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THEMA: Reisebericht Oceania Sirena Amazonas und Karibik April 2018

Reisebericht Oceania Sirena Amazonas und Karibik April 2018 22 Apr 2018 23:41 #45527

:schiff:


01.04.2018 Kein Aprilscherz es geht endlich los

Der Flug von Hannover nach Frankfurt ist pünktlich. Wie immer elend lange Strecken zu laufen. Gate C14 ist am Ende der Welt, so scheint es. Nach der 2. Handgepäckkontrolle gibt es hier nur noch ein kleines Cafe mit Kleinigkeiten. Wer also noch was essen will sollte dies in Frankfurt im Bereich B tun. Der Flieger nach Rio ist auch pünktlich. Zum 1. Mal Economy Plus. Das lohnt sich, denn man hat ausreichend Beinfreiheit, das Tablett ist in der Armlehne und nicht hinten am Sitz des Vordermannes. Einen Film geschaut, das Abendessen zu sich genommen und dann bis Rio nur noch geschlafen. Um 05:30 in der Früh am 02. April landenden wir.

02.04.2018 Einschiffungstag Rio de Janeiro
Man muss nicht mehr diesen Einreisezettel ausfüllen. Auch in Brasilien nur noch zum Zoll, dort wird ein Foto gemacht und der Pass eingelesen. Da früh am Morgen, waren wir ganz schnell durch. Weil die Einschiffung erst um 12:00 Uhr beginnen sollte, haben wir auf dem Flughafen noch ein kleines Frühstück zu uns genommen. Im Flughafen noch ein paar Dollar in Real getauscht und dann das Taxi bestellt. Das macht man schon im Flughafen an einem Schalter. Bereits hier, wie später noch öfter, ist auffällig, dass die Brasilianer kaum Englisch können, das erschwert Einkäufe und Taxifahrten. Diese Taxifahrt war die Zweitschlimmste meiner bisherigen Weltreiseerfahrungen (schlimmer war nur Dubai). In Rio fährt jeder so wie er denkt, noch schlimmer als in Paris. Da werden aus 3 Spuren 5, von ganz links wird nach ganz rechts gefahren sich in kleinste Lücken gequetscht. Ich habe mehrmals gedacht gleich rammt uns der Bus in der Beifahrerseite, wo ich saß. So waren wir also schon um 08:30 Uhr am Terminal. Hier konnte uns keiner der diversen Mitarbeiter in Oceania Shirts sagen, wann wir die Koffer abgeben und ins Terminakl gehen können, denn draußen brannte die Sonne schon so früh bei 28 Grad. Ganz interessant war ein Militärlauf, die kamem teilweise in Gruppen singend an uns vorbei gelaufen, wie man das aus amerikansichen Filmen kennt. Als ich dann so gegen 10 Uhr sah, wie ein Oceania Mitarbeiter Gäste mit silbernen Anhänger (das bedeutet Concierge Kabine mit bevorzugter Einschiffung) die Koffer abnahm und in das Terminal begleitete, habe ich mir Diesen anschließend geschnappt, der verstand mich zwar auch kaum, aber wir konnten nun auch endlich in das Terminal, das Terminal ist eine alte Fabrikhalle, aber immerhin standen hier Ventilatoren. Die Einschiffung begann dann schon um 11:00 Uhr. Nach den Goldenmembers bzw. Suitebuchern durften wir dann einschifen und waren 11:20 Uhr an Bord. Die Kabinen sollten leider erst gegen 15 Uhr fertig sein. Wir gingen dann eine Kleinighkeit im Garden Cafe essen. Bis 14 Uhr noch immer keine Durchsage, das die Kabinen fertig wären, wir sind dann aber schonmal runter und siehe da die Kabine war fertig und einer von 3 Koffern war auch schon da. So konnten wir diesen bereits auspacken. Rizza unsere Kabinenstewardess stelle sich uns auch gleich vor. Leider musste ich feststellen, dass der Safe kaputt war. Er konnte auch nicht repariert werden, sondern musste ausgetauscht werden. Da dies erst so gegen 17 Uhr erledigt war, war es nix mehr mit schlafen, denn um 18:30 Uhr wollten wir essen gehen und vorher natgürlich duschen. Das Essen war excellent. Da wir sehr müde waren und morgen fürh aufstehen mussten, konnten wir nicht mehr in die Show und sind früh ins Bett gefallen.

