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THEMA: Costa Concordia-Unglück: Mutterkonzern Carnival schiebt Schuld auf Passagiere

Costa Concordia-Unglück: Mutterkonzern Carnival schiebt Schuld auf Passagiere 17 Sep 2013 14:14 #35801

Das Argument, Schiffe ergo Kapitäne würden die Rettungsübung sehr verschieden handhaben, kann ich nur bestätigen. Nach 8 Kreuzfahrten auf 6 verschiedenen Schiffen aber einer Marke sind mir da wirklich grobe UNterschiede untergekommen, von einzelnen war ich als Vielfahrerin entsetzt. Ich habe auch mitbekommen wie das bei mehreren Embarkationdays gehandhabt wird und ich fand das lächerlich und habe mich ernstlich gefragt, ob das wirklich mit den Bestimmungen des Gestztes übereinstimmt. Wenn ja, dann sollte dieses Gesetz dringenstens überarbeitet werden.

Meistens aber müssen alle Passagiere an ihrer Musterstation antanzen und werden registriert. Meistens wurde vom Stationleader gerufen, wenn Leute einer Kabine fehlten, und es gab solange keine Freigabe bis nicht alles abgehakt war. Von daher kann ich zumindest bei :rccl: in den meisten Fällen mich nicht beklagen. Jeder Passagier war einmal bei seiner Musterstation, hat gesehen wie das alles abläuft in einem sehr ruhigen Umfeld. Bei einem Ernstfall wäre naütlich mehr Panik und Gedränge im Spiel, aber die Wege sind Mal bekannt.

Eines habe ich mir noch gedacht was natürlich auch stark von der Übung abweicht: die Concordia hat sich zur Seite geneigt, sprich (auch durch die viel zu späte Evakuierung) war irgendwann eine Seite nicht mehr zugänglich für die Rettungsboote, und auf der andren wäre das ablassen sicher auch sehr schwer geworden. Der Musterdrill geht ja davon aus, dass beide Schiffsseiten normal zugänglich sind. Diese Fehlinformationen und das in die Kabine-geschickt-werden lasse ich unkommentiert, da sicher ausreichend hervorgehoben.. das ist ein totales No-Go. Und wenn der Kapitän als erstes das Schiff verlässt, gibt es einen 1. und einen 2. und ich glaub einen 3. Offizier, die aber scheinbar aus dem gleichen Holz waren wie der Kapitän himself...

Carnival kramt eben jede Möglichkeit Schuld von sich zu weisen aus, egal wie schmutzig der Weg ist, dafür werden deren Anwälte bezahlt, und wie krass Gerichtsentscheide in den USA sein können, kann man auf vielen Websites nachlesen die kuriose und skurrille Urteile aufgreifen und veröffentlichen. Man schießt eben mit allen Waffen, allerdings ist das für mich persönlich (und wie ich lese auch für andere) ein Grund sich zu frragen, ob man diese Marke (und/oder deren Töchter) weiter nutzen will.

So wenig ich das irgendwem wünsche, aber insgeheim fände ich es spannend zu erfahren, ob die Kreuzfahrtbranche - Reederein wie Passagiere - daraus gelernt hat und in einem neuen Ernstfall anders.. besser reagieren würde. Aber wie gesagt.. ich wünsche es niemanden.
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Costa Concordia-Unglück: Mutterkonzern Carnival schiebt Schuld auf Passagiere 17 Sep 2013 14:51 #35802

In dem Interview wurde noch genannt, dass es bis zu einem bestimmten Punkt überhaupt keine Panik gegeben habe. Es war der Unfall passiert, die Passagiere hatten festgestellt, dass etwas nicht stimmte, aber sie durften nicht in die Rettungsboote, da die Honorationen dafür keinen Befehl gegeben hatten.

Es sind rund 30 Menschen dabei umgekommen, bei einer geregelten Evakuierung hätte wahrscheinlich alles geklappt. Anwälte des Kapitäns behaupten, dass die Rettungsboote nicht benutzt werden konnten, da das Schiff immer noch Fahrt hatte, die Seile der Boote hätten sich verknotet. Nach dem Unfall war aber nach meinem Wissen der Antrieb schnell ausgefallen, eine Evakuierung hätte vorher stattfinden können.
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