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THEMA: Sinterklaas kommt mit dem Schiff

Sinterklaas kommt mit dem Schiff 12 Nov 2010 20:43 #20299

Sinterklaas, der holländische Nikolaus, landet am 13. November mit seinem Schiff in Harderwijk, um seine Tour durch die Niederlande anzutreten.



Pressefoto Niederlande Weihnachten_Sinterklaas-Ankunft_mit_Boot.jpg




Pressefoto Niederlande Weihnachten_Sinterklaas__zwarte_Piet.jpg



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Aw: Sinterklaas kommt mit dem Schiff 14 Nov 2010 07:26 #20314

Jetzt ist es "amtlich" das Weihnachten mit schnellen Schritten naht! :zitter:
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Aw: Sinterklaas kommt mit dem Schiff 14 Nov 2010 10:04 #20318

SORRY @ ALL !!!

Hat mit den Kreuzfahrtschiffen so überhaupt nichts zu tun, aber ich möchte es euch nicht vorenthalten:

Christkind vs. Weihnachtsmann
Wissenschaft
Michaela Hafner (Redaktion) am 23. Dezember 2002

In der (angeblich) stillsten Zeit des Jahres herrscht zuweilen Streit zwischen dem Christkind und dem Weihnachtsmann um das Ausliefern der Geschenke. Befinden wir uns im Kampf des "christlichen Abendlandes" gegen die kommerzialisierte Neue Welt? Stehen wir vor der Globalisierung des Weihnachtsfestes?

Das unschuldige Christkind kann man offensichtlich nicht gut vermarkten, und so muss auch hierzulande immer öfter der Mann in Rot das Weihnachtsgeschäft ankurbeln.
Der Innsbrucker Verein Pro Christkind, der die österreichische Tradition des Christkinds wahren möchte, hat mit seiner Anti-Weihnachtsmann-Kampagne und scherzhaft gemeinten E-Cards auf seiner Homepage in den USA großes Medienecho ausgelöst. Aber auch andere Skandale rund um die beiden Protagonisten - auf der einen Seite der pausbäckige ältere Mann in Rot mit weißem Rauschebart (so sieht man ihn überall), auf der anderen Seite das blondgelockte ätherische Kindlein (so stellen wir es uns jedenfalls vor) - werfen kein gutes Licht auf diese Zeit: der Rotary Club in Großbritannien gab kürzlich Richtlinien heraus, wie sich die Weihnachtsmänner Kindern gegenüber verhalten sollten, um (Vorwürfen) sexueller Belästigung vorzubeugen. Das Christkind wird wegen seines Hangs zur totalitären Überwachung ("Das Christkind sieht alles") nicht von allen geschätzt.

Wer bringt die Geschenke? Ein kleiner Rundblick

Jedenfalls nicht die Eltern, soviel ist klar. Bei einem Streifzug durch die Weihnachtsbräuche anderer Länder wird schnell klar, dass es neben Christkind und Weihnachtsmann andere Alternativen gibt, wie Kinder zu ihren Geschenken kommen.
In Italien wird zwar am 24. Dezember die Geburt Jesu gefeiert, die Geschenke bringt jedoch die Hexe Befana, die auf ihrem Besen durch die Schornsteine fliegt und die Kinder erst in der Nacht auf 6. Jänner beschert - denn das Jesuskind wurde auch erst an diesem Tag von den Drei Königen beschenkt. In Schweden bringt traditionellerweise der Jul-Bock (ein Ziegenbock aus Stroh) die Gaben.
Regional kommen noch weitere Bräuche hinzu: So haben in den skandinavischen Ländern Weihnachtswichte (Julnissen) eine bedeutende Rolle, denen man in der Nacht von 24. auf 25. Dezember Brei ans Fenster stellen muss - andernfalls ist mit Streichen zu rechnen. Santa Lucia wird in Schweden am 13. Dezember als Lichtbraut verehrt. In den Niederlande ist Sinterklaas, der am 6. Dezember mit seinem Diener Zwarten Piet Gaben bringt, wichtiger als das Christkind.
Auch in den USA sind - trotz medialer Überrepräsentanz von Santa Claus - die Festbräuche eine bunte Mischung aus unterschiedlichen Traditionen der vielen eingewanderten Nationen. Die nordische Santa Lucia hat hier ebenso Platz wie italienische Krippen, englische Mistelzweige oder der chinesische Dun Che Lao Ren. Santa selbst ist ja sozusagen ein Nachfahre des holländischen Sinterklaas.

Woher kommt der Weihnachtsmann?