03.04.2018 Rio de Janeiro
Heute habe ich auch zum 1. Mal eine persönliche Reiseleitung nur für mich und meine Mutter über das Internet gebucht (220€). Marion hat uns dann mit Namensschild auch am Ausgang des Terminals empfangen. Da wir sowohl den Zuckerhut als auch die Christusstatue schon kannten, besprachen wir also unser heutiges Programm. Zuerst gingen wir an den großen Graffitimalereien am Hafen entlang. Diese sind zur Olympiade entstanden. Je Kontinent ein großes Graffiti. Dann stiegen wir ins Auto und besuchten die Kirche eines der 2 Kloster die noch in Betrieb sind. Ganz in der Nähe ist ein schöner Aussichtspunkt auf das Hafengebiet. Dort befindet sich auch das futuristisch aussehende Zukunftsmuseum. Anschließend fuhren wir zur bunten Treppe. Hier finden sich diverse Kacheln von verschiedenen Orte,n auch eine aus Hannover. Danach fuhren wir zu der neuen Kathedrale. Von außen hässlich, innen ok. Anschließend fuhren wir in einen höher gelegenen schönen Stadtteil.Hier kann man auch mit einer alten Straßenbahn hinfahren. Marion sagte, dass dort jetzt jedes Mal 2 Polizisten mitfahren, denn Rio ist eben eine sehr kriminelle Stadt. (als wir vor 15 Jahren schon mal hier wearen wurde uns massiv davon abgeraten mit dieser alten Bahn wegen der Diebe zu fahren) Bis November hat der Staat angeordnet dass auch Militär für Sicherheit sorgen soll. Wir haben auch Soldaten und Polizisten mit Maschinegewehr im Auto gesehen. Es gibt hier ein altes Gebäude auf das eine moderne Aussichtsplattform gesetzt wurde. Hier hat man einen super Ausblick auf den Zuckerhut und den Corcovado. Dann sind wir wieder in die Innenstadt zurück und haben uns die Kirche des 2. noch aktiven Klosters angesehen. Danach machten wir eine Mittagspause im Cafe Colombo. Ein sehr schönes altes Cafe. Nach der Stärkung ging es weiter zur Besichtigung des alten Gerichts und der Staatsbibliothek. In der Nähe ist auch das alte Theater, wo um 14 Uhr eine Führung angeboten wird. Wir waren jetzt aber kaputt und haben nur noch ein kühles Getränk zu uns genommen und sind dann mit der neuen Straßenbahn zurück zum Terminal gefahren. Die Bahn hält direkt davor. Es war eine schöne Tour und Marion hatte immer Angst sie würde uns zu wenig zeigen. Wir bedankten uns aber mit Trinkgeld und ich kann euch Marion, die das mit ihrem Mann zusammen macht nur empfehlen. Leider konnten wie keinen Mittagsshclaf mehr halten, da sich die Rettungsübung um eine halbe Stunde auf 17 Uhr verschob, da noch auf einen Tourbus gewartet werden musste. Bei Oceania müssen die Westen angelegt werden und man geht auch nach draußen zu dem zugehörigen Rettungsboot. Heute Abend waren wir im Tuscan Steak House. Auch hier excellentes Essen. Für die Broadwayshow waren wir aber zu müde.

04.04.-06.04. Drei Seetage am Stück
Hier kann ich euch nicht viel berichten. Außer, dass auf diesem Schiff kaum Programm statt findet. Lediglich die Äquatortaufe wurde durchgeführt. Allerdings nicht so „schmutzig“ mit Schaum und in den Pool springen. Hier passiert am Pooldeck sonst gar nichts. Auch im Horizons, welches sich auf Deck 10 ganz vorne mit schönem Ausblick befindet passiert wenig. Wir waren in unserer 1. Show in der Sirena Lounge, die viel zu klein ist, wenn mehr als die Hälfte der anwesenden Gäste die Show sehen möchten. Es sang Jamie Stewart. Das ist der Sänger des Titelsongs vom „Love Boat“ dem amerikanischen Vorbild des Traumschiffs. Natürlich hat er es auch gesungen. Er muss schon mindestens 70 jahre alt sein und hat eine tolle Stimme.

07.04. Fortaleza
Dieser Hafen wurde ja leider als Ersatz für Recife angelaufen, abgeblich weil das Schiff in Recife letztes Mal schlechten Treibstoff getankt hat.Es ist ein Badeort, wie er auch in Spanien stehen könnte. Daher gibt es hier leider nicht viel zu sehen. Wir sind mit dem kostenlosen Shuttlebus zu einem Shoppingcenter gefahren. Auf der Fahrt waren ärmliche sowie zerfallene und stark renovierungsbedürftige Häuser aber auch bessere mit Mauer oder Zaun zu sehen.

08.04.-09.04. wieder 2 Seetage am Stück
Ich nutze diese vielen Seetage zum Text lernen für das Stück Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, wo ich zum 1. Mal eine Hauptrolle spiele, nämlich den Lukas. Da kann ich kurz was zum Wetter sagen. Bisher hatten wir immer Glück. Der Regen kam immer erst abends, wenn wir schon auf dem Schiff waren oder in der Nacht. Es ist sehr warm, immer an die 30 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit. Wir sollen die Balkontür immer geschlossen halten, danit keine Insekten in die Kabine gelangen und abends kein Licht auf dem Balkon, denn dann kommen große Libellen und andere Insekten. Man kann hier auf dem Schiff sogenannte BIG-O Points sammeln, wenn man an einer Aktion des Animationsteams teilnimmt. Diese können am Ende der Kreuzfahrt gegen Preise eingetauscht werden. Bei Erkenne die Melodie wurde ich freundlich von einer Gruppe Amerikaner eingeladen mich ihnen anzuschließen. Ich kannte bis auf 3 Lieder alle, kam aber nicht immer auf den Titel. Die Lieder wurden vom Klavierspieler angespielt und waren alle „olle Kamellen“ entsprehend dem Alter der Gäste. Unsere Gruppe hat gewonnen, das gab 3 BIG-O Points. Vielleicht an der Stelle gleich etwas zur Bordsprache. Diese ist natürlich englisch. Es gibt deutsche Speisekarten und wir erhalten jeden Tag die von früheren Kreuzfahrten gewohnten deutschen Nachrichten auf 4 Seiten auf die Kabine. Das ist alles was es in deutsch gibt. Ich hätte nicht gedacht, dass doch ca. 20 Deutsche Gäste an Bord sind. Die Servicekräfte am Buffet und im Restaurant scheinen teilweise jedoch auch mit englisch Probleme zu haben. Oftmals erhalten wir nur ein Teil statt 2 bestellter Teile und einem Sommelier musste ich Chardonnay fast buchstabieren bis der mich endlich verstand. Vielleicht vermisst ihr meine Berichte zum Casino. Nun das ist recht klein und wenig besucht. Black Jack hat einen Mindesteinsatz von 10$, was mir zu hoch ist. Ich spiele ganz gerne an der Alice im Wunderland Maschine. Bingo habe ich auch schon 2 Mal gespielt. Die Karten kosten 20 oder 30$ je nach Größe, und es werden 4 statt sonst 3 Runden gespielt. Bisher haben wir aber nichts gewonnen.

