nein, denn dieser Umstand konnte unserer ungetrübten Urlaubsfreude auch nichts anhaben. Venedig bei Hochwasser war auch interessant.
Markusplatz bei Hochwasser
Also, da standen wir nun vor der 272,5 m langen und 35,5 m breiten Fortuna im Hafen von Venedig. Mit einen breiten Grinsen im Gesicht, gab ich unsere Koffer ab und nahm unsere Boardingnummer entgegen. Bei lecker Cappuccino vertrieben wir uns die Zeit. Schon mal Cappuccino mit breiten Grinsen getrunken. Geht auch nicht, eines von beiden muss halt kurzeitig eingestellt werden. Nach knapp 2 Stunden Wartezeit ging es dann los. Sicherheitsüberprüfung, obligatorisches Begrüßungsfoto am Steuerrad, noch ein Foto für den Sicherheitsdienst und der erste, feierliche Schritt an Bord. Rauf auf Deck 9 zum Grill Lido. Nach einem Steak mit Pommes und Salat stellte sich dann die absolute Entspannung ein.
Costa Fortuna im Hafen von Venedig
Ich weiß noch, wie blöd wir uns z.T. bei unserer ersten Kreuzfahrt angestellt haben, weil wir nicht genau wussten ob man jetzt schon was Essen kann oder nicht oder erst die Bordkarte vorgezeigt werden muss, usw. usw. Deshalb finde ich solche Foren einfach toll, weil bestimmt viele Kreuzfahrtneulinge jede nur erdenkliche Info in sich aufsaugen, die sie bekommen können.
Jetzt aber Richtung Kabine und fertig machen für die Ausfahrt aus Venedig. Wir hatten wieder die Balkonkabine 9210 gebucht. Die Koffer waren wie erwartet bereits schon da, auf dem Tisch stand ein Korb mit frischem Obst und auf dem Bett lagen unsere Bordkarten und ein Begrüßungsschreiben mit den wichtigsten Infos. Neu für uns waren die roten Emercency Drill Karten für die Seenotrettungsübung.
Balkonkabine 9210
Dann ging es auch schon los. Ausfahrt aus Venedig. Vorbei am Markusplatz und an unserem Hotel. Das Blitzlichtgewitter, das uns die ganze Zeit begleitete, besonders am Markusplatz, war einfach toll. Nur waren wir diesmal an Bord und die anderen standen unten und winkten und jubelten uns zu. Dieses Gefühl, in diesem Moment, kann eigentlich nicht beschrieben werden. Man muss es einfach selbst erleben. Ich bekomme jedenfalls immer wieder Gänsehaut, wenn ich mir heute unsere Videoaufnahmen ansehe und irgendwie stellt sich auch immer wieder dieses breite Grinsen ein.
Wir hatten uns diesmal für die zweite Sitzung zum Abendessen um 21:30 Uhr entschieden. Bei der Buchung in unserem Reisebüro gaben wir an, gerne an einem 2er Tisch am Fenster sitzen zu wollen und siehe da, es war ein 2er Tisch am Fenster im Restaurant Michelangelo auf Deck 4. Toller Service.
Nach einem kurzen Rundgang über Deck 5 und einem kleinen Nachttrunk in der Conte Rosso Bar ging es zurück zur Kabine. Diese war bereits für die Bettruhe vorbereitet. Auf dem Bett lag das Tagesprogramm TODAY mit den wichtigsten Informationen für den nächsten Tag und zum nächsten Ziel. Kurz noch die Bestellkarte für das erste Frühstück in der Kabine ausgefüllt und außen an die Tür gehängt um dann in aller Ruhe vom nächsten Ziel der Reise, Bari, träumen zu können.
Fortsetzung folgt........Fortsetzung folgt........Fortsetzung folgt........Fortsetzung folgt........Fortsetzung folgt........Mod. cruisy: Titel angepasst