Der "historische" Nikolaus soll im 4. Jahrhundert n. Chr. im türkischen Myra Bischof gewesen sein und wird als mildtätig und barmherzig beschrieben. Im Lauf der Jahrhunderte dehnte sich die Nikolaus-Verehrung bis nach Skandinavien aus und vermischte sich mit nordischen und heidnischen Mythen. Seit dem 16. Jahrhundert ist Nikolaus als Gabenbringer für die (braven) Kinder bekannt.
Im 17. Jahrhundert brachten holländische Einwanderer die Figur des Sinterklaas in die Neue Welt. Ursprünglich gab es viele unterschiedliche Entwürfe vom Weihnachtsmann, die alle erst im Laufe des 19. Jahrhunderts durch die Vorstellungen zeitgenössischer Dichter (berühmt: das Gedicht "A Visit From St. Nicholas" www.nyise.org/moore/ von Clement Moore, 1822) und Zeichner vereinheitlicht wurden, ehe Anfang der 1930er Jahren aus dem Heiligen Nikolaus endgültig der werbewirksame Coca-Cola-trinkende Rotrock wurde. Aus der Bischofsmitra wurde so die rote Zipfelmütze, das Bischofsgewand präsentiert sich nun eher als Schlafanzug.

Der Weihnachtsmann kommt aber nicht nur in den anglo-amerikanischen Ländern (Santa Claus; Father Christmas in Großbritannien), sondern hat seine Tradition auch im protestantischen Nordeuropa: u.a. als Joulupukki in Finnland, als Väterchen Frost im ehemals kommunistischen Russland, als Weihnachtsmann in Norddeutschland, aber auch in Frankreich (Père Noel) bringt nicht das Christkind die Geschenke, sondern der säkularisierte Nikolaus.


Gegen Kommerz, aber nicht gegen Santa: der Verein Pro Christkind

Wann und was feiern wir?

So unterschiedlich der Lieferant der Geschenke ist, so unterschiedlich ist auch das Datum, an dem diese geliefert werden und Weihnachten gefeiert wird: 24. Dezember, 25. Dezember, 1. Jänner oder 6. Jänner - ChristInnen auf aller Welt feiern die Geburt Jesu jedenfalls in der Zeit der "Zwölf Rau(c)hnächte" (21.12. bis 6.1.).
Weihnachten entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts immer mehr zur Kauf-, Vergnügungs- und Reisezeit - man denke nur an die üppigen Auslagendekorationen, vielen Punschhütten und Flucht vor Familienfeiern in die Karibik. Der Widerstand so mancher Weihnachtsmann-KritikerInnen richtet sich demnach mehr gegen das Ho-ho-ho-Gepoltere des roten Mannes als gegen diesen selbst.
Der Verein Pro Christkind entschuldigte sich daher jüngst in einem "offenen Brief an Amerika" für seine missverständliche Kampagne und vermeintliche Ignoranz; zu wenig beachtet habe man, "dass es auf unserer gemeinsamen Welt Menschen gibt, die an Santa Claus glauben, für die Santa Claus ein wichtiger Teil der Weihnacht ist". Dem Verein gehe es, wie Christoph Tschaikner betont, nicht um die Herabwürdigung anderer Weihnachtssymbole, sondern um das Reflektieren unhinterfragt übernommener Modetrends und engagiert sich für eine besinnliche und gegen eine kommerzialisierte Weihnachtszeit. Toleranz und Akzeptanz anderer Arten, Weihnachten zu feiern, sei demnach die Botschaft dieses Fest des Lichts und des Friedens.

Wer auch immer also bei Ihnen zuhause die Geschenke bringt - das Redaktionsteam der Universitätszeitung wünscht Ihnen ein frohes Fest!

Links:
www.pro-christkind.org
www.christkindl.at
www.weihnachtsstadt.de
www.weihnachten-weihnachtsmann.de

Quelle: www.dieuniversitaet-online.at/beitraege/news/christkind-vs-w...

Eine friedliche Vorweihnachtszeit, und vor allem

Keep on Cruisin

Klaus
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Aw: Sinterklaas kommt mit dem Schiff 14 Nov 2010 10:09 #20319

Wir brauchen noch nicht zu zittern.

Sinterklaas kommt erst am 5.Dezember in den Niederlanden zu

den Kindern und wie es sich gehört durch den Schornstein. :granny:

Sicherlich hat er schon fleißig mit den Schiffsschornstein geübt, :ship:

denn er hat ja viele Kinder zu beschenken und das muß schnell gehen.:freu:

:zitter: müssen wir erst am 24.12.2010 - dann geht es uns an den Kragen.


LG Peter
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