10.04. Santarem
Für heute hatte ich einen Ausflug gebucht. Es ging in einen Nationalpark. Die Fahrt erfolgte in einem offenichtlich ausgeliehenen Linienbus. Der russische Guide sprach aus einer Tour wie ein Wasserfall, das war mir zu mühselig alles zu übersetzen. Während der Fahrt konnte man Felder und Wald sehen und es ließ sich erahnen, dass hier früher überall Regenwald stand. Im Park angekommen wurde uns ein Gummibaum gezeigt und wie man den Rohstoff erntet. Dann marschierten wir ca. 45 Minuten durch den Regenwald auf einem unwegsamen Trampelpfad. Leider gab es bis auf Termiten, Ameisen mit Nest am Baum, deren Sekrete als Insektenschutz genutzt werden können sowie Urwaldgeräuschen von Vögeln, Affen und Insekten nichts besonderes zu sehen. Es ist aber auffällig, dass der Tourismus hier noch in den Kinderschuhen steckt. Man kann eher selten die üblichen Souvenirs erwerben. Auch ein Restaurant oder eine Bar gab es auf dieser Tour im Nationalpark nicht. Es ist erkennbar, dass Brasilien ein recht armes Land ist. Die Brasilianer sind aber alle freundlich nur verstehen die Meisten leider kein englisch und sprechen nur portugiesisch. Eine andere Tour mit Bootsfahrt zu einem See war wohl interessanter. Hier gabe es die rosanen Flussdelfine zu sehen und die Bootsführer fingen einen Piranha. Auch in Santarem wurde wieder ein kostenloser Shuttle zu einem Shopping Center angeboten. Heute abend haben wir im Red Ginger dem asiatischen Spezialitätenrestaurant gegessen. Das Essen war auch gut und man konnte sich das scharfe Essen entweder milder oder noch schärfer machen lassen. Da wir aber keine Sushifreunde sind, finden wir das Tuscan Steak House besser. Ein Zwischengang mit Fisch wurde uns noch empfohlen, der nicht auf der Karte stand. Dieser war sehr lecker. Ein Gimmick war das Erfrischungshandtuch in einer kleinen Wasserschale, dass erst zum Tuch wurde, wenn man es mit Wasser begoss.

11.04. Boca De Valeria
Dies ist ein ganz kleines Dorf. Hier können also aus nächster Nähe die Häuser der Bewohner entlang des Amazonas betrachtet werden. Ein bischen schade ist, dass die ganzen Kinder versuchen Geld zu verdienen, indem sie ihre Haustiere (Faultiere, Papageien, Tuca, Echse) präsentieren und für jedes Foto 1$ verlangen. Diese Haustiere zu halten ist eigentlich verboten.

12.04. Manaus
Auch heute hatte ich einen Ausflug gebucht zum Meeting of the water, nämlich der 2 Flüsse Rio Negro und Amazonas. Zunächst bestiegen wir eins von den typischen Amazonasbooten, auf denen die Einwohner tagelang reisen und in Hängematten schlafen (siehe Foto). Die Fahrt war recht langsam. An einer Anlegestelle mit Restaurant stiegen wir in kleinere Boote um und fuhren in Amazonasnebenarme. Dort zeigten Sie uns die großen Seelilien (die zur Zeit leider nicht blühen). Dann stiegen wir wieder in das andere Boot um und fuhren zu der Stelle, wo die beiden Flüsse aufeinandertreffen. Das ist deshalb interessant, weil sie beide unterschiedliche Farben haben und sich erst viel später zur braunen Amazonasfarbe vermischen. Wieder zurück im Hafen gehe ich noch kurz in die Stadt, leider nicht bis zur Oper, obwohl die gar nicht so weit entfernt ist. Trotzdem war die Entscheidung richtig, denn es folgte ein stundenlanger riesieger Wolkenbruch, Nun haben wir also auch den Amazonasregen erlebt. Heute abend waren wir zum 2. Mal im Tuscan Steak House. Die Steaks sind hervorragend das Filet Mignon megazart.
13.04. Parintins
In diesem kleinen Ort gibt es nicht viel zu sehen. Parintins liegt auf einer Insel im Amazonas und ist nur per Boot oder Flugzeug erreichbar. Die Hauptattraktion ist das Boi Bumba, das 2.größte Folkorefest Brasiliens nach dem Karneval in Rio. Soll schön gewesen sein, hat mich aber nicht interessiert. Hier bekommen wir zum 1. Mal Besuch von einem 2. Kreuzfahrtschiff, es müsste die Bremen von Hapag Lloyd sein. Die nutzen keine eigenen sondern die lokalen Tenderboote. Wie ihr vielleicht schon bemerkt kann ich nicht viel besonderes von den einzelnen Orten berichten, da es hier nicht viel zu sehen gibt. Hauptattraktion ist der Amazonas. Es ist überwältigend wie groß und weitläufig der Mazonas ist. In Manaus glaubt man in einer Meeresbucht zu liegen. Das können auch meine Bilder nicht ausreichend darlegen, das muss man eben gesehen haben. Die Elvis-Show heute abend ist ausnahmsweise mal sehenswert.

14.04. Altor do Chao
Dies ist ein Badeort am Amazonas, wo nach Auskunft des russichen Guide aus Santarem am Sonntag die Hölle los ist. Auch hier gibt es leider nichts besonderes zu sehen. Es regnet auch, so dass ich erst dachte von Bord gehen lohnt nicht. Dann gab es aber doch ein paar regenfreie Stunden. Meine Mutter kaufte etwas Schmuck und ich probierte den einheimischen Saft Cupuacu. Etwas gewöhnungsbedürftig, da leicht sauer, soll aber gesund sein. Heute gehe ich zum 1. Mal zur 16 Uhr Teestunde, denn heute gibt es diverse Käsekuchen. Diese Teestunde ist very britisch und wird durch das Streichquartett untermalt.

15.04. Seetag mit Hiobsbotschaft
Diese Kreuzfahrt steht einfach unter keinem guten Stern. Als Erstes fällt San Juan weg und wird durch Antigua ersetzt.Dann fällt Recife weg und wird durch Fortaleza ersetzt. Zwischenzeitlich stürzt zuhause meine Oma und kommt ins Krankenhaus und nun ein Notfall an Bord. Wir müssen 3 Stunden zurück fahren, um den Passagier von Bord zu bringen. Damit passiert das, was ich befürchtete, wir büßen satte 8 Stunden ein, was dazu führt, dass morgen die Teufelsinsel (Devils Island) leider nicht angelaufen werden kann. 3 Orte auf die ich mich gefreut hatte fallen weg. Zwei davon werde ich nun wohl niemals mehr zu Gesicht bekommen. Hoffentlich geht es wenigstens dem kranken Passagier besser. Heute findet ein Brunch von 09:30 bis 13:30 im Hauptrestaurant statt. Dort sind die bekannten Eisfiguren zu sehen. Es gibt mal anderen Fisch und diverse Schinken statt dem „Einheitsbrei“ jeden Morgen am Buffet.

16.04. Seetag statt Devils Island
Nur zum entspannen. Auf diesem Schiff gibt es kaum Entertainment.

17.04. Mein Geburtstag auf See
Heute passiert tatsächlich mal etwas am Pooldeck. Alle Departments (Bar, Casino, Küche, Entertainment, Engineeering etc.) bieten ein Spiel an mit dem man die Raffle Tickets gewinnen kann. Man was habe ich die vermisst, die gibt es sonst bei den amerikanischen Reedereien doch permanent. Ich schlage den Dealer mit meiner Karte werfe Ringe auf Rumflaschen, erkenne Reisedstinantionen spiele Memory etc. Und siehe da ich gewinne tatsächlich etwas. Einen süßen Teddy, ein Tshirt und ein Cappy. Das wars allerdings Bingo und Casino sind mir nicht hold an diesem Tag. Auf unserer Kabine empfangen mich dann Luftballons und ein Handtuchtier (das Einzige dieser Reise). Gegessen wird wieder im Tuscan Steak House. Einfach göttlich. Und dann kommt natürlich der Geburtstagskuchen und das Ständchen der Kellner. Außerdem wird uns noch ein Limoncello spendiert. Leider hat mich nun mal wieder die Klimaanlagenkrankheit erwischt und ich huste mir den Leib aus dem Hals.

18.04. Bridegtown Barbados
Hier bin ich nun schon zum 3. oder war es das 4. Mal? Mich reizt hier nix und ich bleibe an Bord. Das ist die perfekte Möglichkeit Bilder vom Schiff anzufertigen, da kaum Jemand an Bord ist.
19.04 das hätte San Juan sein sollen und ist nun leider Antigua
Auch hier das 3. mal auf dieser Insel, die ich beim 1. Mal schon nur heiß und hässlich fand. Wir gehen wieder in die Bar vom letzen Mal, wegen free Wifi.

20.04. St. Barths
Heute mal eine neue Insel. Erneut muss getendert werden. Der Vormittag empfängt uns einmal mehr mit jede Menge Regen, aber gegen 11 Uhr klärt es etwas auf. Trotzdem schaukelt das Tenderboot erheblich. Diese Insel ist die Karibikinsel der reichen Franzosen. Es wird mit € bezahlt und es gibt reichlich teure Geschäfte. Ich würde sagen die Cote D`azur der Karibik. Wir nehmen einen Drink in einer Bar (komplett mit Gästen vom Schiff und nur vereinzelten Einheimischen besetzt) und ich besorge mir in einer Apotheke Hustensaft, da mein mitgebrachter bereits leer ist.

21.04. und 22.04. Zwei weitere Seetage. Und ich muss zugeben, ich bin froh, wenn ich morgen vom Schiff kann.

Hier nun mein Fazit:

1) Was hebt Oceania von den „Standard“ Reedereien ab? Nicht viel. Im Preis integriert sind alle Softgetränke, Wasser, Kaffee und auch die Softgetränke der Minibar, die immer aufgefüllt wird. Das Essen ist in der Tat excellent. Die Spezialitätenrestaurants sind im Preis inbegriffen, aber nur 2 mal pro Woche. Es gibt besonders tolle Betten (leider zu weich für etwas kräftigere Männer). Die Liegen am Pool sind gut gepolstert. Thats it!
2) Was war gut auf dem Schiff? Tja leider nicht viel. Auch hier kann ich wieder nur sagen, dass das Essen Excellent war.
3) Nun zu den Einzelheiten auf dem Schiff:
1. Einschiffung katastrophal, siehe Bericht oben
2. Entertainment: Eindeutig mangelhaft. Es passiert auf dem Pooldeck so gut wie nichts. Die Shows sind sehr durchwachsen und eher schlecht. Wenn es eine Show „The Gatsbys“ gibt, sollte es auch Musik aus den 20er 30er Jahren geben. Die BigBand spielte aber ihren Schuh wie jeden Tag und die Sänger klangen nach Musical. Und ich mag die Musik dieser Jahrzehnet sehr gerne. Umso größer war die Enttäuschung. Außerdem gab es in den ersten beiden Wochen nur Musikshows. Der 1. Stargast war ja gut, ich berichtete. Nur sang dieser bereits Frank Sinatra. Der Stargast der 2. Woche sang wieder Sinatra. Was soll das??? Im übrigen wurde ich ein wenig an AIDA erinnert, denn das Animationsteam (bei Phönix wären das die Reiseleiter) mussten auch gleichzeitig singen und tanzen. Das nenne ich Sparmaßnahme. In der 3. Woche kamen dann ein Comedian und ein Jongleur der auch mehr Comedy machte. Den Amerikanern gefiels. Ich habe solche Jonglage schon 100 Mal gesehen.
3. Servicekräfte: Hier unterscheide ich jetzt. Der Service an der Rezeption war unterirdisch. Ich berichtete von unserem Noltfall und der sogennate Chefpurser entgegnete mir nur sehr arrogant seine Worte. Der Barservice war durchwachsen, weil sehr unterschiedlich. Als ich am 1. Tag einen Cocktail bestellte, sagte der Barkeeper, er wäre erst 4 Tage hier und könne das noch nicht, ich müsse auf den anderen warten. Selbst eine Sprite konnte er einem anderen Gast nicht geben, dabei ist dafür gar keine Schiffskarte nötig. Andere Kräfte verstanden kaum englisch und brachten den falschen Wein oder zu wenig Getränke. Freundlich waren sie alle nur eben teilweise schlecht ausgebildet. Die Waiter im Restaurant waren vom Service meistens gut. Wir hatten uns unsere ausgeguckt. Unsere Zimmerfee war ausgezeichnet und immer gut gelaunt.
4. Getränkeauswahl und Preise: Die Auswahl war ok. Nur leider, wie schon bei anderen Schiffen, standen nicht alle Getränke auf der Karte. Ich fragte nach meinem Lieblingscocktail und siehe da, es gab ihn. Außerdem tranken wir ab dem 3 Tag fast nur noch den französischen Chardonnay, der auch nicht auf der Karte stand. Von diesem erfuhren wir nur weil ein Weinsommelier uns fragte, ob wir den kalifornischen oder den französischen möchten. Die Preise sind hoch. Ein Cocktail oder Wein im Glas beginnt bei 10$ + Servicecharge und in den ersten 2 Wochen plus brailianischer Steuer. So kostete dann ein Bier in den ersten Wochen satte 11,50$. Das allinclusiv Getränkepaket kostete satte 59,95$ am Tag. Wir nahmen es trotzdem, um diese ewige Zettelwirtschaft zu vermeiden.
5. Informationen. Diese waren im Vorfeld grausam, weil spät und unvollständig. Zweimal nusste ich unser Reisebüro kontaktieren, wie denn nun online einzuchecken wäre und ob wir keine Einschiffungspapiere benötigen. Auf dem Schiff gibt es die Durchsagen nur in englisch, das war mir klar, nur gibt es keine Durchsagen in der Kabine.
6. Landausflüge waren völlig überteuert und entsprachen nich unbedingt der Beschreibung. Es gab auch nicht so viel zu sehen, siehe Bericht oben.
7. Essen: Ich betonte bereits mehrfach, dass dieses in der Tat excellent war. Leider auch hier ein großes Aber: Die Auswahl sowohl beim Frühstück als auch beim Mittag war gering. Im Hauptrestaurant gab es das gleiche wie im Terassen Cafe. Einzige Ausnahme die Gerichte vom „Bistro“ diese gabe es zum Mittag jeden Tag. Was ich aber als völlig unmöglich empfand, war dass es in der 3. Woche komplett die gleichen Gerichte der 1. Woche wieder gab. Es war nur eine 3 Wochen Kreuzfahrt keine 4 Wochen oder mehr und es war eine hochpreisige Kreuzfahrt. Da darf ich dann auch Abwechslung erwarten. Außerdem erlebte ein deutsches Ehepaar im Hauptrestaurant das gleich 3 Gerichte aus waren (sie gingen eine Stunde nach Restaurantöffnung, also nicht spät zum Essen). So etwas habe ich noch auf keinem Schiff erlebt.
8. Kabine: Diese war nur geringfügig größer als auf anderen Schiffen.Es passten auf den Balkon 2 Liegestühle und ein kleiner Tisch. Großes Manko der Duschvorhang. Außerdem gab es keine Kaffemaschine auf der Kabine. Es gab einen DVD Player, dieser spielt aber nur amerikanische DVD´s ab und keine europäischen. Das Fernsehen ist nicht interaktiv. Also keine Restaurantbuchungen oder Kontrolle der Abrechnung am TV. Das Zimmer hat 2 amerikanische und 2 europäische Steckdosen aber keine USB-Anschlüsse. Wir hatten eine Concierge Kabine, das hatte den Vorteil dass man zu beginn der Kreuzfahrt Sachen kostenlos bügeln lassen konnte.Nur war im Vorfeld (siehe auch informationen) nirgends zu lesen wie viel. Es waren gerade mal 4 Stücke pro Kabine. Dafür gabs als neuen Service dass man 3 Mal 20 Teile kostenlos waschen und bügeln lassen konnte. Weitere Vorteile: Bevorzugte Einschiffung (das war wohl nix, siehe oben) eine Flasche Champagner und man kann den Außenbereich beim Spa nutzen.
9. Schiffseinrichtung: Diese britische teils landhausstilartige Einrichtung gefällt sogar mir. Das Schiff hat aber wohl nicht die besten Stabilisatoren. Selbst beim kleinsten Windzug wackelt es nicht zu knapp. Mir macht das nichts aus, unsere Kabine lag auch sehr weit vorne. Wer aber nicht so recht seefest ist, dem sei von diesem Schiff abgeraten. Das war bei meinen 25 Hochsekreuzfahrten mit Abstand das Schiff, welches am meisten gewackelt hat.
Mein Schlussfazit lautet also: Eindeutig überteuert. Hier stimmen Preis Leistung nicht. Wir hatten auch schon sehr gutes Essen sowohl bei RCCL als auch bei Celebrity. Nur wer jeden Tag Lobster essen will, für den mag Oceania das Richtige sein. Eine Aqua Class Kabine bei Celebrity ist bei Weitem nicht so teuer und bietet genausoviel, wenn nicht gar mehr, da es ein extra Restaurant gibt.

​noch ein paar Ergänzungen:


Kleiderordnung: Es gibt keine Galaabende. In die Restaurants kommt man ohne Probleme mit langer Hose und Polo Shirt. Anzug kann zuhause bleiben!

Rauchen: Problematisch wenn viele an Bord sind. Es gibt nur einen Bereich auf Deck 9 im Freien mit 16 Sitzplätzen und einen Bereich innen auf Deck 10 ebenfalls nicht mehr Sitzplätze.

Detination Amazonas: Ich habs jetzt gesehen. Aber der Panamakanal war schöner. Heisst muss man nicht unbedingt gesehen haben,


Wenn ihr weitere Fragen habt, dann nur her damit.

Gruß
Mario
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Reisebericht Oceania Sirena Amazonas und Karibik April 2018 23 Apr 2018 17:09 #45528

Danke schön für deinen sehr ausführlichen Bericht, lieber Mario. Tut mir leid, dass die Reise alles in allem nicht so ganz deinen Geschmack getroffen hat. Aber ich gebe dir recht, wenn man so viel Geld bezahlt, dann will man auch eine entsprechende Gegenleistung. Insofern, ....am besten nach vorn schauen und die nächste Reise buchen. :birthday:

Hast du noch ein paar Fotos?

Und wenn du schon erzählst, dass du bald den Lukas spielst, dann musst du uns auch verraten, wo man dich in dieser Rolle bewundern darf. :yiepiehh:

VG, Happy
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Reisebericht Oceania Sirena Amazonas und Karibik April 2018 23 Apr 2018 17:56 #45529

Hallo happy,
Wenn ich wieder Zuhause bin folgen noch Bilder
Ich spiele auf der Freilichtbühne otternhagen bei Hannover
Gruß
Mario
20180423_114645.jpg


20180420_143726.jpg
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Reisebericht Oceania Sirena Amazonas und Karibik April 2018 19 Jun 2018 12:52 #45531

Finde ich super das du uns teilhaben lässt :)

Ich bin so, dass ich mich immer wegen dem Gewicht überschätze. Meistens liege ich ganz ganz knapp drunter..demnach ist so eine Waage schon recht hilfreich.
Wir haben uns vor dem letzten Urlaub auch eine gekauft und können uns nicht beklagen.

Dieses Jahr werden wir nach Spanien reisen.
Da haben wir ein Ferienhaus Mallorca gemietet. Weiß schon nicht wie ich damit umgehen soll, heißt ja das ich noch mehr Sachen brauche und der Koffer somit auch schwerer wird :D
Aber ich werde das schon irgendwie machen :)

Ich wünsche euch aber viel Spaß noch.
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Reisebericht Oceania Sirena Amazonas und Karibik April 2018 23 Jun 2018 12:58 #45535

Hallo Mario,

da hast Du ja ganz schön Deinen Frust von der Seele geschrieben, da ist es schon klar, dass Du die positiven Dinge nicht erwähnen möchtest – die werde ich einfach ergänzen um etwas mehr Objektivität zu gewinnen.
Bei der Buchung hast Du also aus „OLife Choice“ das Bordguthaben von 400 USD pro Person gewählt und auf das Getränkepaket oder das Landausflugspaket verzichtet. Für „Trinker“ ist das wohl nicht die schlaueste Entscheidung gewesen, denn ein Blick auf die Homepage informiert klar über Pakete und Einzelpreise (es ist ja alles transparent und im Vorfeld verfügbar und natürlich auch in deutscher Sprache, mit der Du ja hoffentlich keine Probleme hast):
GetrP.jpg

GetrE.jpg


Somit kommt dann plötzlich eine Belastung von (21 Tage) x (59,95 USD/Tag) = 1.258,95 - und jammern ist dabei inklusive.
Die Reise hat schon mit einem weiteren schlechten Vorzeichen begonnen, weil San Juan storniert wurde (dafür Antigua) – ich frage mich nur, ob Wirbelstürme schadensersatzpflichtig gemacht werden können bzw. was aus Deiner Sicht die ideale Kompensation wäre, wenn eine Destination abgesagt werden muss. Dann wurde Recife auch noch durch Fortaleza ersetzt (übrigens schon lange vor Abreise informiert), und die Teufelsinseln sind durch einen medizinischen Notfall auch noch ausgefallen – na klar, dass man dann zum Hassprediger wird. „3 Orte auf die ich mich gefreut hatte fallen weg. Zwei davon werde ich nun wohl niemals mehr zu Gesicht bekommen.“ – Stirbst Du jetzt oder werden die Orte jetzt dem Erdboden gleichgemacht?


Nun zu den Punkten Deines Fazits:
Ad 1) und 2)
Inkludiert sind neben den Softdrinks auch auf Wunsch alkoholische Getränke, aber Du hast Dich für die 400 USD Bordguthaben entschieden (möglich wäre auch das Ausflugspaket gewesen). Das Highlight von Oceania ist natürlich die Kulinarik, das relativ hohe Platzangebot ebenso wie die relativ hohe Service-Dichte und die Freundlichkeit der Crew. Da gibt es also kein Warten oder Drängeln, Tendern ist daher auch kein Thema und man findet immer freie Liegen. Der Shuttle-Transfer vom Hafen in die jeweiligen Städte ist gratis, im Preis inkludiert ist auch „Free Unlimited Internet“. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit mit dem Schiff bis ins Stadt-Zentrum zu navigieren, so bleiben oft stundenlange Bustransfers erspart. Lektoren berichten über Geschichte, Sehenswürdigkeiten, Ausflüge. Kaum Animation, kein „Dress Code“, gemütliche Einrichtung … also beste Voraussetzungen zum Wohlfühlen. Im Gegensatz zu den Premium-Schiffen funktioniert hier die „offene Sitzung“, es gibt auch genügend 2er-Tische. Die Spezialitätenrestaurants sind „zweimal pro Woche garantiert“, aber Rudi geht da schon mal öfter eine Kuh jagen. Das Essen ist dabei nicht unbedingt besser, sondern es gibt eine größere Auswahl an themenspezifischen Speisen in einem feineren Ambiente.
Ja, da kommt schon einiges zusammen, was man auf Premium-Schiffen extra bezahlen müsste, aber dann doch keine Liege findet oder an sonnigen Seetagen am Buffet eingequetscht wird.

Ad 3) 1.
Ich bin ja 2 Monate vor Dir in Rio eingeschifft und haben auch festgestellt, dass mit englisch kaum weiterzukommen ist. Die Personen in Oceania Shirts sind leider auch nur für die Einschiffung angeheuerte Brasilianer. Wir konnten jedoch die Koffer abgeben und kamen wirklich erst (zerschmolzen) um 12:00 Uhr zur geplanten Einschiffungszeit zurück. Alles bestens organisiert, Gesundheitsformular unterschreiben, durch den Zoll-Scanner, Bording-Pass an einem der Check-In-Schalter abholen, aufs Schiff zum Buffet und zur Tränke! Wenn Du natürlich 2 Stunden vor Einschiffungsbeginn rauf möchtest, wird das schon kompliziert – aus Deiner Sicht katastrophal, obwohl Du fast eine Stunde vor offiziellem Beginn an Bord warst. So kann man natürlich das Chaos auch selbst produzieren.

Ad 2.
Das Entertainment ist optimal für den Durchschnittsgast zugeschnitten, das sind Amerikaner im fortgeschrittenen Pensionsalter (fallweise in Begleitung ihrer Eltern). Mit Deinen Vorstellungen von Unterhaltung bist Du bei Oceania absolut in der Minderheit, das ist absolut nicht deren Kernkompetenz. Da hast Du ganz klar das falsche Schiff gewählt.

Ad 3. und 4.
Kann dazu nicht viel sagen, bist wohl ein Spezialfall mit ausgefallenen Wünschen. Die Preise waren ja schon vor der Reise klar und Du hast bewusst entschieden, dass Du die Getränke nicht gratis willst, dafür aber 400 USD Bordguthaben hast. Da wir keine „Alkoholiker“ sind, entscheiden wir uns auch immer für das Bordguthaben und können das Geld flexibel verplanen.

Ad 5.
Die Informationen im Vorfeld sind hervorragend, man bekommt sogar einen personalisierten Katalog inklusive Ausflugsbeschreibungen und natürlich hinreichend Infos für das persönliche Oceania-Internet-Konto. Ich denke also, dass Dein Reisebüro Dich als ersten Oceania-Kunden kaum oder falsch beraten hat (bist also Beta-Tester gewesen).

Ad 6.
Ja, da hast Du recht – die Ausflugspreise sind bei Oceania völlig überzogen, wirklich jenseits von Gut und Böse. Da wir aber höchstens jeden zweiten Ausflug mitmachen (waren ja schon fast überall) und bei der 72-Nächte-Südamerika-Umrundung pro Nase ein Onbord-Konto von 4.500 USD (1.600 OLive, 2.000 Club, 944 Spa) hatten, schmerzten uns die Ausflugspreise nicht so sehr. Nachdem es ja immer freies Internet am Schiff gibt, kann man sich ja bei Bedarf lokale Ausflugsanbieter bestellen.

Ad 7.
Jetzt merkt man, dass Mario seinen Frust rauslassen muss. Was fehlt Dir denn beim Frühstück? Da gibt es Beeren-Obst, teure Mango, Papaya, …, Kaviar, Lachs, Steak, Pfannkuchen, Eier zubereitet in jeder gewünschten Art – bitte sag doch, was Du willst. Und Mittagessen kannst Du im Haupt-Restaurant, das ist das „Bistro“, das tatsächlich eine Woche lang die gleiche Karte hat, am Grill (z.B. Surf’n’Turf mit handgeschnitzten Pommes und Parmesan, …) oder am Buffet (Terrace Cafe). Abends sind die Speisen im Hauptrestaurant etwa gleich wie im Buffet, stimmt. Das Buffet ist bei den Amerikanern beliebt, weil manche schnell essen wollen. Da gibt es zusätzlich manchmal der Destination angepasste Themenabende exklusiv. So Mario, nun „empfinde mal unmöglich“ und rechne mal ein bisschen (wird zwar komplex, aber ich helfe Dir): die Speisekarte wiederholt sich alle 14 Tage, wobei es jeden Tag 9 verschiedene Speisen gibt, zusätzlich immer Steak, Lachs und Hummer. In den beiden Spezial-Restaurants gibt es mindestens genauso viele verschiedene Speisen, für die Rechnung reduzieren wir auf je 10 Speisen. Jetzt die Rechenaufgabe: Wie viele Tage kannst Du mit dem Schiff fahren, ohne dass sich eine Speise wiederholt?
Lösung: 14 (Tage-Zyklus zu je) x 9 (verschiedene Speisen pro Tag) = 126 (verschiedene Gerichte), dazu 3 (fixe Gericht jeden Tag) + 2 x 10 (von den beiden Spezialitätenrestaurants) ergibt: 149. Aber hast recht Mario, der Rudi muss auf der Weltreise manche Speisen zweimal vertilgen.
Dann verarschen Dich noch Deine Landsleute und Du kriegst das gar nicht mit.

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Die Kabine ist zum Schlafen da, technischen Firlefanz wird es wegen der vorherrschenden Klientel bei Oceania nicht geben und bezüglich der fehlenden Infos solltest Du mit diesem Frust Dein Reisebüro kontaktieren.

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Ich habe immer ruhige See, woran das wohl liegt? Ich gebe Dir aber nicht die Nummer der Hotline.

Dein Schlussfazit
ist natürlich völliger Unsinn und nur von Frust geprägt. Natürlich kann man bei Celebrity auch sehr gut essen, aber damit man wenigstens beim Abendessen annähernd an die Oceania-Qualität herankommt, muss man mindestens 45 USD täglich für die Spezial-Restaurants aufzahlen. Für Shuttle-Service etwa 5 USD pro Tag (wird ja nicht jeden Tag benötigt und ist manchmal länger oder kürzer), Wasserpaket und Softdrinks für 22 USD/Tag, 69 USD/Tag sind für das Alkohol-Paket zu bezahlen. Internet kostet mindestens 20 USD pro Tag (abhängig von der Reisedauer).
Damit man nun bei Deinem Beispiel bei Celebrity nur annähernd an die gleichen Leistungen kommt, muss man also täglich mindestens 160 USD dazuzahlen, dann hast Du aber noch immer nicht das Platzangebot und die Service-Dichte wie bei Oceania. Wenn Du allerdings diese Annehmlichkeiten, den Komfort und die genannten Features nicht willst, dann ist der nackte Reisepreis bei Celebrity klar günstiger. Dass Rechnen nicht zu Deinen Stärken zählt, haben wir ja schon eingangs festgestellt.
Was die Club-Vorteile betrifft, gibt es gewaltige Unterschiede:
Celebrity Captains Club
Oceania Club
Mario, wie lange muss man bei Celibrity kreuzen um eine 14-tägige Gratiskreuzfahrt zu bekommen?
Interessant ist, dass der Anteil der Wiederholer oft über 80 Prozent liegt. Alle sind zufrieden, nur Mario nicht. Gibt Dir das nicht zu denken?

Genauso interessant und amüsant ist auch Deine Bemerkung im Abschnitt 04.04.-06.04.:
Hier beschwert Du Dich, dass die Sirena Lounge zu klein für alle Gäste ist – Du kannst Dir ja eine größere wünschen. Die Burgenländer (für die deutschen Kollegen: Burgenland ist ein Bundesland in Österreich) wollen 30 Meter breite Autobusse haben, weil jeder in der ersten Reihe sitzen will.
In der Tabelle sind ein paar Schiffsbeispiele gelistet: Die Relation der Sitzplätze im Theater zur gesamten Gästeanzahl liefert den prozentuellen Anteil an Personen, die gleichzeitig im Theater sitzen können.
Theater.jpg

Das schaut gar nicht gut aus bei Celebrity, da müssen rund zwei Drittel der Gäste stehen!
Nachdem es auf Oceania-KF meist über 80 Prozent Wiederholer gibt, werden die Club-Partys auch auf zwei Tage aufgeteilt.

Danke Mario für Deinen Bericht, auch wenn er stark von Frust geprägt ist und viele Dinge verschwiegen oder falsch dargestellt wurden. Eventuell das Reisebüro wechseln damit man die richtigen Infos auch rechtzeitig bekommt, den Wettergott bestechen, dann gibt es auch keine abgesagten Destinationen und ruhige See. Bei der Buchung die richtige Option wählen, das spart Geld und Frust, die Ausflugspreise sind extrem, da habe ich Dir Lösungsansätze beschrieben.

Ich hoffe Du bleibst bei Celebrity und Co und machst dort schöne Kreuzfahrten,
LG Rudi :strand:
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